DE604114C - Verfahren zur Herstellung von Strassenbelagmassen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von StrassenbelagmassenInfo
- Publication number
- DE604114C DE604114C DEW87544D DEW0087544D DE604114C DE 604114 C DE604114 C DE 604114C DE W87544 D DEW87544 D DE W87544D DE W0087544 D DEW0087544 D DE W0087544D DE 604114 C DE604114 C DE 604114C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coke
- asphalt
- tar
- production
- pieces
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 5
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title claims description 3
- 239000000571 coke Substances 0.000 claims description 26
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 claims description 21
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 5
- 239000013521 mastic Substances 0.000 claims description 3
- 239000000945 filler Substances 0.000 claims description 2
- 239000002344 surface layer Substances 0.000 claims description 2
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 claims 1
- 239000004566 building material Substances 0.000 claims 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims 1
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 3
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 3
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000019738 Limestone Nutrition 0.000 description 2
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 2
- 235000013339 cereals Nutrition 0.000 description 2
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 2
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 2
- 239000006028 limestone Substances 0.000 description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 2
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 description 1
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 1
- 230000008014 freezing Effects 0.000 description 1
- 238000007710 freezing Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000010354 integration Effects 0.000 description 1
- 239000010410 layer Substances 0.000 description 1
- 239000003077 lignite Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 239000011295 pitch Substances 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 229910010271 silicon carbide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010454 slate Substances 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Road Paving Structures (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Straßenbelagmassen Für Straßenbeläge sind einerseits natürliche Asphalte bekannt, die beispielsweise aus Trinidad, aus der Schweiz oder in Deutschland aus Limmer und Vorwohle stammen und infolge natürlichen Kalksteingehalts unmittelbar oder mit härtenden Kalksteinzusätzen als Straßenbeläge geeignet sind. Ersatzmittel hierfür sind andererseits hergestellt worden, indem Erdharz, Pech, Schieferbitumen oder andere Bitumina mit pulverisierten Füllstoffen gehärtet wurden, und zwar dienen hierbei Holzmehl, Braunkohlenkoks und ähnliche pulverisierte Zuschläge zur Herstellung weicher Kunstasphalte, während pulverisierte Schlacken-, Koks-, Karborund- und ähnliche Zuschläge zur Herstellung härterer Kunstasphalte dienen.
- Alle diese natürlichen oder künstlichen Asphalte haben bei der Verwendung als Straßenbeläge den Nachteil, daß sie glatt und besonders bei Nässe schlüpfrig werden.
- Zur Beseitigung dieses Nachteils hat man Steinsplitt oder Schlackenkörner mit Bitumen gebunden, aber ein solcher Belag greift mit den scharfkantigen harten Teilen gummibereifte Fährzeugräder unerwünscht stark an, und seine Lebensdauer ist gering, weil die harten Füllkörper im Bitumen nicht genügend fest liegen 'und herausbrechen. Bei Gußasphalt mit Gehalt an Steinsplitt ist die Lebensdauer besser, aber die unerwünschte Scharfkantigkeit der Füllkörper bleibt vorhanden.
- Bekannt ist endlich eine zur Herstellung säurefester Gefäße bestimmte ünd angeblich auch für Straßenbeläge taugliche Masse aus Teer oder Pech ohne freie Kohlenstoffe und mit Zusatz von zerkleinertem Gestein, Schlakken oder Koks, und zwar teilweise in Gestalt feinsten Mehls und teilweise in Gestalt gröberer Teile. Die Kohlenstofffreiheit bewirkt hierbei, daß diese Masse die doppelte Druckfestigkeit wie Beton besitzt und völlig dicht ist, aber gerade diese Eigenschaften machen eine solche Masse als Straßenbelag untauglich, denn infolge ihrer viel zu großen Härte ist sie polierfähig und wird daher schlüpfrig, und infolge ihrer Porenfreiheit hat sie keine Wasserbindefähigkeit und wird daher unerwünscht staubbildend.
- Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß harter Asphalt, der, wie eingangs angegeben, natürlicher oder künstlicher Herkunft sein kann, im ganzen oder nur in der Oberflächenschicht mit Koks in Stückgröße von beispielsweise etwa 3 bis 5 cm versetzt wird. Hierbei ergibt sich mit Gaskoks oder gegebenenfalls Hüttenkoks infolge von dessen Porosität eine zuverlässige Einbindung in die Asphaltmasse, so daß ein Herausbröckeln der Koksstücke ausgeschlossen ist. Die Härteverschiedenheit zwischen den Asphaltteilen und Koksteilen unterbindet dabei die Polierfähigkeit und somit das Schlüpfrigwerden des Straßenbelages, ohne daß aber die Koksstücke scharfe, für gummibereifte Fahrzeugräder gefährliche Kanten ergeben könnten. Es entsteht also ein elastischer, nicht angreifender und rauher Straßenbelag, der auch ständig rauh bleibt, indem die Koksstückchen, sobald sie im Laufe der Belagabnutzung etwas aus dem Asphalt herauswachsen, oben durch Abbröckeln immer neue rauhe Flächen erzeugen. Zugleich ist dieser Belag gut staubbindend, indem die Poren der Koks-, stücke Wasser und sonstige Flüssigkeitsteile; längere Zeit festhalten und dadurch zza._ scharfe Austrocknung verhüten. Der Belag., ist also in der Wirkung etwa einer feinen Feile vergleichbar, die auch bei Nässe noch nicht rutschig wird.
- Eine vorteilhafte Einzelheit des neuen Verfahrens ergibt sich, wenn die Koksstücke vor dem Einbringen in die Asphaltmasse mit teerähnlichen Massen getränkt oder umhüllt «-erden. Diese an sich im Straßenbau bekannte vorherige Tränkung bringt hier den Vorteil, daß der Koks besonders fest im Asphalt einbindet, und außerdem bildet die Teilfüllung der Koksporen durch die elastischen Teerteile ein Pufferglied, das beim Gefrieren eingedrungenen Wassers nachgibt und dadurch ein unerwünscht weitgehendes Zersprengen der Koksstücke durch Frost verhütet, Die zum Nässebinden und Staubbinden erwünschte Porosität des Straßenbelages ist also ohne den Nachteil unerwünschter Zerstörbarkeit erreicht. ° Um die Menge des Tränkmittels in den Koksstücken genau zu bemessen, kann das Tränken mit teerähnlicher Masse unter Druckanwendung und nachheriger Druckentlastung erfolgen, so daß dann das überschüssige Tänkmittel wieder herausgedrückt wird. Auf dieseArt ist es beispielsweise erreichbar, daß die einzelnen Zellen der Koksstücke an ihren Wandungen bekleidet, aber nicht etwa ganz mit Tränkmitteln ausgefüllt sind.
- Der neue Straßenbelag kann in üblicher Weise unmittelbar am Verwendungsort aufgebracht oder auch fabrikmäßig in Gestalt fertiger Platten hergestellt werden, die dann am Verwendungsort verlegt werden. Ein Ausführungsbeispiel der letztgenannten Art ist das folgende.
- In Plattenform von beispielsweise 30 cm im Geviert wird üblicher Stampfasphalt oder Gußasphalt eingebracht, und vor dem Erhärten wird in die Oberfläche eine Schicht Koks-!s cke von etwa 3 bis 5 cm Korngröße einf.3.
- ,Yeßt oder eingewalzt, so daß die Stücke `kö'Ilständig umschlossen ,sind.
- "u;,.-oll eine Tränkung der Koksstücke mit Teer oder sonstigen Bitumen vorgenommen werden, so kommen die Koksstücke vor dem Einbetten in die Asphaltmasse zunächst in einen Druckkessel, dem unter erhöhtem Druck und unter Erwärmung der Teer oder das sonstige Bitumen bis zur vollen Tränkung der Koksstücke zugeführt wird, und dann wird das überschüssige Tränkmittel in die Atmosphäre ablaufen gelassen, so daß in den Koksstücken nur die Wandungen der Poren bekleidet bleiben. Der so vorbereitete Koks wird dann, in die Asphaltmasse gebettet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Straßenbelagmassen unter Verwendung von bituminösen Bindemitteln und von porösen Füllmitteln, wie beispielsweise Koks, dadurch gekennzeichnet, daß in die gebräuchlichen Straßenbaustoffe, wie Gußasphalt, Stampfasphalt oder ähnliche natürliche oder künstliche Gemische Koks in Stückform von beispielsweise etwa 3 bis, 5 cm Korngröße, gegebenenfalls nur in die Oberflächenschicht, eingebracht wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Koksstücke vor dem Einbringen in die Asphaltmasse mit teerähnlichen Massen getränkt oder umhüllt werden. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß einTränken der porösen Körper mit teerähnlichen Massen unter an sich bekannter Druckanwendung erfolgt und dann das Tränkmittel durch Druckentlastung teilweise wieder entfernt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW87544D DE604114C (de) | 1931-11-18 | 1931-11-18 | Verfahren zur Herstellung von Strassenbelagmassen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW87544D DE604114C (de) | 1931-11-18 | 1931-11-18 | Verfahren zur Herstellung von Strassenbelagmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604114C true DE604114C (de) | 1936-07-03 |
Family
ID=7612608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW87544D Expired DE604114C (de) | 1931-11-18 | 1931-11-18 | Verfahren zur Herstellung von Strassenbelagmassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604114C (de) |
-
1931
- 1931-11-18 DE DEW87544D patent/DE604114C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE604114C (de) | Verfahren zur Herstellung von Strassenbelagmassen | |
| DE2258566A1 (de) | Bodenbelag fuer tennisplaetze und dergleichen sportanlagen | |
| DE626576C (de) | Verfahren zur Herstellung isolierender Leichtsteinmassen | |
| US2026988A (en) | Road paving | |
| DE842616C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schichten aus Korkbeton | |
| US127992A (en) | Improvement in compositions for pavements | |
| DE719732C (de) | Verfahren zur Herstellung von Betonkoerpern | |
| DE685836C (de) | Verfahren zum Dichten von durchlaessigen oder lockeren Bodenschichten, erdigen und steinigen Massen, Mauerwerk u. dgl. | |
| WO1982004081A1 (en) | Method for the preparation of a coating of a sport ground,particularly tennis courts | |
| AT126191B (de) | Verfahren zur Herstellung von Straßendecken im Kaltverfahren. | |
| DE3305691C2 (de) | Pulvergemisch für die Deckschicht eines Sport- oder Spielplatzes insbesondere Tennisplatzes, Verfahren zur Herstellung des Sport- oder Spielplatzes und Sport- oder Spielplatz, insbesondere Tennisplatz mit einer Deckschicht aus dem Pulvergemisch | |
| DE629088C (de) | Durch ein hydraulisches Bindemittel gebundene Makadamstrassendecke | |
| DE706056C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Strassenbelagstoffes | |
| DE634550C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Strassendecke mit einer tongebundenen Grundschicht und einer bitumengebundenen Deckschicht | |
| DE619973C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Fuellmasse fuer die zwischen bitumenhaltigen Formkoerpern bei der Herstellung von Strassenbelaegen belassenen Fugen | |
| CH184229A (de) | Verfahren zur Herstellung einer Strassendecke und gemäss dem Verfahren hergestellte Strassendecke. | |
| EP0036644A1 (de) | Belag für Sportanlagen, insbesondere Tennisplätze, und dessen Herstellung | |
| AT148214B (de) | Straßendecke. | |
| AT123022B (de) | Verfahren zur Herstellung von Straßendecken. | |
| DE519031C (de) | Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Kalkmergel und Bitumen, insbesondere fuer Wegedecken u. dgl. | |
| DE689057C (de) | Verfahren zur Herstellung moertelgebundener Strassendecken | |
| DE740727C (de) | Verfahren zum Ausbessern von Strassendecken | |
| DE2230218B2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Baustoffes für Tragschichten für den Straßenoberbau | |
| DE412813C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pflasterelementen | |
| DE521281C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Schotterstrassendecke unter Verwendung einer Emulsion aus Asphalt o. dgl. |