DE602843C - Vorrichtung zur staendigen selbsttaetigen UEberwachung eines Eisenbahngleises - Google Patents

Vorrichtung zur staendigen selbsttaetigen UEberwachung eines Eisenbahngleises

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DE602843C DEC44418D DEC0044418D DE602843C DE 602843 C DE602843 C DE 602843C DE C44418 D DEC44418 D DE C44418D DE C0044418 D DEC0044418 D DE C0044418D DE 602843 C DE602843 C DE 602843C
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    • B61K9/00Railway vehicle profile gauges; Detecting or indicating overheating of components; Apparatus on locomotives or cars to indicate bad track sections; General design of track recording vehicles
    • B61K9/08Measuring installations for surveying permanent way

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur ständigen selbsttätigen Überwachung des Eisenbahngleises hinsichtlich der senkrechten Abweichungen von der Geladen unter fahrenden Zügen mit einer auf dem abgefederten Teil der Lokomotive angeordneten Anzeigevorrichtung, die mittels einer Steuervorrichtung mit zwei relativ zueinander beweglichen Steuerteilen durch Bewegungen betätigt wird, die von den Lagergehäusen zweier beiderseits eines mittleren Radsatzes angeordneter Radsätze mittels Drahtzuges oder ähnlichem abgeleitet werden. Die bekannten ähnlichen Einrichtungen zu dem gleichen Zweck sind vorwiegend dazu geeignet und bestimmt, auf Sondermeß wagen eingebaut zu werden, und demgemäß nicht geeignet für den Gebrauch an einem auf Schienen laufenden Gebrauchsfahrzeug, beispielsweise einer Lokomotive.
Dementgegen ist der Erfindungsgegenstand ausschließlich für den Einbau auf Lokomotiven bestimmt, so daß ein besonderes Bedienungspersonal erübrigt wird und mit der Lokomotive bei ihrem normalen Fahrdienst gleichzeitig Stoßmessungen ausgeführt werden können.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß in die Drahtzüge zu der auf dem abgefederten Teil der Lokomotive angeordneten Steuervorrichtung zur Ausschaltung von Fehlanzeigen infolge von Schwankungen des abgefederten Teiles gegenüber den Radsätzen, z. B. bei Kurvenfahrt für den Fall, daß gleich große und entgegengesetzt gerichtete Züge an der Steuervorrichtung keine Relativbewegung der beiden Steuerteile veranlassen, symmetrisch zur Mittelachse angeordnete Winkelhebel und für den Fall, daß gleich, große und gleichgerichtete Züge keine ReIativbewegung der beiden Steuerteile veranlassen, sich bei Achssenkung im gleichen Sinne drehende Winkelhebel eingeschaltet sind.
Zweckmäßig sind die Steuerteile mit zusammenwirkenden Kontakten besetzt, durch die nach Maßgabe der übermittelten Bewegungen aufeinanderfolgend die Anzeigevorrichtung bedienende Stromkreise geschlossen oder geöffnet werden.
Bei einer besonderen Ausführungsform der neuen Vorrichtung ist einer der Steuerteile fest und mit mehreren Kontaktstreifen von verschiedener Länge versehen, auf denen Bürsten des anderen, als einarmiger Schwinghebel ausgebildeten Steuerteils schleifen, an dem ein zweiarmiger Hebel angelenkt ist, an dessen beiden Enden die gegeneinander v/irkenden Drahtzüge angreifen.
Bei einer zweiten Ausführungsform der neuen Vorrichtung sind die Steuerteile als aneinander verschiebbare Schienen ausgebil-
det, an denen je einer der gegeneinander wirkenden Drahtzüge angreift.
Eine dritte Ausführungsform der neuen Vorrichtung zeigt die Anordnung, daß die Steuerteile auf einer gemeinsamen Achse drehbar angeordnet sind, so daß sie von den einander entgegenwirkenden Drahtzügen, gegeneinander gedreht werden. Hierbei kann die in einem Gehäuse gelagerte Achse ίο durch die Bewegungen des einen Drahtzuges gedreht werden, wobei sie den eine Reihe kranzartig angeordneter Kontakte tragenden Steuerteil mitnimmt, während der andere Drahtzug den auf die Achse lose aufgesetzten Steuerteil mit entsprechend angeordneten Bürsten in umgekehrter Richtung dreht. Zweckmäßig ist der die Bürsten tragende Steuerteil als Speichenrad, der die Kontakte tragende Steuerteil als Scheibe ausgebildet, wobei die Kontakte mit je einem isolierten Abschnitt eines mit dem Steuerteil drehbaren Kontaktringes verbunden sind, auf denen am Gehäuse befestigte Bürsten schleifen.
Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt; es zeigen:
Abb. ι die allgemeine Anordnung der Vorrichtung an einer Lokomotive schematisch von der Seite,
Abb. 2 die erste Ausführungsform der Steuervorrichtung im teilweisen Schnitt von vorn,
Abb. 3 den Ouerschnitt nach Linie 3-3 der Abb. 2,
Abb. 4 schaubildlich die zweite Ausführungsform der Steuervorrichtung,
Abb. 5 einen Schnitt durch zwei Kontakte der Steuervorrichtung nach Abb. 4,
Abb. 6 und 7 in Stirnansicht eine dritte Ausführungsform der Steuervorrichtung bei geschlossenem und. bei abgenommenem Gehäusedeckel,
Abb. 8 die gleiche Steuervorrichtung von . hinten,
Abb. 9 den Schnitt der Linie 9-9 der Abb. 8,
Abb. 10 den Schnitt nach Linie 10-10 der Abb. 9 in kleinerem Maßstabe,
Abb. 11 in schaubildlicher Ansicht die in einen Kasten eingebaute Anzeigevorrichtung mit Zubehör, die durch die'Steuervorrichtung gesteuert wird,
Abb. 12 schematisch die Anordnung der verwendeten Relais,
Abb. 13 schematisch die zugehörige Einrichtung zum Kenntlichmachen der festgestellten Gleisabweichungen und
Abb. 14 den Schaltplan der zugehörigen elektrischen Anlage,
Auf einer Lokomotive sind die Lagergehäuse ι und 2 zweier beiderseits des mittleren Radsatzes angeordneter Radsätze durch senkrechte Zugdrähte 4 und 5 mit Winkelhebeln 6 und 7 von gleicher Größenabmessung verbunden,, die an dem abgefederten Teil 3 der Lokomotive angelenkt sind und von denen ein Arm ungefähr waagerecht angeordnet ist, während der andere Arm senkrecht verläuft. Je nach der Art der jeweils benutzten Steuervorrichtung 10 sind die Winkelhebel 6, 7 symmetrisch zur Mittelebene (Abb. 1) oder im gleichen Sinn drehend angeordnet (6a und 7 in Abb. 4). Das obere Ende der Zugdrähte 4 und 5 ist an dem waagerechten Arm der Winkelhebel 6 und 7 angelenkt, während an deren senkrechtem Arm Drahtzüge 8, 9 angreifen, durch die die Steuervorrichtung 10 bedient wird. In die Drahtzüge 8 und 9 sind Spannvorrichtungen 11 und 12 eingeschaltet.
Bei der Ausführungsform der Steuervorrichtung 10 nach Abb, 2 und 3 ist ein Gehäuse 13 an dem abgefederten Teil der Lokomotive mittels Laschen 14 angeschraubt. In dem Gehäuse 13 ist ein Steuerteil 15 aus elektrisch isolierendem Werkstoff befestigt. Metallene Kontaktstreifen 16, 17, 18 und 19 von verschiedener Länge sind in den Steuerteil 15 eingelassen, so daß ihre Oberflächen bündig sind. Ein als einarmiger Schwinghebel ausgebildeter S teuer teil 20 ist um den Bolzen 21 drehbar und trägt auf den Kontaktstreifen 16, 17, 18, 19 schleifende Bürsten 22, 23, 24 und 25. In geeignetem Abstande von dem Bolzen 21 trägt der Steuerteil 20 einen Bolzen 27, um den ein zweiarmiger Hebel 26 drehbar ist. Die Drahtzüge 8 und 9 greifen an den Enden des Hebels 26 an. Ihnen entgegen wirken Spannfedern 28 und 29, die mit dem einen Ende an dem Gehäuse 13 befestigt sind und mit dem anderen Ende an den Drahtzügen 8, 9 angreifen. Den Kontaktstreifen 16, 17, 18, 19 entsprechende Leitungsdrähte 30, 31, 32, 33 sind von der Rückseite aus durch das Gehäuse 13 geführt. Die vier Bürsten 22 bis 25 befinden sich mit dem Steuerteil 20 in elektrischem Kontakt, der geerdet ist. Jeder Leitungsdraht 30, 31, 32 und 33 bildet einen Teil eines Stromkreises, der über einen der Kontaktstreifen 16 bis 19, an den der Leitungsdraht 30 bis 33 angeschlossen ist, und die ihm entsprechende Bürste 22 bis 25 geschlossen werden kann. Jeder der Stromkreise ist normal geschlossen; wenn er unterbrochen wird, steuert er ein Relais, dessen Einzelheiten und dessen Wirkungsweise weiter unten beschrieben werden sollen.
Wenn man die Überwachung eines Schienenstranges durchführen will, wird die Vor- iao richtung mittels der Spannschlösser 11 und derart eingestellt, daß das freie Ende des
Steuerteils 20 in Mittelstellung über den Kontaktstreifen 16, 17, 18 und 19 steht, wenn sich die Lokomotive auf einem praktisch fehlerfreien Gleise befindet. Beim Fahren eines Rades über eine fehlerhafte Stelle bewegt sich das Lagergehäuse 1 aufwärts oder abwärts gemäß der Art der Abweichung, wodurch der erforderliche Steuerimpuls gegeben wird.
Infolge der federnden Aufhängung des Lokomotivoberteils werden die Bewegungen des Lagergehäuses 1 in so geringem Ausmaß auf den abgefederten Teil der Lokomotive übertragen, daß die Wirkung der Steuervorrichtung 10 nicht gestört wird. Demgemäß wird, wenn das Lagergehäuse 1 sich infolge einer Abweichung der Schienen aufwärts oder abwärts bewegt, die Bewegung mittels des Drahtzuges 4, 6, 8 auf den Hebel 26 übertragen. In diesem Augenblick hat das Lagergehäuse 2 die Fehlerstelle des Gleises noch nicht erreicht und befindet sich demzufolge in seiner Mittelstellung gegenüber dem abgefederten Teil der Lokomotive. Der Drahtzug 5, 7, 9 überträgt keine Bewegung auf das andere Ende des Hebels 26. Daraus ergibt sich, daß die senkrechte Bewegung des Lagergehäuses ι gegenüber dem Lagergehäuse 2 auf den Hebel 26 derart zur Auswirkung kommt, daß sein oberes Ende zwangsläufig um sein in der Ruhelage verharrendes unteres Ende als Drehpunkt geschwenkt wird. Hierbei nimmt der Hebel 26 den Bolzen 27 mit und schwenkt den Steuerteil 20 um seinen Bolzen 21, wodurch der Steuerteil 20 auf die Anzeigevorrichtung einwirkt.
Wenn die Abweichung geringer ist als der Mindestwert, für dessen Anzeige die Vorrichtung eingestellt ist, bewegt sich der Steuerteil 20 nicht genügend, um den Kontakt zwischen der Bürste 22 und dem kürzesten Kontaktstreifen 16 zu unterbrechen. Wenn aber die Abweichung einen solchen Mindestwert übersteigt, schlägt der Steuerteil 20 so weit aus, daß der Kontakt zwischen einer oder mehreren Bürsten 22, 23, 24 und 25 und den zugehörigen Kontaktstreifen 16, 17, 18 und 19 nacheinander unterbrochen wird, wodurch die in die entsprechenden Stromkreise geschalteten Relais der Anzeigevorrichtung zur Wirkung kommen.
Wenn der abgefederte Teil der Lokomotive in einer Kurve eine Kippbewegung quer zur Fahrtrichtung nach der einen oder der anderen Seite ausführt, werden die Drahtzüge 8 und 9 zu gleich großen Bewegungen in entgegengesetzten Richtungen veranlaßt. Diese gleich große gegenläufige Bewegung der Drahtzüge 8 und 9 wird den Enden des Hebels 26 übermittelt mit dem Ergebnis, daß der Hebel 26 um den Bolzen 27 schwingt, ohne den Steuerteil 20 zu irgendeinem Ausschlag zu veranlassen.
Hieraus ergibt sich, daß der Steuerteil 20 nur durch die Relativvertikalbewegung der Lagergehäuse 1 und 2, nicht aber durch eine quer gerichtete Kippbewegung des abgefederten Teiles der Lokomotive zum Ausschlagen gebracht werden kann.
Bei der Ausführungsform der Steuervorrichtung nach Abb. 4 und 5 ist eine Grundplatte 34 mittels der durch Lageraugen 35 geführten Schrauben an-irgendeiner geeigneten Stelle des abgefederten Lokomotivteiles befestigt. Zwei in Führungen 37, 38 in der Längsrichtung gleitbare parallele Steuerteile 36, 39 stehen beiderseits um ein Stück über die Führungen 37, 38 hinaus. Die Steuerteile 36, 39 können aus Isolierstoff bestehen, andernfalls muß eine Isolierung der Kontakte 44, 45 und der zugeordneten leitenden Teile vorgesehen sein.
An dem einen Ende des Steuerteils 36 greift der Drahtzug 8, am gegenüberliegenden Ende des Steuerteils 39 der Drahtzug 9 an. Ihnen wirken an den entgegengesetzten Enden angreifende Rückführfedern 40, 41 entgegen, die an Haltern 42 und 43 auf der Grundplatte 34 befestigt sind. Die einander zugekehrten Flächen der Steuerteile 36, 39 dienen zur Aufnahme der Kontakte 44, 45.
In die Innenfläche des Steuerteils 36 sind bündig mit ihr verschieden breite Kontakte 44 eingesetzt, von denen einer in Abb. 5 dargestellt ist. Entsprechende Kontakte 45 (Abb. 5) sind in Ausnehmungen in dem Steuerteil 39 eingesetzt, die in üblicher Weise abgefedert sind, um die Kontaktgebung zu sichern und auftretenden \rerschleiß auszugleichen. Die geerdeten Kontakte 45 ruhen too auf den Mitten der Kontakte 44, wenn die Steuerteile 36 und 39 sich in der Ruhestellung befinden. An die Kontakte 44 sind biegsame isolierte Drahtleitungen 46, 47, 48 und 49 angeschlossen.
Jede der Drahtleitungen 46, 47, 48 und 49 bildet einen Teil eines Stromkreises, der über die zugehörigen Kontakte 44 und 45 geschlossen wird und die Anzeigevorrichtung entsprechend bedient.
Wie bei der Ausfüh'rungsform nach Abb. 2 und 3 sind die Stromkreise normal geschlossen und steuern bei Unterbrechung ein noch zu beschreibendes Relais.
Bei der Steuervorrichtung nach Abb. 4 sind die Winkelhebel 6° und 7 im gleichen Sinne drehbar gelagert, um den Einfluß von Kippbewegungen des gefederten Teiles der Lokomotive auszuschalten.
Die Anfangsstellung der Steuerteile 36, 39 wird mittels der Spannschlösser 50, 51 eingestellt, so daß die Kontakte 45 sich in Be-
rührung mit den Mitten der entsprechenden Kontakte 44 befinden. Beim Fahren wird, wenn sich das Lagergehäuse 1 bei Auftreten einer Schienenabweichung aufwärts oder abwärts bewegt, die Bewegung mittels des Drahtzuges 4, 6, 8 auf den Steuerteil 36 übertragen. In diesem Augenblick hat das Lagergehäuse 2 die Fehlerstelle noch nicht erreicht, so daß der Drahtzug 5, 7, 9 in Ruhe xo bleibt und den Steuerteil 39 nicht verschiebt. Die senkrechte Bewegung des Lagergehäuses ι relativ zu dem Lagergehäuse 2 ruft also eine verhältnisgleiche axiale Verschiebung der Steuerteile 36, 39 aneinander hervor.
Beim Überschreiten des eingestellten Mindestausschlages ruft die Bewegung des Steuerteils 36 relativ zum Steuerteil 39 eine Unterbrechung des Schlusses zwischen einem' *o oder mehreren aufeinanderfolgenden Kontakten 44 und 45 entsprechend der Größe der Abweichung hervor.
Wenn durch irgendeine Ursache der abgefederte Teil der Lokomotive in der Querrichtung kippt, verschieben sich die beiden Steuerteile 36, 39 gleichmäßig in der gleichen Richtung, so daß die Anzeige nicht gestört wird.
Die Steuervorrichtung nach Abb. 6 bis 10 hat ein dosenförmiges Gehäuse 112, das auf der Achse 113 gelagert ist. Die Achse 113 trägt einen Arm 114, an dem der Drahtzug 8 angreift.
Der andere Drahtzug 9 greift an einem zweiten Arm 121 an, dessen Nabe 122 konzentrisch das linke Ende der Achse 113 umfaßt und in der Bodenplatte 123 des Gehäuses ' 112 gelagert ist (Abb. 9). Der Arm 121 kann sich frei und unabhängig von dem Arm 114 bewegen, wenn er durch den Drahtzug 8 gesteuert wird. Die Nabe 122 des Armes 121 trägt den als Speichenrad ausgebildeten Steuerteil 124, der mit einer Anzahl Bürsten 125, 126, 127 und 128 besetzt ist. Die Bürsten 125, 126, 127 und 128 schleifen auf Kontakten 129, 130, 131, 132, die auf dem Umfang des als Scheibe ausgebildeten Steuerteils 133 angeordnet sind. Der Steuerteil 133 ist auf der Achse 113 aufgekeilt und führt demgemäß Schwingbewegungen aus, wenn der Arm 114 durch den Drahtzug 8 bewegt wird.
Den Drahtzügen 8 und 9 wirken Rückführfedern 134, 135 entgegen, die in Haltern 158, 159 befestigt sind und an den Armen 114 und 121 angreifen.
Die Kontakte 129, 130, 131, 132 auf dem
Steuerteil 133 sind durch Leitungen 136, 137, !38, 139 mit entsprechenden isolierten Abschnitten 140, 141, 142, 143 verbunden, die auf einem Kontaktring 144 angeordnet sind, der auf die Achse 113 unter Einschaltung von Isolierungen aufgesetzt ist. Die Abschnitte 140 bis 143 liegen an Bürsten 145 bis 148 an, die von einer an dem Gehäuse 112 befestigten Ringscheibe 149 getragen werden. Die Bürsten 145 bis 148 sind durch nachgiebige Drahtleitungen 150 bis 153 mit Anschlüssen 154 bis 157 verbunden (Abb. 7 und 10).
Die Kontakte 129 bis 132 auf dem Steuerteil 133 können durch nachgiebige Drähte unmittelbar mit den Anschlüssen 154 bis 157 verbunden werden, so daß die Abschnitte 140 bis 143, die zugehörigen Bürsten 145 bis 148 und der Kontaktring 144 wegfallen können.
Bei der in Abb. 8 und 9 dargestellten Steuervorrichtung ist der Arm 114 in seiner • Normalstellung in einem Winkel von i8o° zu dem Arm 121 angeordnet. Bei dieser Anordnung der Arme 114, 121 müssen die Winkelhebel 6 und 7 symmetrisch zur Mittelachse angeordnet sein.
Beim Fahren bewegt eine Querschwingung des abgefederten Teiles der Lokomotive die beiden Steuerteile 124 und 133 gleichmäßig in der gleichen Richtung, während eine Schienenabweichung eine Relativbewegung zwischen ihnen hervorruft und Hierdurch angezeigt wird.
Die zugehörige Anzeigevorrichtung umfaßt vier Relais 158, die in je einem der von der Steuervorrichtung bedienten, normal geschlossenen Stromkreise liegen. Die Relais 158 steuern in Verbindung mit einem Hilfsrelais 159 ein Rückschließrelais 160 und ein Zeitrelais 161.
Die zugehörige Vorrichtung zum Kenntlichmachen der festgestellten Gleisabweichungen ist schematisch, in Abb. 13 dargestellt, die auch die allgemeine Anordnung der Steuervorrichtung und der Anzeigevorrichtung auf dem Fahrzeug wiedergibt. Für jede Seite des Fahrzeugs ist eine Steuervorrich-Irng 10 vorgesehen, damit beide Schienen gleichzeitig überwacht werden können.
Ein Vorratsbehälter 162 wird durch ein " elektropneumatisches Ventil 163 so gesteuert, daß er Kalkmilch oder Farbe unter Druck zum Auftragen auf die Schiene abgeben kann, auf der sich die Lokomotive bewegt, wenn die Anzeigevorrichtung 164 unter der Wirkung der Steuervorrichtung 10 arbeitet. In dem Kasten 165 ist eine Batte- 115-rie enthalten.
Jede Anzeigevorrichtung enthält zum Zweck der Kenntlichmachung der Mittelstel- lung der Bürsten 126, 127, 128 über den zugehörigen Kontakten 130, 131, 132 eine Lampe 166 (Abb. 14). Die Lampe 166 ist in Reihe mit dem Kontakt 129 und der Bürste
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125 geschaltet. Die Steuerteile 124 und 133 sind so zueinander eingestellt, daß die Bürste 125 gerade den Kontakt 129 berührt, wenn die Bürsten 126, 127, 128 sich über den zugehörigen Kontakten 130, 131, 132 in Mit- -· telstellung befinden.
An Hand des in Abb. 14 dargestellten . Schaltplanes soll nun die Arbeitsweise eines Relais 158 während des Überwachungsvorgangs beschrieben werden, wobei sich zunächst die Bürste 126 über dem Kontakt 130 in ihrer Mittelstellung befindet.
Es sei angenommen, daß die Bürste 126 durch eine dem. Steuerteil 124 oder dem Steuerteil 133 von der Steuervorrichtung 10 erteilte Bewegung bei einer Gleisabweichung außer Berührung mit dem Kontakt 130 gebracht wird.
Wenn die Bürste 126 den Kontakt 130 verläßt, wird der Strom, der vorher durch die Spule 167 des Relais 158 floß, unterbrochen, so daß der Anker 168 den Kontakt 169 verläßt und sich gegen den Kontakt 170 legt.
Dadurch wird ein Stromkreis für die Spule 176 eines Hilfsrelais 159 geschlossen, dessen Anker 171 Kontakte 172, 173, 173° und damit einen Stromkreis zum Zuführen von Strom von der Batterie nach der Anzeige-.30 lampe 175, der Spule 177 des Zeitrelais 161, der Spule 178 des Rückschließrelais 160 und der Spule 179 des elektromagnetischen Ventils 163 am Vorratsbehälter 162 schließt, so daß die Abweichungsstelle des Gleises kenntlieh gemacht wird.
Die Spule 176 des Hilfsrelais 159 wird beim Schließen der Kontakte 172, 173 und 173° mit Strom von der Batterie 174 mittels der Kontakte 180, 181 des Zeitrelais 161 gespeist, so daß es wirksam bleibt, nachdem das Relais 158 in die Normalstellung zurückgekehrt ist.
Die Spule 178 des Rückschließrelais 160
schließt, wenn es gemäß dem vorher Gesagten erregt wird und seine Kontakte 182, 183 schließt, den Strom durch die Spule 167 des Relais 158 wieder, das daraufhin seinen Anker 168 in seine Normalstellung auf den Kontakt 169 zurückbringt, damit es wieder zum Steuern bereit ist, wenn die Bürste 126 und der Kontakt 130 beim Auftreten einer weiteren Gleisabweichung wieder getrennt
• werden.
Nach einer im voraus bestimmten Zeitspanne, die für das Arbeiten der Anzeigevorrichtung genügt, öffnet das Zeitrelais 161 seine Kontakte 180, 181 und nimmt der Spule 176 des Hilfsrelais 159 den Strom mit dem Ergebnis weg, daß die gesamte Anlage in die Ausgangsstellung zurückkehrt und für eine weitere Anzeige bereitsteht.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur ständigen selbsttätigen Überwachung des Eisenbahngleises hinsichtlich der senkrechten Abweichungen von der Geraden unter fahrenden ,Zügen mit einer auf dem abgefederten Teil der Lokomotive angeordneten Anzeigevorrichtung, die mittels einer Steuervorrichtung mit zwei relativ zueinander beweglichen Steuerteilen durch Bewegungen betätigt wird, die von den Lagergehäusen zweier beiderseits eines mittleren Radsatzes angeordneter Radsätze mittels Drahtzuges oder ähnlichem abgeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Drahtzüge (4, 8; 5, 9) zu der auf dem abgefederten Teil der Lokomotive angeordneten Steuervorrichtung (10) zur Ausschaltung von Fehlanzeigen infolge von Schwankungen des abgefederten Teiles gegenüber den Radsätzen z. B. bei Kurvenfahrt für den Fall, daß gleich große und entgegengesetzt gerichtete Züge an der Steuervorrichtung (10) keine Relativbewegungen der beiden Steuerteile veranlassen, symmetrisch zur Mittelachse angeordnete Winkelhebel (6,7) und für den Fall, daß gleich große und gleichgerichtete Züge keine Relativbewegung der beiden Steuerteile veranlassen, sich bei Achssenkung im gleichen Sinne drehende Winkelhebel (6a, 7) eingeschaltet sind. _
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerteile (15, 20; 36, 39; 124, 133) mit zusammenwirkenden Kontakten (16 bis 18, 22 bis 25, 44, 45; 125 bis 128, 129 bis 132) besetzt sind, durch die nach Maßgabe der übermittelten Bewegungen aufeinanderfolgend die Anzeigevorrichtung bedienende Stromkreise geschlossen oder geöffnet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Steuerteile (15) fest und mit mehreren Kontaktstreifen (16 bis 18) von verschiedener Länge versehen ist, auf denen Bürsten (22 bis 25) des anderen, als einarrniger Schwinghebel ausgebildeten Steuerteils (20) schleifen, an dem ein zweiarmiger Hebel (26) angelenkt ist, an dessen beiden Enden die gegeneinander wirkenden Drahtzüge (8, 9) angreifen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerteile als aneinander verschiebbare Schienen (36, 39) ausgebildet sind, an denen je einer der gegeneinander wirkenden Drahtzüge (8, 9) angreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, da-
durch gekennzeichnet, daß die Steuerteile (124, 133) auf einer gemeinsamen Achse (113) drehbar angeordnet sind, so daß sie von den gegeneinander wirkenden Drahtzügen (8, 9) gegeneinander gedreht werden. s
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (113), die in einem Gehäuse (112) gelagert ist, durch die Bewegungen des- einen Drahtzuges (8) zusammen mit dem eine Reihe kranzartig angeordneter Kontakte (129 bis 132) tragenden Steuerteil (133) drehbar ist, während der andere Drahtzug (9) den auf die Achse (113) lose aufgesetzten Steuerteil (124) mit entsprechend angeordneten Bürsten (125 bis 128) in umgekehrter Richtung dreht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bürsten (125 bis 128) tragende Steuerteil (124) als Speichenrad, der die Kontakte (129 bis ϊ 32) tragende Steuerteil (133) als Scheibe ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (129 bis 132) mit je einem isolierten Abschnitt (140 bis 143) eines mit dem S teuer teil (133)' drehbaren Kontaktringes (144) verbunden sind, auf denen am Gehäuse (112) befestigte Bürsten (145 bis 148) schleifen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEC44418D 1930-02-21 1931-02-21 Vorrichtung zur staendigen selbsttaetigen UEberwachung eines Eisenbahngleises Expired DE602843C (de)

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