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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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1. Gebiet
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen einen zweiteiligen
Kabelbinder mit geringer Einführungskraft
mit einer verbesserten Verriegelungsstruktur. Es wird insbesondere
ein Bandaufnahmekanal mit einer vorstehenden Unterstützungsführung geschaffen
und die Verriegelungsvorrichtung ist so bemessen, dass sie das Band
vollständig
durchlochen kann, so dass ein freies Ende der Verriegelungsvorrichtung
an der vorstehenden Unterstützungsführung gehalten
wird, was einen erhöhten
Widerstand gegen eine Entfernung schafft, während eine geringere Einsetzkraft
erreicht wird.
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2. Beschreibung der verwandten
Technik
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Kunststoff-Kabelbinder
mit Metalleinsätzen als
Verriegelungsvorrichtung sind in der Technik wohlbekannt. Beispiele
davon enthalten das US-Patent Nr. 3.457.598 an Mariani und das US-Patent
Nr. 5.517.727 an Bernard u. a.
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Kabelbinder
dieses Typs enthalten eine Metallverriegelungsvorrichtung, die unter
einem Winkel in einen Bandaufnahmekanal eines Kabelbinderkopfes
teilweise eingebettet ist. Die Metallverriegelungsvorrichtung ist
unter einem solchen Winkel angeordnet, der ein Einführen eines
Kabelbinderbandes in einer Einführungsrichtung
ermöglicht,
jedoch dann, wenn es in einer Entnahmerichtung gezogen wird, einen
Eingriff der Verriegelungsvorrichtung an dem Band ermöglicht,
um ein Entfernen zu verhindern. Die Metallverriegelungsvorrichtung
von derartigen herkömmlichen
Kabelbindern besitzt die Form eines freitragenden Trägers, der
an einem Ende festgestellt ist und sich am freien Ende in den Bandaufnahmekanal
erstreckt.
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Es
ist schon immer ein erwünschtes
Merkmal gewesen, einen Kabelbinder zu haben, der einfach zu verwenden
ist, während
seine Verriegelungsfestigkeit beibehalten wird. Um die Verriegelungskraft
zu vergrößern, bestand
eine Möglichkeit
darin, die Dicke der Verriegelungsvorrichtung zu vergrößern. Es
hat sich jedoch herausgestellt, dass das eine nachteilige Auswirkung
auf die Einführungskraft
besitzt, die erforderlich ist, um den Kabelbinder zu installieren,
was unerwünscht ist.
Der umgekehrte Fall gilt ebenfalls, wobei Versuche zur Verringerung
der Einführungskraft
die Verwendung von dünneren
Metallverriegelungsvorrichtungen zur Folge hatten, die jedoch bei der
Verringerung der Einführungskraft
die unerwünschte
Wirkung der Verringerung der Verriegelungskraft des Kabelbinders
aufwiesen.
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Das
Patent
US 4.866.816 (Caveney)
beschreibt einen flexiblen einteiligen Kabelbinder mit einem lang
gestreckten flexiblen Band, das eine Leiterstruktur aufweist, die
mehrere beabstandete Sprossen mit dazwischen liegenden Öffnungen
zum Aufnehmen einer Verriegelungsklinke enthält. Die Verriegelungsklinke
ist in einem eingeschlossenen Kopf angeordnet, der an einem Ende
des Bandes einteilig mit diesem ausgebildet ist.
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Das
Patent
US 3.996.646 (Caveney)
beschreibt einen selbst verriegelnden Kabelbinder, der einen gedehnten
lang gestreckten flexiblen Bandabschnitt umfasst, der aus einem
Kunststoffmaterial hergestellt ist, das dehnungsorientierte Moleküle enthält. Der
Kabelbinder enthält
einen Verriegelungswiderhaken, der mit dem Kopfabschnitt nicht einteilig
ist, wobei der Verriegelungswiderhaken einen freien Endabschnitt
hat, der sich in den Bandweg und zur Bandaustrittsfläche hin
erstreckt.
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Es
besteht somit ein Bedarf an einer verbesserten Verriegelungsvarrichtung,
die einem Entfernen besser widerstehen kann, während eine kleinere Einführungskraft
erreicht wird.
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Es
besteht außerdem
ein Bedarf an einem verbesserten Kabelbinder, der insbesondere in
der Nähe
des Verriegelungskopfes eine größere Biegsamkeit
des Kabelbinderbandes besitzt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist deswegen eine Aufgabe der Erfindung, einen Kabelbinder zu schaffen,
der eine Metallverriegelungsvorrichtung verwendet, die eine verbesserte Haltekraft
und eine geringe Einführungskraft
besitzt.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen zweiteiligen Kabelbinder
mit einer Verriegelungsvorrichtung zu schaffen, die im vollständigen Eingriff von
der Unterstützung
durch einen freitragenden Träger
zu einer Unterstützung
durch einen beiderseits frei aufliegenden Träger übergeht, um den Widerstand
gegen das Entfernen des Kabelbinders zu vergrößern.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen zweiteiligen Kabelbinder
zu schaffen, der eine größere Biegsamkeit
des Bandes in der Nähe
des Verriegelungskopfes aufweist, ohne dass die Festigkeit des Kabelbinders
notwendigerweise verringert oder eingeschränkt wird.
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Die
obigen sowie weitere Aufgaben werden durch einen Kabelbinder erfüllt, der
ein Band, das ein erstes Ende und ein freies Ende aufweist, einen
Verriegelungskopf mit einem Bandaufnahmekanal und eine Metallverriegelungsvorrichtung,
die in einem Verankerungsbereich des Kopfes angebracht ist, umfasst,
um einen freitragenden Träger
zu bilden, der ein montiertes Ende, das an einer Stirnwand des Verriegelungskopfes
befestigt ist, und ein freies Ende, das in dem Bandaufnahmekanal
angeordnet ist, aufweist. Das Band enthält eine mittige, nach innen
vorstehende Nut mit einer im Voraus definierte Weite, die einen
verengten Abschnitt definiert, der sich in Richtung einer Längsachse
des Bandes zu dem freien Ende des Bandes erstreckt. Der Bandaufnahmekanal
besitzt eine zwischen einer Stirnwand und der Innenwand definierte
Kanalweite W1. Der Bandaufnahmekanal enthält außerdem eine
Unterstützungsführung, die
von der Innenwand des Verriegelungskopfes in den Bandaufnahmekanal
vorsteht, um die Weite des Bandaufnahmekanals auf eine Weite W2 einzuschränken, die kleiner als die Weite
W1 ist. Das freie Ende der Metallverriegelungsvorrichtung
besitzt eine Länge
L, die größer als
die Weite W2 ist. Die Unterstützungsführung besitzt
quer zu der Breite des Bandaufnahmekanals eine Breite, die kleiner
als die im Voraus definierte Weite der vorstehenden Nut des Bandes
ist. Die Unterstützungsführung enthält außerdem einen
Anschlag, der eine Unterstützungsoberfläche für die Metallverriegelungsvorrichtung schafft,
die die Verriegelungsvorrichtung von einer Verriegelungsvorrichtung
mit einer freitragenden Unterstützung
zu einer Verriegelungsvorrichtung mit einer Unterstützung durch
einen beiderseits frei aufliegenden Träger ändert, wenn die Verriegelungsvorrichtung
durch eine ausreichende Abzugskraft nach unten gezogen wird. Die
Abzugskraft reicht aus, um zu bewirken, dass die Verriegelungsvorrichtung
den verengten Abschnitt des Bandes vollständig durchlocht, wodurch das
freie Ende der Verriegelungsvorrichtung auf dem Anschlag anliegen
kann.
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Die
Erfindung schafft außerdem
ein Verfahren zum Bündeln
eines Gegenstands durch: Anordnen des Kabelbinders um einen Gegenstand;
Einführen
des freien Endes des Bandes in das Bandeintrittsende das Bandaufnahmekanals
und über
das freie Ende der Metallverriegelungsvorrichtung hinaus; und Vorschieben
des freien Endes des Bandes durch den Bandaufnahmekanal, bis der
Kabelbinder eng um den Gegenstand anliegt, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Vorschiebens des freien Endes des Bandes durch
den Bandaufnahmekanal das Führen
des freien Endes des Bandes mit der mittigen, nach innen vorstehenden
Nut unter Umgehung der Unterstützungsführung umfasst
und ferner den Schritt umfasst, bei dem der Kabelbinder in seiner
Position durch Ausüben
einer Entnahmekraft auf den Kabelbinder, die in der Weise wirkt,
dass das Band aus dem Bandeintrittsende des Bandaufnahmekanals gezogen
wird, verriegelt wird, wodurch die Ablenkung des freien Endes der
Metallverriegelungsvorrichtung zu dem Bandeintrittsende des Bandaufnahmekanals
hervorgerufen wird, wodurch das Band vollständig durchlocht wird und das
freie Ende der Metallverriegelungsvorrichtung an dem Anschlag der Unterstützungsführung anliegt.
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Die
Erfindung erreicht außerdem
eine größere Biegsamkeit
des Kabelbinderbandes, indem ein Ende des Bandes, das an den Verriegelungskopf
angrenzt, mit einer Nut mit zunehmender Weite ausgebildet wird,
um einen verengten Abschnitt zu schaffen, der eine größere Bewegungsfreiheit
ermöglicht.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
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Die
vorhergehenden und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung deutlich, in der:
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1 eine
perspektivische Unteransicht eines Kabelbinders gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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2 eine
Unteransicht eines erfindungsgemäßen Kabelbinders
ist;
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3 eine
Schnittansicht des Kabelbinders von 2 längs der
Linie 3-3 ist;
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4 eine
Schnittansicht eines Verriegelungskopfes des Kabelbinders von 3 längs der Linie
4-4 ist;
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5 eine
Schnittansicht eines Verriegelungskopfes von 3 längs der
Linie 5-5 ist;
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6A eine
Schnittansicht eines Bandes des Kabelbinders gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung längs
einer Linie 6a-6a von 3 ist;
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6B eine
Schnittansicht des freien Endes eines Bandes des Kabelbinders gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung längs
der Linie 6b-6b von 3 ist;
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7 eine
vergrößerte Ansicht
des Verriegelungskopfes von 3 ist;
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8 eine
Schnittansicht des Verriegelungskopfes von 7 längs der
Linie 8-8 ist;
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9 eine
Schnittansicht des Kabelbinders ist, die ein anfängliches Vorschieben des Bandes
in einen Bandaufnahmekanal zeigt;
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10 eine
Schnittansicht des Kabelbinders ist, die eine Zwischenvorschubposition
zeigt, bei der ein vorderes Ende des Bandes die Verriegelungsvorrichtung
passiert hat;
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11 eine
Schnittansicht des Verriegelungskopfes und des Bandes von 10 längs der Linie
11-11 ist;
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12 eine
Schnittansicht des Kabelbinders in einer weiteren Vorschubposition
ist, bei der das Band immer noch durch den Bandaufnahmekanal in einer
Vorschubrichtung vorgeschoben wird;
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13 eine
Schnittansicht des Verriegelungskopfes und des Bandes von 12 längs der Linie
13-13 ist;
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14 eine
Schnittansicht des Kabelbinders ist, nachdem das Band vollständig eingeführt wurde und
das Band in einer entgegengesetzten Richtung teilweise zurückgezogen
wurde, wobei die Verriegelungsvorrichtung nach unten gebogen ist
und das Band teilweise durchlocht hat, um einem Entfernen des Kabelbinders zu
widerstehen;
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15 eine
Schnittansicht des Verriegelungskopfes und des Bandes von 14 längs der Linie
15-15 ist;
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16 eine
Schnittansicht des Kabelbinders ist, nachdem die Verriegelungsvorrichtung
vollständig
gebogen wurde, um das Band vollständig zu durchlochen, und wobei
sein vorderes freies Ende auf einem Anschlag in dem Bandaufnahmekanal
getragen wird; und
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17 eine
Schnittansicht des Verriegelungskopfes und des Bandes von 16 längs der Linie
17-17 ist.
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GENAUE BESCHREIBUNG
BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Ein
erfindungsgemäßer Kabelbinder 100 wird
unter Bezugnahme auf die 1–17 beschrieben.
Der Kabelbinder 100 enthält einen Verriegelungskopf 102 und
ein Band 104. Der Kabelbinder 100 kann aus verschiedenen
Materialien, die in der Technik bekannt sind, hergestellt sein.
Geeignete Materialien enthalten beispielsweise Nylon, Polypropylen
und verschiedene Fluorpolymere. Der Kabelbinder 100 kann
in verschiedenen Größen und
Längen
gebildet sein, die für
eine bestimmte Anwendung geeignet sind, wie ebenfalls in der Technik
bekannt ist. Die gewünschte
Schlingenzugfestigkeit ist offensichtlich ein Faktor bei der Auswahl
der Abmessungen von Band, Verriegelungskopf und anderen Komponenten.
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Das
Band 104 ist mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden mittigen
Nut 110 auf der inneren Oberfläche und wahlweise mit einem
sich in Längsrichtung
erstreckenden mittigen Schlitz 106 auf der äußeren Oberfläche des
vorderen Endes versehen (siehe die 6A–B). Die mittige Nut 110 besitzt
vorzugsweise einen konstanten Querschnitt über einen Großteil der
Bandlänge.
In einer bevorzugten Ausführungsform
verjüngt
sich jedoch die mittige Nut 110 an dem Ende des Bands angrenzend
an den Verriegelungskopf 102, um eine vergrößerte Weite
zu bilden, indem z. B. eine V-förmige
Nut 120 gebildet ist, wie in den 1–2 am
besten gezeigt ist. Das Band 104 enthält außerdem vorzugsweise genormte Greifstege 108 (siehe 3)
an der äußeren Oberfläche eines
winkeligen und sich verjüngenden
vorderen Ende 112 des Bandes 104.
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Der
Verriegelungskopf 102 enthält einen Bandaufnahmekanal 112 und
eine Verriegelungsvorrichtung-Aufnahmevertiefung 180. Der
Bandaufnahmekanal 112 nimmt das vordere Ende 112 des
Bandes 104 auf. Der Bandaufnahmekanal 112 hat
ein Bandeintrittsende 168, durch das das Band 104 zuerst
eingeführt
wird, und ein Bandaustrittsende 166 (siehe 3).
Wie in 5 am besten gezeigt ist, ist der Bandaufnahmekanal 112 durch
eine Stirnwand 124, eine Innenwand 126 und Seitenwände 128 gebildet
(siehe 5). Wie in den 7–8 am
besten gezeigt ist, besitzt der Bandaufnahmekanal 112 eine
Weite W1. Eine Unterstützungsführung 114 steht von
der Innenwand 126 vor und definiert eine verringerte Kanalweite
W2. Die Unterstützungsführung 114 enthält einen
Steg 116, dessen Bedeutung später beschrieben wird.
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Die
Metallverriegelungsvorrichtung-Aufnahmevertiefung 180 ist
vorgesehen, um einen Zugang zu einem Verankerungsbereich an der
Stirnwand 124 zu schaffen, damit die Metallverriegelungsvorrichtung 136 in
der Stirnwand 124 teilweise eingebettet werden kann, um
eine Struktur mit freitragenden Träger zu definieren, der ein
festes Ende 134 und ein freies Ende 138, das sich
in die Bandaufnahmevertiefung 122 erstreckt, aufweist.
Die Metallverriegelungsvorrichtung-Aufnahmevertiefung 180 ermöglicht außerdem eine
Bewegung der Verriegelungsvorrichtung 136. Ein Unterstützungsschlitz 130 ist
wahlweise in der Oberfläche
im Voraus ausgebildet oder wird ansonsten inhärent als ein Ergebnis des Einbettens des
festen Endes 134 in die Oberfläche der Stirnwand 124 ausgebildet.
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Die
Metallverriegelungsvorrichtung ist vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen Material,
wie etwa rostfreier Stahl, hergestellt, wie in der Technik bekannt
ist. Während
die Metallverriegelungsvorrichtung 136 eine herkömmliche
gerade Form besitzen kann, ist sie vorzugsweise so gebogen, dass
das freie Ende 138 bei einem im Voraus festgelegten Winkel
relativ zu dem festen Ende 134 gebogen ist. Es ist außerdem vorzuziehen,
dass das feste Ende im Wesentlichen parallel zu der Achse des Bandaufnahmekanals 122 verläuft. In
jedem Fall erstreckt sich das freie Ende 138 unter einem
spitzen Winkel relativ zu der Achse des Bandaufnahmekanals 112,
die zum Bandaustrittsende 166 weist, in den Bandaufnahmekanal.
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Die
freitragende Metallverriegelungsvorrichtung 136 besitzt
einen Drehpunkt, der an einer oberen Kante 142 der Stirnwand 124 definiert
ist. Der Anschlag 116 der Unterstützungsführung 114 erstreckt sich
im Wesentlichen senkrecht zu dem Bandaufnahmekanal 112 und
ist quer zum Drehpunkt der Metallverriegelungsvor richtung 136 angeordnet.
Während der
Anschlag 116 sich an der gleichen Höhe wie die obere Kante 142 oder
etwas höher
befinden kann, liegt der Anschlag 116 aus Gründen, die
später
erläutert
werden, vorzugsweise etwas unter der oberen Kante 142.
Die Metallverriegelungsvorrichtung 136 besitzt eine freie
Länge L,
die vom Drehpunkt zum freien Ende 138 definiert ist und
größer als
die Weite W1 ist. In bevorzugten Ausführungsformen,
bei denen der Anschlag 116 sich an der Ebene der oberen Kante 142 oder
etwas darunter befindet, erfüllt
die Länge
L vorzugsweise das Kriterium W2 < L ☐ W1. Wenn L in dieser Ausführungsform größer ist
als W1, wird das freie Ende 138 die
Innenwand 126 berühren und
kann den Anschlag nicht erreichen. Eine Länge, die größer als W1 ist,
kann jedoch verwendet werden, wenn ein Kontakt mit der Innenwand 126 annehmbar ist
und in Kombination mit dem Steg 116 trotzdem eine Unterstützung von
beiden Enden der Metallverriegelungsvorrichtung 136 erreicht
wird. Alternativ kann eine Länge
L, die größer als
W1 ist, verwendet werden, wenn der Anschlag 116 etwas über der
oberen Kante 142 angeordnet ist.
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Die
mittige Nut 110 an der Innenfläche und wahlweise der mittige
Schlitz 106 an der Außenseite bilden
einen Abschnitt mit verringerter Dicke für eine Wechselwirkung mit der
Verriegelungsvorrichtung 136. Die mittige Nut 110 umgeht
die Unterstützungsführung 114 und
kann verwendet werden, um das Band 104 in dem Bandaufnahmekanal 122 auszurichten
und durch diesen zu führen.
Um ferner eine Führung
mit dem geringsten Widerstand zu unterstützen, kann das vordere Ende
der Unterstützungsführung 114 sich
verjüngen
oder bogenförmig
sein.
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Während der
Kabelbinder 100 so gezeigt ist, dass er einen Verriegelungskopf
mit einem Bandaufnahmekanal 122 besitzt, der im Wesentlichen
parallel zu einer Bandbefestigungsachse S verläuft, die z. B. in den 3 und 7 so
gezeigt ist, dass sie durch den Bereich definiert ist, in dem das
Band an dem Kopf angebracht ist, und außerdem ein Band besitzt, das
bei etwa 90° von
der Bandachse S gebogen ist, ist der Kabelbinder nicht auf eine
derartige Konfiguration beschränkt
und kann andere Formen aufweisen. Der Kabelbinder 100 kann
z. B. ein gerades Band aufweisen, das sich weiter längs einer
Bandbefestigungsachse S erstreckt. Der Kabelbinder 100 kann zusätzlich einen
eher herkömmlichen
rechtwinkligen Verriegelungskopf haben, wie etwa der im Patent '727 an Bernhard gezeigte
Kopf, der einen Bandaufnahmekanal im rechten Winkel zur Bandbefestigungsachse
S aufweist.
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Die
Verwendung des Kabelbinders gemäß der Erfindung
wird unter Bezugnahme auf die 9–17 beschrieben. 9 zeigt
das anfängliche
Einführen
des vorderen Endes 112 des Bandes 104 in das vordere
Ende 168 des Bandaufnahmekanals 122. Wie gezeigt
ist, kann das vordere Ende 112 über einen großen Bereich
von Eintrittswinkeln eingeführt
werden. Das Einführen
wird fortgesetzt, wie in den 10–11 gezeigt
ist, während
das vordere Ende 112 beginnt, sich über das Bandaustrittsende 166 des
Bandaufnahmekanals 122 hinaus zu erstrecken. Zu diesem
Zeitpunkt kann ein Benutzer vom Schieben des Bandes zu einem Ziehen
des Bandes durch den Bandaufnahmekanal 122 übergehen,
indem er das vordere Ende 112 ergreift und daran zieht.
Wie am besten in 11 gezeigt ist, richtet sich
das Band 104 in dem Bandaufnahmekanal selbst aus durch
den passenden Eingriff der mittigen Nut 110 an der Unterstützungsführung 114.
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Wie
in den 12–13 gezeigt
ist, erfolgt ein weiteres Festziehen des Kabelbinders, bis das Band 104 ausreichend
fest um einen Gegenstand, der festgestellt werden soll, wie etwa
ein Kabelbündel 170,
liegt. Während
der Einführung
des vorderen Endes 112 und des weiteren Festziehens biegt
sich das freie Ende 138 der Metallverriegelungsvorrichtung 136 weg
von dem freitragenden Drehpunkt 142 in der Metallverriegelungsvorrichtung-Aufnahmevertiefung 180 infolge
der Elastizität
des Metalls und der freitragenden Konstruktion. Aus Gründen, die
später
genauer beschrieben werden, kann jedoch die Dicke der Metallverriegelungsvorrichtung 136 für eine bestimmte
Anwendung gegenüber
der Dicke der herkömmlichen
Konstruktionen verringert werden, was eine weitere Verringerung
der Kabeleinführungskraft ermöglicht.
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Beim
Lösen des
Bandes oder durch die Anwendung einer Zugkraft auf das Band beginnt
ein angespitzter Abschnitt des freien Endes 138 der Metallverriegelungsvorrichtung 136 das
Band 104 zu durchlochen, wie in 2 gezeigt
ist, und das freie Ende 138 der Metallverriegelungsvorrichtung 136 biegt
sich gegen eine Stirnwand 124 zurück. Anhaltende Kräfte mit
ausreichender Stärke
werden ein weiteres Ablenken des freien Endes 138 um den Drehpunkt 142 bewirken,
bis die Verriegelungsvorrichtung 136 schließlich den
Abschnitt mit verringerter Dicke des Bandes 104 vollständig durchlocht. Während früher ein
vollständiges
Durchlochen des Bandes als unerwünscht
betrachtet wurde, hat sich herausgestellt, dass in diesem Fall infolge
des Vorsehens der Unterstützungsführung 114 und
des Stegs 116 eine größere Schlingenzugfestigkeit
erreicht werden kann. Das heißt,
beim vollständigen
Durchlochen des Bandes 104 wird bei einem weiteren Biegen
das freie Ende 138 schließlich auf dem Steg 116 anliegen,
wie in den 16–17 gezeigt
ist. Zu diesem Zeitpunkt geht die Metallverriegelungsvorrichtung 136 von
einem freitragenden Träger
mit einem freien Ende 138, das sich um den Drehpunkt 142 bewegt,
zu einer Struktur mit beiderseits aufliegendem Träger über, bei
dem beide Enden 134 und 138 unterstützt werden,
wobei die Unterstützung
an dem Steg 116 und an dem Drehpunkt 142 durch
die obere Kante der inneren Oberfläche 124 gewährleistet
ist. Wie am besten in 16 gezeigt ist, haben Ablenkungskräfte, die
während
der Verriegelung der Metallverriegelungsvorrichtung auf das freie
Ende 138 wirken, eine teilweise Kompression oder eine Ablenkung
der oberen Kante 142 des Drehpunkts zur Folge. Es ist daher
vorzuziehen, dass der Steg 116 im nicht verriegelten Zustand
(wie etwa in 9) etwa unterhalb der Höhe der oberen
Kante angeordnet ist, so dass der Drehpunkt 142 im vollständig abgelenkten
Zustand mit dem Steg 116 im Wesentlichen auf gleicher Höhe ist (wie
etwa in 16). Bei einer derartigen Unterstützungsstruktur
kann die Metallverriegelungsvorrichtung 136 größere Belastungen
bewältigen
als die, die unter Verwendung einer einfachen freitragenden Struktur
erreicht werden. Daher kann die für eine Metallverriegelungsvorrichtung
mit gegebener Größe erreichbare
Schlingenzugfestigkeit vergrößert werden.
Somit kann für
eine gewünschte
Schlingenfestigkeit eine Metallverriegelungsvorrichtung mit verringerter
Dicke verwendet werden, die den zusätzlichen Vorteil der geringeren Bandeinführungskraft
besitzt.
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In
der Ausführungsform,
die in 16 gezeigt ist, ist die Länge L des
freien Endes 138 größer als
W2 und kleiner oder gleich W1,
um einen Kontakt des freien Endes mit dem Steg zu ermöglichen.
Eine Länge
L des freien Endes 138, die etwas größer als W1 ist,
kann jedoch auch verwendet werden, wie etwa dadurch, dass der Steg 116 etwas
oberhalb des Drehpunkts 142 angeordnet wird, so dass das
freie Ende in der Endlage etwas nach oben angewinkelt wird. In einer
weniger bevorzugten Ausführungsform kann
alternativ die Unterstützung
von beiden Enden der Metallverriegelungsvorrichtung durch eine Länge L, die
größer als
W1 ist, trotzdem erreicht werden, wodurch
das freie Ende außerdem
mit der Innenwand 126 in Kontakt gelangt. Dadurch kann
jedoch nicht die gleiche Haltekraft erreicht werden, die mit dem Steg 116 erreichbar
ist.
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Bei
vielen Anwendungen wird nun die maximale Schlingenzugfestigkeit
durch die Eigenschaften des Bandes 104 und nicht durch
die Haltekraft der Metallverriegelungsvorrichtung 136 bestimmt.
Diese Festigkeit wird durch die Kraft bestimmt, die erforderlich
ist, den durchlochten Abschnitt des Bandes 104 zu zerreißen.
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Da
die Schlingenzugfestigkeit eines Kabelbinders lediglich so stark
wie sein schwächstes
Glied ist, das der Punkt der vollständigen Durchlochung des Bandes 104 ist,
kann die Festigkeit anderer Bereiche des Kabelbinders von einer
momentan überdimensionierten
Festigkeit auf eine Festigkeit, die sich der des schwächsten Glieds
annähert,
verringert werden, um weitere erwünschte Vorteile zu erzielen. Ein
spezieller derartiger Bereich ist der Befestigungsbereich, bei dem
das Ende des Bandes 104 an dem Verriegelungskopf 102 befestigt
ist. Wenn die mittige Mut 110 mit der konstanten Weite
fortgesetzt werden würde,
könnte
dieses Ende unerwünscht
starr sein. Durch Vergrößerung der
Nutweite in der Nähe
des Endes kann eine Vergrößerung des
Bereichs mit verringerter Dicke erreicht werden, was eine größere Biegsamkeit
des Kabelbandes am Befestigungspunkt schafft. Das ist ein erwünschtes
Attribut, das nicht auf Kosten der Leistungsfähigkeit erreicht werden kann,
solange die Festigkeit an diesem Abschnitt die des Schwachpunkts
des Kabelbinders übersteigt. Ein
derartiges Ende sollte eine Nut 120 in der gezeigten V-Form
besitzen, bei der sich die Nut konisch verjüngt.
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Während die
Systeme der Erfindung in Verbindung mit den oben angegebenen speziellen
Ausführungsformen
beschrieben wurden, ist klar, dass einem Fachmann viele Alternativen,
Modifikationen und Variationen erscheinen können. Demzufolge sollen die
beispielhaften Ausführungsformen
lediglich veranschaulichend und nicht einschränkend sein. Verschiedene Änderungen
können
ausgeführt
werden, ohne von der Erfindung abzuweichen.