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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft Berührungssensoren und
insbesondere kapazitive Berührungssensoren und
ein Verfahren zur Herstellung kapazitiver Berührungssensoren.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Berührungssensoren
werden häufig
verwendet, um eine benutzerfreundliche Schnittstelle zu einem Computersystem
zu schaffen. Der Sensor ist üblicherweise über dem
Monitor des Computersystems angebracht, um dem Benutzer zu ermöglichen, über den
Monitor durch Fingerberührung
oder einen Taststift direkt mit dem System zu kommunizieren.
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Berührungssensoren
teilen sich in zwei große
Kategorien, und zwar digitale Berührungssensoren und analoge
Berührungssensoren.
Die Berührungsoberfläche eines
digitalen Berührungssensors ist
in eine Mehrzahl von Einzelsegmenten unterteilt. Jedes dieser Segmente
erzeugt ein Einzelsignal, wenn es berührt wird. Die Erfassungsauflösung ist daher
auf die Erkennung des entsprechenden Segments, das von einem Finger
oder einem Taststift berührt
wird, beschränkt.
Das Signal eines analogen Berührungssensors
hingegen ist kein Einzelsignal. Die Erfassungsauflösung ist
nur durch die Gesamtempfindlichkeit des Sensors und seiner Steuerelektronik
beschränkt.
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Sowohl
analoge als auch digitale Berührungssensoren
verwenden eine Reihe verschiedener Verfahrensweisen, um den Punkt
zu bestimmen, an dem ein Finger oder ein Taststift die Berührungsoberfläche berührt. Diese
Verfahrensweisen umfassen Widerstandserfassung, kapazitive Erfassung,
akustische Erfassung und optische Erfassung. Eine große Mehrheit
von Berührungssensoren
verwenden jedoch entweder Widerstandserfassungs- oder kapazitive
Erfassungsverfahrensweisen.
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Ein
Widerstandsberührungssensor
verwendet eine flexible Membran, die über einem Substrat angeordnet
ist. Die einander gegenüberliegenden Oberflächen der
Membran und des Substrats sind mit einer transparenten leitfähigen Schicht überzogen. Zwischen
der Membran und dem Substrat sind isolierende Punktabstandhalter
angeordnet. Wird die flexible Membran von einem Benutzer zusammengedrückt, berührt die
leitfähige
Schicht der Membran die leitfähige
Schicht des Substrats. Diese Berührung bewirkt,
dass zwischen der Membran und dem Substrat ein Strom fließt. Eine
Steuereinheit erkennt den Berührungspunkt
durch Vergleichen des Stromflusses von verschiedenen Elektroden
oder Sammelschienen, die auf den leitfähigen Oberflächen aufgedruckt
sind.
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Ein
kapazitiver Berührungssensor
verwendet keine beweglichen Teile. In einem kapazitiven Berührungssensor
ist ein Widerstandsüberzug
direkt auf ein festes, isolierendes Substrat aufgebracht. Dieses Substrat
besteht üblicherweise
aus Glas. Elektroden, die an den Ecken des Substrats angeordnet
sind, legen ein elektrisches Feld an den Überzug an. Eine Steuereinheit,
die mit diesen Elektroden verbunden ist, kontrolliert die Strommenge,
die durch jede dieser Elektroden fließt. Ein Finger eines Benutzers
oder ein leitfähiger
Taststift, der den Widerstandsüberzug
berührt
oder ihr sehr nahe kommt, bewirkt eine kapazitive Kopplung zwischen
dem Finger oder Taststift und dem Überzug. Diese Kopplung bewirkt,
dass eine kleine Strommenge durch den Überzug und jede der Elektroden
fließt.
Eine kapazitive Kopplung durch den Körper des Benutzers und die
Erde vervollständigt
den Stromweg zurück
zur Steuereinheit. Die Steuereinheit berechnet die kartesischen
Koordinaten, d. h. die X- und Y-Koordinaten, des Berührungspunktes
aus der Strommenge, die durch jede dieser Elektroden fließt.
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Kapazitive
Berührungssensoren
können auch
verwendet werden, um die Nähe
eines Objekts zum Berührungssensor
zu erkennen. In diesem Fall ist kein physischer Kontakt mit dem
Berührungssensor
erforderlich. Kapazitive Kopplung zwischen dem Objekt und dem Sensor
erfolgt durch den Abstand, der das Objekt vom Sensor trennt. Beispiele
solcher Berührungssensoren
sind aus
EP 0 917 291 ,
WO 92 13328,
US 4 622 437 und
US 5 432 671 bekannt.
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Da
Widerstandssensoren bewegliche Teile benötigen, sind sie komplexer und
oftmals teurer herzustellen als kapazitive Berührungssensoren. Durch die Vielzahl
an getrennten Schichten des Sensors, die unterschiedliche Brechungsindizes
aufweisen, ist auch die Optik von Widerstandsberührungssensoren schlechter.
Berührungssensoren,
die in hellen Umgebungen platziert sind, erfordern einen schwach
reflektierenden Berührungsbildschirm,
um den Anzeigekontrast zu bewahren. Dieses Problem ist besonders
gravierend für
Widerstandsberührungssensoren.
Obwohl dieses Problem mit Hilfe einer außerordentlich hellen Anzeige überwunden
werden kann, benötigt
eine solche Anzeige zusätzliche
elektrische Energie und erhöht
die Kosten der Anzeige. Diese Lösung
ist daher für
ein Gerät,
das mit Batterien betrieben ist, nicht wünschenswert.
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Obwohl
analoge kapazitive Berührungssensoren
weniger komplex sind und eine bessere Optik bieten, vermindert das
feste, steife Substrat, das bei diesen Vorrichtungen verwendet wird,
ihre Eignung für
mobile computergesteuerte Systeme, wie zum Beispiel Laptop-Computer, Taschenrechner,
Mobiltelefone und ähnliches.
Das Gewicht solcher Sensoren und ihre Zerbrechlichkeit sind ebenfalls
wichtige Faktoren, die gegen ihre Verwendung in solchen Systemen
sprechen. Mobile Geräte
erleiden auch viel mehr mechanische Verwindungen als ortsgebundene
Geräte.
Ein steifes, sprödes
und schweres Bauteil in einem solchen Gerät ist unvereinbar mit leichten, flexiblen
Bauteilen und könnte
dazu führen,
dass solche flexiblen Bauteile versagen. Ähnliche Überlegungen gelten auch für Anzeigen,
die in Fahrzeugen befestigt sind, und großen Anzeigen, die an Wänden befestigt
sind. Spröde,
steife Substrate erhöhen
auch die Dicke einer Anzeige in Produkten, bei denen eine geringe
Bauhöhe
einen geschäftlichen
Vorteil bietet.
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Berührungssensoren,
die auf Glassubstraten basieren, erfordern des Weiteren einen speziell
angepassten Rahmen zum Anbringen des Sensors an einem Monitor oder
einer Anzeige. Solche Rahmen erhöhen
das Gewicht, die Kosten und die Komplexität der Vorrichtung zusätzlich.
Ein flaches, steifes Substrat passt sich auch nicht gut an Anzeigen
oder Monitore mit unebenen oder gekrümmten Oberflächen an,
und das Biegen von steifen Substraten erfordert eine teure Bearbeitung.
Auf Glas basierende Berührungssensoren
müssen
darüber
hinaus aus einzelnen Substraten aus geschliffenem Glas hergestellt
werden. Eine solche Herstellung ist teuer und Zeit raubend. All
diese Unzulänglichkeiten
verringern die Erwünschtheit
bestehender kapazitiver Berührungssensoren
bei einigen Anwendungen.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung überwindet
viele der Unzulänglichkeiten
kapazitiver Berührungssensoren.
Die vorliegende Erfindung schafft einen preiswerten, leichten, flexiblen,
transparenten, kapazitiven Berührungssensor
und ein wirtschaftliches, kostengünstiges Verfahren zur Herstellung
eines solchen Sensors. Trotz der geringen Kosten, des geringen Gewichts
und der Flexibilität
eines Berührungssensors
gemäß der vorliegenden
Erfindung, weist der Berührungssensor
eine unerwartet hohe Haltbarkeit auf, durch die er in zahlreichen
Umgebungen und mit einer großen
Anzahl verschiedener Geräte
funktioniert. Die vorliegende Erfindung schafft des Weiteren eine
dünne,
transparente und flexible Schicht eines Schutzmaterials, um den
aktiven Berührungsbereich eines
flexiblen, transparenten Berührungssensors
zu schützen.
Dieses Schutzmaterial verbessert die Leistung und die Haltbarkeit
des Berührungssensors
beträchtlich.
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In
einer Erscheinung schafft die vorliegende Erfindung einen flexiblen,
kapazitiven Berührungssensor.
Dieser Berührungssensor
weist ein dünnes, flexibles,
transparentes Substrat auf, das eine erste Seite und eine zweite
Seite aufweist. Eine erste Schicht aus Widerstandsmaterial ist auf
der ersten Seite des Substrats aufgetragen. Diese erste Schicht ist
dünn, transparent,
elektrisch durchgängig,
flexibel und deckt auf der ersten Seite des Substrats eine Oberfläche, die
mit einem aktiven Berührungsbereich übereinstimmt,
ab. Die erste Schicht ist dafür
geeignet, ein Spannungspotential über die erste Schicht innerhalb
des aktiven Berührungsbereichs
zu empfangen, und ein elektrisches Signal, das die X- und Y-Position
eines Punktes, an dem ein Objekt den aktiven Berührungsbereich berührt, angibt,
zu übertragen.
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Der
flexible, kapazitive Berührungssensor weist
vorzugsweise eine Mehrzahl von dünnen,
flexiblen Elektroden in elektrischer Verbindung mit der ersten Schicht
auf. Diese Elektroden sind entlang des Umfangs des aktiven Berührungsbereichs
angeordnet und sind dafür
geeignet, das elektrische Potential anzulegen. Der flexible, kapazitive
Berührungssensor
weist des Weiteren vorzugsweise eine Mehrzahl von dünnen, flexiblen,
elektrischen Leitungen in elektrischer Verbindung mit den Elektroden
auf, um elektrische Signale zu und von den Elektroden zu übertragen.
Des Weiteren weist der Berührungssensor vorzugsweise
auch eine Mehrzahl von dünnen,
flexiblen, leitenden Bereichen auf. Die leitenden Bereiche stehen
in elektrischer Verbindung mit der ersten Schicht und sind entlang
dem Umfang des aktiven Berührungsbereichs
angeordnet. Die leitenden Bereiche bilden ein Muster, das dafür geeignet
ist, innerhalb des aktiven Berührungsbereichs
das Spannungspotential, das durch die Elektroden angelegt ist, über die
ganze erste Schicht zu linearisieren.
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Der
flexible, kapazitive Berührungssensor weist
vorzugsweise auch eine zweite Schicht aus einem Schutzmaterial auf.
Abhängig
vom Aufbau des Berührungssensors,
d. h. welche Seite des Substrats der aktiven Berührungsoberfläche des
Berührungssensors
entspricht, ist diese zweite Schicht entweder auf der ersten Schicht
oder auf der zweiten Seite des Substrats angeordnet. Die zweite
Schicht ist ebenfalls dünn,
transparent und flexibel und deckt innerhalb des aktiven Berührungsbereichs
im Wesentlichen die gesamte Oberfläche entweder der ersten Schicht
oder der zweiten Seite des Substrats ab. Die mechanischen Eigenschaften
des Schutzmaterials machen diese zweite Schicht sowohl flexibel
als auch haltbar. Die zweite Schicht schützt die aktive Berührungsoberfläche vor
Abnutzung und Beschädigung bei
der Verwendung.
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Der
Berührungssensor
kann auch eine dritte Schicht aus einem Klebstoffmaterial aufweisen.
Wiederum abhängig
vom Aufbau des Berührungssensors
kann diese dritte Schicht entweder auf der ersten Schicht oder auf
der zweiten Seite des Substrats angeordnet sein. Diese dritte Schicht
ist dünn,
transparent und flexibel. Diese dritte Schicht ist vorzugsweise
auch druckempfindlich. Das Klebstoffmaterial macht es möglich, dass
der Berührungssensor
an einer Stützkonstruktion
oder einer Anzeigenvorderseite befestigt wird. Die dritte Schicht
deckt innerhalb des aktiven Berührungsbereichs
vorzugsweise im Wesentlichen die gesamte Oberfläche entweder der ersten Schicht
oder der zweiten Seite des Substrats ab. Das Abdecken praktisch
der gesamten Oberfläche
mit dieser Schicht schafft einen glatten Kontakt mit der Oberfläche, an
welcher der Berührungssensor
angebracht ist. Ersatzweise können
kleine Mengen des Klebematerials entlang des Umfangs der ersten
Schicht oder der zweiten Seite aufgetragen sein.
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Die
dritte Schicht aus Klebematerial weist vorzugsweise eine abnehmbare
Folie auf, welche die ungeschützte
Oberfläche
dieser Schicht abdeckt, bis der flexible Berührungssensor auf einer Anzeige
angebracht wird. Diese Anzeige kann eine flexible Anzeige sein.
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Die
Elektroden, Leitungen und leitenden Bereiche können auf der ersten Schicht
aus Widerstandsmaterial oder auf der ersten Seite des Substrats
angeordnet sein. Im letzteren Fall deckt die erste Schicht aus Widerstandsmaterial
die Elektroden, Leitungen und leitenden Bereiche ab. Bei einer anderen Ausführungsform
sind die Elektroden, Leitungen und leitenden Bereiche auf der zweiten
Schicht aus Schutzmaterial angeordnet und stehen durch kapazitive
Kopplung in Verbindung mit der ersten Schicht aus Widerstandsmaterial.
Diese kapazitive Kopplung kann verbessert werden, indem dem Schutzmaterial eine
Leitfähigkeit
auf niedrigem Niveau verliehen wird. Bei anderen Ausführungsformen
sind die Leitungen entweder auf der zweiten Seite des Substrats oder
auf einer Isolierschicht, welche die leitenden Bereiche abdeckt,
entlang dem Umfang des aktiven Berührungsbereichs angeordnet.
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Der
kapazitive Berührungssensor
ist vorzugsweise mit einer Steuereinheit zum Bereitstellen des Spannungspotentials,
das über
der ersten Schicht innerhalb des aktiven Berührungsbereichs angelegt ist,
und zum Empfangen des elektrischen Signals, das die X- und Y-Position eines Punktes,
an dem ein Objekt, zum Beispiel der Finger einer Person oder ein
leitfähiger
Taststift, den aktiven Berührungsbereich
berührt,
angibt, verbunden. Diese Steuereinheit stellt vorzugsweise ein zusätzliches
elektrisches Signal bereit, das ebenfalls diese X- und Y-Position angibt.
Die Steuereinheit ist vorzugsweise mit den elektrischen Leitungen
verbunden und liefert eine Wechselspannung an die Elektroden. Die
Steuereinheit kontrolliert vorzugsweise die Strommenge, die durch
jede dieser Elektroden fließt
und stellt auf der Grundlage dieser Mengen das zusätzliche
elektrische Signal bereit.
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Das
Substrat ist vorzugsweise eine transparente Folie aus Polyethylenterephthalat
(PET), die eine Dicke von zwischen ungefähr 3 und 9 Mil (= Zoll/1000)
aufweist. Die bevorzugte Dicke beträgt ungefähr 7 Mil. Die erste Schicht
aus Widerstandsmaterial ist vorzugsweise eine Schicht aus transparenten, leitfähigem Oxid,
zum Beispiel Indium-Zinnoxid (ITO), Indiumoxid, Silicium-Indiumoxid, Aluminium-Zinkoxid,
Indium-Zinkoxid, Antimon-Zinnoxid oder Zinnoxid, die einen Widerstand
von zwischen ungefähr
100 Ohm pro Quadrat und ungefähr
4.000 Ohm pro Quadrat aufweist. Diese Schicht besteht vorzugsweise
aus ITO, das einen Widerstand von ungefähr 1.000 Ohm pro Quadrat und
eine Dicke von zwischen ungefähr
200 Angström
und 500 Angström aufweist.
Bei einer anderen Ausführungsform
weist die erste Schicht einen ersten Überzug aus einem ersten Widerstandsmaterial
in Kontakt mit der ersten Seite des Substrats und einen zweiten Überzug aus einem
zweiten Widerstandsmaterial in Kontakt mit dem ersten Überzug auf.
Das zweite Widerstandsmaterial weist vorzugsweise eine höhere Haltbarkeit als
das erste Widerstandsmaterial auf. Das erste Widerstandsmaterial
ist vorzugsweise Indium-Zinnoxid und das zweite Widerstandsmaterial
ist vorzugsweise Zinnoxid.
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Leitfähige Farbe
kann verwendet werden, um die Elektroden, Leitungen und leitenden
Bereiche aufzutragen. Diese leitende Farbe ist vorzugsweise leitende
Silberepoxidfarbe. Das Substrat kann einen Ansatz aufweisen, der
sich vom Umfang des Substrats erstreckt, und die elektrischen Leitungen
können sich über diesen
Ansatz erstrecken. Ein elektrischer Verbinder kann am Ende dieses
Ansatzes in elektrischem Kontakt mit den Leitungen angebracht sein.
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Die
zweite Schicht aus Schutzmaterial ist vorzugsweise aus einem Harz,
das Organosiloxanverbindungen gemischt mit Fluor- oder Methylgruppen
oder Kombinationen dieser Verbindungen enthält, hergestellt, um den Reibungskoeffizienten
dieses Harzes zu verringern. Das Harz ist vorzugsweise ein Harz
auf Acrylatbasis. Die zweite Schicht kann auch eine anorganische
Verbindung, wie zum Beispiel Kieselerde, enthalten, um die Abriebfestigkeit der
Schutzschicht zu erhöhen.
Bei einer anderen Ausführungsform
umfasst die zweite Schicht einen ersten Überzug aus einem ersten Material
in Kontakt mit der ersten Schicht aus Widerstandsmaterial und einen
zweiten Überzug
aus einem zweiten Material in Kontakt mit diesem ersten Überzug.
Für diese
Ausführungsform
ist der Elastizitätsmodul
(Härte)
des ersten Überzugs
vorzugsweise geringer als der Elastizitätsmodul des zweiten Überzugs.
Das erste Material für
diese Ausführungsform
kann ein erstes Polymer, und das zweite Material kann ein zweites
Polymer sein, wobei der Elastizitätsmodul des ersten Polymers
geringer ist, als der Elastizitätsmodul
des zweiten Polymers.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
enthält die
zweite Schicht aus Schutzmaterial eine Substanz, um dieser Schicht
eine Leitfähigkeit
auf niedrigem Niveau zu verleihen. Diese Substanz kann anorganische
leitende Teilchen oder eigenleitende Polymere umfassen. Für diese
Ausführungsform
weist die zweite Schicht aus Schutzmaterial vorzugsweise einen spezifischen
Widerstand von zwischen ungefähr
0,1 Ohm-cm und 1012 Ohm-cm auf. Wie oben
angegeben, erhöht
eine der zweiten Schicht verliehene Leitfähigkeit auf niedrigem Niveau
das Berührungssignal,
das zwischen der Widerstandsschicht und einem Finger oder Taststift übertragen
wird.
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Die
zweite Schicht aus Schutzmaterial kann auch eine aufgeraute Oberfläche aufweisen,
um Licht zu zerstreuen, das von dieser Oberfläche reflektiert wird. Um diese
aufgeraute Oberfläche
zu schaffen, kann die zweite Schicht transparente oder durchscheinende
Teilchen enthalten, oder kann mechanisch genarbt sein. Die Materialien,
welche diese Teilchen umfassen, können auch gewählt sein,
um den Reibungskoeffizienten der Teilchen zu verringern und die
Abriebfestigkeit der Teilchen zu verbessern.
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Bei
noch einer anderen Ausführungsform weist
der flexible, kapazitive Berührungssensor
eine vierte Schicht aus leitfähigem
Material auf. Abhängig vom
Aufbau des Berührungssensors
kann diese vierte Schicht entweder auf der zweiten Seite des Substrats
oder auf einer Isolierschicht, welche die erste Schicht aus Widerstandsmaterial
abdeckt, angeordnet sein. Diese vierte Schicht schirmt den Berührungssensor
gegen Störungen
durch übermäßige elektromagnetische
Strahlung, insbesondere übermäßige Strahlung,
die von einer Anzeige, an welcher der Sensor angebracht ist, abgegeben
wird, ab.
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In
einer anderen Erscheinung stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer Mehrzahl von flexiblen, kapazitiven Berührungssensoren
bereit. Gemäß diesem
Verfahren wird ein dünnes,
flexibles, transparentes Substrat geschaffen. Dieses Substrat weist
eine erste und eine zweite Seite auf und ist groß genug, um in eine Mehrzahl
von separaten Abschnitten unterteilt zu werden. Jeder dieser Abschnitte
entspricht einem der kapazitiven Berührungssensoren.
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Gemäß diesem
Verfahren wird das Substrat an einer Mehrzahl von Bearbeitungsstationen
vorbeigeführt, vorzugsweise
durch Abwickeln des Substrats von einer Halterolle zu einer Aufnahmerolle.
Die Schritte des Herstellungsverfahrens werden während dieses Vorgangs an diesen
Bearbeitungsstationen durchgeführt.
Das Vorbeiführen
des Substrats an diesen Bearbeitungsstationen kann einmal oder mehrere
Male erfolgen. Gemäß diesem
Herstellungsverfahren wird eine dünne, flexible, transparente
elektrisch durchgängige
erste Schicht eines Widerstandsmaterials auf die erste Seite des
Substrats aufgebracht. Eine Mehrzahl dünner, flexibler Elektroden,
elektrischer Leitungen und leitender Bereiche werden auf und in
Verbindung mit der ersten Schicht aus Widerstandsmaterial angeordnet.
Diese Leitungen, Elektroden und leitenden Bereiche sind entlang
dem Umfang dieser Abschnitte angeordnet. Eine dünne, flexible, zweite Schicht
aus Schutzmaterial wird vorzugsweise aufgebracht, abhängig vom
Aufbau des Berührungssensors
entweder auf der ersten Schicht oder auf der zweiten Seite des Substrats.
Eine Mehrzahl von dünnen,
länglichen
Linien wird vorzugsweise durch die erste Schicht, oder durch die
erste und die zweite Schicht, geschnitten, um die verschiedenen
elektrischen Leitungen im Wesentlichen elektrisch von den leitenden
Bereichen zu isolieren (außer
dort, wo diese Leitungen an die Elektroden angeschlossen sind).
Dieses Schneiden erfolgt vorzugsweise mit einem Laser. Die erste
Schicht, das Substrat und, falls vorhanden, die zweite Schicht werden dann
ganz durchgeschnitten, wieder vorzugsweise mit einem Laser, und
zwar entlang der Umfangsränder
der verschiedenen Abschnitte, um die Mehrzahl von kapazitiven Berührungssensoren
zu schaffen.
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Dieses
Herstellungsverfahren kann auch das Aufbringen einer dünnen, transparenten,
flexiblen Schicht eines Klebstoffmaterials entweder an der ersten
Schicht oder an der zweiten Seite des Substrats (wiederum abhängig vom
Aufbau des Berührungssensors)
an einer oder mehrerer der Bearbeitungsstationen umfassen.
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Ersatzweise
kann diese Schicht aus Klebematerial bereits auf das Substrat aufgebracht
worden sein, bevor das Substrat durch das Herstellungssystem geführt wird.
Das Substrat ist vorzugsweise eine Folie aus Polyethylenterephthalat
(PET) und das Widerstandsmaterial ist vorzugsweise Indium-Zinnoxid (ITO).
Das Indium-Zinnoxid wird vorzugsweise durch Vakuumbedampfung, zum
Beispiel einen Sputtervorgang, aufgetragen. Die Elektroden, Leitungen
und leitenden Bereiche umfassen vorzugsweise leitfähige Farbe,
am bevorzugtesten leitende Silberepoxidfarbe, und diese leitfähige Farbe
wird vorzugsweise durch Siebdrucken oder Farbstrahldrucken aufgetragen.
Das Schutzmaterial umfasst vorzugsweise Harz auf Acrylatbasis, das
umgewandelt worden ist, um die Oberflächenschmierfähigkeit
zu erhöhen,
und dieses Harz wird vorzugsweise durch Aufspritzen oder Gravurlackieren
aufgetragen.
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Das
Herstellungsverfahren kann auch das Aufbringen einer Schicht aus
leitendem Material an einer oder mehrerer der Bearbeitungsstationen
umfassen, um den Sensor gegen übermäßige elektromagnetische
Strahlung abzuschirmen. Abhängig vom
Aufbau des Berührungssensors
kann die leitende Schicht entweder auf der zweiten Seite des Substrats
oder auf einer Isolierschicht, welche die erste Schicht abdeckt,
aufgebracht werden. Dieser Vorgang kann auch das Anbringen einer
abnehmbaren Folie über
die ungeschützte
Oberfläche
des Klebstoffmaterials umfassen. Ersatzweise kann die abnehmbare
Folie bereits zuvor am Klebstoffmaterial angebracht worden sein.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Draufsicht eines flexiblen, kapazitiven Berührungssensors gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 ist
eine schematische Schnittansicht des in 1 abgebildeten
flexiblen, kapazitiven Berührungssensors
entlang der Linie 2-2 in 1.
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3 ist
eine schematische Schnittansicht einer alternativen Ausführungsform
eines flexiblen, kapazitiven Berührungssensors
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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4 ist
eine Draufsicht des flexiblen, kapazitiven Berührungssensors von 1,
die nur die Elektroden, elektrischen Leitungen und leitenden Bereiche
zeigt.
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5 ist
eine Draufsicht des flexiblen, kapazitiven Berührungssensors von 1,
die nur die Laserschnitte in der Widerstandsschicht zeigt.
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6 ist
eine Draufsicht des flexiblen, kapazitiven Berührungssensors von 1,
die nur das Substrat zeigt.
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7 ist
eine Draufsicht einer alternativen Ausführungsform eines flexiblen,
kapazitiven Berührungssensors
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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8 ist
eine schematische, grafische Darstellung eines Herstellungssystems
zur Herstellung flexibler, kapazitiver Berührungssensoren gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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9 ist
eine schematische, grafische Darstellung einer Folie aus Substratmaterial
zur Verwendung bei der Herstellung flexibler, kapazitiver Berührungssensoren
gemäß dem Herstellungssystem,
das in 8 abgebildet ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 und 2 sind
eine Draufsicht beziehungsweise eine schematische Schnittansicht
eines flexiblen, kapazitiven Berührungssensors 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Wenn er an eine geeignete Steuereinheit (nicht abgebildet)
angeschlossen ist, erkennt der Berührungssensor 1 den
Punkt, an dem ein Objekt, zum Beispiel ein Finger eines Benutzers
oder ein leitfähiger
Taststift, den aktiven Berührungsbereich 2 des
Berührungssensors 1 berührt oder
ihm sehr nahe kommt. Der Berührungssensor 1 liefert
ein Signal, das die kartesischen Koordinaten, d. h. die X- und Y-Position,
dieses Berührungspunktes
angibt. Der Berührungssensor 1 kann
auch benützt
werden, um die Nähe
eines Objekts zum aktiven Bereich 2 zu ermitteln.
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Der
Berührungssensor 1 weist
ein dünnes, flexibles,
transparentes, nichtleitendes Substrat 3 auf. Wie in dieser
Beschreibung und in den Ansprüchen
verwendet, umfasst eine Substanz oder ein Material, die als „transparent" beschrieben oder
genannt werden, Substanzen oder Materialien, die nur teilweise transparent,
zum Beispiel „lichtdurchlässig", sind. Substrat 3,
das in 6 separat abgebildet ist, weist im Allgemeinen
eine rechteckige Form und einen länglichen Ansatz 21,
der sich von einer Kante erstreckt, auf. Die Form des Substrats 3 kann
jedoch auch eine andere als eine rechteckige, zum Beispiel eine
kreisförmige,
quadratische, dreieckige oder vieleckige, sein. Das Substrat 3 umfasst
vorzugsweise eine Folie aus Polyethylenterephthalat (PET). Anstelle
von PET kann Substrat 3 auch eine flexible Folie aus einem
anderen geeigneten Material, zum Beispiel Polycarbonatpolyester,
Polyvinylchlorid, Polyethersulfon, Polyimidpolyetherimid, Cellulosetriacetat und
Polyethylennaphthalat, sein.
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Das
Substrat 3 weist vorzugsweise eine Dicke von ungefähr 7 Mil
auf. Die Dicke des Substrats 3 kann jedoch im Bereich zwischen
ungefähr
3 Mil und ungefähr
15 Mil liegen. Noch bevorzugter weist das Substrat 3 eine Dicke
im Bereich zwischen ungefähr
3 Mil und ungefähr
9 Mil auf. Das Substrat 3 sollte jedoch eine Dicke aufweisen,
die geringer ist als eine solche, die bewirken würde, dass sich die Materialien,
die auf das Substrat aufgebracht werden, übermäßig spannen, wenn das Substrat
durchgebogen wird. Andererseits sollte das Substrat 3 nicht
so dünn
sein, dass seine Handhabung und das Anbringen an einer Anzeige übermäßig schwierig
sind.
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Wie
in 2 gezeigt, ist die Oberseite des Substrats 3 mit
einer dünnen,
transparenten, flexiblen Schicht 5 aus Widerstandsmaterial überzogen. Ein
geeignetes Material für
die Widerstandsschicht 5 ist ein transparentes, leitfähiges Oxid,
vorzugsweise Indium-Zinnoxid
(ITO). Ersatzweise kann auch ein anderes transparentes, leitfähiges Oxid,
das bei relativ niedriger Temperatur auf das Substrat 3 aufgebracht
werden kann, verwendet werden, zum Beispiel Indiumoxid, Silicium-Indiumoxid,
Aluminium-Zinkoxid, Indium-Zinkoxid, Antimon-Zinnoxid oder Zinnoxid.
Die Widerstandsschicht 5 kann mittels Vakuumbedampfung,
zum Beispiel einen Sputtervorgang, auf das Substrat 3 aufgebracht
werden. Diese Schicht weist vorzugsweise einen Widerstand von ungefähr 1.000
Ohm pro Quadrat auf. Der Widerstand der Widerstandsschicht 5 kann
jedoch im Bereich zwischen ungefähr
100 Ohm pro Quadrat und ungefähr
4.000 Ohm pro Quadrat liegen.
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Die
Widerstandsschicht 5 weist vorzugsweise einen durchgängigen Überzug aus
einem Material auf, der den aktiven Bereich 2 des Substrats 3 abdeckt.
Ersatzweise kann die Widerstandsschicht 5 einige Unterbrechungen
aufweisen, um die Haftung von Materialien, die auf die Widerstandsschicht 5 aufgetragen
werden, zu verbessern. Zum Beispiel kann die Widerstandsschicht 5 eine
Mehrzahl von kleinen Öffnungen
aufweisen, um direkten Kontakt zwischen solchen Materialien und
dem Substrat 3 zu schaffen. Die Widerstandsschicht 5 sollte
jedoch innerhalb des aktiven Bereichs 2 elektrisch durchgängig sein.
Mit anderen Worten sollte innerhalb des aktiven Bereichs 2 von
jedem Punkt auf der Widerstandsschicht 5 zu jedem anderen
Punkt auf der Widerstandsschicht 5 ein Weg vorhanden sein,
ohne dass eine Grenze dieser Schicht überquert wird.
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Die
Dicke der Widerstandsschicht 5 sollte so gering wie möglich sein,
um übermäßige Spannung beim
Durchbiegen des Berührungssensors 1 zu
verhindern und die optische Durchlässigkeit zu verbessern. Andererseits
sollte die Dicke der Widerstandsschicht 5 nicht so gering
sein, dass die Durchgängigkeit
dieser Schicht oder ihre Materialeigenschaften während der Herstellung gefährdet sind.
Eine geeignete Dicke für
die Widerstandsschicht 5 liegt zwischen ungefähr 200 Angström und ungefähr 500 Angström.
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Um
die Fähigkeit
der Widerstandsschicht 5, Verbiegung, Zerkratzen oder chemischen
Veränderungen
während
der Herstellung standzuhalten, zu verbessern, kann diese Schicht
aus zwei Überzügen bestehen,
und zwar einem ersten Überzug
aus Widerstandsmaterial und einem zweiten, langlebigeren Überzug aus
Widerstandsmaterial über
diesem ersten Überzug.
Der erste Überzug
besteht vorzugsweise aus ITO, und der zweite Überzug besteht vorzugsweise
aus Zinnoxid (SnO2). Natürlich können für diesen Zweck auch andere
geeignete Materialien verwendet werden.
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Nochmals
Bezug nehmend auf 1 und 2 weist
der Berührungssensor 1 auch
Elektroden 9 auf, die auf der Oberfläche der Widerstandsschicht 5 nahe
den Ecken des aktiven Bereichs 2 aufgetragen sind. Diese
Elektroden sind mit elektrischen Leitungen 7 verbunden
und dafür
geeignet, ein elektrisches Potential über den aktiven Bereich 2 innerhalb
der Widerstandsschicht 5 anzulegen. Das Muster der Elektroden 9,
elektrischen Leitungen 7 und leitenden Bereiche 11 (im
Folgenden besprochen), die auf der Widerstandsschicht 5 aufgetragen
sind, ist in 4 gesondert gezeigt.
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Die
elektrischen Leitungen 7 sind entlang dem äußeren Umfang
des Substrats 3 angeordnet, um die Abmessungen des aktiven
Bereichs 2 zu maximieren. Diese elektrischen Leitungen
erstrecken sich von diesen Umfangsbereichen über den Ansatz 21 zu
einem elektrischen Verbinder (nicht abgebildet), der am Ende des
Ansatzes 21 angebracht ist. Wenn der Berührungssensor 1 an
einer Anzeige angebracht wird, wird eine Steuereinheit an diesen
Verbinder angeschlossen, um eine Wechselspannung zu den Elektroden 9 zu übertragen.
Zu diesem Zweck kann ein Verlängerungskabel
verwendet werden. Die Steuereinheit überwacht auch die Strommenge,
die durch jede dieser Elektroden fließt. Auf Grundlage dieser Mengen
liefert die Steuereinheit ein Signal, das die X- und Y-Position,
an der der Finger einer Person oder ein leitfähiger Taststift den aktiven
Bereich 2 berührt
oder diesem sehr nahe kommt, anzeigt. Eine solche Steuereinheit
ist zum Beispiel in US-Patentschrift Nr. 4,353,552 (Pepper) beschrieben,
deren Gegenstand hierin durch Bezugnahme eingebunden ist. Mit einer
geeigneten Steuereinheit kann der Berührungssensor 1 auch
verwendet werden, um die Nähe
eines Objekts zum aktiven Bereich 2 zu ermitteln. In einem
solchen Fall ist kein physischer Kontakt mit dem aktiven Bereich 2 erforderlich. Die
kapazitive Kopplung erfolgt zwischen dem Objekt und dem aktiven
Bereich 2 durch den Abstand, der das Objekt und den aktiven
Bereich 2 trennt.
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Entlang
dem Umfang des Substrats 3 sind auf der Widerstandsschicht 5 auch
leitende Bereiche 11 aufgetragen. Die leitenden Bereiche 11 bilden
ein Muster, wie es im Fach bekannt ist, um das Spannungspotential,
das die Elektroden 9 erzeugen innerhalb der Widerstandsschicht 5 über den
aktiven Bereich 2 zu linearisieren. Eine Beschreibung eines
solchen Linearisierungsmusters von leitenden Bereichen ist zum Beispiel
in US-Patentschrift Nr. 4,371,746 (Pepper) bereitgestellt, deren
Gegenstand hierin durch Bezugnahme eingebunden ist. Dieses Linearisierungsmuster
bewirkt, dass der Strom, der aus jeder der Elektroden 9 fließt, dem
Abstand zwischen einer bestimmten Elektrode und dem Punkt, an dem
Kontakt mit dem aktiven Bereich 2 erfolgt, linear entspricht.
Wie oben angegeben, ist das Muster dieser leitenden Bereiche in 4 gesondert
abgebildet.
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Anstatt
die Elektroden 9, die elektrischen Leitungen 7 und
die leitenden Bereiche 11 auf der Widerstandsschicht 5 anzuordnen,
können
die Elektroden 9, die elektrischen Leitungen 7 und
die leitenden Bereiche 11 auf der Vorderseite des Substrats 3 und die
Widerstandsschicht 5 über
den elektrischen Leitungen 7, den Elektroden 9 und
den leitenden Bereichen 11 angeordnet sein. Um die Abmessungen
des aktiven Bereichs 2 zu maximieren, können die elektrischen Leitungen 7 auch
auf der Rückseite
des Substrats 3 angeordnet und diese Leitungen durch ein leitfähiges Material,
wie zum Beispiel ein leitfähiges Band,
das sich rund um den Umfang des Substrats 3 erstreckt,
oder durch Öffnungen
im Substrat 3, die mit leitfähigem Material überzogen
sind, mit den Elektroden 9 verbunden sein.
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Um
die Abmessungen des aktiven Bereichs 2 zu vergrößern, kann
bei einer alternativen Ausführungsform
eine Schicht aus dünnem,
nichtleitendem Material entlang dem Umfang des Substrats 3 über der
Widerstandsschicht 5 und den leitenden Bereichen 11 angeordnet
sein. In diesem Fall können
die elektrischen Leitungen 7 auf dieser Isolierschicht
angeordnet sein. Dieses Isoliermaterial kann auch über den
Elektroden 9 angeordnet sein, wobei in diesem Fall Öffnungen,
die mit leitfähiger
Farbe überzogen sind,
in der Isolierschicht geschaffen werden können, um eine elektrische Verbindung
zwischen den elektrischen Leitungen 7 und den Elektroden 9 zu
schaffen. Die Materialien und Verfahren, die in der vorläufigen US-Patentanmeldung Nr.
60/179,874, beantragt am 2. Februar 2000 und gemeinsam mit der vorliegenden
Anmeldung übertragen,
beschrieben sind, können
für diese
Ausführungsform
verwendet werden. Der Gegenstand der vorläufigen US-Patentanmeldung Nr.
60/179,874 ist hierin durch Bezugnahme eingebunden.
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Die
Elektroden 9, die elektrischen Leitungen 7 und
die leitenden Bereiche 11 bestehen aus dünnen, flexiblen
Ablagerungen von leitfähiger
Farbe, wie zum Beispiel warmgehärtetem
Silberepoxid. Diese leitfähige
Farbe kann durch Siebdrucken oder Farbstrahldrucken auf Substrat 3 aufgebracht
sein.
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Um
das Aussehen des Berührungssensors 1 zu
verbessern, und einen besseren Schutz für die Elektroden 9,
die elektrischen Leitungen 7 und die leitenden Bereiche 11 zu
schaffen, kann ein Überzug aus
Isolierfarbe (nicht abgebildet) über
diesen Elektroden, Leitungen und leitenden Bereichen aufgebracht
sein. Angaben über
den Berührungssensor 1, wie
zum Beispiel der Name eines Herstellers, das Herstellerlogo, die
Produktnummer, etc. können durch
Verwendung von verschieden gefärbten
Farben dieser Art aufgedruckt sein. Auch der Kennungsbereich 19 (1)
auf der Widerstandsschicht 5 kann zum Aufdrucken von Kennungsvermerken
oder sonstigen Informationen unter Verwendung von leitfähiger oder
nicht-leitfähiger
Farbe verwendet werden. Wenn in diesem Bereich leitfähige Farbe
verwendet wird, sollte der Bereich von der Widerstandsschicht 5 zum
Beispiel durch eine Laserschnittlinie in der Widerstandsschicht 5 wie
im Folgenden erläutert isoliert
sein.
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Nochmals
Bezug nehmend auf 2 weist der Berührungssensor 1 auch
eine Schutzschicht 13 auf. Diese Schicht deckt vorzugsweise
im Wesentlichen die gesamte Oberfläche der Widerstandsschicht 5 einschließlich der Elektroden 9,
der elektrischen Leitungen 7 und der leitenden Bereiche 11 ab. Ersatzweise
kann die Schutzschicht 13 auch nur den aktiven Bereich 2 oder
einen Abschnitt des aktiven Bereichs 2 abdecken. Bei einer
anderen alternativen Ausführungsform
können
die Elektroden 9, die elektrischen Leitungen 7 und
die leitenden Bereiche 11 auf der Schutzschicht 13 angeordnet
sein. Bei dieser anderen alternativen Ausführungsform erfolgt die elektrische
Verbindung zwischen diesen leitenden Bereichen und der Widerstandsschicht 5 durch
kapazitive Kopplung. Diese kapazitive Kopplung kann verbessert werden,
indem der Schutzschicht 13 eine Leitfähigkeit auf niedrigem Niveau
verliehen wird, wie im Folgenden erläutert.
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Die
Schutzschicht 13 ist vorzugsweise eine dünne, flexible,
transparente Schicht aus Harz, vorzugsweise warmgehärtetem Harz
auf Acrylatbasis. Ersatzweise kann dieses Harz auch durch Bestrahlen
mit Ultraviolettstrahlung, Plasmastrahlung oder Elektronenstrahlung
gehärtet
sein. Das Harz kann auch chemisch polymerisiert sein. Das Harz kann
auf die Oberfläche
der Widerstandsschicht 5, der Elektroden 9, der
elektrischen Leitungen 7 und der leitenden Bereiche 11 aufgespritzt
sein. Ersatzweise kann das Harz auch aufgetragen werden, indem das
Substrat 3 über
eine Walze, die mit dem Harz überzogen ist,
gezogen wird, wie beim Gravurlackierverfahren, oder in einem Vakuum
von einer Monomerquelle aufgetragen werden. Das Aufspritzen wird
jedoch bevorzugt, um ein Beschädigen
der erhabenen Muster der Elektroden 9, der elektrischen
Leitungen 7 und der leitenden Bereiche 11 zu vermeiden,
und um Unterbrechungen der Schutzschicht 13, die durch
das Ziehen des Substrats 3 über eine solche Walze verursacht
werden könnten,
zu vermeiden. Ersatzweise dazu kann die Schutzschicht 13 auch
durch Siebdruck aufgetragen werden. Obwohl der Siebdruck ein selektives
Auftragen der Schutzschicht 13 erlaubt, unterliegt dieses
Verfahren im Vergleich zum Aufspritzen oder dem Gravurvorgang einigen
Herstellungsschwächen.
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Die
Schutzschicht 13 schützt
die Widerstandsschicht 5 vor Beschädigungen durch die Fingerspitzen
oder Fingernägel
einer Person oder Münzen,
Stifte, Schmuck und andere Arbeitsmittel, die den aktiven Bereich 2 berühren. Die
Schutzschicht 13 dient auch dazu, die leitfähig bedruckten
Bereiche gegen Kurzschluss, zum Beispiel durch auf dieser Oberfläche verschüttete Flüssigkeiten,
zu isolieren.
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Um
die Griffigkeit zu verbessern, die Haltbarkeit der Schutzschicht 13 weiter
zu verbessern sowie Verbiegungsspannungen zwischen dieser Schicht und
der Widerstandsschicht 5 zu vermindern, können Verbindungen
mit dem Grundharz kombiniert werden oder dieses ersetzen, um die
Schmierfähigkeit
der Schutzschicht 13 zu verbessern, d. h. um den Reibungskoeffizienten
dieser Schicht zu verringern. Diese Verbindungen können eine
oder mehrere Siloxan- oder Fluorverbindungen und/oder Methylgruppen enthalten.
Zu diesem Zweck können
zum Beispiel beschichtungsfähige
Fluorthermokunststoffe, wie die von Dyneon, oder ein Fluoracrylat,
wie zum Beispiel 3M FluoradTM FX-189, verwendet
werden. Anstatt solche Verbindungen mit dem Grundharz zu kombinieren,
können
solche Verbindungen auch als ein Schutzüberzug über einem härteren, darunter liegenden
Acrylatüberzug
oder über
einem darunter liegenden Überzug
aus einem anderen Material, das der Widerstandsschicht 5 und
dem darüber
liegenden Schutzüberzug
eine verbesserte Haftung verleiht, aufgetragen werden. Die Schutzschicht 13 kann auch
zur Gänze
aus Organosiloxanverbindungen, zum Beispiel Silikon, oder Verbindungen,
die Organosiloxane, Fluorkohlenwasserstoffe oder Kombinationen dieser
Verbindungen enthalten, bestehen. Um die Fähigkeit der Schutzschicht 13,
dem Abrieb standzuhalten, weiter zu verbessern, können anorganische
Verbindungen, wie zum Beispiel Kieselerde, entweder alleine oder
in Kombination mit den oben genannten Verbindungen zum Verbessern
der Schmierfähigkeit
zum Grundharz hinzugefügt
werden.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
weist die Schutzschicht 13 zwei Schichten auf. Die erste Schicht
ist in Kontakt mit der Widerstandsschicht 5 und ist weicher
als die zweite Schicht, welche die erste Schicht abdeckt und der
Umgebung ausgesetzt ist. Der Elastizitätsmodul der ersten Schicht
ist daher kleiner als der Elastizitätsmodul der zweiten Schicht. Diese
alternative Ausführungsform
verringert Spannungen zwischen der Widerstandsschicht 5 und
der Schutzschicht 13 beim Verbiegen, und vermindert daher
das Ausmaß,
in dem durch Verbiegen Spannungsrisse in der Widerstandsschicht 5 entstehen können.
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Ein
solcher zweischichtiger Aufbau der Schutzschicht 13 kann
erreicht werden, indem diese Schicht aus zwei Polymeren hergestellt
wird, die einen unterschiedlichen Härtegrad aufweisen. Der Elastizitätsmodul
des Polymers, das die äußere Schicht
bildet, sollte höher
sein, als der Elastizitätsmodul
des Polymers, das die innere Schicht bildet. In einem solchen Aufbau
können
auch zusätzliche Schichten
verwendet werden, um zu erreichen, dass sich der Härtegrad
der Polymere, welche die Schutzschicht 13 bilden, von der
Widerstandsschicht 5 zur Oberfläche der Schutzschicht 13 stufenweise
erhöht.
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Um
Risse der Widerstandsschicht 5 durch Spannung in der Widerstandsschicht 5 noch
besser zu verhindern, kann die Widerstandsschicht 5 in
der spannungsfreien Ebene des Substrats 3, der Widerstandsschicht 5 und
der Schutzschicht 13 angeordnet sein.
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Da
die kapazitive Kopplung zwischen der Schutzschicht 13 und
der Widerstandsschicht 5 erfolgt, ist die Schutzschicht 13 vorzugsweise
dünn, um den
Wirkungsgrad der kapazitiven Kopplung zu verbessern. Die geeignete
Dicke der Schutzschicht 13 hängt jedoch zum Teil von der
Dielektrizitätskonstante
dieser Schicht ab. Eine geeignete Dicke für die Schutzschicht 13,
die sowohl zufrieden stellenden Schutz als auch kapazitive Kopplung
bietet, liegt in den meisten Fällen
zwischen ungefähr
1 Mikron und ungefähr
5 Mikron.
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Die
Dicke der Schutzschicht 13 und das Ausmaß der Kopplung
zwischen dieser Schicht und der Widerstandsschicht 5 können jedoch
erhöht
werden, indem den Materialien, die für die Zusammensetzung der Schutzschicht 13 verwendet
werden, Substanzen hinzugefügt
werden, um diesen Materialien eine Leitfähigkeit auf niedrigem Niveau
zu verleihen. Diese Substanzen umfassen anorganische, leitende Teilchen,
wie zum Beispiel leitendes Oxidpulver. Ersatzweise kann die Schutzschicht 13 auch
so zusammengesetzt sein, dass sie eigenleitende Polymere, wie zum
Beispiel Polyanilin, Polypyrrol, Polythiophen, Polyacetylen, Polyphenylenvinylen,
Polyphenylensulfid, Poly-p-phenylen
und Polyheterocyclenvinylen umfasst. Der spezifische Widerstand
der Schutzschicht 13, der Kehrwert der Leitfähigkeit,
sollte im Allgemeinen im Bereich zwischen ungefähr 0,1 Ohm-cm und ungefähr 1012 Ohm-cm liegen.
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Die
Schutzschicht 13 kann auch eine aufgeraute Oberfläche aufweisen,
um reflektiertes Licht und Blendung zu verringern. Diese aufgeraute
Oberfläche
kann erreicht werden, indem transparente Teilchen mit dem Harz auf
Acrylatbasis oder anderen Materialien, welche diese Schicht bilden,
vermischt werden. Diese Teilchen können so gewählt werden, dass sie die Abrieb- oder Kratzfestigkeit
der Verbundschutzschicht verbessern. Indem zum Beispiel Teilchen
gewählt
werden, die entweder Organosiloxanverbindungen, Fluorkohlenwasserstoffverbindungen oder
Kombinationen dieser Verbindungen umfassen, kann eine Oberfläche erzielt
werden, die einen niedrigeren Reibungskoeffizienten und eine verbesserte Haltbarkeit
aufweist. Eine Mischung aus organischen und anorganischen Verbindungen
kann ebenfalls für diesen
Zweck verwendet werden. Diese Teilchen können aus der Schutzschicht 13 hervorstehen,
um eine schlüpfrige
Kontaktoberfläche
für diese
Schicht zu schaffen. Ersatzweise kann die Schutzschicht 13 mechanisch
genarbt sein, um eine solche Oberfläche zu schaffen, sofern der
Narbenpressvorgang die Widerstandsschicht 5 nicht beschädigt. Eine
aufgeraute Oberfläche
kann auch erzeugt werden, indem die Form, Größe und Zähigkeit der Tröpfchen des
Harzes oder eines anderen Materials, das auf die Widerstandsschicht 5 aufgespritzt
wird, um die Schutzschicht 13 zu bilden, gezielt kontrolliert
wird.
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Die
Merkmale und Eigenschaften der Schutzschicht 13 können verwendet
werden, um eine Schutzschicht für
den aktiven Berührungsbereich
eines Berührungssensors,
der andere als die oben für
den Berührungssensor 1 beschriebenen
Erfassungstechnologien oder -strukturen verwendet, zu bilden. Zum
Beispiel kann eine Schutzschicht, die eine oder mehrere dieser Merkmale
und Eigenschaften verwendet, verwendet werden, um eine Schutzschicht
zum Schützen
des aktiven Berührungsbereichs
eines flexiblen Berührungssensors,
der den Aufbau oder die Berührungserfassungstechnologien, die
zum Beispiel in US-Patentschrift Nr. 5,650,597; 4,686,332 oder 4,931,782
beschrieben sind, deren Gegenstand hierin durch Bezugnahme eingebunden ist,
zu bilden.
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Die
elektrischen Leitungen 7 sollten von den leitenden Bereichen 11 elektrisch
isoliert sein, um zu vermeiden, dass sich Signale auf diesen Leitungen mit
dem linearisierten elektrischen Potential, das durch die Elektroden 9 und
die leitenden Bereiche 11 über die Widerstandsschicht 5 angelegt
ist, überlagern.
Eine solche elektrische Isolierung kann erreicht werden, indem dünne Linien 17 in
die Widerstandsschicht 5 geschnitten werden, wie in 1 abgebildet.
Das Muster dieser Linien ist gesondert in 5 abgebildet.
Wenn die Kennungsvermerke im Kennungsbereich 19 wie oben
erläutert
mit leitfähiger Farbe
aufgedruckt sind, sollte eine Linie 17 auch in die Widerstandsschicht 5 geschnitten
sein, um diesen Bereich zu isolieren. Die Linien 17 werden
vorzugsweise mit einem Laser geschnitten. Ersatzweise können die
Linien 17 auch durch chemisches oder mechanisches Ätzen geschnitten
werden.
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Bezug
nehmend auf 2 kann der Berührungssensor 1 auch
eine Haftschicht 15 auf der Unterseite des Substrats 3 aufweisen.
Die Haftschicht 15 ist vorzugsweise eine dünne, transparente,
flexible, druckempfindliche Schicht aus Klebstoffmaterial, welche
im Wesentlichen die gesamte untere Oberfläche des Substrats 3 abdeckt.
Für Anwendungen,
die häufiges
Austauschen des Berührungssensors 1 auf einer
Anzeige oder einem anderen Gerät
erfordern, oder Anwendungen, die keinen besonderen Nutzen aus einer
optischen Schichtung der gesamten Oberfläche ziehen, kann die Haftschicht 15 auch
nur auf den Umfang der Substratrückseite
aufgetragen werden. Eine abnehmbare Folie (nicht abgebildet), kann die
ungeschützte
Oberfläche
der Haftschicht 15 abdecken, um die Lagerung und den Transport
des Berührungssensors 1 zu
erleichtern. Die Haftschicht 15 ermöglicht, dass der Berührungssensor 1 auf
einfache Weise an der Oberfläche
einer aktiven Anzeige, zum Beispiel der Anzeige eines Mobiltelefons,
eines elektronischen Assistenten (PDA) oder eines tragbaren Computers,
oder an einer inaktiven Anzeige, zum Beispiel einem Poster, einer
Wahlkarte oder anderem gedruckten Material, angebracht werden kann.
Natürlich
wird diese abnehmbare Folie vor einem solchen Anbringen entfernt.
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Eine
alternative Ausführungsform
des Berührungssensors 1 ist
in 3 abgebildet. Bei dieser Ausführungsform ist die Unterseite
des Substrats 3 die Berührungsoberfläche. Wie
in dieser Figur gezeigt, deckt die Haftschicht 15 die Widerstandsschicht 5,
die Elektroden 9, die elektrischen Leitungen 7 und
die leitenden Bereiche 11 ab. Die Schutzschicht 13 hingegen
deckt die Unterseite des Substrats 3 ab, um diese Berührungsoberfläche zu schützen. Bei
dieser Ausführungsform
sind daher die Positionen der Haftschicht 15 und der Schutzschicht 13 umgekehrt.
Da die Berührung
von der Unterseite des Substrats 3 erfolgt, schützen sowohl
die Schutzschicht 13 als auch das Substrat 3 die
Widerstandsschicht 5, die Elektroden 9, die elektrischen
Leitungen 7 und die leitenden Bereiche 11 vor
Beschädigung
zum Beispiel durch Fingerspitzen, Instrumente, etc. Bei dieser Ausführungsform
ist jedoch das Ausmaß der
kapazitiven Kopplung zwischen der Widerstandsschicht 5 und,
zum Beispiel, der Fingerspitze einer Person oder einem leitfähigen Taststift
durch die Schutzschicht 13 und das Substrat 3 vermindert. Daher
weist das Signal, das als Ergebnis einer Berührung der Schutzschicht 13 zur
Steuereinheit übertragen
wird, eine niedrigere Amplitude auf. Diese kapazitive Kopplung kann
jedoch verbessert werden, indem dem Substrat 3 und der
Schutzschicht 13 eine Leitfähigkeit auf niedrigem Niveau
verliehen wird. Dennoch kann diese Ausführungsform in Umgebungen, die
ein niedriges Signal-Rauschverhältnis
erzeugen, oder mit Steuereinheiten, die eine niedrige Empfindlichkeit
aufweisen, weniger wünschenswert sein.
Des Weiteren macht diese Ausführungsform das
Hinzufügen
einer rückseitigen
Abschirmschicht, die im Folgenden erläutert ist, etwas weniger wirksam.
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Um
das Signal-Rauschverhältnis
bei Verwendung des Berührungssensors 1 auf
einer Anzeige, die einen hohen Rauschpegel überträgt, zu verbessern, kann eine Abschirmschicht
aus leitfähigem Material
(nicht abgebildet) auf die Rückseite
des Substrats 3 aufgebracht werden, bevor die Haftschicht 15 aufgetragen
wird. Dieses leitfähige
Material dient dazu, den Berührungssensor 1 gegen
verrauschte Signale, die von der Anzeige übertragen werden, abzuschirmen.
Das Material, das für
diese Abschirmschicht verwendet wird, kann ähnlich dem Material sein, das
für die
Widerstandsschicht 5 verwendet wird, sollte jedoch einen
niedrigeren Flächenwiderstand
aufweisen. Wie das Material, das für die Widerstandsschicht 5 verwendet
wird, sollte diese Abschirmschicht ebenfalls dünn, transparent und flexibel
sein.
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Wie
oben angegeben, ist die Abschirmschicht bei der Ausführungsform
von 2 zwischen dem Substrat 3 und der Haftschicht 15 angeordnet. Bei
der Ausführungsform
von 3 muss eine Isolierschicht jedoch zuerst über der
Widerstandsschicht 5, den Elektroden 9, den elektrischen
Leitungen 7 und den leitenden Bereichen 11 aufgetragen werden,
bevor die Abschirmschicht über
dieser Isolierschicht aufgebracht wird. Dann wird die Haftschicht 15 über der
Abschirmschicht aufgebracht.
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7 bildet
eine weitere alternative Ausführungsform
eines flexiblen, kapazitiven Berührungssensors 41 gemäß der vorliegenden
Erfindung ab. Bei dieser Ausführungsform
erstreckt sich die Grenzfläche 49 des
Substrats 51 beträchtlich über den
aktiven Berührungsbereich 43 des
Berührungssensors 41 hinaus.
Schmückende
Grafiken 47 oder Informationen, zum Beispiel Informationen über oder
Anweisungen für
den Berührungssensor 41 oder
die Anzeige oder ein anderes Gerät,
an dem der Berührungssensor 41 angebracht
oder angeschlossen ist, können
innerhalb der Grenzfläche 49 aufgedruckt
sein. Für
einen solchen Aufdruck wird vorzugsweise nichtleitende Farbe verwendet.
Wenn die Grenzfläche 49 jedoch
vom aktiven Bereich 43 elektrisch isoliert ist, kann zu
diesem Zweck auch leitfähige
Farbe verwendet werden.
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Wie
in 7 gezeigt, können
auch Grafiken, wie zum Beispiel Tasten 45 oder alphanumerische
Informationen innerhalb des aktiven Bereichs 43 auf das
Substrat 51 aufgedruckt sein. Um elektrische Überlagerung
mit dem aktiven Bereich 43 zu vermeiden, sollte zu diesem
Zweck üblicherweise
nichtleitende Farbe verwendet werden. Diese Aufdrucke können auf
dem Substrat 51 oder ersatzweise auch auf den Widerstands-
oder Schutzschichten des aktiven Bereichs 43 angeordnet
sein.
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Die
elektrischen Leitungen 7 sind in 7 entlang
dem Umfang des aktiven Bereichs 43 gezeigt. Die elektrischen
Leitungen 7 können
jedoch auch innerhalb der Grenzfläche 49, entlang dem
Umfang des Substrats 51 angeordnet sein. Eine solche Anordnung
könnte
die Herstellung des Berührungssensors 41 erleichtern.
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Ein
System und ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrzahl flexibler,
kapazitiver Berührungssensoren,
welche den Aufbau irgendeiner der oben beschriebenen Ausführungsformen
aufweisen, sind in 8 schematisch abgebildet. Wie
in dieser Figur gezeigt, wird während
dieses Herstellungsvorgangs ein langer Bogen 33 eines Substratmaterials,
wie zum Beispiel PET, von einer Rolle 23 auf eine Rolle 25,
oder umgekehrt, abgewickelt. Anstelle der Rollen 23 und 25 können auch
andere Mittel zum Befördern des
Bogens 33 durch die Herstellungsstationen von 8 verwendet
werden, zum Beispiel ein erster Behälter, aus dem Bogen 33 entfaltet
wird, und ein zweiter Behälter,
in den Bogen 33 wieder zusammengefaltet wird.
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Der
Bogen 33 ist in 9 abgebildet. Die Abmessungen
des Bogens 33 sind ausreichend groß für eine Teilung dieses Bogens
in eine Mehrzahl von getrennten Abschnitten 61. Jeder dieser
Abschnitt entspricht einem Berührungssensor.
Während
des Herstellungsvorgangs, tragen Bearbeitungsstationen, wie zum
Beispiel die Bearbeitungsstationen 27, 29 und 31,
verschiedene Materialschichten auf den Bogen 33 auf und
verrichten die verschiedenen Bearbeitungsschritte, die erforderlich
sind, um die Ausführungsformen
eines flexiblen, kapazitiven Berührungssensors
gemäß der obigen
Beschreibung herzustellen. Diese Schritte können in einem Durchgang des
Bogens 33 von Rolle 23 zu Rolle 25, oder
während
einer Reihe solcher Durchgänge,
durchgeführt werden.
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Diese
Herstellungsschritte können
zum Beispiel umfassen: (1) Auftragen einer Schicht eines dünnen, flexiblen,
transparenten Widerstandsmaterials auf die Oberseite des Bogens 33;
(2) Auftragen einer Mehrzahl dünner,
flexibler Elektroden auf das Widerstandsmaterial für jeden
der Abschnitte; (3) Auftragen einer Mehrzahl dünner, flexibler elektrischer
Leitungen auf das Widerstandsmaterial für jeden der Abschnitte; (4)
Auftragen einer Mehrzahl dünner,
flexibler leitender Bereiche auf das Widerstandsmaterial für jeden
der Abschnitte; (5) Auftragen einer Schicht eines dünnen, flexiblen,
transparenten Schutzmaterials über
dem Widerstandsmaterial, den Elektroden, Leitungen und leitenden
Bereichen; (6) Schneiden länglicher
Linien durch die Widerstandsschicht, oder sowohl durch die Widerstandsschicht
als auch die Schutzschicht, an verschiedenen Stellen für jeden
der Abschnitte, um die leitenden Bereiche im Wesentlichen von den
elektrischen Leitungen zu isolieren (außer dort, wo diese Leitungen
an den Elektroden angeschlossen sind); und (7) Durchschneiden der
Schutzschicht, der Widerstandsschicht und des Substrats entlang
den Umfängen
jedes der Abschnitte, um die Mehrzahl flexibler, kapazitiver Berührungssensoren
bereitzustellen.
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Der
Bogen 33 kann sowohl mit einer Haftschicht als auch einer
abnehmbaren Folie, die bereits auf dieser Haftschicht befestigt
ist, bevor der Bogen 33 die in 8 abgebildeten
Herstellungsschritte durchläuft,
versehen sein. Ersatzweise können
eine Haftschicht und eine abnehmbare Folie während dieses Herstellungsvorgangs
auf den Bogen 33 aufgebracht werden.
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Der
Rolle-zu-Rolle-Herstellungsvorgang, der oben beschrieben ist, ermöglicht die
wirtschaftliche, kostengünstige
Herstellung einer Mehrzahl von preiswerten, flexiblen, kapazitiven
Berührungssensoren,
die eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten aufweisen. Eine
solche Verwendungsmöglichkeit
ist das Anbringen des Berührungssensors
an einer flexiblen, aktiven Anzeige, zum Beispiel einer flexiblen, cholesterischen
Flüssigkristallanzeige
(LCD), einer reflektierenden, verdrillten, nematischen LCD, einer Gyricon-Anzeige,
einer organischen Leuchtdioden-(OLED)Anzeige
oder einer elektrophoretischen Anzeige. Eine andere Verwendungsmöglichkeit
ist das Anbringen des Berührungssensors
an einer flexiblen, passiven Anzeige, zum Beispiel einem Grafikposter.
Flexible, kapazitive Berührungssensoren,
die gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt sind, sind preiswert, sehr gut haltbar und
funktionieren zufrieden stellend in unzähligen Umgebungen und mit einer
großen
Anzahl verschiedenster Geräte.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsformen
beschrieben worden ist, versteht sich, dass diese Ausführungsformen
nur als Veranschaulichung der Prinzipien und Anwendungen der vorliegenden
Erfindung dienen. Es versteht sich des Weiteren, dass zahlreiche
Abänderungen
dieser als Beispiel dienenden Ausführungsformen möglich sind,
ohne den Umfang der vorliegenden Erfindung, der in den folgenden
Ansprüchen
definiert ist, zu verlassen.