DE601047C - UEberfuehrung von Alkaliamiden in gefahrlos zu handhabende, leicht zu dosierende Form - Google Patents

UEberfuehrung von Alkaliamiden in gefahrlos zu handhabende, leicht zu dosierende Form

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DE601047C
DE601047C DEZ19523D DEZ0019523D DE601047C DE 601047 C DE601047 C DE 601047C DE Z19523 D DEZ19523 D DE Z19523D DE Z0019523 D DEZ0019523 D DE Z0019523D DE 601047 C DE601047 C DE 601047C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • C01B21/087Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals containing one or more hydrogen atoms
    • C01B21/092Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals containing one or more hydrogen atoms containing also one or more metal atoms
    • C01B21/0923Metal imides or amides
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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Description

  • Überführung von Alkaliamiden in gefahrlos zu handhabende, leicht zu dosierende Form Wie bekannt, stellen Alkaliamide, z. B. Natriumamid, verhältnismäßig explosive Stoffe dar, die bei ihrer Handhabung, ihrem Transport u. dgl. besonderer Vorsichtsmaßregeln bedürfen. Dies gilt insbesondere für die bei der Mehrzahl der verschiedenen Verwendungszwecke, z. B. zur Erzielung guter Reaktionsfähigkeit und genauer Dosierbarkeit, erforderliche Vermahlung der Alkaliamide. Um dieselben wenigstens während ihrer Vermahlung und ihrem Transport vor dem Einfluß des I uftsanerstöffs und Feuchtigkeit bzw, entsprechenden Zersetzungen zu schützen, hat man sie bisher in Stückform aufbewahrt. Man hat sie dann jeweils erst kurz vor ihrer Verwendung v errnahlen und dem jeweiligen Gebrauchszweck zugeführt.
  • Einem solchem Vorgehen, daß nur eine gewisse Sicherung gewährt, ist nur ein bedingter Wert zuzusprechen, insofern, als dabei von jedem Einzelverbraucher die nur unter besonderen Vorsichtsmaßregeln durchführbare Vermahlung selbst vorgenommen werden muß, wozu häufig nicht die geeigneten Apparaturen zur Verfügung stehen. Diese Umstände haben dazu geführt, daß die Alkaliamide den ihnen auf Grund ihrer verschiedenen vorteilhaften Verwendungsmöglichkeiten an sich zukommenden Eingang in die chemische Technik bisher nicht bzw. einen solchen nur in geringerem Umfange gefunden haben.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt es, die Alkaliamide auf einfache Weise in eine gefahrlos zu handhabende und leicht zu dosierende Form überzuführen. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß die Alkaliamide mit ihr Gewicht übersteigenden, z. B. den z- bis 6fachen Mengen organischer, ihnen gegenüber indifferenter Flüssigkeiten so lange, z. B. in einer Kugelmühle, vermahlen werden, bis; gleichmäßige, die Alkaliamide in feinster Verteilung enthaltende pastenförmige Massen von gallert- bis butterartiger Konsistenz erhalten werden. Dabei ist die Vermahlung der Alkaliamide im Gegensatz zu der bisher üblichen trockenen Vermahlung völlig gefahrlos und bedarf darum keiner besonderen Vorsichtsmaßregeln. Die so erhaltenen Massen können ebenfalls völlig gefahrlos aufbewahrt, transportiert und gehandhabt werden. Sie bieten insbesondere den erheblichen Vorteil, daß bei ihrer Verwendung für die einzelnen Verbraucher nicht mehr das Erfordernis besteht, die Alkaliamide in häufig nur bedingt geeigneten bzw. zu Unzuträglichkeiten füh- renden Apparaturen zu vermahlen, da die Massen die Alkaliamide in bereits gebrauchsfertiger, leicht dosierbarer, fein zerkleinerter Form enthalten. In der Mehrzahl der Fälle können die Alkaiiamide sogar ohne weiteres in der ihnen durch das vorliegende Verfahren gegebenen Form, also gemeinsam mit der organischen Flüssigkeit, dem jeweiligen Verwendungszweck zugeführt werden, ohne daß letztere sich störend bemerkbar machen. Die Auswahl der jeweils zu verwendenden organischen Flüssigkeit wird daher zweckmäßig je nach dem Verwendungszweck der Alkaliamide gewählt. Andererseits kann aber die organische Flüssigkeit je nach Bedarf auch ohne weiteres, z. B. durch Abdunsten, vorher von dein Alkaliamid abgetrennt werden.
  • Das Mengenverhältnis von organischer Flüssigkeit zu Alkaliamid kann innerhalb des oben angeführten Rahmens in verhältnismäßig weiten Grenzen schwanken urig ist vor allem davon abhängig zu machen, welchen Aufteilungsgrad die Alkaliamide jeweils erhalten sollen. Im allgemeinen wird man zweckmäßigerweise je nach dem gewünschten Aufteilungsgrad bis zu etwfi, q, bis 6 Teile Flüssigkeit auf r Teil Alkaliamid verwenden, einmal aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, um überflüssige Flüssigkeitsmengen zu vermeiden, und andererseits, um nicht zu dünnflüssige Suspensionen zu erhalten, bei welchen je nach der erzielten Teilchengröße unter Umständen irgendwelche unerwünschte Sedimentationserscheinungen auftreten könnten.
  • Die Dauer der Vermahlung des Alkaliamids mit der organischen Flüssigkeit richtet sich vor allem nach der jeweils angestrebten Teilchengröße bzw. dem gewünschten Aufteilungsgrad und der jeweils verwendeten Mühlenart (Umdrehungszahl, Kugelgröße u. dgl.). Bei Verwendung einer gut konstruierten Kugelmühle benötigt man z. B. etwa 25 bis" 35 Stunden, um z Gewichtsteil l"Tatriumamid mit 2 Gewichtsteilen Benzol zu einer gleichmäßigen Masse zu vereinigen, die gallertartige Konsistenz aufweist und bequem von den Mühlenkugeln abgetrennt werden kann. Man kann auch noch weniger organische Flüssigkeit verwenden, erhält dann aber steifere Massen, die nur entsprechend schwerer von den Mühlenkugeln abgetrennt werden können. Ebenso können auch zweckmäßig bis zu den obengenannten Grenzen größere Mengen organischer Flüssigkeit unter Erzielung entsprechend geringer konsistenter Massen verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen, Alkaliamide in feiner Verteilung suspendiert enthaltenden Massen haben sich, wie weiterhin gefunden wurde, für organische Synthesen und Umsetzungen als besonders wertvoll erwiesen, insbesondere auch in der Richtung, daß bei ihrer Verwendung gegenüber Alkaliamiden in trockenpulverisierter Form häufig Ausbeuteverbesserungen erzielt werden.
  • Man, hat auch schon vorgeschlagen, bei der Herstellung von Aminosubstitutionsprodukten der Pyridin- und Chinolinreihe durch Reaktion zwischen Pyridin u. dgl. einerseits und Natriumamid andererseits das letztere in Form einer Aufschwemmung in. einem indifferenten Lösungsmittel zuzugebn bzw. in Reaktion zu bringen. Dabei soll z. B. derart vorgegangen werden, daß man sorgfältig zerriebenes Natriumamid mit dem Pyridin und dem Lösungsmittel vermischt oder daß man eine abgemessene Menge Natriumamid nach Befeuchten mit Toluol bzw. unter solchem fein pulverisiert und dann mit weiteren Mengen Toluol überschichtet und die so gewonnene Aufschwemmung dann im Anschluß daran mit den übrigen Reaktionskomponenten versetzt.
  • Derartige Aufschwemmungen von Alkaliamid sind in keiner Weise mit den erfindungsgemäß erhältlichen pastenförmigen Produkten zu vergleichen. Einerseits handelt es sich, dabei um Aufbereitungen, welche erst nach dem Transport und Lagern des Alkaliamids und nach, Abmessen bestimmter Men-. gen desselben unmittelbar vor dem Gebrauch bzw. im Gemisch mit den übrigen Reaktionslomponenten hergestellt werden, bezüglich Transport, Lagerung und Aufteilung des Alkaliamids also ebenfalls den eingangs erwähnten Schwierigkeiten ausgesetzt sind. Andererseits handelt es sich dabei nicht um pastenförmige, auf bestimmte Weise mit bestimmten Mengen organischer Flüssigkeiten hergestellte Massen, sondern um typische Aufschwemmungen, also Suspensionen, welche nach ihrer Herstellung einer sofort einsetzenden Sedimentation unterliegen und daher in keiner Weise zu irgendwelcher exakten Dosierung, für welche Zwecke sie ja auch im Rahmen des vorerwähnten bekannten Verfahrens nicht hergestellt werden, geeignet sind. Ebenso ungeeignet wären derartige Suspensionen für ein Aufbewahreni und einen Transport, da solches für die darin vorhandenen, verhältnismäßig kleinen Mengen Feststoff verhältnismäßig große Behälter erforderte und damit ebenso wie der Aufwand der für die Aufschwemmung erforderlichen großen Flüssigkeitsmengen entsprechend hohe Kosten verursachte.
  • Demgegenüber können die erfindungsgemäß erhältlichen pastenförmigen Massen in relativ kleinen Gefäßen, also in entsprechend billiger Weise; aufbewahrt und transportiert und in exaktester Weise dosiert und ohne jede Gefahr gehandhabt werden. Diese erfindungsgemäß erzielbaren Effekte sind dabei als um so überraschender zu bezeichnen, als an sich in keiner Weise vorauszusehen war, daß sich Alkaliamide mit ihr Gewicht übersteigenden, also verhältnismäßig beträchtliche Mengen organischer Lösungsmittel überhaupt zu einheitlichen, pastenförmigen Massen verarbeiten lassen würden und daß dieselben auch bei längerem Lagern nicht der Gefahr einer Entmischung, Krustenbildung oder einer sonstigen störenden Veränderung unterliegen würden.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCFI: Verfahren zum Überführen von Alkaliamiden in gefahrlos zu handhabende und leicht zu dosierende, insbesondere zur an sich bekannten Anwendung für organische Synthesen und Umsetzungen geeignete Form, dadurch gekennzeichnet, daß man sie mit ihr Gewicht übersteigenden, z. B. den 2- bis 6fachen Mengen organischer, ihnen gegenüber indifferenter Flüssigkeiten so lange (z. B. bei Anwendung von I Teil Natriumamid auf 2 Teile Benzol 25 bis 35 Stunden) vermahlt, bis gleichmäßige, die Alkaliamide in feiner Verteilung suspendiert enthaltende pastenförmige Massen von Ballert- bis butterartiger Konsistenz erhalten werden.
DEZ19523D 1931-08-27 1931-08-27 UEberfuehrung von Alkaliamiden in gefahrlos zu handhabende, leicht zu dosierende Form Expired DE601047C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4206191A (en) 1978-02-13 1980-06-03 Lithium Corporation Of America Preparation of lithium amide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4206191A (en) 1978-02-13 1980-06-03 Lithium Corporation Of America Preparation of lithium amide

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