DE600452C - Einrichtung zur stabilen Regelung von selbsterregten Gleichstrommaschinen - Google Patents
Einrichtung zur stabilen Regelung von selbsterregten GleichstrommaschinenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/02—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting
- H02K23/20—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting having additional brushes spaced intermediately of the main brushes on the commutator, e.g. cross-field machines, metadynes, amplidynes or other armature-reaction excited machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. JULI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 600452 KLASSE 21 d* GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1930 ab
Zur Stabilisierung selbsterregter Gleichstrommaschinen werden bekanntlich verschiedene
Mittel verwendet. So ist beispielsweise vorgeschlagen worden, einzelne Polpaare teilweise
gegen- und hintereinander zu schalten oder auch die Pole gleicher Polarität zu Gruppen zusammenzufassen und diese verschieden
zu erregen. Die hierzu benötigten Regler bedingen jedoch hohe AnschafEungskosten,
namentlich dann, wenn mit wachsendem Ausmaß der Regler eine besondere Feinstufigkeit
in der Einstellung der Spannung erzielt werden soll und wenn es sich um Maschinen
handelt, die nur für eine niedrige Betriebsspannung gebaut sind. In diesen Fällen ergibt sich jedoch noch eine weitere
Schwierigkeit insofern, als die durch den remanenten Magnetismus erzeugte Spannung
nicht zur Überwindung des Übergangswider-Standes unter den Bürsten ausreicht und infolgedessen
keine kleinen und fein abgestuften Spannungswerte einstellbar sind.
Einerseits sind also die Regler besonderer Ausführung zu teuer, und andererseits erfordem
die normalen Regler eine zu große Auslegung, wodurch ihre Bedienung umständlich wird. So hat man beispielsweise beobachtet,
daß der Feldregler bei der Einstellung einer bestimmten Erregerstromstärke im Falle der
Belastung einer selbsterregten Gleichstrommaschine mit niedriger Spannung über seine
normale Stellung hinausbewegt werden muß. Natürlich wächst die Spannung über den gewünschten
Wert hinaus an, und der Regler muß zur Einstellung des letzteren wieder zurückgedreht werden. Eine solche Handhabung
der Bedienungsorgane und besonders das Abfangen der Maschine ist umständlich und erfordert selbst vom Fachmann eine besondere
Geschicklichkeit.
Um diese Übelstände zu beheben, nimmt man erfindungsgemäß die Erregerspannung
nicht wie bisher von den Maschinenklemmen ab und trifft außerdem eine Vorkehrung,
durch welche der Übergangswiderstand zwisehen der Stromabnahme und dem Stromwender
so klein ist, daß die unter dem Einfluß der Remanenz erzeugte Spannung noch stark
zur Geltung kommt.
Zu diesem Zweck setzt man auf den Stromwender außer den Hauptbürsten Hilfsbürsten
auf, bei denen entweder das Material einen spezifisch höheren Leitwert als dasjenige der
Hauptbürsten aufweist oder der Spannungsabfall an der Übergangsstelle zwischen Stromwender und Bürsten kleiner bemessen
ist als bei den gewöhnlich aus Bürstenkohle bestehenden Hauptbürsten. Diese Erregerbürsten
sind vorzugsweise auf den Bürstenhalterbolzen der Hauptbürsten isoliert aufgebracht,
und ihre Auflagefläche auf dem Stromwender ist so bemessen, daß mit Rück-
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Otto Degenhardt in Berlin-Niederschönhausen und Paul Volkert in Berlin.
sieht auf die Kommutierung weniger Segmente überdeckt werden, als dies bei den
für die Stromabnahme des Verbraucherstromkreises vorgesehenen Hauptbürsten der Fall
ist. Bei dieser Anordnung braucht man zur Feldregelung nur einen normalen, allgemein
verwendeten Reglungswiderstand. Es ist dann möglich, die Spannung von einem nahe
an Null liegenden Wert aus allmählich in ίο beliebig kleinen Grenzen zu ändern.
Die Erfindung weist, sofern die Achsen von •Haupt- und Hilfsbürsten nicht zusammenfallen,
d. h. also die Hilfsbürsten gegenüber den Hauptbürsten um einen bestimmten Winkel
verschoben sind, noch den weiteren Vorteil auf, daß bei Belastungsstößen oder im
Falle eines Kurzschlusses an den Klemmen eines Synchrongenerators, dessen Feldwicklung
durch eine selbsterregte Gleichstrommaschine gespeist wird, kein Ausblasen des Erregerkraftflusses eintritt und keine Umpolung
der Erregermaschine zu befürchten ist. Weiterhin ist es besonders für die Einstellung
der Feldregelung solcher Gleich-Strommaschinen, wie sie oben vorausgesetzt werden, wesentlich, daß sie bei einer Verbindung
mit einem Synchronphasenschieber und einem Anwurfmotor, beispielsweise in der bekannten Rosenbergschaltung, durch die
neue Anordnung eine vollständig stabile Arbeitsweise erhalten. Die zur Synchronisierung
erforderliche Erregung ist nicht mehr von den beim Einpendeln in den Synchronismus
auftretenden Stromschwankungen abhängig, sondern stimmt stets mit der für sie
maßgebenden Reglerstellung überein.
In der Abb. 1 ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung angegeben, \vährend die
Abb. 2 eine Ausführung nach der bisher übliehen Art angibt.
Der Anker α einer selbsterregten Nebenschlußgleichstrommaschine
für niedrige Spannung arbeitet auf eine Belastung, die in diesem Fall das Polrad b eines Synchrongenerators,
dessen Ständer mit c bezeichnet ist, sein mag. Bisher wurde die Spannung für
das Erregerfeld d der Gleichstrommaschine nach der Darstellung in der Abb. 2 von den
Maschinenklemmen abgenommen. Erfindungsgemäß erfolgt die Abnahme der Erregerspannung
entsprechend Abb. 1 durch besondere Bürsten e, bei denen entweder das Material
so gewählt ist, daß es gegenüber den allgemein verwendeten Kohlebürsten und insbesondere
gegenüber dem Material der Hauptbürsten einen spezifisch höheren Leitwert aufweist oder der Spannungsabfall an der
Übergangsstelle zwischen dem Stromwender und den Hilfsbürsten kleiner gemacht ist als
derjenige zwischen dem Stromwender und den Hauptbürsten, und zwar dadurch, daß die
Hilfsbürsten mit relativ starkem Druck gegen den Stromwender gepreßt werden. Zweckmäßig
haben die Erregerbürsten e eine kleinere tangentiale Breite als die Hauptbürsten f,
da dann die etwa auftretenden Störungen in der Stromwendung auf ein Minimum beschränkt
werden. Die Erregerbürsten können in der Umfangsrichtung verschiebbar angeordnet
sein. Es ist aber auch möglich, die Erregerbürsten isoliert auf den Bürstenhalterbolzen
der Hauptbürsten anzuordnen.
Zur Einstellung des jeweils gewünschten Spannungswertes ist entsprechend der Anordnung
nach Abb. 1 lediglich ein normaler Reglungswiderstand g vorgesehen, während
nach der Darstellung in der Abb. 2 eine Regelvorrichtung h von besonderer, die Herstellungskosten
wesentlich verteuernder Bauart erforderlich ist. _
Claims (5)
- Patentansprüche:r. Einrichtung zur stabilen Regelung von selbsterregten Gleichstrommaschinen mit Haupt- und Hilfsbürsten, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Hilfsbürsten (e) für die Erregerwicklung (d) aus einem Material geringeren Widerstandes als die Hauptbürsten (/) bestehen oder der Spannungsabfall an der Übergangssteile zwischen Stromwender und Hilfsbürsten geringer bemessen ist als zwischen Stromwender und Hauptbürsten.
- 2. Gleichstrommaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die tangentiale Breite der Hilfsbürsten kleiner ist als die tangentiale Breite der den Hauptstrom führenden Bürsten (f).
- 3. Gleichstrommaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Haupt- und Hilfsbürsten praktisch zusammenfallen.
- 4. Gleichstrommaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbürsten gegen die Hauptbürsten in der Umfangsrichtung verschoben sind.
- 5. Gleichstrommaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbürsten auf den Bürstenhalterbolzen der Hauptbürsten isoliert angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE600452T | 1930-05-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600452C true DE600452C (de) | 1934-07-23 |
Family
ID=6574552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930600452D Expired DE600452C (de) | 1930-05-24 | 1930-05-24 | Einrichtung zur stabilen Regelung von selbsterregten Gleichstrommaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600452C (de) |
-
1930
- 1930-05-24 DE DE1930600452D patent/DE600452C/de not_active Expired
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