DE60044C - Hydraulische Presse mit Accumulator für Papier - Google Patents

Hydraulische Presse mit Accumulator für Papier

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DE60044C
DE60044C DENDAT60044D DE60044DA DE60044C DE 60044 C DE60044 C DE 60044C DE NDAT60044 D DENDAT60044 D DE NDAT60044D DE 60044D A DE60044D A DE 60044DA DE 60044 C DE60044 C DE 60044C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60044D
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English (en)
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A. BACHEM in Dresden-Löbtau
Publication of DE60044C publication Critical patent/DE60044C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE SS: Papierfabrikation.
Bei dem üblichen Verfahren, Papiere zu glätten, wird dasselbe durch eine Anzahl über einander gelagerter Walzen geleitet. Die untere Walze erhält den Antrieb; die darüberliegenden laufen einfach mit und das Papier wird von oben nach unten durchgeführt. Sämmt-liehe Walzen laufen unter hohem Druck. Erfahrungsgemäfs wird, je mehr Walzen man hat und je höher der jeweilige Druck auf diese ist, eine höhere Glätte erzeugt. Es ist aber klar, dafs die Papiere hierbei nicht allein auf Druck, sondern auch bedeutend auf Zug beansprucht werden infolge der zunehmenden Reibung zwischen den Walzen von unten nach oben. Bei hoch geglätteten Papieren wird die Faser bis zur Elasticitätsgrenze beansprucht, ja meist sogar zerstört. Thatsache ist ferner, dafs man zum Glätten immer mehr Walzen verwendete (bis zu 12 Stück), und man würde, um die Wirkung zu erhöhen, noch mehr Walzen nehmen, wenn überhaupt das Papier einen gröfseren Zug erfahren könnte. Die. Glätte selbst wird nur durch den Druck erzeugt und ist der Zug nur eine lästige Zugabe, welche durch den Bau der Maschine bedingt ist. Bei der vorliegenden Neuerung sollen die Papiere nun nicht auf Zug, sondern lediglich auf Druck beim Glätten beansprucht werden.
Von den Rollen 1 (s. beiliegende Zeichnung) wird das Papier über die Leitrollen 2 zwischen die durch leichte Federn 3 auf bestimmte Abstände aus einander gehaltenen Zinkplatten 4 in die hydraulische Presse 5 geführt. Von hier aus geht es über die Leitrollen 6 und 7 auf die Trommel 8 und kann nun zwischen den Messern h Zz1 quer geschnitten oder auf die Rollen 9 gewickelt werden.
Von der Welle ι ο aus wird die Welle 11 angetrieben, von welcher aus durch die Zugstange 12 das Zahnsegment 13 eine schwingende Bewegung erhält. Die Zähne dieses Segments stehen mit dem auf der Welle der Trommel 8 sitzenden Zahnrad 14 in Eingriff; somit erhält die Trommel 8 eine vor- und rückwärts gehende Bewegung. Das Zahnsegment 13 ist auf der Welle 15 fest, ebenso die beiden Hebel 16 und 17. Durch die Stangen 18 und 19 werden die Walzen 20 und 21 abwechselnd durch die vor- und rückwärts gehende Bewegung von 15 an die Trommel 8 angeprefst und erhalten durch die Trommel 8 beim jeweiligen Anpressen eine Drehbewegung. Durch die Stange 22 wird der Balken 23 gehoben oder gesenkt. Von der Walze 20 wird mittelst Riemens 25 das Zahnrad 26 und durch dieses die Räder 26 a, 26b, 26C, 2Öd, 2Öe und 26f bewegt. Von der Walze 21 wird durch den Riemen 27 die Welle 28 bewegt, und von hier aus mittelst Kurbelstange 29 der Hebel 30 hin- und herbewegt. Ebenfalls wird von der Welle 28 die Daumenscheibe 31, die Stange 3 2, der Winkelhebel 33 und der Schieber 34 vorbezw. abwärts gedrückt. In dem stehenden Cylinder 36 bewegt sich ein Kolben, dessen Stange einen zweiten Kolben trägt, welcher in dem darüberstehenden kleineren Cylinder 37 geführt wird. Oberhalb des Cylinders 37 ist ein mit Wasser gefüllter Behälter 38 aufgestellt, welcher mit dem Cylinder 37 durch de'n Rohrstutzen 39 verbunden

Claims (1)

  1. ist. Ein Ventil in dem Stutzen schliefst sich beim Aufgang des Kolbens im Cylinder 37 und öffnet sich beim Niedergang von selbst. Am oberen Ende des Cylinders 37 sitzt seitlich der Stutzen 40, von welchem aus ein Rohr 41 in die Steuerung 42 führt. Durch Vorziehen des Hebels 30 wird sowohl die Stange 45, wie mittelst des Hebels 43 die Stange 44 vorgeschoben und hierdurch zunächst die Rohrleitung 41 mit der Leitung 46 verbunden, durch weiteres Vorschieben jedoch geschlossen, hingegen die Rohrleitung 47 zum Wassersack des Accumulators mit der Rohrleitung 48 verbunden. Beim Zurückdrücken des Hebels 30 bleibt die Leitung 41 und 46 geschlossen und wird zunächt die Leitung 47 und 48 ebenfalls geschlossen, hingegen beim weiteren Zurückdrehen die Leitung 47 mit 49 und die Leitung 46 mit 50 verbunden. Die hydraulische Presse hat unterhalb des Wassersackes 51 einen nicht mit 51 verbundenen kleineren Wassersack 52, dessen Kolben durch das Querhaupt 53 und Gestänge 54 mit dem Tisch 55 der Presse verbunden ist.
    Das Arbeiten mit dieser Presse gestaltet sich folgendermafsen:
    Ist die Presse geöffnet (wie gezeichnet), so liegt die Walze 20 auf der Trommel 8 auf; die Trommel 8 ist in vorwärts gehender Bewegung. Es wird also das Papier durch Walze 20 und Trommel 8 vorgezogen. Soll das Papier aufgerollt werden, so wird die Drehbewegung der Walze 20 durch den Riemen 25 auf die Räder 26 übertragen und das Papier auf die Rollstangen aufgewickelt; soll es hingegen quer geschnitten werden, so wird es unter Wegfall des Riemens 25 durch die geöffneten Balken 23 und 24 geschoben und zwischen die Messer h \ gebracht. Ist das schwingende Zahnsegment 13 auf dem Umkehrpunkt seiner Bewegung angekommen, so wird die Walze 20 von der Trommel 8 durch Hebel 16 und Stange 18 abgehoben, während gleichzeitig die Walze 21 durch die Stange 19 an die Trommel 8 angedrückt wird. Die Drehung der Walze 20 und mit ihr diejenige der Räder 26 hört auf, während beim Querschnitt durch den Hebel 17 und die Stange 22 der Balken 23 auf den Balken 24 herunterfällt, das Papier einklemmt, und die Messer h H1 dasselbe durchschneiden.
    Durch Andrücken der Walze 21 an die Trommel 8 erhält die Walze 21 eine Drehbewegung und wird infolge dessen mittelst Riemens 27 die Welle 28 gedreht. Zunächst drückt der Daumen 31 das Gestänge 32 und 33 mit dem Schieber 34 abwärts und tritt nun gespannter Wasserdampf durch das Rohr 56 unter den Kolben des Cylinder 36, treibt diesen und den Kolben im Cylinders 37 hoch. Hierdurch wird das Ventil im Stutzen 39 geschlossen und das Wasser oberhalb des Kolbens im Cylinder 37 durch den Stutzen 40 in das Rohr 41 getrieben; gleichzeitig ist die Kurbelstange 29 und der Hebel 30 vorgezogen worden und hat so durch Hebel 43 und Stange 44 die Leitung 41 mit 46 verbunden; das Wasser tritt also durch Rohr 46 bezw. 463 in den Wassersack 51 ein und treibt den Plunger in der Presse hoch bezw. füllt den Wassersack mit Wasser, ohne einen eigentlichen Druck auszuüben. Durch weiteres Vorgehen des Hebels 30 wird die Leitung 41 von 46 abgesperrt, hingegen die vom Wassercylinder 57 des Accumulators 58 führende Leitung 47 mit 46 bezw. 46., verbunden und so augenblicklich der Atmosphärendruck des Accumulatorcylinders in den Wassersack der Presse übertragen. Nunmehr geht der Hebel 30 zurück, sperrt den Druck des Accumulators von der Leitung 48 ab, verbindet die Leitung 47 mit 49 und die Leitung 4O3 bezw. 46 mit 50 und setzt so den Druck des Accumulators auf den kleinen Wassersack 52, zieht den Kolben in 52 herunter, während das Wasser im Wassersack 5 1 durch die Leitung 4O3 bezw. 46 und der Leitung 50 in den Behälter 38 zurückgetrieben wird.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ü c η :
    Hydraulische Presse mit Accumulator zum Glätten von Papier lediglich durch Druck, bei welcher mehrere Papierlagen zwischen den Prefsplatten ruckweise hindurchgeführt werden, indem die Zugwalzen (8, 20) durch ein hin- und hergehendes Zahnsegment (13) in Drehung gesetzt und gleichzeitig von demselben durch Hebelübertragung (16, 18) auf dem einen Weg aufser Eingriff gebracht werden, wodurch die Presse infolge der ruckweisen Papierdurchführung mit einer Querschneidevorrichtung verbunden werden kann, indem die Prefsbalken (23, 24) ebenfalls durch das Zahnsegment (13) auf dem anderen Weg mittelst Hebelübertragung (17, 22) in Eingriff gebracht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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