DE287401C - - Google Patents

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DE287401C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/08Thread-tensioning arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

. KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 287401 KLASSE 52 b. GRUPPE
Fadenleiterantrieb für Stickmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1911 ab.
Bei Stickmaschinen, die mit einer Einrichtung zum Festonieren versehen sind, werden bekanntlich die Arbeitsbewegungen der Festonierwerkzeuge von einer besonderen Welle abgeleitet. Der Fadenleiterantrieb muß daher so beschaffen sein, daß seine Arbeitsbewewegürigen während des gewöhnlichen Stickens von einem Exzenter der Hauptwelle und während des Eestonierens von einem zweiten Exzenter abgeleitet^ werden, welches auf der Festonierwelle sitzt. *«c?B,ek%mte •■sJFaden.le.iterantriebe für den angegebenen 'Zweck waren bisher so beschaffen, daß beim Übergange vom gewöhnlichen Sticken zum Festonieren und umgekehrt jedesmal die auf dem Umfange der beiden Antriebsexzenter wälzenden Rollen seitlich verschoben wurden,., d. h. die eine wurde aus-, die andere eingerückt. Das war natürlich ziemlich umständlich und hatte
ao zur Voraussetzung, daß, bevor das Umwechseln, das Verschieben der Rollen auf dem Exzenterumfange vorgenommen werden •konnte, die ganze Maschine stillgehalten und die Hauptwelle in eine ganz bestimmte Drehstellung gebracht werden mußte, die der Stellung der umzuwechselnden Rollen in der Ruhelage entsprach.
Um die Antriebsrollenverschiebung zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung in das Antriebsgestänge der beim Sticken zwangläufig angetriebenen Fadenleiter eine Kuppelvorrichtung eingeschaltet. Man kann nun, während die Maschine läuft, oder aber auch in der Ruhelage der Maschine durch einmaliges Ziehen oder Drücken an einem Handgriffe die Umkupplung ohne weiteres augenblicklich vollziehen.
Die Kupplung, welche ' nach vorliegender Erfindung zur Anwendung gelangt, ist, an sich betrachtet, bekannt und ist an Stickmaschinen beispielsweise zu dem Zwecke schon benutzt worden, um von einem und demselben Antriebsexzenter beispielsweise die Bewegungen einmal des Bohrapparates, das andere Mal des Stupfelapparates zu regeln. Bei vorliegender Erfindung liegt der umgekehrte Fall vor. Es sollen von zwei verschiedenen Antriebsexzentern gänzlich verschiedene Antriebsbewegungen auf eine und dieselbe Stickwerkzeuggruppe, nämlich auf die Fadenleiter, abgezweigt werden. Bei der bekannten Einrichtung kommt natürlich ein Rollenwechsel nicht in Frage, weil ja der Antrieb von einem und demselben Exzenter abgeleitet wurde.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der schematischen Zeichnung veranschaulicht.
In das auf der Hauptwelle 1 der Maschine starr befestigte Fadenleiterexzenter 2 greift die Rolle 3 des Hebels 4 ein. Auf der sogenannten Festonierwelle 5 ist ein zweites, ebenfalls geschlossenes Exzenter 6 befestigt, in welches die Rolle 7 des Hebels 8 eingreift. Die beiden Hubstangen 9 und 10, welche an die beiden Hebel 4 und 8 beweglich angeschlossen sind, greifen mit ihren oberen Enden 11 und 12 in eine Gleitführung 13 der Hub-
stange 14 ein. Letztere ist oben und unten an die Fadenleiterhebel 15 angeschlossen.
Die beiden Stangenköpfe 11, 12 können entweder mit Zapfen oder mit Rollen oder mit Würfeln in die Gleitführung 13 eingreifen. Sie sind aber außerdem in senkrechten Gabelstücken 16, 17 einer wagerecht verschiebbaren Stange 18 auf und nieder beweglich. Verschiebt man die Stange 18 in der einen oder in der anderen Richtung, so kann abwechselnd das eine Mal, wie in Fig. 1, der Stangenkopf 11, das andere Mal der Stangenkopf 12 in die Gleitführung 13 eingelassen werden. So wie in Fig. 1 gezeichnet, stehen die Fadenführerhebel 15 unter der Führung des Exzenters 2. Das wäre also die Einstellung für das eigentliche Sticken. Soll festoniert werden, so schiebt man die Stange 18 nach rechts, es wird der Stangenkopf 11 aus- und der Kopf 12 eingerückt. Alsdann folgen die Fadenleiterhebel 15 der Doppelkurve des Exzenters 6.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind statt der sogenannten geschlossenen Exzenter 2 und 6 der Fig. 1 sogenannte offene Exzenter, gewöhnliche Hubscheiben, angeordnet. Der Rolle 3 ist eine Gegenrolle 3' hin-' zugefügt worden, die auf dem Umfange des Gegenexzenters 2' wälzt. Der Hebel 4 ist hier mit einem Anschlage 19 versehen, gegen den ein Stellbolzen 20 des Rollenhebels 21 drückt. Hier geschieht der Wechsel vom Sticken zum Festonieren durch eine Verschiebung des Bolzens 20, wodurch der Anschlag 19 frei wird und der Festonexzentertreibhebel 8 durch das für den Zweck des Festonierens in Bewegung zu setzende Exzenter 6 die Führung der Stange 14 übernimmt. Es wird also gewissermaßen durch das Exzenter 6 eine Korrektur der Bewegungen des Hebels 4 bewirkt, mit anderen Worten: durch die Ausrückung des Bolzens 20 wird die Einwirkung der beiden Hubscheiben 2, 2' unterbrochen und dafür die Hubscheibe 6 mit der Hubscheibe 2 zur Wirkung gebracht. Nach Beendigung des Festonierens werden die Festonwerkzeuge, wie auch sonst geschieht, stillgesetzt und gleichzeitig der Bolzen 20 in seinen Schlitz wieder zurückgeschoben, so daß die Zwangläufigkeit des Gegenkurvenhebels 4, 21 für das gewöhnliche Sticken wieder hergestellt ist.
Es ist durch die Erfindung erreicht worden, daß die Fadenleiterbewegungen für den schnellen Gang der Maschine beim Sticken zwangläufig erfolgen. Das geht aus der Zeichnung Fig. ι und 2 hervor. In Fig. 1 ist zwar auch die Bewegung für das Festonieren eine zwangläufige, in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das letztere nicht der Fall, aber wegen des erheblich langsameren Ganges der Maschine auch nicht notwendig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fadenleiterantrieb für Stickmaschinen mit zwei auf getrennten Wellen sitzenden Antriebsexzentern zum Sticken und Festonieren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer Antriebsrollenverschiebung in das Antriebsgestänge der beim Sticken zwangläufig angetriebenen Fadenleiter eine Kuppelvorrichtung (11, 12, 16, 17, 18 oder 19, 20) eingeschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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