DE598599C - Signalanlage zum Gegensprechen in drahtlosem Verkehr - Google Patents

Signalanlage zum Gegensprechen in drahtlosem Verkehr

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DE598599C
DE598599C DEI34672D DEI0034672D DE598599C DE 598599 C DE598599 C DE 598599C DE I34672 D DEI34672 D DE I34672D DE I0034672 D DEI0034672 D DE I0034672D DE 598599 C DE598599 C DE 598599C
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    • H04B1/38Transceivers, i.e. devices in which transmitter and receiver form a structural unit and in which at least one part is used for functions of transmitting and receiving
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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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Description

Die "Erfindung bezieht sich auf Radioanlagert und' insbesondere auf Einrichtungen, um Zweiwege-Fernsprechverkehr mittels Radioapparaten zu bewerkstelligen.
Wenn eine Zweiwege-Fernsprechleitung mit einem Radiostromkreis verbunden wird, werden gewöhnlich ein Radiosender und ein Radioempfänger an Stellen angeordnet, die in einem beträchtlichen Abstand voneinander liegen, und die Verbindung wird-mittels einer Vier-
' drahtleitung zwischen den beiden Stationen hergestellt. In Anlagen mit großer Entfernung der Radiostationen, beispielsweise in Anlagen für den Überseeverkehr, ist die Energie, die der Sender auf einer Seite des Ozeans entwickelt, so groß im Vergleich mit der Energiemenge, die der Empfänger auf derselben Seite des Ozeans empfängt, daß es notwendig ist, Sender und Empfänger in weitem Abstand voneinander unterzubringen. Selbst wenn diese Maßnahme getroffen ist, ist es jedoch notwendig, wenn dieselbe Wellenlänge für Verkehr in beiden Richtungen verwendet wird und der Sender auf einer Seite des Ozeans in Tätigkeit ist, besondere Mittel vorzusehen, um zu verhindern, daß der Empfänger auf derselben Seite das ausgesandte Signal auffängt.
, Es ist schon in Vorschlag gebracht worden, Echounterdrücker in der Vierdrahtleitung anzuordnen, die die Zweiwegeleitung mit dem Radiosender und mit dem Radioempfänger verbindet. Um örtliches Pfeifen in dem Vierdrahtstromkreis sowie zwischen dem Sender und dem örtlichen Empfänger zu verhindem, wird der Senderzweig des Vierdrahtsystems normalerweise in betriebsunfähigem Zustand gehalten. Mit dem erwähnten Zweig ist ein Echounterdrücker verbunden, welcher derart angeordnet ist, daß er auf Sprechströme anspricht, den Sendezweig betriebsfähig macht und den Empfangszweig des Vierdrahtkreises betriebsunfähig macht. Ein ähnlicher mit dem Empfangszweig verbundener Echounterdrücker wird durch Sprechströme betätigt, die auf dem Radiowege von einer entfernten Sendestation ankommen und den Senderzweig betriebsunfähig machen.
Da jeder Echounterdrücker den anderen außer Betrieb setzt, wenn er in Tätigkeit tritt, ist es zweckmäßig, beide Echounterdrücker an einer Stelle zwischen der Klemme der Drahtleitung und dem Radioapparat anzuordnen, in welchem sowohl der Sende- wie der Empfangszweig des Vierdrahtstromkreises die Station passieren. Die Echounter-
drücker würden somit in einem gewissen Abstand von dem Radiosender liegen. Die Mittel, um den Sendezweig des Vierdrahtkreises außer Betrieb zu setzen, waren bis jetzt mit dem Zweig m dem Punkt verbunden, in welchem die Echounterdrücker angeschlossen sind.
Versuche bei Anlagen für Übersee-Telephonverkehr haben jedoch gezeigt, daß eine to Anordnung der obigen Art, die durch einen mit dem Sendezweig verbundenen. Echounterdrücker gesteuert wird und von einem Punkt aus wirkt, der von dem Radiosender entfernt liegt, sehr unzweckmäßig ist, wenn sehr große Energiemengen vom Radioempfänger aufgefangen werden, während der Radiosender nicht in Betrieb ist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der Sender, wenn, derselbe nicht in Betrieb ist, sich trotzdem nicht im Ruhezustand befindet. Es werden von dem Sender dauernd störende Ströme ausgesandt, die auf unvollkommene Trägerwellenunterdrückung im Modulierungsapparat, auf Geräusche, die von der Drahtleitung zwischen dem Echo-Unterdrücker und dem Radiosender aufgefangen werden und auf Geräusche im Sender selbst zurückgeführt werden können. Diese Geräusche werden von dem Hochleistungsverstärker des Senders verstärkt, und in gewissen Fällen ist die auf den Empfänger ausgeübte Wirkung so groß, daß der Echounterdrücker, der mit dem Empfangszweig des Vierdrahtstromkreises in Verbindung steht, selbst während der Perioden, in welchen der Sender sich im sog. Ruhezustand befindet, festgehalten wird.
Es ist vorgeschlagen worden, Signalanlagen, die mit Echounterdrückern ausgestattet sind, derart einzurichten, daß der Niederfrequenzstromkreis des Senders normalerweise durch einen Kurzschlußschalter wirkungslos gemacht wird, der in einem Punkt zwischen einer Verzögerungsschaltung und einem Verstärker mit dem Hochfrequenzsender verbunden ist. Dieser Schalter wird durch die Niederfrequenzsprechströme geöffnet, wenn der Sender in Tätigkeit tritt. Der Zweck dieser Anordnung ist, Störungen zu verhindern, die durch Echowirkungen oder Pfeifen im Vierdrahtstromkreis hervorgerufen werden. Anordnungen dieser Art können jedoch nicht verhindern, daß die störenden unmodulierten Trägerwellen oder Hochfrequenzwellen von dem Sender übertragen werden.
Erfindungsgemäß wird die Ausstrahlung der modulierten oder unmodulierten vom Sender erzeugten Hochfrequenzenergie normalerweise während der Pausen unterdrückt. Dies kann z. B. durch relaisbetätigte Kurzschlußvorrichtungen geschehen. Diese Vorrichtungen werden durch Signalströme, welche dem Senderkreis zugeführt werden, unwirksam gemacht und sind vorzugsweise so angeordnet, daß sie durch die Echosperrer in dem Sender-.kreis, welche in bekannter Weise durch die Signalströme betätigt werden, um den· Empfängskreis außer Betrieb zu setzen, unwirksam gemacht werden. Die Kurzschlußvorrichtungen werden am besten jenseits der Modulationeeinrichtung angeschaltet, da auf diese Weise sowohl die modulierte als auch die unmodulierte Hochfrequenzenergie daran gehindert wird, die Antenne zu erreichen. Die Kurzschlußvorrichtungen werden vor dem Kraftverstärker angebracht, da so die Energie, welche von dem Schalter bewältigt werden muß, gering gemacht wird.
• Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher
Abb. ι eine Stromkreisanordnung fürUbersee-Radiotelephonverkehr zeigt.
• Die Abb. 2, 3 und 4 zeigen verschiedene Ausführungsformen der Anordnungen, mittels welcher die Einrichtungen von einer entfernten Stelle derart betätigt werden, daß sie den Sender zeitweise betriebsunfähig machen.
Abb. 5 zeigt eine geänderte Ausführungsform der in Abb. 1 dargestellten Stromkreis- anordnung,
:In Abb. ι wird eine Stromkreisanordnung gezeigt, die den Radiosender sowie den Radioempfänger auf einer Seite des Ozeans mit einer Zweiwege-Fernsprechleitung verbindet. L bezeichnet eine derartige Zweiwege-Ubertragungsleitung, die beispielsweise in der Stadt New York endet. Diese Leitung soll mit einem Radiosender verbunden werden, der auf der rechten Seite der Abb, 1 oben angedeutet und beispielsweise in Rocky Point, Long Island, untergebracht ist. Der entsprechende Radioempfänger kann beispielsweise in Riverhead, Long Island, liegen ('eine Stadt, die in einiger Entfernung von Rocky Point und von New York liegt). Der auf der rechten Seite der Abb. 1 unten angedeutete Radioempfänger soll ebenfalls mit der Leitung L verbunden werden.
Um diese Verbindungen herzustellen, ist eine Drosselspule 10 vorgesehen, und die Leitung wird durch eine zweckmäßige Schaltung N ausgeglichen. Von der einen Seite der Drosselspule erstreckt sich eine Verbindung durch Verstärker RE und eine Drahtleitung LE bis zu einer Verstärkerstation zwischen New York und den Punkten·, in welchen der Radiosender und der Radioempfänger untergebracht sind. In dem vorliegenden Falle wird angenommen, daß die Verstärkerstation sich in Patchogue, Long Island, befindet. Diese Stelle liegt in Abb. 1 zwischen
den Linien XX-XX und YY-YY. In diesem Punkte ist die Leitung LE über die Verstärker RE1 und RE1 mit einer Zweidrahtleitung LE1 verbunden, die sich von der Verstärkerstation bis zur Sendestation erstreckt. Die Radioeinrichtung in der Sendestation kann aus einem Bandfilter FE2, welches ein Sprechfrequenzband durchläßt, einem Mittelstufenmodulator M2 der bekannten ausgeglichenen ίο Art, welcher den Träger unterdrückt, dem Bandfilter FE2 zur Unterdrückung des einen auf der ersten Modulierungsstufe entstehenden Seitenbandes (beispielsweise des unteren Seitenbandes) und aus einem zweiten Modulator M2 der trägerunterdrückenden Art bestehen. Mittels des zweiten Modulators kann das selektive Seitenband auf einen höheren Träger hinaufmoduliert werden. Auf der Ausgangsseite des Modulators M2' ist ein Bandfilter FE2 vorgesehen, welches dasjenige Seitenband auswählt, welches von; der Antenne AT ausgesandt werden soll. Der Hochleistungsverstärker PA ist von bekannter Art und verstärkt die vom Filter FE2" ausgewählten Seitenbandströme, die darauf der Antenne aufgedrückt werden.
Die Modulatoren M2 und M2 sind vorgesehen, um den Träger zu unterdrücken. Eine vollständige Unterdrückung kann aber mittels einer ausgeglichenen Anordnung nicht erzielt werden, weshalb etwas Trägerenergie von der Antenne AT ausgestrahlt wird, auch zu Zeiten, während welcher der Sender nicht in. Betrieb ist. Selbst wenn keine Unterdrückung der Trägerwelle vorhanden wäre, so würden trotzdem Geräusche, die die Leitung LE1 von anderen Leitungen in demselben Kabel auffängt, sowie die Geräusche, die im Modulator selbst erzeugt werden, Seitenbandmodulierungen des Trägers erzeugen, die von der Sendeantenne AT ausgestrahlt werden. Bei Versuchen, die mit einer Anlage der hier beschriebenen Art zwischen New York und London ausgeführt wurden, zeigte es sich, daß der in Rugby, England, untergebrachte Radiosender zu Zeiten, während welcher er nicht in Betrieb war, eine solche Energiemenge aussandte, daß die in der Empfangsstation hervorgerufene Wirkung mit der Wirkung des von New York ausgesandten und in England aufgefangenen Signals vergleichbar war. Hierbei war die Empfangsstation in Wroughton, England, untergebracht, welcher Ort in einer Entfernung von 80 englischen Meilen von Rugby liegt. Es ist somit unumgänglich notwendig, dafür Sorge zu tragen, daß der Radiosender zu Zeiten, während welcher derselbe nicht im Betrieb ist, betriebsunfähig gehalten wird.
In dem vorliegenden Falle wird angenommen, daß der Radioempfänger RR in Riverhead, Long Island, angeordnet ist. Dieser Empfänger steht durch die Leitung LJV3 mit der Verstärkerstationi in Verbindung. In der Verstärkerstation ist ein Verstärker RW1 zwischen der Leitung LW3 und einer zur Leitung L führenden Leitung LW angeordnet. Ferner ist ein Einwegeverstärker RW zwischen den Klemmen der Leitung LW und der Drosselspule 10 vorhanden, über welcher die Leitung mit der Fernsprechleitung L in Verbindung steht.
Ein Echounterdrücker mit einem Verstärkerdetektor DW1 und einem sprechbetätigten Relais VR1 ist in Brückenschaltung mit der Leitung verbunden, die auf der Ausgangsseite des Verstärkers RW1 vom Radioempfänger zur Verstärkerstation führt. Der Echounterdrücker ist von bekannter Art und bedarf keiner näheren Erörterung. Der Verstärkerdetektor DW1 soll Sprechtöne verstärken und gleichrichten, so daß eine Gleichstromkomponente dieser Ströme das sprechbetätigte Relais VR1 erregt. Ein ähnlicher Echounterdrücker, der aus einem Verstärkerdetektor DE1 und einem sprechbetätigten Relais VR1 besteht, ist in der Verstärkerstation in Brükkenschaltung mit der Leitung verbunden, die von L zum Radiosender führt, wobei die Brücke vorzugsweise auf der Ausgangsseite des Verstärkers RE1 angeordnet ist. Der mit der Empfangsleitung verbundene Echounterdrücker steuert einen Kontakt i, der, wenn der ferne Sender spricht, die Leitung LE-LE1 kurzschließt. Derselbe Kontakt bewirkt ebenfalls, daß der mit der Sendeleitung verbundene Echounterdrücker DE1-VR1 kurzgeschlossen wird, wodurch eine falsche Wirkung verhindert wird. Der mit der Sendeleitung verbundene Echounterdrücker steuert in ahnlicher Weise einen Kontakt 2, welcher, wenn der Teilnehmer am fernen Ende der Leitung L spricht, die Empfangsleitung LW-LW3 kurzschließt. Dieser Kontakt bewirkt ebenfalls, daß der Echounterdrücker kurzgeschlossen «05 wird, der den Kontakt 1 steuert, wodurch eine falsche Wirkung verhindert wird.
Um das Pfeifen in dem örtlichen Stromkreis zu verhindern, der das Vierdrahtsystem und den Radioweg zwischen der örtlichen no Sendeantenne AT und der örtlichen EmpfangsantenneJRT enthält, wurde seinerzeit vorgeschlagen, den Echounterdrücker DE1-VR1 mit einem zweiten Kontakt zu versehen, der normalerweise die Leitung LE1 in der Ver-Stärkerstation kurzschließt. Hierdurch würde die Übertragungsleitung normalerweise in betriebsfähigem Zustand gehalten werden. Wenn der Teilnehmer spricht, wird aber dieser Kontakt von dem Echounterdrücker DE1-VR1 geöffnet, so daß Sprechverkehr zwischen L und dem Radiosender stattfinden
kann. Damit genügend Zeit vorhanden ist, um den Kontakt mit Hilfe des Echounterdrükkers zu öffnen, bevor die die Tätigkeit einleitende Sprechwelle an den Punkt gelangt ist, in welchem der Kurzschluß stattfinden sollte, wird ein Verzögerungsstroirikreis X zwischen dem Brückenpunkt A und dem Kurzschlußpunkt angeordnet, der in älteren Anlagen bei B gelegen war. Wenn es erwünscht ίο ist, kann ein zusätzlicher Einwegeverstärker RE1 vorgesehen sein, um Ausgleich zu schaffen für den von dem Verzögerungsstromkreis erzeugten Übertragungsverlust.
Die obenerwähnte Anordnung würde wirksam sein, wenn nicht die interferierenden Ströme vorhanden wären, die die Antenne AT während den unwirksamen Perioden des Senders aussendet. Wie schon erwähnt, sind diese störenden Ströme auf die unvollständige Unterdrückung des Trägerstromes sowie auf die Modulation des Trägers durch Leitungsgeräusch, welches von der Leitung LB1 aufgefangen wird, und auf das im Modulierungsapparat selbst erzeugte Geräusch zurückzuführen. Um Störungen dieser Art zu verhindern, wird erfindungsgemäß an Stelle oder als Ergänzung des Kurzschlusses in B ein Kurzschlußkontakt 4 in dem Punkt C unmittelbar außerhalb des zweiten Modulators M2 des Radiosenders und unmittelbar vor den Hochleistungsverstärkern PA angeordnet. Ein Kurzschluß in diesem Punkt verhindert mit absoluter Sicherheit die Ausstrahlung von modulierter oder unmodulierter vom Sender erzeugter Hochfrequenzenergie. Dadurch, daß der Kurzschluß auf der Eingangsseite des Kraftverstärkers angeordnet wird, wird die Energiemenge, die gesteuert werden muß, sehr gering im Vergleich zu der Energiemenge, die gesteuert werden müßte, wenn der Kurzschluß- auf der Ausgangsseite des Verstärkers PA angeordnet wäre. Das im Hochleistungsverstärker entstehende Geräusch ist vernachlässigbar, so daß es ohne weiteres möglich ist, den Kurzschlußkontakt4 in dem in der Zeichnung angegebenen Punkt anzuordnen und hierbei die erwünschte Wirkung zu erzielen.
Um den Kontakt 4 von der Verstärkerstation aus steuern zu können, können die Brückenklemmen bei A in der erwähnten Station mit einer Hilfsleistung AL verbunden werden, die von der Verstärkerstation zu der Sendestation führt. In der Sendestation wird an den Klemmen der Leitung AL ein Verstärkerdetektor DE2 und ein Relais VR2 angeordnet. Diese Teile sind von ähnlicher Art wie die entsprechenden Elemente in der Verstärkerstation. Das Relais VR2 steuert den Kontakt 4 in solcher Weise, daß, wenn der Teilnehmer an dem fernen Ende der Leitung L spricht, der Kontakt 2 betätigt und die Empfangsleitung betriebsunfähig gemacht wird. Gleichzeitig wird der - Kurzschluß 4 im Punkt C aufgehoben, so daß der Teilnehmer in der Richtung von Westen nach Osten sprechen kann.
Die Arbeitsweise der Anlage ist wie folgt: Normalerweise schließt der Kontakt 4 einen Kurzschluß Stromkreis bei C, so daß die in der Sendeleitung oder in dem Radioapparat erzeugten Geräusche nicht von der Antenne AT ausgestrahlt werden können. Wenn der Sender nicht arbeitet, werden deshalb keine Geräusche von der Empfangsantenne RT aufgefangen. Signale, die von dem fernen Sender ausgesandt werden, werden von der Antenne RT aufgefangen und im Radioempfänger RR in Hörfrequenzen umgewandelt. Die Hörfrequenzströme werden auf der Leitung LW3 der Verstärkerstation zugeführt und von dem Verstärker RW1 verstärkt. Die verstärkten Ströme werden darauf über der Leitung LPF und dem Verstärker RW der Leitung L aufgedrückt. Ein Teil der im Verstärker RW1 ■ verstärkten Energie wird jedoch für die Betätigung des Sprechstromrelais VR1 verwendet, welches den Kontakt 1 schließt, wodurch die Leitung LE-LE1 bei A kurzgeschlossen und der Echounterdrücker DB1-VR1 in der Sendestation betriebsunfähig gemacht wird. Während des Empfanges bleibt somit der ganze Sendestromweg zwischen L und der Sendestation unwirksam. Wenn der Kurzschlußkontakt ι nicht vorhanden wäre, würde ein durch die Leitung LW und die Spule 10 fließender Strom durch die Leitung LE fließen können und den mit dem Sendestromweg verbundenen Echounterdrücker betätigen, wodurch eine falsche Wirkungsweise hervorgerufen werden würde.
Wenn kein Fernempfang stattfindet und der mit der Leitung L verbundene Teilnehmer spricht, so fließen die Sprechströme von der Leitung L durch die Drosselspule 10, den Verstärker RE und die Leitung LE zur Verstärkerstation. In dieser werden die Sprechströme vom Verstärker RE1 verstärkt und dem Verzögerungsstromkreis X aufgedrückt. Beim Durchfluß durch den Verzögerungs-Stromkreis (der selbstverständlich zwischen A und C liegen- muß) wird ein Teil der verstärkten Energie durch einen Echounterdrücker DE1-VR1 abgeleitet, wodurch der Kontakt 2 betätigt wird, der die Leitung LW3-LW kurzschließt. Ferner tritt der Echounterdrücker DE2-VR2 in Wirksamkeit und öffnet den Kontakt^, wodurch der Kurzschluß in C aufgehoben wird. Dies findet statt, bevor die verstärkten Sprechströme über den Verzögerungsstromkreis X, den Verstärker RE1 und die Leitung LE1 dem Radio-
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Sendeapparat in der Sendestation aufgedrückt werden. Die in der Sendestation ankommenden Sprechströme durchfließen das Filter FE2 und modulieren die mittlere Trägerfrequenz, die normalerweise dem Modulator M2 zugeführt wird. Der Modulator unterdrückt den Träger und übermittelt die beiden Seitenbänder an das Filter FE2', welches das eine Seitenband, z. B. das untere, unterdrückt.
ίο Das obere Seitenband wird darauf dem zweiten Modulator ME2 zugeführt, um den diesem aufgedrückten Träger zu modulieren. Dieser Träger wird ebenfalls unterdrückt, und die beiden resultierenden Seitenbänder werden dem Filter FE2" zugeführt, welches wieder eines der Seitenbänder unterdrückt und das andere durchläßt, so daß es dem Verstärker PA aufgedrückt wird (der Kontakt 4 ist jetzt offen). Der Verstärker PA verstärkt die Seitenbandströme für die Übertragung an die ferne Empfangsstation.
Die in Abb. 1 dargestellte Anlage besitzt den Nachteil, daß zwei Echounterdrücker mit dem Sendestromweg verbunden sein müssen, von denen einer in der Übertragerstation und der andere in der Sendestation untergebracht werden. Abb. 2 zeigt eine Anordnung, bei welcher ein einziger Echounterdrücker die Funktionen der beiden in Abb. 1 dargestellten ausführt. Gemäß Abb. 2 ist der Anodenstromkreis der Detektorröhre D1 des Verstärkerdetektors OJS1 durch ein Relais VR1 in der Verstärkerstation mit einer Leitung 40 verbunden, die zu der Sendestation führt. In dieser ist die Leitung 40 mit der einen Klemme eines ähnlichen Relais1 VR2 verbunden, dessen andere Klemme über eine Rückleitung 41 mit einer Batterie in der Verstärkerstation in Verbindung steht. Das Relais VR1' steuert den Kontakt 2 wie in Abb. 1, und in ähnlicher Weise steuert das Relais VR2 den Kontakt 4. Die Leitungen 40 und 41 können einfache Stromkreise sein, die aus Paaren in gewöhnlichen Fernsprechkabeln gebildet werden. Es dürfte einleuchtend sein, daß diese Anordnung in der Herstellung bedeutend billiger ist als die in Abb. ι dargestellte.
Abb. 3 zeigt eine weitere Modifikation der Anlage, bei welcher eine einzige Leitung zwischen dem Verstärker und den Sendestationen für die Betätigung der Relais VR1' und VR2 vorgesehen ist. Die Batterie ist unmittelbar mit der Klemme des Relais VR2 verbunden und ist hier geerdet. Diese Anordnung besitzt im Vergleich mit der Anlage nach Abb. 1 den Nachteil, daß störende Erdstromstöße leichter zur Einwirkung gelangen können.
Abb. 4 zeigt eine geänderte Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das Relais VR2 mittels eines Kontaktes des Relais VR1 gesteuert wird und nicht unmittelbar im Anodenstromkreis der Detektorröhre liegt, wie dies nach den Abb. 2 und 3 der Fall ist. Normalerweise ist das Relais VR2 nicht erregt, weil der obere Kontakt des Relais VR1 die Relaiswicklung kurzschließt. In Reihe mit der Batterie des Relais VR2 ist ein Widerstand 45 angeordnet, der verhindern soll, daß die Batterie durch den Kurzschluß entladen wird. Wenn Sprechströme auf die Detektorröhre einwirken un3 das Relais VR1 erregt wird, wird der erwähnte Kurzschluß aufgehoben, und das ferne Relais VR2 rö-tt in Wirksamkeit.
Die in Abb. S dargestellte Ausführungsform der Erfindung hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der in Abb. 1 dargestellten, indem besondere Echounterdrücker in der Verstärkerstation und in der fernen Radio-Sendestation angeordnet sind. Nach Abb. 5 aber ist der Echounterdrücker in der Sendestation örtlich derart mit der Übertragungsleitung verbunden, daß er durch Sprechströme betätigt wird, die auf der normalen Fernsprechübertragungsleitung gesandt werden. Um bei dieser Anlage die erwünschte Wirkung hervorzurufen, ist ein Verzögerungsstromkreis X2 vor dem Bandfilter FE2" in der Sendestation angeordnet, und der Verstärkerdetektor DE2 ist in Brückenschaltung mit den Leitungsklemmen vor dem Verzögerungsstromkreis X2 verbunden. Die in' Abb. 1 gezeigte Hilfsleitung AL ist somit in dieser Anlage vollständig überflüssig, weil die Sprechströme, die den Verstärkerdetektor DE2 betätigen sollen, auf der regulären Übertragungsleitung LE1 übermittelt werden. Der Verzögerungsstromkreis X2 dient dazu, das Relais VR2 den Kurzschluß in 4 aufheben zu lassen, bevor die Sprechströme (die die Betätigung des Relais VR2, bewirken) den Punkt erreicht haben, in welchem der Kurzschluß-Stromkreis geschlossen ist. Der Verstärkerdetektor DE1 in der Verstärkerstation ist in derselben Weise wie in< Abb. 1 angeordnet und schließt den Empfangsstromweg LJVS kurz bei 2.
Obwohl es für die Anordnung nach Abb. 5 nicht von Wichtigkeit ist, soll hier erwähnt werden, daß das Relais VR1 auch derart angeordnet sein kann, daß es die Sendeleitung in dem Punkt B kurzschließt. In diesem Falle werden die Sprechströme VR1 so lange durch die Verzögerungsschaltung X aufgehalten, daß' das Relais Fi?/ den Kurzschluß aufheben kann, bevor die Sprechströme ankommen. Diese Anordnung ist sehr zweckmäßig, weil es von großer Wichtigkeit ist, daß der Empfangsstromweg immer betriebsunfähig ist, wenn der Kurzschluß 4 von dem Übertragungsstromweg (bei C) aufgehoben wird. Da
dieser Zustand des Empfangsstromweges von dem Verstärkerdetektor DE1 gesteuert wird, so könnte der Fall eintreten, daß, wenn der Verstärkerdetektor DE2 empfindlicher als der Detektor DE1 wäre, der zuerst erwähnte Verstärkerdetektor DE2 auf schwache Geräuschströme ansprechen und den Kurzschluß bei C aufheben würde, während der Detektor DE1 ' den Empfangsstromweg nicht betriebsunfähig to machen würde. Der Verstärkerdetektor DE1 ist deshalb derart angeordnet, daß er einen örtlichen Kurzschluß 3 bei B steuert, so daß Gerätischströme, die von der Leitung L auf dem Übertragungsstromweg übermittelt werden, nicht den Punkt C erreichen und eine falsche Wirkung hervorrufen. Auf der anderen Seite werden Sprechströme von, der Leitung L den Verstärkerdetektor DE1 betätigen, wodurch der Empfangs Stromweg bei 2 kurzgeschlossen und der Kurzschluß 3 bei B aufgehoben wird. Hierauf werden die Sprechströme über die Leitung LjS1 weitergesandt und betätigen den Verstärkerdetektor DE2, der wiederum den Kurzschluß 4 bei C aufhebt und dadurch die Übertragungsstrombahn betriebsfähig macht.
Die zuletzt beschriebene Ausführungsform der Anlage besitzt den Vorteil, daß die Hilfsleitung AL (Abb. 1) überflüssig wird. Gegenüber den in den Abb. 2, 3 und. 4 dargestellten Ausführungsformen weist die zuletzt beschriebene Anlage ferner den Vorteil auf, daß, wenn die Hilfsleitung, Eindraht- oder Zweidrahtstromkreis, vonfoeträchtlicher Länge ist, weil der Abstand zwischen der Verstärkerstation und dem Radio-Sendeapparat groß ist, ein zusätzlicher Verstärkerdetektor in der Radio-Sendestation billiger ist als eine Hilfsleitung zwischen der Ver-. Stärkerstation und der Radio-Sendestation.
Die Erfindung kann selbstverständlich noch in verschiedener Weise variiert werden, ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung überschritten wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Signalanlage zum Gegensprechen in drahtlosem Verkehr mit einer Zweiwege-Telephonleitung, welche mittels zweier Einwegeleitungen mit einem Radiosender und einem Radioempfänger verbunden ist und unter Benutzung von Echounterdrükkern, die eine der Einwegeleitungen außer Betrieb setzen, wenn auf der anderen Einwegeleitung Signale übermittelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Kurzschlußvorrichtungen, die durch Relais betätigt werden, normalerweise die Ausstrahlung der vom Sender erzeugten modulierten bzw. unmodulierten Hochfrequenzenergie während betriebsloser Perioden verhindern, aber außer Wirkung gesetzt werden durch Signalströme, die dem S ender Stromkreis aufgedrückt werden.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußvorrichtungen am Sender zwischen dem Hochleistungsverstärker und dem letzten Modulator angeordnet sind.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, bei welcher Sender und Empfänger in größerem Abstand voneinander und von der nächsten für die beiden Stromwege gemeinsamen Station liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Echounterdrücker in der gemeinsamen Station· untergebracht sind, während die Kurzschlußvorrichtungen, die den Sender betriebsunfähig machen, in der Sendestation liegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEI34672D 1927-07-16 1928-06-16 Signalanlage zum Gegensprechen in drahtlosem Verkehr Expired DE598599C (de)

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DE (1) DE598599C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7062440B2 (en) * 2001-06-04 2006-06-13 Hewlett-Packard Development Company, L.P. Monitoring text to speech output to effect control of barge-in

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7062440B2 (en) * 2001-06-04 2006-06-13 Hewlett-Packard Development Company, L.P. Monitoring text to speech output to effect control of barge-in

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