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Einrichtung zur Übertragung von Anrufsignalen bei der Hochfrequenztelephonie und Telegraphie.
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bezeichnet ML eine Hauptlinie zur Übertragung von Trägerströmen, mit der über einen Ausgleichstransformator 10 gemeinsame Sende- und Empfangsstromkreise TL und RL verbunden sind.
Damit die Stromkreise TL und RL zueinander in solche Beziehung gebracht werden, dass elektrische
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dem dargestelltem Falle ist die Linie L1 ein gewöhnlicher Niederfrequenz-Telephonstromkreis.
Die Linie L1 ist über den Transformator 11 mit einem abgehenden Trägersendestromkreis TL1 und einem ankommenden Trägerempfangsstromweg jBLi verbunden. Diese zwei Stromwege sind im
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sind in bekannter Weise so eingerichtet, dass sie mit geringer oder zu vernachlässigender Schwächung sinoidale Ströme aller Frequenzen übermitteln, die innerhalb eines oder mehrerer Bereiche vorherbestimmter Grenzfrequenzen liegen, und sinoidale Ströme von Frequenzen, die ausserhalb jener Grenzen liegen, möglichst aufheben. Dabei sind die Bänder genügend breit, um sich der Frequenzänderung anzupassen, die von der Modulation der Grundträgerfrequenz durch die Signalfrequenzen herrührt.
Die durch die Filter T'fez und RF1 übermittelten Bänder können in der Praxis die gleichen sein. Die'durch die andern Filter wie TF'2 und RF2 Übermittelten Bänder müssen von den durch die Filter Tj und RFI übermittelten Bändern genügend weit entfernt sein, um die Frequenzscheidung zwischen den Stromwegen zu gestatten.
Der sendende Stromweg Tri enthalt einen Modulator M ein Bandfilter TFi und einen Verstärker TAl'Der Modulator M1 kann irgendeine. bekannte Einrichtung besitzen, ist jedoch in vorliegendem Falle als ein-Duplex-Vakuumröhrenmodulator ausgeführt. Dieser Modulator für Hochfrequenzsignalisierung hat den Zweck, eine unhörbare Hochfrequenzträgerwelle durch Signalwellen für die Übertragung zwischen Stationen zu modulieren, wobei die nicht modulierte Komponente der resultierenden Schwingungen unterdrückt wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform dieses Modulators wird eine Duplex-Translationsvorrichtung benutzt, die zwei Eingangs-und zwei Abgabestromkreise besitzt, wobei eine Stromänderungsquelle symmetrisch mit diesen Eingangsstromkreisen und eine andere Strom- änderungsquelle mit diesen Eingangsstromkreisen bezüglich der erstgenannten Quelle differentiell verbunden ist. Der Modulator wird über einen Stromkreis 12 mit Trägerströmen von der für den Stromweg bestimmten Frequenz gespeist. Die Anordnung ist so getroffen, dass Trägerströme durch den Modulator
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der ihm zugeführt wird.
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133 Perioden für diesen Zweck geeignet ist, doch können selbstverständlich andere Frequenzen, wenn erforderlich, benutzt werden.
Um die oben erwähnte Umsetzung der Rufstromfrequenz zu erzielen, ist die Linie L1 mit einem auf das Anrufen ansprechenden Relais 13' verbunden, das über ein langsam wirkendes Relais 14 das Relais 15 kontrolliert, wodurch ein 133periodischer Rufstrom von einer Stromquelle RS auf den Empfangsstromkreis des Modulators M1 zugeführt werden kann. Die Rufstromquelle RS kann irgendeine geeignete Stromquelle sein, ist jedoch vorteilhaft, wie in Fig. 2 dargestellt, ein Vakuumröhrenoszillator bekannter Art.
Dieser Oszillator muss so angeordnet sein, dass er 133 Periodenschwingungen irgendeinem einer Anzahl von Stromwegen zugeführt, nd daher ist sein Abgabestromkreis 16 mit Parallelverbindungen versehen, die zu den verschiedener tromwegen führen, so dass bei Betätigung eines Relais, etwa des Relais 15, in irgendeinem Stromweg, die Schwingungen vom Oszillator in diesen Stromweg geführt werden.
Um die erforderliche Umsetzung. wenn Rufstrom von der Linie ML auf die Linie L1 übermittelt wird, zu erzielen, ist ein Relais 17, das auf 133 Periodenrufstrom anspricht, in Brücke über den einlangenden Stromweg RL1 geschaltet, so dass der durch den Detektor D1 aufgedeckte Rufstrom dieses Relais betätigt. Das Relais 17 kontrolliert über ein langsam wirkendes Relais 18 die Relais 19 und 20.
Das Relais 19 kontrolliert die Zuführung von 16 Periodenrufstrom zur Linie L10 während das Relais 20 den Stromkreis des auf das Anrufen ansprechenden Relais 13 öffnet, um eine falsche Betätigung dieses Relais zu verhindern, und die Sekundärwicklung des Transformators 11 kurzschliesst, um zu verhindern, dass über den einlangenden Stromkreis RL1 übermittelter 133 Periodenrufstrom auf den abgehenden Stromkreis TL1 übermittelt wird.
In den Stromkreis RL, ist nach dem Relais 17 ein Filter mit Nebenschlussinduktanz 21 und Kapa- zitäten 22 und 23 angeordnet, das dem 133 Periodenrufstrom eine hohe Impedanz darbietet, so dass die Übermittlung dieses Rufstromes zum Transformator 11 verringert wird und der Hauptteil des Rufstromes durch das Relais 17 geht. Das Relais 15 ist so angeordnet, dass, wenn es durch das Relais 13 betätigt wird, der Stromkreis des Relais 17 geöffnet gehalten wird, um die falsche Betätigung desselben zu verhindern.
Das Relais 14, welches zu gleicher Zeit ausgelöst wird, verhindert die Betätigung der Relais 19 und 20.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Wirkungsweise : Sprechströme, die von der Linie Li einlangen, werden über den Transformator 11 auf den Stromkreis TL, übermittelt und auf den Modulator M aufgedrückt. Es werden nun Hochfrequenzträgerströme vom Stromkreis 12 durch den Modulator Mi in Übereinstimmung mit den Sprechströmen moduliert, und die modulierten Hochfrequenzströme werden über das Filter T. Fi übermittelt, durch den Verstärker TA, verstärkt und dann über das Filter TFi zum gemeinsamen Stromkreis TL übermittelt.
Diese modulierten Trägerfrequenzen zusammen mit modulierten Trägerfrequenzen von andern Stromwegen werden gleichzeitig auf den Stromkreis TL und über den Transformator 10 zur Hauptlinie ML übermittelt. Modulierte Trägerströme, die von der Linie ML einlangen und die geeignete Frequenz haben, werden durch das Filter RFI vom Stromkreis RL ausgewählt und auf en Detektor D1 aufgedrückt. Zufolge des Aufeinanderwirkens der empfangenen Trägerströme und der nicht modulierten Trägerströme vom Stromkreis 13 erscheinen die Niederfrequenzsprechströme im Austrittsstromkreis des Detektors D'und werden auf den Verstärker RA1 aufgedrückt. Nachdem die Niederfrequenzstrome verstärkt sind, werden sie über das Filter RFi der Hauptlinie Li übermittelt.
Die Filter 21, 22,23 und die überbrückte Verbindung über das Relais 17, das auf eine 133 Periodenfrequenz abgestimmt ist, bringen im wesentlichen keine Schwächung der Übertragung von Sprechströmen über den Stromkreis jBLi hervor.
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welches bei seinem oberen Rückkontakt die Stromkreise der Relais 19 und 24 schliesst. Das Relais 19 führt über seine Vorderkontakte 16 Periodenrufstrom in die Linie L, während Relais 24 den Stromkreis des Relais 20 schliesst.
Letzteres hält bei seinem unterem Kontakt den Stromkreis des auf Anruf von der Telephonlinie ansprechenden Relais 13 offen, um die (falsche) Betätigung des letzteren zu verhindern, und schliesst die Sekundärwicklung des Transformators 11 kurz, um zu verhindern, dass 133 Periodenrufstrom, der vom Stromkreis ri kommt, auf den abgehenden Stromweg TLj aufgedrückt wird. Das Relais 24 ist ein langsam wirkendes und wird in dem Stromkreis benutzt, um das Relais 20 nach dem Auslösen des Relais 19 genügend lange betätigt zu halten, um zu verhindern, dass irgendwelche vom Anrufen herrührende Kapazitätsentladung aus der Linie das Relais 13 zum Ansprechen bringt und dadurch ein falsches Signalisieren bewirkt.
Die oben angegebenen allgemeinen Grundsätze können auch bei vielen andern Anlagen, die von der dargestellten Anordnung erheblich verschieden sind, angewendet werden, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Übertragung von Anrufsignalen bei der Hochfrequenztelephonie und-telegraphie auf derselben Trägerwelle wie die Telephonsignale, bei der eine Telephonlinie für Zweiwegübertragung von Telephonströmen in Verbindung mit Hochfrequenzübertragung angeordnet ist, und wobei auch eine Einrichtung zur Übertragung von Anrufsignalen usw. über dieses Hochfrequenzsystem vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Telephonlinie einlangenden Anrufsignale selbsttätig dem Hochfrequenzsystem übermittelt und die über das Hochfrequenzsystem empfangenen Anrufsignale selbsttätig auf die Telephonlinie weitergegeben werden, wobei gesonderte Signalstromquellen für die Weiterleitung der Signale.
auf der Telephonlinie und für das Hochfrequenzsystem, sowie Schalt-
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werden, um den Strom von der betreffenden Quelle auf die Hochfrequenzlinie zu leiten und umgekehrt.