DE540782C - Verfahren zur Geheimuebertragung von Signalen - Google Patents

Verfahren zur Geheimuebertragung von Signalen

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DE540782C
DE540782C DEI34457D DEI0034457D DE540782C DE 540782 C DE540782 C DE 540782C DE I34457 D DEI34457 D DE I34457D DE I0034457 D DEI0034457 D DE I0034457D DE 540782 C DE540782 C DE 540782C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04KSECRET COMMUNICATION; JAMMING OF COMMUNICATION
    • H04K1/00Secret communication
    • H04K1/04Secret communication by frequency scrambling, i.e. by transposing or inverting parts of the frequency band or by inverting the whole band

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

  • Verfahren zur Geheimübertragung von Signalen Die Erfindung bezieht sich auf Übertragungssysten-ie und insbesondere auf Verfahren und Anlagen zur Geheimübertragung von Signalen in Systemen der erwähnten Art.
  • Es ist vorgeschlagen worden, das Sprech-oder Signalfrequenzband in eine Anzahl Unterbänder zu zerlegen, die durch Modulation reit zweckmäßigen Trägerfrequenzen innerhalb des Frequenzspektrums verschoben und (oder) in ihrem Frequenzbereich in verschiedenen Kombinationen umgekehrt werden, worauf die Unterbänder miteinander vereinigt «-erden, so daß ein Frequenzband entsteht, das dieselbe Breite wie das ursprüngliche Signalband hat.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Sicherheit der Geheimhaltung in Übertragungssystemen durch Vermehrung der Verwirrungsmöglichkeiten zu erhöhen und die Ausführung der Verwirrung zu erleichtern.
  • Erfindungsgemäß wird eine zusätzliche Behandlungsstufe eingeführt, indem die Unterbänder vor der Verwirrung in dieselbe Stellung im Frequenzspektrurn gebracht werden, während sie alle dieselbe Frequenzbandbreite haben. Durch diese Maßnahme wird es möglich, ein beliebiges der von den Filtern abgegebenen Unterbänder einem beliebigen der in der Anlage vorhandenen Modulatoren zuzuführen. Hierdurch wird die Anzahl der möglichen Kombinationen erhöht und gleichzeitig wird eine Vereinfachung der Apparatur erzielt.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Signalübertragungsanlage gemäß der Erfindung ist in den beigelegten Zeichnungen dargestellt, in welchen Abb. z eine Station für Radiozweiwegeverkehr darstellt.
  • Abb. z und 3 zeigen schematisch den eigentlichen Geheimstromkreis, wobei Abb.3 be-_,onders die Schlüssel- oder Schaltanordnung darstellt, mittels welcher die Teilbänder in Verwirrung gebracht oder umeinandergemischt werden, nachdem sie auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht worden sind, und darauf wieder eingeordnet werden.
  • Abb.4 zeigt in der Form eines Schemas eine komplementäre Schlüsselanordnung. Der hier zu beschreibende Geheimstromkreis ist an sich eine Einwegeeinrichtung, und wenn derselbe in einer vollständigen Übertragungsanlage oder im Zweiwegestromkreis benutzt wird, müssen -entweder zwei gleiche Geheimstromkreise verwendet werden, oder die Übertragung in beiden Richtungen muß in der Weise erfolgen, daß ein einzelner Geheimstromkreis von einer Leitung zur anderen umgeschaltet wird. In der Anlage, die hier beschrieben werden soll, wird nur ein Geheimstromkreis verwendet, und eine aus sprechbetätigten Relais bestehende Anordiiiirig ist vorgesehen, um den Stromkreis von der Empfangsleitung auf die Sendeleitung umzuschalten. Die Umschaltung erfolgt dadurch. daß die Eingangs-'und Ausgangsklemmen derjenigen Leitung kurzgeschlossen werden, die nicht in Tätigkeit ist, wobei der Zeitpunkt für die Umschaltung von der Richtung der Signale gesteuert wird. Die Erfindung kann in verschiedenen Zweiwegestromkreisen verwendet werden und soll hier als Beispiel in Verbindung mit einer Radiotelephonanlage für Überseeverkehr beschrieben werden.
  • Abb. i zeigt schematisch die Endstellenapparatur, die in einer Zweiwegeradioanlage die Geheimübertragung steuert. In dem hier gezeigten normalen Zustand sind die Relais r0, 11, 12, 13 und 14. derart angeordnet, daß die Empfangsleitung durch die Endstellenapparatur für ankommende Signale offen ist, «nährend die Sendeleitung kurzgeschlossen ist. Das von der Antenne R empfangene Signal wird der Drosselspule 18 mit der Ausgleichsschaltung N1 zugeführt, da das Relais io nicht erregt und die Eingangs- oder Empfangsleitung offen ist. Von der Drosselspule wird das Signal in der Pfeilrichtung durch den Geheimstromkreis gesandt (dessen Wirkungsweise weiter unten beschrieben ist) und gelangt an die Überträger REPR und REPT. Der Ausgangsstromkreis des Übertragers REPT ist durch den Anker des Relais 12 kurzgeschlossen, so daß das ankommende Signal nicht in die Sendeeinrichtung T gelangen kann. Der Ausgangsstromkreis des Übertragers REPR ist dagegen nicht durch den Anker des Relais i i kurzgeschlossen, so daß das Signal gleichzeitig einen Verzögerungsstromkreis DR und einen Gleichrichter RECK erreicht. Der Verzögerungsstromkreis kann beliebiger Art sein. Das Signal geht von dem Verzögerungsstromkreis durch die Drosselspule ig und wird über die ausgehende Leitung L, Empfangsstromleitungen bzw. Teilnehmerapparaten o. dgl. aufgedrückt. Die Drosselspule muß nicht durch ihre Schaltung A'_ vollständig ausgeglichen sein, da in diesem Falle der Ausgangsstromkreis der Spule durch den Anker des Relais 14 im Ausgangskreis des Gleichrichters RECK kurzgeschlossen ist. Der Stromkreis DR verzögert das Signal so lange, daß das Relais 1 ¢ die Leitung 20 kurzschließen kann, bevor diese von dem Signal erreicht wird. Dies ist die Wirkung gewisser nichtpfeifender Stromkreise bekannter Art.
  • Beim Senden gelangt das Signal in die Drosselspule ig über Leitung L1 und passiert die Leitung 2o in der Pfeilrichtung, worauf es gleichzeitig in den Gleichrichter RECT und einen Verzögerungsstromkreis DT gelangt. Der Gleichrichter RECT bzw. der Verzögerungsstromkreis DT ist von derselben Art wie der Gleichrichter RECK bzw. der Verzögerungsstromkreis DR. Die Leitung 2o wird nur dann durch das Relais 14 kurzgeschlossen, wenn Signale empfangen werden, so daß die Leitung normalerweise offen ist und die Signale, die übermittelt werden sollen, an den Gleichrichter RECT und den Verzögerungsstromkreis DT gelangen. Die ausgehende Leitung 21 ist dagegen normalerweise nicht für Übertragung offen, da sie durch die Relais 12 und 13 kurzgeschlossen wird, wenn diese sich in ihren normalen Lagen befinden. Um die Leitung 21 für die Übertragung verwendbar zu machen, werden die erwähnten Relais mittels des Ausgangsstromes des Gleichrichters RECT betätigt, und das Signal wird von dem Verzögerungsstromkreis DT so lange verzögert, daß die Kurzschlüsse aufgehoben werden können. Der Ausgangsstrom des Gleichrichters betätigt ebenfalls die Relais io und i i und legt Kurzschlüsse an beide Seiten des Geheimstromkreises in der Empfangsstrombahn. Das Signal durchströmt jetzt die Drosselspule 18, den Geheimstromkreis (in der Pfeilrichtung) und die Übertrager REPR und REPT. Der Übertrager REPR ist jetzt durch das Relais ii kurzgeschlossen, aber der von dem Übertrager REPT abgegebene Strom kann in die Sendeeinrichtung T gelangen. Signale, die der Empfänger R von dem Sender auffängt, gelangen nicht in die Drosselspule 18, da das Relais io erregt und die Empfangsleitung kurzgeschlossen ist.
  • Die eben beschriebene Endstelleinrichtung bewirkt, daß sowohl die ankommenden wie die abgehenden Signale in derselben Richtung den Geheimstromkreis passieren, wobei Kurzschlußstrornkreise der Eingangs- und Ausgangsklemmen des Geheimstromkreises einer der Leitungen vorgeschaltet sind, wenn die andere Leitung in Tätigkeit ist.
  • Die Abb.2 und 3 zeigen zusammen die Schaltungen innerhalb des als Geheimstromkreis bezeichneten Teils der Abb. i. Wenn der Geheimstromkreis ausgeschaltet oder von der Anlage entfernt ist, gehen die Signale von der Drosselspule durch die Leitung I__, die Anker des Relais 25, die Schaltung 26, die derart zusammengestellt ist, daß ihre Verluste gleich denjenigen des Geheimstromkreises sind, und durch die Anker des Relais 27, um darauf der Leitung L3 aufgedrückt zu «-erden, die beispielsweise in den in Abb. i dargestellten Übertragern REPR- und REPT enden kann. Wenn die Relais 25 und 27 betätigt werden, verbinden die oberen Anker des Relais 25 die Leitung L.- mit der Leitung 3o, die in dem Transformator 31 endet, der den Anfang des Geheimstromkreises bildet, während die Anker des Relais 27 die Leitung L;; mit der Leitung 32 verbinden, die den Abschlufl des Geheimstromkreises darstellt. `t enn die Geheimeinrichtung in irgendeiner Weise versagt, kann dieselbe ohne weiteres durch die Schaltung 26 ersetzt und die Übertragung offen geführt werden. Wenn die erwä hnte Schaltung verwendet wird und die Geheimschaltung außer Betrieb gesetzt ist, verbindet der Anker 28 des Relais 25 für Alarmzwecke die Leitung a9 und die Lampe -to über die Batterie .a.1 mit Erde. Wenn der obere Kontakt der Taste 42 geschlossen ist, wird für denselben Zweck ein Läutewerk parallel mit der Lampe 40 geschaltet. Der untere Kontakt der Taste .1 .2 steuert die Ein-und Ausschaltung des Stromkreises 26.
  • An den Eingangsklemmen des Geheimstromkreises ist eine Vakuumröhre 34 abgeordnet, mit deren Gitter ein hoher Widerstand 35 in Reihe verbunden ist. Diese Anordnung dient als Spannungsbegrenzer, um die Einrichtung zu schützen.
  • Die Eingangsklemmen des Spannungsbegrenzers sind durch den Transformator 36 mit den Bandfiltern FA, FB, FC, FD und dem Ausgleichsfilter CFl verbunden. Die Bandfilter sind von bekannter Art. Das Ausgleichsfilter, welches ebenfalls bekannter Art ist, soll die Sperrkennzeichen der Filter FA und F" bei den äußersten Grenzen des Signalbandes verbessern. Die Bandfilter teilen das Signalband, in diesem Falle das Sprechfrequenzband, in vier gleiche Frequenzbereiche oder Teilbänder von 40o bis 950, 95o bis r 5oo, i 5oo bis 2 o5o und 2 o5o bis 2 6oo. Der Gesamtbereich von 4.oo bis 2 6oo Perioden deckt die Sprechfrequenzen, die von Wichtigkeit sind.
  • Jedem Teilband ist ein besonderer Leitweg oder Stromweg zugeordnet, und diese Leitwege bzw. die Teilbänder sind in der weiteren Beschreibung mit A, B, C und D bezeichnet. jeder Leitweg ist mit einem Modulator 1,7A trr_w. MB bzw. l.70 bzw. 1TD versehen, und diese Modulatoren stehen mit den Filtern FA, 1#B, FC und FD in Verbindung. Die llodulatoren sind ausgeglichen und verhindern, daß die Schwingungserzeugerfrequenz in die Sendeleitung gelangt, indem sie diese Frequenz ausmerzen. Zur Speisung der Modulatoren dienen Schwingungserzeuger 0A, OB, ()e und 0D, die von dem bekannten Hartley-Typ sind und Frequenzen von 7 600, 7 050, b 500 und 5 950 Perioden liefern. Bei Modulation mit diesen Frequenzen werden alle Teilbänder auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht, wobei vorausgesetzt wird, daß nur die richtigen Modulationsfrequenzprodukte ausgewählt werden. Zu diesem Zwecke sind in den Ausgangsstromkreisen der vier 1.-Todulatoren vier Filter FE mit demselben Frequenzunterschied angeordnet. In dieser Weise wird das Teilband A von q.oo bis 95o Perioden mit 7 6oo Perioden moduliert, ein Band von 8 ooo bis 8 55o Perioden, welches von dem Filter FE im Leitweg A ausgewählt wird. Das Teilband B von 95o bis 1500 Perioden, mit 7050 Perioden moduliert, wird ein Band von demselben Frequenzbereich und wird von dem Filter FE im Leitweg B ausgewählt. Dasselbe trifft zu mit Bezug auf die Teilbänder C und D.
  • Die Ausgangsklemmen der vier Filter FE sind mit den Ankern v or'i sechzehn Relais verbunden, wobei jedem Leitweg vier Relais zugeordnet sind. Diese Relais sind mit AA, Ab', AC usw. bis DD bezeichnet, wie aus der Abbildung ersichtlich. Diese Relais werden von 32 Tasten gesteuert, wobei jedem Relais zwei Tasten zugeordnet sind. Die Relais sind mit AA bis AD' für den Leitweg A, mit BA bis BD für den Leitweg b' usw. bezeichnet.
  • Die Ausgangsstromkreise der Tasten enden in den obenerwähnten Leitwegen, in welchen vier Entmodulatoren oder Modulatoren DA, DB, De und DD vorhanden sind, welche, wie aus dem in seinen Einzelheiten dargestellten Entmodulator DA (Abb. 3) ersichtlich, von derselben Art sind wie die Modulatoren HA, 14, lIo und 117D. Die Entmodulatoren -v erden von den Hartlev-Schwingungserzeugern 0'A, 0'B, 0'C und 0'D gespeist. Durch Veränderung der Abstimmung der Schwingungserzeuger wird bewirkt, daß jeder Schwingungserzeuger zwei Modulationsfrequenzen liefert. Der Schwingungserzeuger 0'A beliefert den Entmodulator DA mit Frequenzen von 7 6oo oder 8 95o Perioden, und der Erzeuger 0'B beliefert den Entmodulator DB mit Frequenzen von 7 o5o oder 9 5oo Perioden, während 0'C dem Entmodulator De Frequenzen von 6 5oo oder ro 5oo Perioden zuführt und 0'D an den Entmodulator DD Frequenzen von 5 95o oder to 6oo Perioden abgibt. Die von Schaltern aus gesteuerten und mit den Schwingungserzeugern verbundenen Relais RA, RB, Re und RD bestimmen durch ihre Einwirkung die Frequenz, die jeder Schwingungserzeuger liefern soll.
  • Die Ausgangsstromkreise der Entmodulatoren DA, DB, De und DD sind mit Bandfiltern F'A, F'B, F'0, F'D und mit dem Ausgleichsfilter CF., verbunden. Diese Bandfilter sind von derselben Art wie die Filter FA, FB usw., und das Ausgleichsfilter CF, ist von derselben Art wie das Ausgleichsfilter CFl und dient demselben Zweck wie dieses. Die Bandfilter sind selektiv für dieselben Frequenzen wie die Filter FA, FB usw. bestimmt, und die Kombinationen ihrer Ausgangsstromkreise haben denselben Durchschnittbereich wie das ankommende Sprechfrequenzband. Die Ausgangsstromkreise der Bandfilter sind parallel zu der Leitung 32 geschaltet, die über die Anker des Relais 27 das Band der Sendeleitung L. aufdrückt.
  • Die Vorgänge, die stattfinden, wenn gewisse Tasten betätigt werden, sollen nunmehr. beschrieben werden, um die Wirkungsweise des Stromkreises zu erklären und klarzulegen, daß mittels einer Einrichtung gemäß der Erfindung jede mögliche Kombination von Frequenzteilbändern in einfacher Weise hergestellt werden kann. Im Vergleich mit früheren Einrichtungen dieser Art wird eine bedeutende Vereinfachung dadurch erreicht, daß sämtliche Teilbänder auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht werden, die in diesem Falle 8 ooo bis 8 55o Perioden beträgt.
  • Die Bezeichnungen an den Tastenrelais und an den Tasten geben an, welche Aufgaben diesen Teilen zugeteilt sind. So kann beispielsweise der erste Buchstabe der Bezeichnung die Stromwege angeben, die mit den Tastenstromkreisen in Verbindung stehen, während der zweite Buchstabe andeutet, an welche Stromwege oder Entmodulatoren die Bänder führen, und die mit Markierung versehenen Buchstaben zeigen an, daß die Frequenz des Bandes umgekehrt ist.
  • Werden beispielsweise die Tasten AA, BB, CC und DD betätigt, wenn die Kontakte der Taste d.2 geschlossen sind, so werden die Relais AA, BB, CC und DD über die ihnen zugeordneten Stromkreise in Tätigkeit gesetzt, und die Relais 25 und 27 werden durch einen Stromkreis betätigt, der wie folgt verläuft: Erde, Batterie q.q., Wicklungen der Relais 27 und 25, untere Anker der Relais AA, BB, CC, DD in Reihenfolge, unteren Kontakt der Taste 42, Erde. Die Relais 25 und 27 schalten den Geheimstromkreis ein. Der Stromkreis der Lampe 40 wird am Anker 28 unterbrochen, und ein Signal gibt an, daß der Geheimstromkreis eingeschaltet ist. Wie ersichtlich, werden für die Bildung einer Kombination vier Relais in den, vier Stromwegen benötigt, d. h. ein Relais für jeden Strom genügt, um die Betätigung der Relais 25 und 27 durch die unteren Ankerstromkreise der gekennzeichneten Relais zu bewirken. Wenn ein Relais versagt, wird der Betrieb über das gewöhnliche Netz geleitet.
  • Wenn die obenerwähnten Tasten geschlossen sind, ist das Filter FE in dem A- Stromweg über den oberen Anker des Relais AA, den Leiter 46, die Primärwicklung des Transformators .47 und den Leiter 48 mit dem Entmodulator D,4 verbunden. Dieses Band von 8 ooo bis 8 55o Perioden wird mit einer Frequenz von 7 6oo Perioden entmoduliert, und das untere Seitenband wird von Filter F'A für qoo bis 95o Perioden ausgewählt; wodurch das Teilband auf seine ursprüngliche Frequenzhöhe zurückgebracht wird. Ein ähnlicher Stromkreis, der das Filter FE des Leitweges B mit dem Entmodulator DE verbindet, geht - über den oberen Anker des Relais BB, Leiter 5o, Entmodulator DB und Leiter 48. Der Stromkreis für das Filter FE im Leitweg C verläuft durch den oberen Anker des Relais CC, Leiter 51, Entmodulator DC und Leiter 4.8, und für das Filter FE im Stromweg D geht der Stromkreis über den oberen Anker des Relais DD, Leiter 52, Entmodulator DD und Leiter 48. Die Frequenzen in den Stromwegen B, C und D werden mit Frequenzen von 7 050, 6 5oo und 5 950 Perioden entmoduliert, wodurch die Teilbänder B, C und D von 95o bis i 5oo, i 5oo bis 2 o5o und 2 o5o bis 2 6oo Perioden auf ihre ursprüngliche Frequenzhöhe zurückgebracht werden. Die Bezeichnungen AA, BB, CC und DD an den verwendeten Tasten zeigen diese Kombination an, wobei die Buchstaben andeuten, daß jedes Band in seinem eigenen Stromweg bleibt und nicht umgekehrt wird.
  • In den obigen Abschnitten wurden die Stromkreise einer Kombination von vier Tasten beschrieben. In den folgenden Abschnitten sollen nunmehr sämtliche Stromkreise behandelt werden, die bei einem bestimmten Teilband möglich sind. Das, was für dieses Teilband Gültigkeit hat, gilt ebenfalls für die übrigen Teilbänder. Für den Leitweg A, der in Ähnlichkeit mit den übrigen Leitwegen ein Frequenzband von 8 ooo bis 8 550 Perioden bei Filtern FE aufweist, wurde die Wirkung der Schließtaste AA soeben erklärt. Wenn die Taste AA' geschlossen wird, durch den linken Kontakt derselben, wird der an den Entmodulator DA führende Stromkreis geschlossen wie bei der Taste AA, während der rechte Kontakt einen Stromkreis schließt, der durch den Leiter 55, die Wicklungen des Relais RA und Batterie 56 verläuft, das Relais RA betätigt und bewirkt, daß der Schwingungserzeuger 0'A eine Frequenz von 8 950 Perioden in den Entmodulator sendet. Das untere Seitenband der Entmodulationsfreqenzen erhält deshalb einen Frequenzbereich von q.oo bis 95o Perioden, der durch das Filter F'A gehen kann. Die Frequenzen aber, die durch das Filter F'A gingen, sind jetzt umgekehrt, d. h. der Teil des Signales von 400 Perioden liegt jetzt auf 95o Perioden.
  • Wenn Taste AB geschlossen ist, verbindet Relais AB den Stromweg A mit dem Entmodulator DB oder dem Stromweg B oder den oberen Anker des Relais AB, Leiter 57, Entmodulator DB und Leiter .IB. Diese Ver-, Bindung entmoduliert das 8 ooo- bis 8 55ol'eriodenband mit 7 050 Perioden, wodurch ein Seitenband von 95o bis i 5oo Perioden oder dem Frequenzbereich des Stromweges B entsteht. Die Frequenzen des Stromweges A sind somit jetzt im Stromweg B wiederhergestellt. Die Taste AB' sendet das Band des Stromweges A von .4oo bis 95o Perioden in den Stromweg B und kehrt dasselbe um durch Erregung des Relais RB über den Leiter 58, die Wicklung des Relais und die Batterie 59, wobei die Schwingungserzeuger 0'B eine Frequenz von 9 5oo Perioden abgibt. Die Entmodulierung eines Bandes von 8 ooo bis 55o Perioden mit einer Frequenz von 9 5oo Perioden ergibt das umgekehrte Seitenband von i 500 bis 95o Perioden, das von dem Filter F'B durchgelassen wird.
  • Die Taste AC verbindet den Stromweg A mit dem Entmodulator DC über den oberen Anker des Relais AC, Leiter 61, Entmodulator Do und Leiter 48, moduliert das Frequenzband 8 ooo bis 8 55o mit einer Frequenz von 65oo Perioden, wodurch das 40o-bis-95o-Band in den Frequenzbereich i 5oo bis 2 050 oder den C-Stroinweg verschoben wird. Die Taste AC bewirkt über den Leiter 62, daß der Schwingungserzeuger 0'C eine Frequenz von 1o 050 liefert, deren unteres Seitenband das Teilband von .4oo bis 950 Perioden umkehrt und als ein Band von 2 050 bis i 500 Perioden in den C-Stromwegbereich verschiebt.
  • Die Tasten AD und AD' üben durch die Leiter 63 und 64 dieselbe Wirkung auf die Stromwege A und B aus.
  • Bei einer anderen Kombination von vier Tasten, beispielsweise AC, BD', CA und DB', erhält man eine Geheimkombination, deren Stromkreise wie folgt verlaufen: Die Taste AC verbindet den Stromweg A mit dem Entmodulator DC über den oberen Anker des Relais AC. Leiter 61 und Leiter 48, wodurch der Bereich von .Ioo bis 95o Perioden in den Bereich von i 5oo bis a 050 Perioden gehoben wird. Taste BD' verbindet den Stromweg B mit dein Entmodulator Dn, moduliert mit einer Frequenz von io 6oo Pe-' rioden über den oberen Anker des Relais BD, Leiter 68 und Leiter. .I8 für den Stromweg sowie über den Leiter 69 für den Schwingungserzeuger 0'D, verschiebt das Band von 95o bis i 5oo Perioden in den Bereich von 2 o5o bis : 6oo Perioden und kehrt das Band um. Taste CA verbindet den Stromweg C finit dem Entmodulator DA über den oberen Anker des Relais CA, Leiter 71 und Leiter .I8 und verschiebt das Frequenzband von t 5oo bis -2 o5o Perioden in den Bereich von .loo bis o.#o Perioden durch Modulierung mit 9 6oo Perioden. Endlich verbindet die Taste DB' den Stromweg D mit dem Entmodulator De bei 9 5oo Perioden über den Anker des Relais DB, Leiter ; 2 und Leiter 48 für den Stromweg und über den Leiter 73 für den Schwingungserzeuger.
  • Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, können bei der Herstellung der Kombinationen drei Stromwege in normalem Zustand gehalten werden, während der vierte umgekehrt wird. Die Sicherheit für die Geheimhaltung ist aber bei einer derartigen Kombination nicht so groß wie beispielsweise bei der soeben beschriebenen Kombination.
  • In dem eben beschriebenen Stromkreis ist es aber möglich, ein Teilband in seinem eigenen Frequenzweg umzukehren und sämtliche mögliche Kombinationen herzustellen, wodurch selbstverständlich viele Geheimkombinationen hergestellt werden können. Es ist ebenfalls möglich, durch Schließen der Tasten AD', BC, CB' und DA' das ganze Signalband umzukehren. Die in Abb. 3 gezeigte Anordnung kann somit ein beliebiges Teilband aus seinem normalen Stromweg in einen beliebigen anderen Stromweg umleiten und es in diesem Stromweg umkehren. Das Schließen der vier Tasten kann durch .eine einzige Bedienungshandlung bewirkt werden, so daß die Umstellung von einer Kombination auf eine andere sehr rasch herbeigeführt werden kann.
  • Abb. d. zeigt zwei Tabellen, eine für jede Endstelle der Übertragungsleitung. Die Tabellen zeigen, wie eine von einer Sendestation ausgesandte Mitteilung zu entziffern ist, die nach dem hier beschriebenen Verfahren entstellt oder unverständlich gemacht worden ist. Die Tabellen sind mit Bezug auf die Stellungen der Tasten komplementär, d. h. Taste AB' befindet sich in der einen Tabelle auf derselben Stelle wie Taste BA' in der anderen Tabelle, Taste BB befindet sich in der einen Tabelle auf derselben Stelle wie die Taste BB in der anderen Tabelle usw. Befindet sich z. B. die Taste AB' in Schließstellung in der Sendestation, so wird, wenn die sich in der entsprechenden Stellung in der Empfangsstation befindende Taste BA' niedergedrückt wird, der Stromweg A in seine richtige Stellung im Frequenzspektrum zurückgebracht. Wird beispielsweise die Taste AB' niedergedrückt, so kann diese z. B. auf das Teilband A von doo bis 95o Perioden einwirken und dasselbe umgekehrt in den B-Stromweg einführen, und das Niederdrücken der Taste BA' bewirkt, daß das umgekehrte Signal im B-Stromweg in den A-Stromweg eingeführt und nochmals umgekehrt wird, so daß es wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt. In der Praxis können die Stellungen in den Tabellen mit Zahlen bezeichnet werden, um die Anzahl der Kombinationen zu erhöhen.
  • Die Frequenzen der vier Teilbänder, nämlich .loo bis 95o, 95o bis i 5oo, i 5oo bis 2 o5o und 2 05o bis 2 6oo Perioden, erstrecken sich über einen Gesamtbereich von d.oo bis 2 6oo Perioden. Um das Entstellungsverfahren zu vereinfachen, werden diese Bänder mit Frequenzen von 7 6oo, 7 o5o, 6 Soo und 5 950 Perioden moduliert, um sie alle in einem Band zu vereinigen, das eine Breite von 550 Perioden hat und sich von 8 ooo bis 8 55o erstreckt. Die Wahl dieser besonderen Frequenzen bedeutet, daß sämtliche sich aus einer Trägerfrequenz und einer beliebigen mitwirkenden Sprechfrequenz ergebenden Modulationsprodukte höherer Potenz, bis einschließlich eines Produkts in der fünften Potenz, mittels der Filter von der weiteren übertragung ausgeschlossen werden, mit Ausnahme des Falles, daß die Trägerfrequenz und die doppelte Sprechfrequenz vorhanden sind. In diesem Falle ist ein ganz geringer Teil der Sprechfrequenz in dem Bereich von d.oo bis 950 Perioden vorhanden.
  • Die Erfindung kann selbstverständlich in anderen Anlagen verwendet werden als in den hier beschriebenen, ohne daß der Rahmen der Erfindung überschritten wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Geheimübertragung von Signalen, bei welchem das Frequenzband der zu übertragenden Signale zuerst in eine Anzahl Unterbänder zerlegt wird, die von gleicher Bandbreite sein können, mit oder ohne Verschiebung gewisser Unterbänder innerhalb des Frequen7spektrums, wobei die Verwirrung der Unterbänder ausgeführt wird, bevor sie an die Empfangsstation übermittelt ",-erden, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbänder vor der Verwirrung in dieselbe Stellung im Frequenzspektrum gebracht werden, während sie alle dieselbe Frequenzbandbreite haben, worauf die -Verwirrung erfolgt und die in Verwirrung gebrachten Unterbänder an die Empfangsstation übermittelt und in dieser in verständliche Signale umgewandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur das eine Seitenband der modulierten Welle ausgewählt und einem beliebigen von mehreren Modulatoren der zweiten Stufe (Entmodulatoren) aufgedrückt wird, der mit zwei erschiedenen Modulationsfrequenzen versorgt «-erden kann, so daß, wenn eine der Frequenzen wirksam ist, ein Seitenband ent,teht, «-elches einen im voraus festgelegten absoluten Frequenzbereich einnimmt, in welchem die Frequenzkomponenten in ihrer normalen Reihenfolge liegen und, wenn die andere Frequenz wirksam ist, ein Seitenband entsteht, welches den im voraus festgelegten absoluten Frequenzbereich mit den Frequenzkomponenten in umgekehrter Reihenfolge einnimmt, und der absolute Frequenzbereich eines jeden Modulators der zweiten Stufe verschieden ist von demjenigen der übrigen Modulatoren, und weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß Schaltanordnungen vorgesehen sind, welche die beiden wechselnden Frequenzen der Modulatoren der zweiten Stufe in Wirksamkeit treten lassen.
  3. 3. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine einfache Ersatzleitung für den Geheimstromkreis, deren Übertragungsverlust im wesentlichen gleich demjenigen des Geheimstromkreises selbst ist. a.
  4. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen Relaisstromkreis, der mit den Schaltern zur Herstellung der Verschiebung der Teilbänder in Verbindung steht und der den Geheimstromkreis nur bei Betätigung eines dieser Schalter einschaltet.
  5. 5. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem ursprünglichen Teilbandstromkreis eine bestimmte, aber für alle Teilbandkreise gleiche Zahl von Relais zugeordnet ist, die zur Herstellung der Bandverschiebung dienen und die durch Kontaktpaare gesteuert werden, von denen je ein Paar einem Umschaltrelais zugeordnet ist, und weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kontakt eines solchen Kontaktpaares einen Stromkreis zu den Entmodulatoren steuert, durch den diesen die zur Umkehrung eines Frequen7bandes erforderliche Frequenz zugeleitet wird.
  6. 6. Anlage nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch mehrere Filter, um ein Signalband in der Höhe von q.oo bis 2 6oo Perioden in Teilbänder zu unterteilen, die sich von ,40o bis 95o bzw. 950 bis i 5oo bzw. i 5oo bis 2 o5o bzw. 2 o5o bis -2 6oo erstrecken, und gekennzeichnet durch Modulatoren, welche jedes dieser Teilbänder in vier Bänder umwandeln, die sich von 8 ooo bis 8 55o Perioden erstrecken, und Entmodulatoren, welche die Bänder von 8 ooo bis 8 55o Perioden derart verschieben, daß sie in Frequenzlagen in einem Übertragungsband gebracht werden, dessen Frequenzgrenzen in der Höhe von -.oo bis 2 6oo Perioden je Sekunde liegen, und weiter gekennzeichnet durch Schalteinrichtungen, die zwischen den llodulatoren und den Entmodulatoren liegen und dazu dienen, die Bänder von 8 ooo bis ä 550 Perioden nach Wahl in veränderlicher Reihenfolge dem Entmodulator aufzudrücken, um die Reihenfolge der überlagerten Teilbänder in dem Übertragungsband zu ändern.
DEI34457D 1927-08-05 1928-05-22 Verfahren zur Geheimuebertragung von Signalen Expired DE540782C (de)

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GB (1) GB299915A (de)
NL (1) NL24066C (de)

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DE889905C (de) * 1937-06-23 1953-09-14 Western Electric Co UEbertragungseinrichtung fuer Geheimtelefonie

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