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Verfahren zur Geheimübertragung von Signalen Die Erfindung bezieht
sich auf Übertragungssysten-ie und insbesondere auf Verfahren und Anlagen zur Geheimübertragung
von Signalen in Systemen der erwähnten Art.
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Es ist vorgeschlagen worden, das Sprech-oder Signalfrequenzband in
eine Anzahl Unterbänder zu zerlegen, die durch Modulation reit zweckmäßigen Trägerfrequenzen
innerhalb des Frequenzspektrums verschoben und (oder) in ihrem Frequenzbereich in
verschiedenen Kombinationen umgekehrt werden, worauf die Unterbänder miteinander
vereinigt «-erden, so daß ein Frequenzband entsteht, das dieselbe Breite wie das
ursprüngliche Signalband hat.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Sicherheit der Geheimhaltung
in Übertragungssystemen durch Vermehrung der Verwirrungsmöglichkeiten zu erhöhen
und die Ausführung der Verwirrung zu erleichtern.
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Erfindungsgemäß wird eine zusätzliche Behandlungsstufe eingeführt,
indem die Unterbänder vor der Verwirrung in dieselbe Stellung im Frequenzspektrurn
gebracht werden, während sie alle dieselbe Frequenzbandbreite haben. Durch diese
Maßnahme wird es möglich, ein beliebiges der von den Filtern abgegebenen Unterbänder
einem beliebigen der in der Anlage vorhandenen Modulatoren zuzuführen. Hierdurch
wird die Anzahl der möglichen Kombinationen erhöht und gleichzeitig wird eine Vereinfachung
der Apparatur erzielt.
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Ein Ausführungsbeispiel einer Signalübertragungsanlage gemäß der Erfindung
ist in den beigelegten Zeichnungen dargestellt, in welchen Abb. z eine Station für
Radiozweiwegeverkehr darstellt.
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Abb. z und 3 zeigen schematisch den eigentlichen Geheimstromkreis,
wobei Abb.3 be-_,onders die Schlüssel- oder Schaltanordnung darstellt, mittels welcher
die Teilbänder in Verwirrung gebracht oder umeinandergemischt werden, nachdem sie
auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht worden sind, und darauf wieder eingeordnet werden.
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Abb.4 zeigt in der Form eines Schemas eine komplementäre Schlüsselanordnung.
Der hier zu beschreibende Geheimstromkreis ist an sich eine Einwegeeinrichtung,
und wenn derselbe in einer vollständigen Übertragungsanlage oder im Zweiwegestromkreis
benutzt wird, müssen -entweder zwei gleiche Geheimstromkreise verwendet werden,
oder die Übertragung in beiden Richtungen muß in der Weise erfolgen, daß ein einzelner
Geheimstromkreis von einer Leitung zur anderen umgeschaltet wird. In der Anlage,
die hier beschrieben werden soll, wird nur ein Geheimstromkreis verwendet, und eine
aus sprechbetätigten Relais bestehende Anordiiiirig
ist vorgesehen,
um den Stromkreis von der Empfangsleitung auf die Sendeleitung umzuschalten. Die
Umschaltung erfolgt dadurch. daß die Eingangs-'und Ausgangsklemmen derjenigen Leitung
kurzgeschlossen werden, die nicht in Tätigkeit ist, wobei der Zeitpunkt für die
Umschaltung von der Richtung der Signale gesteuert wird. Die Erfindung kann in verschiedenen
Zweiwegestromkreisen verwendet werden und soll hier als Beispiel in Verbindung mit
einer Radiotelephonanlage für Überseeverkehr beschrieben werden.
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Abb. i zeigt schematisch die Endstellenapparatur, die in einer Zweiwegeradioanlage
die Geheimübertragung steuert. In dem hier gezeigten normalen Zustand sind die Relais
r0, 11, 12, 13 und 14. derart angeordnet, daß die Empfangsleitung durch die Endstellenapparatur
für ankommende Signale offen ist, «nährend die Sendeleitung kurzgeschlossen ist.
Das von der Antenne R empfangene Signal wird der Drosselspule 18 mit der Ausgleichsschaltung
N1 zugeführt, da das Relais io nicht erregt und die Eingangs- oder Empfangsleitung
offen ist. Von der Drosselspule wird das Signal in der Pfeilrichtung durch den Geheimstromkreis
gesandt (dessen Wirkungsweise weiter unten beschrieben ist) und gelangt an die Überträger
REPR und REPT. Der Ausgangsstromkreis des Übertragers REPT ist durch den Anker des
Relais 12 kurzgeschlossen, so daß das ankommende Signal nicht in die Sendeeinrichtung
T gelangen kann. Der Ausgangsstromkreis des Übertragers REPR ist dagegen nicht durch
den Anker des Relais i i kurzgeschlossen, so daß das Signal gleichzeitig einen Verzögerungsstromkreis
DR und einen Gleichrichter RECK
erreicht. Der Verzögerungsstromkreis kann
beliebiger Art sein. Das Signal geht von dem Verzögerungsstromkreis durch die Drosselspule
ig und wird über die ausgehende Leitung L, Empfangsstromleitungen bzw. Teilnehmerapparaten
o. dgl. aufgedrückt. Die Drosselspule muß nicht durch ihre Schaltung A'_ vollständig
ausgeglichen sein, da in diesem Falle der Ausgangsstromkreis der Spule durch den
Anker des Relais 14 im Ausgangskreis des Gleichrichters RECK kurzgeschlossen
ist. Der Stromkreis DR verzögert das Signal so lange, daß das Relais 1 ¢ die Leitung
20 kurzschließen kann, bevor diese von dem Signal erreicht wird. Dies ist die Wirkung
gewisser nichtpfeifender Stromkreise bekannter Art.
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Beim Senden gelangt das Signal in die Drosselspule ig über Leitung
L1 und passiert die Leitung 2o in der Pfeilrichtung, worauf es gleichzeitig in den
Gleichrichter RECT und einen Verzögerungsstromkreis DT gelangt. Der Gleichrichter
RECT bzw. der Verzögerungsstromkreis DT ist von derselben Art wie der Gleichrichter
RECK bzw. der Verzögerungsstromkreis DR. Die Leitung 2o wird nur dann durch
das Relais 14 kurzgeschlossen, wenn Signale empfangen werden, so daß die Leitung
normalerweise offen ist und die Signale, die übermittelt werden sollen, an den Gleichrichter
RECT und den Verzögerungsstromkreis DT gelangen. Die ausgehende Leitung 21 ist dagegen
normalerweise nicht für Übertragung offen, da sie durch die Relais 12 und 13 kurzgeschlossen
wird, wenn diese sich in ihren normalen Lagen befinden. Um die Leitung 21 für die
Übertragung verwendbar zu machen, werden die erwähnten Relais mittels des Ausgangsstromes
des Gleichrichters RECT betätigt, und das Signal wird von dem Verzögerungsstromkreis
DT so lange verzögert, daß die Kurzschlüsse aufgehoben werden können. Der Ausgangsstrom
des Gleichrichters betätigt ebenfalls die Relais io und i i und legt Kurzschlüsse
an beide Seiten des Geheimstromkreises in der Empfangsstrombahn. Das Signal durchströmt
jetzt die Drosselspule 18, den Geheimstromkreis (in der Pfeilrichtung) und die Übertrager
REPR und REPT. Der Übertrager REPR ist jetzt durch das Relais ii kurzgeschlossen,
aber der von dem Übertrager REPT abgegebene Strom kann in die Sendeeinrichtung T
gelangen. Signale, die der Empfänger R von dem Sender auffängt, gelangen nicht in
die Drosselspule 18, da das Relais io erregt und die Empfangsleitung kurzgeschlossen
ist.
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Die eben beschriebene Endstelleinrichtung bewirkt, daß sowohl die
ankommenden wie die abgehenden Signale in derselben Richtung den Geheimstromkreis
passieren, wobei Kurzschlußstrornkreise der Eingangs- und Ausgangsklemmen des Geheimstromkreises
einer der Leitungen vorgeschaltet sind, wenn die andere Leitung in Tätigkeit ist.
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Die Abb.2 und 3 zeigen zusammen die Schaltungen innerhalb des als
Geheimstromkreis bezeichneten Teils der Abb. i. Wenn der Geheimstromkreis ausgeschaltet
oder von der Anlage entfernt ist, gehen die Signale von der Drosselspule durch die
Leitung I__, die Anker des Relais 25, die Schaltung 26, die derart zusammengestellt
ist, daß ihre Verluste gleich denjenigen des Geheimstromkreises sind, und durch
die Anker des Relais 27, um darauf der Leitung L3 aufgedrückt zu «-erden, die beispielsweise
in den in Abb. i dargestellten Übertragern REPR- und REPT enden kann. Wenn die Relais
25 und 27 betätigt werden, verbinden die oberen Anker des Relais 25 die Leitung
L.- mit der Leitung 3o, die in dem Transformator 31 endet, der den Anfang des Geheimstromkreises
bildet, während die Anker des Relais 27 die Leitung
L;; mit der
Leitung 32 verbinden, die den Abschlufl des Geheimstromkreises darstellt.
`t enn die Geheimeinrichtung in irgendeiner Weise versagt, kann dieselbe ohne weiteres
durch die Schaltung 26 ersetzt und die Übertragung offen geführt werden. Wenn die
erwä hnte Schaltung verwendet wird und die Geheimschaltung außer Betrieb gesetzt
ist, verbindet der Anker 28 des Relais 25 für Alarmzwecke die Leitung a9 und die
Lampe -to über die Batterie .a.1 mit Erde. Wenn der obere Kontakt der Taste 42 geschlossen
ist, wird für denselben Zweck ein Läutewerk parallel mit der Lampe 40 geschaltet.
Der untere Kontakt der Taste .1 .2 steuert die Ein-und Ausschaltung des Stromkreises
26.
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An den Eingangsklemmen des Geheimstromkreises ist eine Vakuumröhre
34 abgeordnet, mit deren Gitter ein hoher Widerstand 35 in Reihe verbunden ist.
Diese Anordnung dient als Spannungsbegrenzer, um die Einrichtung zu schützen.
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Die Eingangsklemmen des Spannungsbegrenzers sind durch den Transformator
36 mit den Bandfiltern FA, FB, FC, FD und dem Ausgleichsfilter CFl verbunden. Die
Bandfilter sind von bekannter Art. Das Ausgleichsfilter, welches ebenfalls bekannter
Art ist, soll die Sperrkennzeichen der Filter FA und F" bei den äußersten Grenzen
des Signalbandes verbessern. Die Bandfilter teilen das Signalband, in diesem Falle
das Sprechfrequenzband, in vier gleiche Frequenzbereiche oder Teilbänder von 40o
bis 950,
95o bis r 5oo, i 5oo bis 2 o5o und 2 o5o bis 2 6oo. Der Gesamtbereich
von 4.oo bis 2 6oo Perioden deckt die Sprechfrequenzen, die von Wichtigkeit sind.
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Jedem Teilband ist ein besonderer Leitweg oder Stromweg zugeordnet,
und diese Leitwege bzw. die Teilbänder sind in der weiteren Beschreibung mit
A, B, C und D bezeichnet. jeder Leitweg ist mit einem Modulator 1,7A
trr_w. MB bzw. l.70 bzw. 1TD versehen, und diese Modulatoren stehen mit den
Filtern FA, 1#B, FC und FD in Verbindung. Die llodulatoren sind ausgeglichen und
verhindern, daß die Schwingungserzeugerfrequenz in die Sendeleitung gelangt, indem
sie diese Frequenz ausmerzen. Zur Speisung der Modulatoren dienen Schwingungserzeuger
0A, OB,
()e und 0D, die von dem bekannten Hartley-Typ sind und Frequenzen
von 7 600, 7 050, b 500 und 5 950 Perioden liefern. Bei Modulation
mit diesen Frequenzen werden alle Teilbänder auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht,
wobei vorausgesetzt wird, daß nur die richtigen Modulationsfrequenzprodukte ausgewählt
werden. Zu diesem Zwecke sind in den Ausgangsstromkreisen der vier 1.-Todulatoren
vier Filter FE mit demselben Frequenzunterschied angeordnet. In dieser Weise wird
das Teilband A von q.oo bis 95o Perioden mit 7 6oo Perioden moduliert, ein Band
von 8 ooo bis 8 55o Perioden, welches von dem Filter FE im Leitweg A ausgewählt
wird. Das Teilband B von 95o bis 1500 Perioden, mit 7050 Perioden moduliert,
wird ein Band von demselben Frequenzbereich und wird von dem Filter FE im Leitweg
B
ausgewählt. Dasselbe trifft zu mit Bezug auf die Teilbänder C und D.
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Die Ausgangsklemmen der vier Filter FE sind mit den Ankern v or'i
sechzehn Relais verbunden, wobei jedem Leitweg vier Relais zugeordnet sind. Diese
Relais sind mit AA, Ab', AC usw. bis DD bezeichnet, wie aus der Abbildung
ersichtlich. Diese Relais werden von 32 Tasten gesteuert, wobei jedem Relais zwei
Tasten zugeordnet sind. Die Relais sind mit AA bis AD' für den Leitweg
A, mit BA bis BD für den Leitweg b' usw. bezeichnet.
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Die Ausgangsstromkreise der Tasten enden in den obenerwähnten Leitwegen,
in welchen vier Entmodulatoren oder Modulatoren DA, DB, De und
DD vorhanden sind, welche, wie aus dem in seinen Einzelheiten dargestellten
Entmodulator DA (Abb. 3) ersichtlich, von derselben Art sind wie die Modulatoren
HA, 14,
lIo und 117D. Die Entmodulatoren -v erden von den Hartlev-Schwingungserzeugern
0'A, 0'B, 0'C und 0'D gespeist. Durch Veränderung der Abstimmung der Schwingungserzeuger
wird bewirkt, daß jeder Schwingungserzeuger zwei Modulationsfrequenzen liefert.
Der Schwingungserzeuger 0'A beliefert den Entmodulator DA mit Frequenzen von 7 6oo
oder 8 95o Perioden, und der Erzeuger 0'B
beliefert den Entmodulator
DB mit Frequenzen von 7 o5o oder 9 5oo Perioden, während 0'C dem Entmodulator
De Frequenzen von 6 5oo oder ro 5oo Perioden zuführt und 0'D an den Entmodulator
DD Frequenzen von 5 95o oder to 6oo Perioden abgibt. Die von Schaltern aus
gesteuerten und mit den Schwingungserzeugern verbundenen Relais RA, RB, Re
und RD bestimmen durch ihre Einwirkung die Frequenz, die jeder Schwingungserzeuger
liefern soll.
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Die Ausgangsstromkreise der Entmodulatoren DA, DB,
De und DD sind mit Bandfiltern F'A, F'B, F'0, F'D und mit dem Ausgleichsfilter
CF., verbunden. Diese Bandfilter sind von derselben Art wie die Filter FA, FB usw.,
und das Ausgleichsfilter CF, ist von derselben Art wie das Ausgleichsfilter CFl
und dient demselben Zweck wie dieses. Die Bandfilter sind selektiv für dieselben
Frequenzen wie die Filter FA, FB usw. bestimmt, und die Kombinationen ihrer Ausgangsstromkreise
haben denselben Durchschnittbereich
wie das ankommende Sprechfrequenzband.
Die Ausgangsstromkreise der Bandfilter sind parallel zu der Leitung 32 geschaltet,
die über die Anker des Relais 27 das Band der Sendeleitung L. aufdrückt.
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Die Vorgänge, die stattfinden, wenn gewisse Tasten betätigt werden,
sollen nunmehr. beschrieben werden, um die Wirkungsweise des Stromkreises zu erklären
und klarzulegen, daß mittels einer Einrichtung gemäß der Erfindung jede mögliche
Kombination von Frequenzteilbändern in einfacher Weise hergestellt werden kann.
Im Vergleich mit früheren Einrichtungen dieser Art wird eine bedeutende Vereinfachung
dadurch erreicht, daß sämtliche Teilbänder auf dieselbe Frequenzhöhe gebracht werden,
die in diesem Falle 8 ooo bis 8 55o Perioden beträgt.
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Die Bezeichnungen an den Tastenrelais und an den Tasten geben an,
welche Aufgaben diesen Teilen zugeteilt sind. So kann beispielsweise der erste Buchstabe
der Bezeichnung die Stromwege angeben, die mit den Tastenstromkreisen in Verbindung
stehen, während der zweite Buchstabe andeutet, an welche Stromwege oder Entmodulatoren
die Bänder führen, und die mit Markierung versehenen Buchstaben zeigen an, daß die
Frequenz des Bandes umgekehrt ist.
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Werden beispielsweise die Tasten AA, BB, CC und
DD betätigt, wenn die Kontakte der Taste d.2 geschlossen sind, so werden
die Relais AA, BB, CC und DD über die ihnen zugeordneten Stromkreise
in Tätigkeit gesetzt, und die Relais 25 und 27 werden durch einen Stromkreis betätigt,
der wie folgt verläuft: Erde, Batterie q.q., Wicklungen der Relais 27 und 25, untere
Anker der Relais AA, BB, CC, DD in Reihenfolge, unteren Kontakt der
Taste 42, Erde. Die Relais 25 und 27 schalten den Geheimstromkreis ein. Der Stromkreis
der Lampe 40 wird am Anker 28 unterbrochen, und ein Signal gibt an, daß der Geheimstromkreis
eingeschaltet ist. Wie ersichtlich, werden für die Bildung einer Kombination vier
Relais in den, vier Stromwegen benötigt, d. h. ein Relais für jeden Strom genügt,
um die Betätigung der Relais 25 und 27 durch die unteren Ankerstromkreise der gekennzeichneten
Relais zu bewirken. Wenn ein Relais versagt, wird der Betrieb über das gewöhnliche
Netz geleitet.
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Wenn die obenerwähnten Tasten geschlossen sind, ist das Filter FE
in dem A-
Stromweg über den oberen Anker des Relais AA, den Leiter 46, die
Primärwicklung des Transformators .47 und den Leiter 48 mit dem Entmodulator D,4
verbunden. Dieses Band von 8 ooo bis 8 55o Perioden wird mit einer Frequenz von
7 6oo Perioden entmoduliert, und das untere Seitenband wird von Filter F'A für qoo
bis 95o Perioden ausgewählt; wodurch das Teilband auf seine ursprüngliche Frequenzhöhe
zurückgebracht wird. Ein ähnlicher Stromkreis, der das Filter FE des Leitweges
B mit dem Entmodulator DE verbindet, geht - über den oberen Anker
des Relais BB, Leiter 5o, Entmodulator DB und Leiter 48. Der Stromkreis für
das Filter FE im Leitweg C verläuft durch den oberen Anker des Relais CC, Leiter
51, Entmodulator DC und Leiter 4.8, und für das Filter FE im Stromweg
D geht der Stromkreis über den oberen Anker des Relais DD,
Leiter 52,
Entmodulator DD und Leiter 48. Die Frequenzen in den Stromwegen B, C und
D werden mit Frequenzen von 7 050, 6 5oo und 5 950 Perioden entmoduliert,
wodurch die Teilbänder B, C und D von 95o bis i 5oo, i 5oo bis 2 o5o
und 2 o5o bis 2 6oo Perioden auf ihre ursprüngliche Frequenzhöhe zurückgebracht
werden. Die Bezeichnungen AA, BB, CC und DD an den verwendeten
Tasten zeigen diese Kombination an, wobei die Buchstaben andeuten, daß jedes Band
in seinem eigenen Stromweg bleibt und nicht umgekehrt wird.
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In den obigen Abschnitten wurden die Stromkreise einer Kombination
von vier Tasten beschrieben. In den folgenden Abschnitten sollen nunmehr sämtliche
Stromkreise behandelt werden, die bei einem bestimmten Teilband möglich sind. Das,
was für dieses Teilband Gültigkeit hat, gilt ebenfalls für die übrigen Teilbänder.
Für den Leitweg A, der in Ähnlichkeit mit den übrigen Leitwegen ein Frequenzband
von 8 ooo bis 8 550 Perioden bei Filtern FE aufweist, wurde die Wirkung der
Schließtaste AA soeben erklärt. Wenn die Taste AA' geschlossen wird,
durch den linken Kontakt derselben, wird der an den Entmodulator DA führende Stromkreis
geschlossen wie bei der Taste AA,
während der rechte Kontakt einen Stromkreis
schließt, der durch den Leiter 55, die Wicklungen des Relais RA und Batterie 56
verläuft, das Relais RA betätigt und bewirkt, daß der Schwingungserzeuger 0'A eine
Frequenz von 8 950 Perioden in den Entmodulator sendet. Das untere Seitenband
der Entmodulationsfreqenzen erhält deshalb einen Frequenzbereich von q.oo bis 95o
Perioden, der durch das Filter F'A gehen kann. Die Frequenzen aber, die durch das
Filter F'A gingen, sind jetzt umgekehrt, d. h. der Teil des Signales von 400 Perioden
liegt jetzt auf 95o Perioden.
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Wenn Taste AB geschlossen ist, verbindet Relais AB den
Stromweg A mit dem Entmodulator DB oder dem Stromweg B oder den oberen
Anker des Relais AB, Leiter 57,
Entmodulator DB und Leiter
.IB. Diese Ver-, Bindung entmoduliert das 8 ooo- bis 8 55ol'eriodenband mit 7
050 Perioden, wodurch ein Seitenband von 95o bis i 5oo Perioden oder dem
Frequenzbereich des Stromweges B entsteht. Die Frequenzen des Stromweges A sind
somit jetzt im Stromweg B wiederhergestellt. Die Taste AB' sendet das Band
des Stromweges A von .4oo bis 95o Perioden in den Stromweg B und kehrt dasselbe
um durch Erregung des Relais RB über den Leiter 58, die Wicklung des Relais und
die Batterie 59, wobei die Schwingungserzeuger 0'B eine Frequenz von 9 5oo Perioden
abgibt. Die Entmodulierung eines Bandes von 8 ooo bis 55o Perioden mit einer Frequenz
von 9 5oo Perioden ergibt das umgekehrte Seitenband von i 500 bis 95o Perioden,
das von dem Filter F'B durchgelassen wird.
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Die Taste AC verbindet den Stromweg A
mit dem Entmodulator DC
über den oberen Anker des Relais AC, Leiter 61, Entmodulator Do und Leiter 48, moduliert
das Frequenzband 8 ooo bis 8 55o mit einer Frequenz von 65oo Perioden, wodurch das
40o-bis-95o-Band in den Frequenzbereich i 5oo bis 2 050 oder den C-Stroinweg verschoben
wird. Die Taste AC bewirkt über den Leiter 62,
daß der Schwingungserzeuger
0'C eine Frequenz von 1o 050 liefert, deren unteres Seitenband das Teilband von
.4oo bis 950 Perioden umkehrt und als ein Band von 2 050 bis i
500 Perioden in den C-Stromwegbereich verschiebt.
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Die Tasten AD und AD' üben durch die Leiter 63 und 64
dieselbe Wirkung auf die Stromwege A und B aus.
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Bei einer anderen Kombination von vier Tasten, beispielsweise AC,
BD', CA und DB', erhält man eine Geheimkombination, deren Stromkreise
wie folgt verlaufen: Die Taste AC verbindet den Stromweg A mit dem Entmodulator
DC über den oberen Anker des Relais AC. Leiter 61 und Leiter 48, wodurch der Bereich
von .Ioo bis 95o Perioden in den Bereich von i 5oo bis a 050
Perioden
gehoben wird. Taste BD' verbindet den Stromweg B mit dein Entmodulator Dn,
moduliert mit einer Frequenz von io 6oo Pe-' rioden über den oberen Anker des Relais
BD, Leiter 68 und Leiter. .I8 für den Stromweg sowie über den Leiter 69 für den
Schwingungserzeuger 0'D, verschiebt das Band von 95o bis i 5oo Perioden in
den Bereich von 2 o5o bis : 6oo Perioden und kehrt das Band um. Taste CA verbindet
den Stromweg C finit dem Entmodulator DA über den oberen Anker des Relais
CA, Leiter 71 und Leiter .I8 und verschiebt das Frequenzband von t 5oo bis
-2 o5o Perioden in den Bereich von .loo bis o.#o Perioden durch Modulierung mit
9 6oo Perioden. Endlich verbindet die Taste DB' den Stromweg D mit
dem Entmodulator De bei 9 5oo Perioden über den Anker des Relais
DB, Leiter ; 2 und Leiter 48 für den Stromweg und über den Leiter 73 für
den Schwingungserzeuger.
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Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, können bei der Herstellung
der Kombinationen drei Stromwege in normalem Zustand gehalten werden, während der
vierte umgekehrt wird. Die Sicherheit für die Geheimhaltung ist aber bei einer derartigen
Kombination nicht so groß wie beispielsweise bei der soeben beschriebenen Kombination.
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In dem eben beschriebenen Stromkreis ist es aber möglich, ein Teilband
in seinem eigenen Frequenzweg umzukehren und sämtliche mögliche Kombinationen herzustellen,
wodurch selbstverständlich viele Geheimkombinationen hergestellt werden können.
Es ist ebenfalls möglich, durch Schließen der Tasten AD', BC, CB' und
DA' das ganze Signalband umzukehren. Die in Abb. 3 gezeigte Anordnung kann
somit ein beliebiges Teilband aus seinem normalen Stromweg in einen beliebigen anderen
Stromweg umleiten und es in diesem Stromweg umkehren. Das Schließen der vier Tasten
kann durch .eine einzige Bedienungshandlung bewirkt werden, so daß die Umstellung
von einer Kombination auf eine andere sehr rasch herbeigeführt werden kann.
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Abb. d. zeigt zwei Tabellen, eine für jede Endstelle der Übertragungsleitung.
Die Tabellen zeigen, wie eine von einer Sendestation ausgesandte Mitteilung zu entziffern
ist, die nach dem hier beschriebenen Verfahren entstellt oder unverständlich gemacht
worden ist. Die Tabellen sind mit Bezug auf die Stellungen der Tasten komplementär,
d. h. Taste AB' befindet sich in der einen Tabelle auf derselben Stelle wie
Taste BA' in der anderen Tabelle, Taste BB befindet sich in der einen Tabelle
auf derselben Stelle wie die Taste BB in der anderen Tabelle usw. Befindet sich
z. B. die Taste AB' in Schließstellung in der Sendestation, so wird, wenn
die sich in der entsprechenden Stellung in der Empfangsstation befindende Taste
BA' niedergedrückt wird, der Stromweg A in seine richtige Stellung im Frequenzspektrum
zurückgebracht. Wird beispielsweise die Taste AB' niedergedrückt, so kann
diese z. B. auf das Teilband A von doo bis 95o Perioden einwirken und dasselbe
umgekehrt in den B-Stromweg einführen, und das Niederdrücken der Taste
BA' bewirkt, daß das umgekehrte Signal im B-Stromweg in den A-Stromweg eingeführt
und nochmals umgekehrt wird, so daß es wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt.
In der Praxis
können die Stellungen in den Tabellen mit Zahlen bezeichnet
werden, um die Anzahl der Kombinationen zu erhöhen.
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Die Frequenzen der vier Teilbänder, nämlich .loo bis 95o, 95o bis
i 5oo, i 5oo bis 2 o5o und 2 05o bis 2 6oo Perioden, erstrecken sich über einen
Gesamtbereich von d.oo bis 2 6oo Perioden. Um das Entstellungsverfahren zu vereinfachen,
werden diese Bänder mit Frequenzen von 7 6oo, 7 o5o, 6 Soo und 5 950 Perioden moduliert,
um sie alle in einem Band zu vereinigen, das eine Breite von 550 Perioden
hat und sich von 8 ooo bis 8 55o erstreckt. Die Wahl dieser besonderen Frequenzen
bedeutet, daß sämtliche sich aus einer Trägerfrequenz und einer beliebigen mitwirkenden
Sprechfrequenz ergebenden Modulationsprodukte höherer Potenz, bis einschließlich
eines Produkts in der fünften Potenz, mittels der Filter von der weiteren übertragung
ausgeschlossen werden, mit Ausnahme des Falles, daß die Trägerfrequenz und die doppelte
Sprechfrequenz vorhanden sind. In diesem Falle ist ein ganz geringer Teil der Sprechfrequenz
in dem Bereich von d.oo bis 950 Perioden vorhanden.
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Die Erfindung kann selbstverständlich in anderen Anlagen verwendet
werden als in den hier beschriebenen, ohne daß der Rahmen der Erfindung überschritten
wird.