DE598249C - Zum Pruefen der Staerke von photographischen Entwicklern geeigneter Sensitometerstreifen - Google Patents
Zum Pruefen der Staerke von photographischen Entwicklern geeigneter SensitometerstreifenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
- G03C5/29—Development processes or agents therefor
- G03C5/31—Regeneration; Replenishers
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Description
Ist die zum Entwickeln photographischer
Aufnahme- und Kopiermaterialien dienende Flüssigkeit (der Entwickler) nicht frisch zubereitet,
sondern bereits einige Zeit benutzt, S so ist sich der Praktiker über ihre weitere
Brauchbarkeit oder, was das nämliche ist, über den Grad, bis zu welchem sie bereits erschöpft
ist, d. h. über die richtige Entwicklungszeit, vielfach im unklaren. Meistens ist
er gezwungen, durch einen Versuch festzustellen, ob sein Entwickler noch einwandfrei
arbeitet, nämlich in der gewünschten Zeit ausentwickelt. Zu diesem Zweck muß er eine
Aufnahme vollkommen ausentwickeln und auch ausfixieren. Der Versuch beansprucht also, abgesehen davon, daß er zur weiteren
Erschöpfung des Entwicklers beiträgt, eine gewisse Zeitdauer und ist z.B. bei der maschinellen
Entwicklung von Platten und Filmen besonders unbequem, da bei diesem Verfahren die Ausentwicklung (ohne das Ausfixieren)
etwa 12 bis 15 Min. oder noch mehr beträgt. Es ist bekannt, einen Entwickler in
der Weise zu prüfen, daß für den Versuch nicht eine gewöhnliche Aufnahme, sondern
eine unter einem Sensitometer belichtete Platte oder ein ebenso belichteter Film verwendet
wird. Als Sensitometer kann z. B. ein Graukeil oder irgendeine Skala mit stetig oder stufenförmig ansteigender Schwärzung
dienen. Versieht man diesen Graukeil oder diese Skala mit einer Gradeinteilung, so
ist an der Anzahl der im Hervorrufer erscheinenden Grade unschwer zu erkennen, ob der
Entwickler noch einwandfrei arbeitet. Hat man z. B. festgestellt, daß ein frischer Entwickler
in einer bestimmten Zeit die Sensitometerkopie bis 8o° Eder-Hecht hervorruft,
so kann man bei der späteren Prüfung des teilweise erschöpften Entwicklers auf Grund
dieser einmaligen Feststellung Rückschlüsse auf seinen Erschöpfungsgrad ziehen.
Das lichtempfindliche Material für den Probestreifen wird in der Weise ausgewählt,
daß es genügt, den Probestreifen nur kurze Zeit anzuentwickeln. Z. B. genügt bei Verwendung
einer Positivemulsion für die Sensitometerstreifen eine Anentwicklung von etwa ι Min., wobei freilich auf die genaue
Einhaltung der vorgeschriebenen Anentwicklungszeit und auf die Temperatur des Entwicklers geachtet werden muß. Aus dem
Ergebnis dieser während einer festgelegten Zeit durchgeführten Probeentwicklung kann
man auf den Erschöpfungsgrad des Entwicklers Rückschlüsse ziehen und daraus die insgesamt
erforderliche Ausentwicklungsdauer des zu verarbeitenden lichtempfindlichen Materials
bestimmen. Durch die Beschränkung des Versuches auf das bloße Anentwickeln wird wesentlich Zeit gespart.
Für die Probestreifen verwendet man zweckmäßig eine auf Papier aufgetragene
lichtempfindliche Schicht. Dies -bietet neben dem Vorteil der Billigkeit noch den, daß die
Zahlen des Sen-sitometernetzes sich vom wei-
•■■-λ.-· in
ßen Untergrund deutlich abheben und somit gut ablesen lassen.
Gemäß der Erfindung wird eine Vereinfachung der Prüfarbeit dadurch erzielt, daß
für die Herstellung der Probestreifen nicht ein mit einer willkürlichen Gradeinteilung
versehener Sensitometer verwendet wird, sondern ein nach Eigenschaften des Entwicklers
geeichter Sensitometer, dessen Zahlenangaben unmittelbar Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Entwicklers bzw. auf die
beim Ausführen des Entwickeins zu beachtenden Größen zulassen. Z. B. kann man statt in
irgendwelchen eingebürgerten Sensitometergraden (Scheiner, Eder-Hecht usw.) das Instrument nach Einheiten der erforderlichen
Entwicklungsdauer teilen. Dann weist die Skala in Richtung des Schwärzungsanstieges
Angaben wie 35, 30, 25, 20, 15, 10,
5 Min. auf. Dies ist so zu verstehen: Wird der Probestreifen 1 Min. lang anentwickelt
und sind dann die Zahlen bis zu 20 Min. ablesbar, so bedeutet das, daß die
zu behandelnden Negative in 20 Min. ausentwickelt werden. Ist der Entwickler schwächer,
so werden beim Anentwickeln die Schwärzungsgrade der Probestreifen beispielsweise
nur bis zur Zahl 30 Min. sichtbar, und dann dauert das Ausentwickeln der Negative 30 Min.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Grad der Erschöpfung des Entwicklers
zahlenmäßig auszudrücken, indem man z. B. angibt, daß die Lösung nur drei Viertel,
ein Halb, ein Drittel usw. ihres ursprünglichen Entwicklungsvermögens hat. Sind z.B.
mit einer gewissen Menge des Entwicklers 100 Negative ausentwickelt worden oder hat
der Entwickler längere Zeit an der Luft gestanden und ist dabei die Stärke des Entwicklers
auf drei Viertel des ursprünglichen Betrages gesunken, so kann man folgern, daß beim Entwickeln von weiteren 100 Negativen
die Stärke des Entwicklers auf die Hälfte des ursprünglichen Betrages sinken wird. Man
kann aber auch folgern, daß durch Zugabe von einem Viertel derjenigen Menge von Chemikalien, die ursprünglich zur Zubereitung
des Entwicklers benutzt worden sind, die anfängliche Stärke wiederhergestellt wird und daß dann wiederum 100 Negative
ausentwickelt werden können, bevor eine erneute Auffrischung des Entwicklers erforderlich
wird. Die noch vorhandene Entwicklerstärke und die Anteilmenge der zuzugebenden Chemikalien sind komplementäre, d. h.
einander ergänzende Angaben, von denen die eine oder die andere für die Sensitometerteilung
benutzt werden kann.
Die Sensitometerskala kann also auch so geteilt werden, daß sie unmittelbar die Menge
frischer Chemikalien angibt, die man einem teilweise erschöpften Entwickler zugeben
muß, um ihn auf seine ursprüngliche Stärke zu bringen, so daß die Ausentwicklungszeit
nicht verlängert zu werden braucht.
Schließlich ist es möglich, die Skala so einzurichten, daß sie mehrere der aufgeführten
Möglichkeiten zusammen berücksichtigt, also z. B. sowohl angibt, welche Ausentwicklungszeit
-beim teilweise erschöpften Entwickler
aufzuwenden ist als auch, die Menge der Regenerierlösung, die zugesetzt werden muß,
damit die normale Ausentwicklungszeit eingehalten werden kann.
Statt auf der Skala des Sensitometers selbst kann man die verschiedenen Möglichkeiten
auch in einer gesonderten Tabelle berücksichtigen, die dem. Vorrat an Entwicklerflüssigkeit
und an Probestreifen beigegeben werden kann. Dann können die Probestreifen selbst eine beliebige der eingebürgerten
Gradeinteilungen (Scheiner, Eder-Hecht usw.) aufweisen.
Das Sensitometer wird, wie die Abb. 1 und 2 erläutern, zweckmäßig so- eingerichtet,
daß entweder der Graukeil α selbst auf der Lichtaustrittseite oder ein untergelegtes
Blatt t1 aus durchsichtigem Stoff, wie Celluloid,
die nämlichen Zahlenangaben eine größere Anzahl von Malen, z. B. zehnmal, nebeneinander
aufweist. Wird ein entsprechend breiter Streifen b von lichtempfindlichem Material
belichtet, so empfangen alle mit der nämlichen Ziffer bezeichneten Stellen einen
Lichteindruck von gleicher Stärke. Derbreite Streifen, auf welchem sich die bei der Belichtung
übertragenen Zahlenangaben in der Richtung quer zum Schwärzungsanstieg zehn- · ■»
mal wiederholen, wird in die entsprechende Anzahl, nämlich zehn, schmale Streifen c zerschnitten,
die alle gleich lange belichtet worden sind und dementsprechend übereinstimmende
Probestreifen ergeben.
Zweckmäßig wird ein Gefäß mit Entwicklungsflüssigkeit
oder ein Gefäß mit dem zum Ansetzen des Entwicklers dienenden Gemenge von pulverförmigen Chemikalien in
einer gemeinschaftlichen Hülle vereinigt. Das Gefäß hat in der Regel die Gestalt einer
zylindrischen Büchse. Daher ist es das einfachste, in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise
um die Büchse d die in lichtdichtes Papier e eingeschlossenen Probestreifen c herumzuwickeln
und das Ganze in eine gemeinschaftliehe Papprolle / o. dgl. zu stecken.
Oben wurde angegeben, daß es möglich ist, auf der Skala des nämlichen Probestreifens
mehrere Bezifferungen vorzunehmen, wobei zunächst an verschiedene Einheiten gedacht
war, etwa wie bei Thermometern Celsius- und Reaumurgrade nebeneinander angegeben
werden. Praktisch wichtig ist indessen auch der Fall, daß die nämliche Entwicklerlösung
und die nämlichen Probestreifen bei verschiedenen Filmfabrikaten verwendet werden, die
unterschiedene Zeiten zum Ausentwickeln benötigen. Recht erhebliche und keineswegs ein
einfaches Gesetz befolgende Verschiedenheiten der Ausentwicklungszeit kommen insbesondere
bei verschiedenen Fabrikaten von
ίο Umkehrschmalfilmen vor. Gemäß der Erfindung
werden auf dem Sensitometer und dementsprechend auch auf dem Probestreifen die Skalen mit zwei oder mehr Bezifferungen
versehen, von denen jede für ein bestimmtes Fabrikat geeicht ist.
Claims (7)
1. Zum Prüfen der Stärke von Ent-Wicklern für photographische Aufnahme-
und Kopiermaterialien durch Anentwikkeln während einer vorgeschriebenen Zeit
geeigneter und unter einer gesetzmäßig aufgebauten Schwärzungsskala belichteter Sensitometerstreifen an sich bekannter
Art, dadurch gekennzeichnet, daß der Probestreifen in der Weise geeicht ist, daß die Bezifferung seiner Gradeinteilung
die zum Ausentwickeln erforderliche Zeit angibt.
2. Probestreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Probestreifen
in der Weise geeicht ist, daß die Bezifferung seiner Gradeinstellung das im teilweise verbrauchten Entwickler noch
vorhandene Entwicklungsvermögen gegenüber dem ursprünglichen Betrag oder, was die komplementäre Angabe ist, denjenigen
Bruchteil der zur Bereitung der ursprünglichen Lösung verwendeten Chemikalien angibt, der erforderlich ist, um
die anfängliche Stärke wiederherzustellen.
3. Probestreifen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine schnell entwickelnde,
auf Papier aufgetragene lichtempfindliche Schicht.
4. Probestreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Skala
mehrere Bezifferungen aufweist, die die für das Entwickeln je eines bestimmten Fabrikates, z. B. von Umkehrschmalfilmen,
benötigte Ausentwicklungszeit angeben.
5. Vorrichtung zur Herstellung der Probestreifen nach Anspruch 1, 2,3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die beim Kopieren sich übertragenden Ziffernanga-.ben
quer zur Richtung des Schwärzungsanstieges vielfach wiederholt sind, so daß ein belichteter breiter Streifen in zahl·-
reiche schmale Probestreifen zerschnitten werden kann, von denen jeder die sämtlichen
Ziffernangaben mindestens je einmal enthält.
6. Vorrichtung, um jedem Bezieher des Entwicklers die bequeme Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß
eine gemeinschaftliche Packung (f) innerhalb der nämlichen Hülle entweder ein
Gefäß mit Entwicklerflüssigkeit oder eine Büchse (d) mit den zum Ansetzen des
Entwicklers dienenden pulverförmigen Chemikalien und einen Vorrat von mittels Sensitometers belichteten, unentwikkelten,
lichtdicht umhüllten Probestreifen (c) enthält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
einer beliebigen Teilung für die mittels Sensitometers belichteten Probestreifen
der Packung eine Tabelle beigegeben ist, die den Sensitometergraden zugeordnete
wissenswerte Angaben, z. B. die Ausentwicklungsdauer für verschiedene Fabrikate,
den Erschöpfungsgrad der Entwickler, die zum Auffrischen benötigte Chemikalienmenge usw., enthält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET38628D DE598249C (de) | 1931-03-31 | 1931-04-01 | Zum Pruefen der Staerke von photographischen Entwicklern geeigneter Sensitometerstreifen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| DET38628D DE598249C (de) | 1931-03-31 | 1931-04-01 | Zum Pruefen der Staerke von photographischen Entwicklern geeigneter Sensitometerstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE598249C true DE598249C (de) | 1934-06-07 |
Family
ID=26000436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET38628D Expired DE598249C (de) | 1931-03-31 | 1931-04-01 | Zum Pruefen der Staerke von photographischen Entwicklern geeigneter Sensitometerstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE598249C (de) |
-
1931
- 1931-04-01 DE DET38628D patent/DE598249C/de not_active Expired
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