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Wägeautomat, bei welchem durch den Wägevorgang die Gewichtszahl und das Datum auf einem Wägeschein eingetragen werden.
Die bekannten, mit Datumstempel und Gewichtszahl versehene Wägescheine ausgebenden Wägeautomaten haben den Nachteil, dass der Wägeschein infolge seiner Unvollständigkeit leicht zu Verwechslungen führen oder betrügerische Absichten begünstigen kann. da man später nicht mehr festzustellen vermag, ob dieser nicht durch Wägen eines andern Gegenstandes oder einer andern Person erzeugt worden ist. Anderseits treten auch bei gutgläubiger Benutzung der Wägescheine von Wägungen ein und derselben Person häufig Gewichtsdifferenzen auf, weil sich beispielsweise eine Frau das eine Mal ohne Mantel und das andere Mal mit Mantel gewogen hatte und die Art der Wägung auf Grund dieser Wägescheine nicht mehr festzustellen ist.
Die Aufstempelung eines Warenkennzeichens oder des Namens der gewogenen Person kann also für die Schaffung einer verlässlichen Urkunde nicht genügen.
Ein weiterer Mangel der bekannten Wägeautomaten besteht darin, dass für das Aufdrucken der Gewichtszahl die Typenscheibe durch umständliche Übersetzungen in Bewegung gesetzt und stillgehalten werden muss und sohin zufolge der vielen Reibungswiderstände und Ungenauigkeiten eine nachträgliche langwierige Justierung der Waage erforderlich war, die ihre Eichfähigkeit ungünstig beeinflusste.
Gemäss der Erfindung ist nun mit einem Wägeautomaten ein photographischer Automat zwangbeweglich derart verbunden, dass der durch den Wägevorgang erzeugte Wägeschein neben der Gewichtszahl und den Zeitangaben ein photographisches Bild des gewogenen Gegenstandes bzw. der gewogenen Person oder der kennzeichnenden Teile derselben, wie etwa das Kistenkennzeichen bei verpackten Gegenständen oder das Gesicht bzw. der Oberkörper der gewogenen Person, aufweist. Dadurch wird die Möglichkeit für betrügerische Unterschiebungen ausgeschlossen und eine für die höchsten Ansprüche verlässliche Urkunde geschaffen, was für viele Zwecke von grösster Bedeutung ist.
Gemäss der weiteren Erfindung kann auch die Übertragung der Gewichtszahlen u. dgl. auf photographischem Wege auf die Urkunde erfolgen, wodurch das Getriebe wesentlich vereinfacht wird, was wieder die Eichfähigkeit der Waage verbessert und die urkundliche Bedeutung des Wägescheines noch wesentlich erhöht.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt. Die Fig. 1 zeigt den Automaten unter Weglassung der für den Wägevorgang notwendigen Teile, und die Fig. Fig. 2 und 3 zeigen einen Wägeschein von vorne und von rückwärts gesehen.
Der Wägeautomat besteht aus einem Gehäuse 1 und einer Platte 2, auf die sich z. B. die zu wägende Person stellt. Durch den Einwurf eines Geldstückes wird die Wägevorrichtung in Gang gesetzt, die nunmehr irgendeine Zahlenscheibe verdreht. Als Zahlenscheibe wirkt im vorliegenden Fall der Zylinder 3, der mit durchscheinenden Zahlen versehen ist, so dass durch den Wägevorgang vor die Spitze einer Glühlampe 4 selbsttätig die dem Gewicht entsprechende Zahl eingestellt wird. Vorteilhaft befinden sich daneben auf einem ähnlichen Zylinder die Zahlen für das Tagesdatum, die von aussen oder durch ein Uhrwerk einstellbar sind. Vor dem Gesichtsfeld der zu wägenden Person befindet sich nun das Objektiv 5
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des photographischen : Apparates.
Hinter ihm und vor der Zahlenscheibe bewegt sich das Transportband 6, das beim Wägevorgang selbsttätig eine Scheibe 8 aus dem Vorratsraum 7 vor das Objektiv 5 bringt. An dieser Stelle bleibt die auf beiden Seiten mit lichtempfindlicher Masse überzogene Scheibe 8 solange stehen, als die Belichtung der durchscheinenden Zahlen auf der Walze 3 durch die Glühlampe 4 und die Belichtung des Gesichtes bzw. des Oberkörpers der zu wägenden Person durch die Glühlampe 9 es erforderlich macht. Sodann bewegt der Motor 10 mit der Fördervorrichtung 11 das Transportband 6 weiter und der an ihm befindliche Wägeschein 8 gelangt nun durch die photographischen Bäder 12 und 13 und über eine Trockenvorrichtung 14 innerhalb weniger Sekunden zur Entnahmestelle 15.
Durch die beidseitige photographische Belichtung ist auf der Rückseite des Wägescheines (Fig. 2) das Bild 16 und auf der Vorderseite (Fig. 3) das Datum 17 und die Wiegezahl 18 eingetragen worden.
Es ist aber nicht unbedingt notwendig, dass die Übertragung der Gewichtszahl 18 und des Tagesdatums 17 wie bei dem Ausführungsbeispiel auf photographischem Wege auf den Wägeschein 8 erfolgt. Die Einrichtung könnte auch so getroffen sein, dass die eine Seite des Wägescheines in üblicher Weise gedruckt oder gestempelt wird, während auf der Vorderseite das photographische Bild angebracht wird.
An Stelle der im Ausführungsbeispiel genannten Scheiben können naturgemäss auch lichtempfindlich gemachte Karten oder Pappe-bzw. Filmstreifen u. dgl., die während des Wiegevorganges von einer Rolle in entsprechender Länge abgeschnitten werden, Verwendung finden.
Anstatt beide Automaten in einem Gehäuse unterzubringen, könnte der Wägeautomat und ein Photographieautomat nebeneinander so verbunden sein, dass letzterer die einzelnen Wägungen für sich auf einem Streifen photographisch registriert, so dass der Wägeautomat Wägescheine ohne Lichtbild ausgibt, während die tatsächlichen Verhältnisse, die bei Erzeugung des Wägescheins vorhanden waren, dieser Kontrollstreifen ersichtlich macht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wägeautomat, bei welchem durch den Wägevorgang die Gewichtszahl und das Datum auf einem Wägeschein eingetragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Wägeautomat mit einem Photographieautomaten zwangbeweglich derart verbunden ist, dass bei jedem Wägen der auf der Waage stehende Gegenstand oder ein kennzeichnender Teil desselben durch den Photographieautomaten auf einen Wägeschein photographisch übertragen wird.