DE598136C - Verfahren zur Entrostung von Geweben - Google Patents

Verfahren zur Entrostung von Geweben

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/12Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using aqueous solvents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entrostung von Geweben Nach dem Patent 579 303 gelingt es, auf Geweben niedergeschlagene Eisenmengen ohne nennenswerten Angriff der Faser durch gleichzeitige Verwendung von Ti(3)-Sulfat und verdünnter Schwefelsäure in auerkürzester Zeit herauszulösen.
  • Im weiteren Verfolg der verschiedenen Möglichkeiten zur Enteisenung von Geweben wurde gefunden, daß man die Entrostung an Stelle unter Verwendung von Ti(3)-Sulfat auch mit anderen die Festigkeit der Gewebefaser gleichfalls erhaltenden Ti(3)-Salzen in Gegenwart oder Abwesenheit von verdünnten freien sauerstoffhaltigen Säuren gleicherWirkungsart durchführen kann.
  • Besonders günstige Wirkungen der Entrostung lassen sich erzielen, wenn an sich schon als Entrostungsmittel bekannte Verbindungen, wie Phosphorsäure, Oxalsäure, Weinsäure, Milchsäure, Citronensäure o. dgl., in Form ihrer Ti (3)-Verbindungen oder diese Reagenzien enthaltende Stoffe Verwendung finden. Während sonst sauerstoffhaltige freie Säuren, wie Phosphorsäure, Oxalsäure, Weinsäure usw. oder deren Salze, bei der Entrostung mit den zu behandelnden Gewebestücken längere Zeit in Berührung sein müssen, reagieren Ti-(3) -VerVndungen vom Typus des Ti(3)-Phosphats, Ti(3)-Oxalats, Ti(3)-Tartrats usw. oder deren Lösungs- oder Kristallgemische mit den zuvor beispielsweise durch Auskochen erwärmten Eisenabscheidungen fast augenblicklich und stellen dadurch ein äußerst wertvolles kostentfernungsmittel, vor allem für Gebrauchswäschestücke, dar. Solche Verbindungen lassen sich z. B. aus einer Ti(3)-Salzlösung mit beliebigem Anion durch Fällen mit Alkali oder Ammoniak erhalten, indem man den gewonnenen Niederschlag von Ti(3)-Hydroxyd nach Auswaschen mit Wasser unter Luftabschluß in .der äquivalenten Menge Phosphorsäure, Oxalsäure, Weinsäure, Milchsäure, Citronensäure o. dgl. löst. Vorteilhaft in der Verwendung erweisen sich solche Ti(3)-Verbindungen, in deren Säurerest eine organische Oxygruppe vertreten ist; bei Verwendung von Ti(3)-Salzen letzterer Art unterbleibt auch die sonst in wässerigen Lösungen auf dem Wege der Hydrolyse erfolgende Bildung von basischem Ti (q.)-Salz.
  • Die mit den genannten Ti(3)-Verbindungen festgestellten Wirkungen waren keineswegs vorauszusehen, ebensowenig deren mannigfache Anwendungsmöglichkeiten in Lösung oder in fester Kristallform bzw. in Lösungs- oder Kristallgemischen.
  • Die Enteisenung der Gewebe kann in reinen wässerigen Lösungen oder auch in organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkohol oder Gemischen dieser, in denen die betreffenden Ti(3)-Salze löslich sind, durchgeführt werden. Auch können. die festen Ti(3)-Verbindungen oder deren Gemische untereinander auf die vorher mit Wasser in der Kälte. oder Wärme behandelten Stellen durch Auflegen von Kristallen Verwendung finden.
  • Zwecks Entfernung größerer Eisenmengen kann der Anwendung der Ti(3)-Verbindungen auch eine Vorbehandlung mit freien Säuren, z. B. Schwefelsäure, Phosphorsäure, Oxalsäure u. dgl., vorausgehen. Eire Übereinstimmung von Ti(3)-Salz und freier Säure im Anion braucht weder bei der Vorausbehandlung mit Säuren - noch .im Falle der gleichzeitigen Anwendung von Ti (3) -Salz und Säure stattfinden.
  • Das Verfahren ist in seinem Anwendungsbereich für alle in der Praxis oder Technik durchzuführenden Entrostungen bestimmt, gleichgültig, ob es sich um die Entfernung größerer oder kleinerer Mengen Eisen handelt.
  • Beispiel Gebrauchswäsche, die bei der Berührung mit Eisengegenständen durch Rostflecken verunreinigt war, wurde in heißem Wasser ausgekocht, an den schadhaften Stellen frei über ein Gefäß gehängt und einige Kristalle von Ti (3)=Oxalat (Ti, (C204)3 + io H20) aufgelegt. Die Eisenflecken waren im Augenblick herausgelöst.
  • Reine Oxalsäure, die eine kräftige Säure darstellt, reagierte beim gleichen Vorgang trotz ihrer großen Azidität erheblich träger.
  • Bei- Verwendung von Ti(3)-Oxalat zur Entrostung war eine Beeinträchtigung der Zerreißfestigkeit infolge der raschen Reaktionsweise und des Fehlens größerer Mengen freier Säure an. den behandelten Gewebepartien so gut wie ausgeschlossen.
  • Ähnliche Resultate wie mit festem Ti(3)-Oxalat konnten auch beim Betupfen der zuvor in heißem Wasser ausgekochten Roststellen mit einer io°/oigen Lösung von Ti(3)-Oxalat erhalten werden.
  • Versuche mit Ti(3)-Tartrat und Ti(3)-Citrat verliefen in ähnlicher Richtung.

Claims (1)

  1. PATE N7.'ANSYRLCI3: Weiterbildung des Verfahrens gemäß Patent 579 303, dadurch gekennzeichnet, daß die Entrostung an Stelle unter Verwendung von Ti(3)-Sulfat mit anderen die Festigkeit der Gewebefaser gleichfalls erhaltenden Ti(3)-Salzen in Gegenwart oder Abwesenheit von verdünnten freien sauerstoffhaltigen Säuren gleicher Wirkungsart durchgeführt wird.
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