DE59683C - Senkloth mit Vorrichtung zur selbstthätigen Angabe von seichtem Fahrwasser - Google Patents

Senkloth mit Vorrichtung zur selbstthätigen Angabe von seichtem Fahrwasser

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DE59683C
DE59683C DENDAT59683D DE59683DA DE59683C DE 59683 C DE59683 C DE 59683C DE NDAT59683 D DENDAT59683 D DE NDAT59683D DE 59683D A DE59683D A DE 59683DA DE 59683 C DE59683 C DE 59683C
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DENDAT59683D
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TH. C. KNUDSEN und A. NÖRHOLM in Copenhagen
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Anticipated expiration legal-status Critical
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C13/00Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal
    • G01C13/008Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal measuring depth of open water

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
in COPENHAGEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Mai l8gi ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbstthätigen Sondirapparat zum Gebrauch auf Schiffen, welcher dazu bestimmt ist, seichtes Fahrwasser anzugeben, wenn das Schiff in solches hineinkommt. Auf der Zeichnung ist der Apparat in zwei verschiedenen Weisen an einem Schiffe S angebracht. Fig. ia und ρ a zeigen eine Seitenansicht und Fig. ib und pb eine Vorderansicht des Schiffes.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem Senkblei a, das vermittelst einer Leine b am Vordersteven oder Vordertheile des Schiffes befestigt ist, und zwar entweder am Kiel oder an der Bille oder einer anderen Stelle (z. B. am Bugsprit), und auf diese Weise mit dem Schiffe in einer gewissen, von verschiedenen Verhältnissen abhängigen Tiefe unterhalb des Kiels schleppt. Vom Senkblei führt eine zweite Leine c entweder durch eine Röhre d im Boden, Fig. i, oder aufserhalb des Schiffes, Fig. ?, zu einer in einem Ständer _/ auf dem Schiffsdeck gelagerten Rolle e. Letztere ist mit einer zweiten Rolle i fest verbunden, um welche herum eine dritte Leine oder Schnur gelegt ist, an deren einem freien Ende ein Gewicht^ aufgehängt ist. Letzteres ist nicht schwerer, als eben nothwendig ist, um die Leine c in gespanntem Zustande zu erhalten, während das Senkblei α so viel schwerer als das Gewicht^/ gemacht wird, dafs die Tiefe, in welche es unterhalb des Schiffes hinunterhängt, nicht durch den Einflufs des Gewichtes geändert wird.
Die durch das Gewicht f hervorgebrachte Wirkung, die Leine c straff zu halten, kann jedoch selbstverständlich auch durch Anwendung einer Federkraft (Schraubenfeder oder dergleichen) erzielt werden, die entweder in unmittelbare Verbindung mit der Leine c gebracht wird oder auf die Rolle wirkt, woran die Leine c befestigt ist.
Damit die Entfernung des Senkbleies α vom Kiel nicht von der Fahrt des Schiffes abhängig ist, wird demselben die in den Fig. 8 bis 11 gezeigte Form gegeben. Fig. 8 zeigt das Senkblei von der Seite gesehen, Fig. g einen Querschnitt davon nach A-B, Fig. 8; Fig. io ist ein Querschnitt des Bleies nach C-D, sowie eine Projection vom untersten Theile des Gewichtes auf der Schnittebene, und Fig. 11 zeigt dasselbe von hinten gesehen. Wie aus diesen Ansichten zu ersehen, besteht das Senkblei aus einer runden Scheibe a, die von den vorerwähnten Leinen b und c im Wasser senkrecht gehalten wird. Nach unten und hinten bildet das Blei an beiden Seiten einen rechtlinigen Ansatz α2, dessen Richtung am besten annähernd parallel mit der durch die Angriffspunkte der beiden Linien b und c gelegten Linie gemacht wird. Gegen die Oberseite dieser Ansätze drückt das Wasser während der Fahrt des Schiffes nach vorwärts, so dafs das Senkblei in das Wasser bis zu einer Tiefe hinuntergeprefst gehalten wird, die sich während der Fahrt nicht ändert, falls nicht das Gewicht auf den Grund stöfst.
Der Ständer j mit den Rollen e und i ist in den Fig. 3 und 4 für sich gezeigt. Derselbe ist hier von der Seite gesehen, und zwar in zwei verschiedenen, auf einander senkrecht stehenden Lagen. Fig. 5 zeigt eine Oberansicht. In Fig. 6 und 7 ist ein mit der gemeinschaftlichen Achse m der Rollen e und i verbundenes Zeigerwerk in Vorder- und Seitenansicht für sich dargestellt. Die Achse m trägt
auf ihrem Ende das Zahnrad n1, durch welches sie mit dem Zeiger h verbunden ist, und zwar mittelst der mit einander fest verbundenen Zahnräder κ2 und w3 auf der im Ständer gelagerten Achse (oder auf einem Zapfen am Ständer) und durch einen Zahnbogen, welcher ■von einem Ende des Zeigers h gebildet wird. Letzterer zeigt auf eine am Ständer angebrachte Scala g, deren Eintheilungen angeben, wie viele Fufs das Senkblei α sich unterm Kiel des Schiffes befindet. Am Ständer kann ferner ein einstellbarer Arm k. angebracht sein, mit welchem der Zeiger in Berührung kommt, sobald die Entfernung des Senkbleies α vom Kiel kleiner als ein gewisses Minimum wird. Durch die zwischen dem Zeiger und dem Arme k stattfindende Berührung wird eine elektrische Leitung geschlossen, deren Poldrähte sl und s'2 sind, wodurch ein. elektrischer Signalapparat in Thätigkeit gesetzt wird.
Der auf der Zeichnung dargestellte Apparat ist dazu eingerichtet, um eine Entfernung des Senkbleies α vom Kiel des Schiffes beispielsweise bis zu 24 Fufs anzugeben, und der Zeiger k ist zur Alarmirung eingestellt für den Fall, dafs die Entfernung des Senkbleies vom Kiel z. B. kleiner als 9 Fufs werden würde.
Die Anwendungsweise des Apparates dürfte schon aus Obigem hinlänglich klar hervorgehen. Befürchtet man, dafs sich das Schiff gefährlichem Fahrwasser nähern könnte, so läfst man das Senkblei α unter dem Schiffe schleppen, "wie in der Zeichnung dargestellt und vorstehend beschrieben ist. Wenn die Entfernung zwischen dem Kiel des Schiffes und dem Meeresboden kleiner wird als ein gewisses kleinstes Mafs, z. B. .24 Fufs, so wird das Steigen des Meeresgrundes das Senkblei α dem Kiel des Schiffes näher bringen, und das Gegengewicht zieht gleichzeitig die Leine c straff, während man an der Scala g die Entfernung ablesen kann. Hat man dagegen die Nähe solcher Gründe nicht zu befürchten, so kann man durch Drehen der gemeinschaftlichen Achse m der Rollen e und i mittelst Handkurbel, die an einem Vierkant auf der Achse sitzt, das Senkblei α dicht an das Schiff heranwinden und auf geeignete Weise daran befestigen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Selbstthätig wirkender Sondirapparat zum Gebrauch auf Schiffen und dazu bestimmt, innerhalb gewisser Grenzen die Entfernung zwischen dem Kiele des Schiffes und dem Meeresgrunde anzugeben, bestehend aus einem Senkblei (a), das mittelst einer Leine (b) in fester Verbindung mit dem Schiffe und aufserdem an dem einen Ende einer Leine (c) festgemacht ist, deren anderes Ende in Verbindung mit einer am Schiffe fest angebrachten Vorrichtung steht, welche unter Beeinflussung der beim Steigen und Sinken des Senkbleies α im Wasser hervorgebrachten Bewegungen der Leine c und mit Hülfe eines Zeigerwerkes selbstthätig angiebt, wenn die Entfernung zwischen dem Kiele und dem Meeresgrunde kleiner wird als eine im Voraus bestimmte Tiefe.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten, selbstthätig wirkenden Sondirapparate:
a) die Anordnung einer an einem Gestelle lose angebrachten Rolle oder Scheibe e, woran das dem Senkblei a entgegengesetzte Ende der Leine c in Verbindung mit einem Gewichte oder einer Feder befestigt ist, welche die Scheibe e in entgegengesetzter Richtung zu derjenigen dreht, in welcher sie vom Senkblei α gedreht wird, zu dem Zwecke, die Leine c immer straff angezogen zu halten;
b) die Anordnung eines Zeigerwerkes, bestehend aus einem an der Achse m der Scheibe e fest angebrachten Zahnrade η 1J welches wieder durch die Zahnräder n'2 und n3 mit einem mit einer eingeteilten Scala bezw. einem Alarmapparat verbundenen Zeiger h derart in Verbindung steht, dafs jede steigende und fallende Bewegung des Senkbleies α mittelst der Rolle e und deren Achse auf das Zeigerwerk übertragen wird, so dafs an der genannten Scala die Gröfse der senkrechten Bewegungen des Gewichtes α abgelesen bezw. eine Alarmirung hervorgerufen werden kann, wenn die Entfernung zwischen dem Senkblei (und somit dem Meeresgrunde) und dem Kiele des Schiffes kleiner als ein gewisses Minimum wird;
c) die Einrichtung des Senkbleies a als Scheibe, welche an beiden Seiten nach unten und hinten mit einem Ansatz cP versehen ist, dessen Oberfläche aus einer windschiefen Fläche besteht, die so gestellt ist, dafs das an der Leine c aufgehängte Senkblei bei der Vorwärtsbewegung des Schiffes unter der Einwirkung der Reactionskraft des Wassers beständig nach unten gedruckt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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