DE596381C - Verfahren zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken an geschiebefuehrenden Fluessen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken an geschiebefuehrenden FluessenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B3/00—Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
- E02B3/04—Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken an geschiebeführenden Flüssen Bisher wurden zur Herstellung von Leit-und Uferdeckwerken an Flüssen in der Regel lose Steinschüttungen, versenkbare Kies- bzw. Steinwürste oder Faschinen verwendet und insbesondere die unter Wasser liegenden Teile der Uferböschungen gegen Stromangriff durch lose Steinschüttungen oder durch nebeneinandergelegte Senkwürste gesichert. Dies Bauverfahren erfordert die Verarbeitung einer großen Menge von Steinen und. Faschinen, deren Beschaffung häufig mit großen Kosten,verknüpft ist, und die Bauwerke der gekennzeichneten Art bedürfen ständig einer sorgfältigen Unterhaltung.
- Die Nachteile der bisherigen Bauweise sollen durch die Erfindung beseitigt werden. Die Leit- und Uferdeckwerke an geschiebeführenden Flüssen werden nach dem neuen Verfahren in der Hauptsache aus dem an Ort und Stelle vorhandenen Flußgeschiebe (Wakken, Kies und Sand) ohne Verwendung von Faschinen hergestellt. Die Erfindung besteht darin, daß das an. den Ufern lagernde Geschiebe durch profilmäßig eingetriobene Tafeln gegen den Flußlauf abgegrenzt oder aus dem Flußbett gewonnenes Geschiebe hinter profilmäßig aufgestellte Tafeln geschüttet und in der Weise verfestigt wird, daß mittels parallel zu den Tafeln eingetriebener gelcchter Röhre oder Bohrer eine trockene Mischung von Zement und Sand; Zementmilch adeyr -ähnliche Bindemittel eingepreßt werden.
- Für die herzustellenden Uferdeckwerke werden zunächst - Bockgerüste - als provisorische Träger für die in der Böschungsneigung aufzustellenden Blechtafeln angeordnet, Die Blechtafeln sollen zweckmäßigerweise bis unter die planmäßige Flußsohle in das gelagerte Geschiebe eingetrieben werden (vgl. Abb. i). Hinter die durch die Blechtafeln gebildete Abschlußwand wird in dem ruhigen Hinterwasser das Geschiebe profilmäßig geschüttet. Hierauf werden gelochte Rohre oder hohle Bohrer in einem bestimmten Abstand zu den Blechplatten und parallel zu denselben in die G.eschiebeschüttung und bis in das gelagerte Flußgeschiebe getrieben und die Bindemittel - trockene Mischung in Form eines Zementsandstrahles, Zementmilch oder flüssiger Zementmörtel - eingepreßt. Nach Abbinden und Erhärten des- Zements entsteht somit eine dichte Betonschicht an der später dem Wasserangriff ausgesetzten Außenseite des Schüttkörpers (vgl. Abb.2).
- Die Blechplatten haben den Zweck, eine geschlossene Abschlußwand gegen den Strom zu bilden, um die Anschüttung zu schützen und das Auswaschen des eingepreßten Zements zu verhüten. Sie sollen insbesondere aber auch noch durch Stauung der Zementeinspritzung ein Anreichern des Bindemittels an der Außenseite der Schüttung bewirken.
- Bei Leitwerksbauten, deren ganze Oberfläche später vom Wasser umspült wird, muß' zuerst die stromseitige und dann die landseitige Böschung nach dem beschriebenen Verfahren verfestigt werden und der beiderseitige Plattenbelag so lange bleiben, bis die Oberflächenabschlußschicht mit gewönlichem Schüttbeton geschlossen und erhärtet ist. Der Ouerschnitt eines sclchen fertigen Bauwerkes ist durch Abb. 3 veranschaulicht, welche auch roch zeigt, daß bei größeren Tiefen Abdeckplatten verwendet werden, welche mit Schwimmkästen versehen sind, um sie schwimmend an den Verwendungsplatz befördern zu können. Zwecks Absenkens der Platten werden die Schwimmkästen mit Wasser- gefüllt. Beim Abbauen der Schwimmkästenplatten wird das Füllwasser aus den Schwimmkästen durch Preßluft entfernt, wodurch sie von allein hochschwimmen.
- Bei dem neuen Verfahren handelt es sich also um eine ausgesprochene Oberflächenverfestigung der Bauwerke im Gegensatz zu der bekannten Untergrundsverfestigung, wie sie bereits in mancherlei Ausführungsarten durch Einpressen von Zementmilch, Zementmörtel oder Chemikalien in löse Gesteinsmassen senkrecht oder nahezu senkrecht zur Bauwerksumhüllung angewendet worden ist. Das neue Verfahren unterscheidet sich von den bekannten also insbesondere dadurch, und das ist das Wesentliche der Erfindung, daß die Versteinerung der Massen auf den Teil der Anschüttung beschränkt wird, der dem Wasserangriff .zunächst ausgesetzt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lxit-und Uferdeckwerken an geschiebeführenden Flüssen, dadurch gekennzeichnet, daß das an den Ufern lagernde Geschiebe durch profilmäßig eingetriebene Tafeln gegen den Flußlauf abgegrenzt oder aus dein Flußbett gewonnenes - Geschiebe hinter profilmäßig aufgegtellte Tafeln geschüttet und in der Weise verfestigt wird, daß mittels parallel zu- den Tafeln eingetriebener gelochter Rohre oder Bohrer in die dem Flusse zugekehrte Geschiebeschicht eine trockene Mischung von Zement und Sand, Zementmilch oder ähnliche Bindemittel eingepreßt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE596381T | 1930-01-17 |
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| DE1930596381D Expired DE596381C (de) | 1930-01-17 | 1930-01-17 | Verfahren zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken an geschiebefuehrenden Fluessen |
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- 1930-01-17 DE DE1930596381D patent/DE596381C/de not_active Expired
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