AT136523B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken bei geschiebeführenden Flüssen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken bei geschiebeführenden Flüssen.

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AT136523B
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    Verfahren nml Vorriehtnng zur Herstellumg   von Leitend   Uferdeckwerken bei geschiebeführpMdpu  
Flüssen. 



   Es gibt Verfahren zum Auskleiden des benetzten Querschnittes von   Wasserläufen   mit Sohlenschalen und fertigen Betonplatten, wobei charakteristisch ist. dass hinter der Sohlenschalung die Füll- 
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  Auch sind Verfahren bekannt, welche Geröllmassen durch Einpressen von Bindemitteln mittels Spritzrohren über und unter Wasser zu   Betonblöcken   verfestigen, z. B. zu Zwecken der Errichtung von Sperrmauern bei Wildbachverbauungen u. dgl. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   Leit-und Uferdeckwerken   bei   geschiebeführenden   Flüssen, welches sich von den bekannten Arbeitsweisen dadurch unterscheidet, dass es eine Verfestigung der Oberschicht des in   natürlicher     Böschungsneigung   liegenden und durch Platten wasserseitig abgegrenzten Flussgeschiebes auf eine bestimmte   Schichtstärke   ermöglicht.

   Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass nach vollzogener Verfestigung des Böschungsbelages die sämtlichen Baugeräte, also die zur vorübergehenden Begrenzung des Flussgeschiebes dienenden Platten mit ihren Trägern, wieder herausgenommen und neu verwendet werden können, so dass durch den Fortfall miteinzubauender Hilfsmittel jeglicher Art eine wesentliche Verbilligung solcher Uferschutzbauten eintritt. 



   Auf der Zeichnung sind verschiedene nach dem Verfahren hergestellte Beispiele solcher Ufer- 
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   A ein höherer   Wasserstand. 



   Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren Böcke oder Bock-   gerüste   a als provisorische Träger für in der Bösehungsneigung des Geschiebes aufzustellende Blechtafeln b angeordnet. Diese sollen zweckmässigerweise zur Verhütung späterer Bauwerksunterkolkung bis unter die projektmässige Flusssohle s mit der erforderlichen Neigung in das gelagerte Geschiebe eingetrieben werden. Hinter der durch diese   Blechtafeln gebildeten Abschlusswand   wird im ruhigen Hinterwasser das Geschiebe bis zur Ausbauhöhe unter Wasser, also bis zum Ausbauwasserspiegel m, geschüttet. 



  Hierauf werden gelochte Rohre oder hohle Bohrer c in einem bestimmten Abstande zu den Blechplatten b und parallel zu diesen unter ständigem Durchblasen komprimierter Luft durch das Wasser an die   Geschiebeschiittung   herangebracht und nun ein aus   Zementsand,     Zementmilch   oder flüssigem Zement- 
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 eingepresst. Nach dem Abbinden und Erhärten des Zementes entsteht dann eine beliebig starke, dichte Betonschicht e, u. zw. an der später dem Wasser   angriffausgesetzten Aussenfläche   des Sehüttkörpers, vgl. 



  Fig. 5. Die Blechplatten b erfüllen den Zweck, während der Herstellung der Decke e eine geschlossene   Abschlusswand   gegen den Strom zu bilden, um die Anschüttung vor dem Abtreiben zu bewahren, sodann aber-und das ist sehr wesentlich-nicht nur ein Verlorengehen oder Auswaschen des eingepressten Zementes zu verhüten, sondern ein Anreichern des   Sandstrahlzementes   bzw. anderer Versteinerungsmittel an der Aussenseite der Schüttung durch Stauung der   Binde-bzw. Erhärtungsmittel   an dieser Stelle zu bewirken. 



   In den Fig. 3 und 4 ist ein solcher Bohrer im   Längs-und Querschnitt (nach   der Linie   A-A)   dargestellt. Im hohlen Schaft c des mit einem entsprechend geformten Kopf versehenen Bohrers sind zwei 
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 und etwas nach oben ansteigen. Beim Einleiten eines mit Zement vermengten Sandstrahles od. dgl. in die Leitungen d werden zwei Teilpressstrahlen erzeugt, welche durch   Hin- und Zurückdrehen   des Bohrers 

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 um 90'den Zwischenraum zwischen dem letzteren und den Blechtafeln b bestreichen, siehe Fig. 2. Die aus den Düsen   d'geschleuderten Bindemittelteüclien   werden durch die vorderste Kiesschicht hindurch an der Blechwand b abgefangen und ergeben nach ihrem Abbinden eine besonderes dichte Oberflächenschicht von gewollter Stärke.

   Die   Strahlspaltung kann durch   Einbau entsprechender   Verteilungsstüeke   eine drei-oder mehrfache sein, und in jedem Fall ist der Vorteil gegeben, dass eine geringe   Drehbewegung   des Bohrers zur Beschickung genügt. Die Teilpressstrahlen können in gleicher oder verschiedener Höhe aus den einzeln oder reihenweise arbeitenden Bohrern c austreten. 



   Bei sehr tiefliegenden Leitwerksbauten, also entsprechend grossen Blechplatten S, empfiehlt es sich zwecks leichterer Kontrolle der Geschiebeschüttung und des ganzen Einpressverfahrens auf die untere Plattenhälfte   Schwimmerkästen t zu   montieren und die beiden Plattenhälften b,   7P-   durch Scharniere od. dgl. gelenkig zusammenzuhalten. Die Fig. 6 zeigt eine solche Anordnung, welche gleichzeitig ermöglicht, eine unverhofft eintretende Anschwellung für die Baustelle unschädlich abzuführen. Zum Absenken der Schwimmerplatten werden die Kästen t zuerst mit Wasser gefüllt und zum Abbauen der ersteren das Füllwasser wieder aus den Kästen heraus-und Luft eingepresst, so dass die letzteren selbsttätig nach oben schwimmen.

   Ist der untere Bauwerksteil fertig bearbeitet, so wird zunächst Geschiebe in der gewollten Neigung weitergeschüttet, dann die Böcke herausgenommen, die bisher von diesen aufrechtgehaltenen Plattenhälften   bl   umgelegt, und Bindemittel bis knapp zur Bauwerksoberkante eingepresst. 



  Nach Behandlung der hinteren Böschung im Sinne der Fig. 1 wird, während die Platten b noch liegen, im Schutze derselben die obere Abdeckschicht als Schüttbetonschicht im bisher bekannten Betonierungsverfahren hergestellt. Ist das Abbinden und Erhärten des Zementes vollzogen, so werden die Platten b abgenommen bzw. schwimmen vermittels der   Kästen t selbsttätig   nach oben. 



   In Fig. 7 ist angenommen, dass die künftige   Leitwerkslinie   eine vorhandene   Eiesbank   schneidet. 



  Hier muss zunächst bis zur Höhe der künftigen Leitwerksoberkante das Geschiebematerial abgetragen sein, dann werden die Blechtafeln b in der   natürlichen     Böschungslinie   des Flussgeschiebes bis zur künftigen Fusssohle s oder besser noch ein bis zwei Meter tiefer hinabgeschlagen, bevor dahinter, also im Schutze dieser Spundwand, das festgelagerte Geschiebe mit pneumatischen Aufreissern   geloekert   und nach dem   Einpressverfahren   an der   wasserseitigen Aussenbosehung verfestigt   wird.

   
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 werden, wie dies für den Oberkanal eines   Eraftwerkes   zur Verringerung der Reibungswiderstände oder für ähnliche Fälle gefordert werden kann, so müssen gleich zu Beginn der   Uferbefestigungsarbeiten   doppelschichtige Abdeckplatten eingebaut werden. Die Unterschicht derselben muss nach Durehführung des neuen Einpressverfahrens gezogen oder die Platten müssen senkrecht zur   Geschiebeböschungsfläche   gehoben werden, so dass ein bestimmter Zwischenraum zwischen Abdeekplatten und Geschiebeober-   fläche   entsteht. Auf die Aussenhaut der Decke wird dann vermittels eines in den Zwischenraum geschobenen 
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 entsprechendes Verteilungsstück in zwei ode ; mehr Teilpressstrahlen zerlegt wird, die vermittels unterseitig mündender, gekrümmter Düsen austreten. 



   Die Fig. 10 und 11 veranschaulichen einen Einpressdorn, welcher ermöglicht, das Bindemittel unter Wasser hinter den Platten auch von   obenher   in gewollter Tiefe in die künftige Aussenschicht des   Leit-oder Uferdeckwerkes   einzupressen. 



   Der flach in den Zwischenraum zwischen Blechplatten und Bauwerksböschung eingeführte Pressdom k wird in Ausbauhöhe um   900 gedreht,   so dass der einige Zentimeter lange Dornfortsatz senkrecht in den   Eies   eingreift und das Bindemittel entsprechend tief in die   Oberflächenschichte   des Bauwerks einpresst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von   Leit-oder Uferdeckwerken   an geschiebeführenden Flüssen, 
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 Tafeln (b) strömungsseitig abgegrenzt oder hinter derart schräg aufgestellten Tafeln (b) geschüttet und in seiner der Strömung zugekehrten   Oberfläehenschichte   durch Einpressen von Zementsandstrahl, Zementmilch oder ähnlichen Bindemitteln mittels parallel zu den Abdeckplatten eingetriebener gelochter Rohre oder Bohrer (c) auf eine ganz bestimmt gewollte Schichtstärke verfestigt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Zufuhr des Bindemittels dienende Bohrer (c) zwei rechtwinkelig oder mehrere spitzwinkelig zueinander liegende und schräg aufwärts gerichtete Düsen besitzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass doppelschichtige Abdeckplatten verwendet werden, deren Unterschicht nach hinter dieser durchgeführter Zementeinpressung gemäss Anspruch 1 und 2 gezogen wird und dass innerhalb des zwischen Plattenoberschicht und Bauwerksoberfläche dann entstehenden Zwischenraumes mittels Pressbügel (g) Bindemittel auch senkrecht zur Bauwerksaussensehicht von obenher auf-und eingepresst-werden.
AT136523D 1931-12-21 1931-12-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Leit- und Uferdeckwerken bei geschiebeführenden Flüssen. AT136523B (de)

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