DE595123C - Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher mit nur einer Bewegungsrichtung - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher mit nur einer BewegungsrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Anrufsucher mit nur einer
Bewegungsrichtung, bei der aus einer Gruppe von Anrufsuchern immer nur einer vorbereitend
in einen Bereitschaftszustand gebracht wird, aus dem er durch den Anreiz einer anrufenden
Leitung angelassen wird.
Es sind bereits Anordnungen dieser Art bekanntgeworden, bei denen das Aufrücken
der Anrufsucher in den Bereitschaftszustand durch Anrufverteiler gesteuert wurde, und zwar
in der Weise, daß jedem Anrufsucher individuell ein Steuerschalter zugeordnet war, der sich,
sofern der ihm zugeordnete Anrufsucher nicht gerade in Benutzung war, normalerweise in
einer Wartestellung befand. Durch den der Anrufsuchergruppe zugeordneten Anrufverteiler
wurde nun vorbereitend immer nur einer der Anrufsucher dadurch in den Bereitschaftszustand
gebracht, daß der diesem Anrufsucher zugeordnete Steuerschalter aus seiner letzten
Stellung, der Wartestellung, in seine Anfangsstellung überführt wurde. Die Reihenfolge,
in der die Anrufsucher in den Bereitschaftszustand gebracht wurden, wurde dabei von
dem der Gruppe zugeordneten Anrufverteiler in der Weise festgelegt, daß sich dieser Verteiler
nach Inbenutzungnahme eines in den Bereitschaftszustand versetzten Anrufsuchers selbsttätig in die erste seiner folgenden Stellungen
begab, an die ein freier Anrufsucher bzw. eine freie Anrufsucheruntergruppe angeschlossen
war.
Erfindungsgemäß sind den Anrufsuchern selbst Bereitschaftsstellungen zugeordnet, in
die sie, durch der Anrufsuchergruppe zugeordnete Fühlrelais gesteuert, der Reihe nach aufrücken.
Diese Anordnung hat vor allem den Vorteil, daß zur Kennzeichnung des Bereitschaftszustandes
die Stellung der Anrufsucher selbst herangezogen wird, so daß sich besondere hierfür
erforderliche Schaltmittel, z. B. Steuerschalter, erübrigen. Ferner wird auf diese
Weise erreicht, daß die Anrufsucher sich gegenseitig ohne Zuhilfenahme besonderer Anrufverteiler
in die Bereitschaftsstellung steuern. Die Reihenfolge des Aufrückens in die Bereitschaftsstellung
ergibt sich bei der hier beschriebenen Anordnung durch die Reihenfolge des Freiwerdens der einzelnen Anrufsucher.
Da diese Reihenfolge lediglich durch die Belegungszeiten der Anrufsucher bedingt ist,
kommt man dabei an sich ohne jede besondere Steuereinrichtung aus. Es muß lediglich
dafür gesorgt werden, daß die Anrufsucher in der Reihenfolge ihres Freiwerdens in Wartestellungen
aufrücken, aus denen sie dann beim Eintreffen von Anrufen der Reihe nach in die
Bereitschaftsstellung überführt werden. Die Fühlrelais werden dazu benutzt, um für den
Fall, daß kein Anrufsucher in der letzten Warte-
stellung steht, den ersten auf einer vorgeordneten Wartestellung befindlichen Anrufsucher
zum Aufrücken in die letzte Wartestellung und alsdann in die Bereitschaftsstellung zu veranlassen.
Diese Fühlrelais haben also eine andere Funktion als die bekannten Wählersucher oder
Anrufverteiler, die die Reihenfolge der Belegung der Anrufsucher festlegen.
Das im folgenden beschriebene Ausführungsbeispiel arbeitet so, daß, sobald ein Anrufsucher
die Bereitschaftsstellung verläßt, um eine anrufende Leitung aufzusuchen, ein anderer
freier Anrufsucher selbsttätig in die Bereitschaftsstellung übergeht. Die anderen freien
Anrufsucher begeben sich in Wartestellungen, von denen sie, einer nach dem anderen, in die
Bereitschaftsstellung übergehen. Falls beim Eingehen eines Anrufes kein Anrufsucher sich
in der unmittelbar vor der Bereitschaftsstellung liegenden Wartestellung befindet, veranlaßt,
wie bereits erwähnt, eine besondere Anordnung, die Fühlrelais, das Vorrücken eines freien
Anrufsuchers in die genannte Wartestellung und von dieser in die Bereitschaftsstellung.
Befindet sich beim Eingehen eines Anrufes kein freier Anrufsucher in einer der nächsten
Wartestellungen vor der Bereitschaftsstellung, dann werden sämtliche freien Anrufsucher
gleichzeitig veranlaßt, in die genannten Warte-Stellungen vorzurücken, und einer von ihnen
wird in die Bereitschaftsstellung und von dort auf die anrufende Leitung gebracht. Ein weiteres
Merkmal der Erfindung besteht in der Anwendung von Fühlrelais, die beim Eingehen
eines Anrufes die Wartekontakte einer Anrufsuchergruppe nacheinander abfühlen, bis über
eines von ihnen ein Anlaßstrom für einen freien, in einer Wartestellung befindlichen Anrufsucher
fließt. Wenn beim Eingehen eines Anrufes kein Strom über ein Fühlrelais und über einen Wartekontakt fließt, dann werden
durch ein Gruppenanlaßrelais sämtliche freien Anrufsucher angelassen. Die verschiedenen
freien Anrufsucher stellen sich auf Warte-Stellungen ein, deren jede am Anfang einer
verschiedenen Bankkontaktuntergruppe liegen kann. Außer einer durch die Anrufrelais der
anrufenden Leitungen beeinflußten, die Anlaßrelais der in Bereitschaft befindlichen Anrufsucher
steuernden Anlaßleitung wird eine durch die Relais der Anrufsucher beeinflußte Vorrückanlaßleitung
vorgesehen, die die in Wartestellung befindlichen Anrufsucher steuert. Jeder Anrufsucher einer Gruppe schließt eine Stromzuführung
zu seinem Anlaßrelais in einer Stellung seiner Bürsten, die von der Stellung, in
welcher jeder andere Anrufsucher eine entsprechende Stromzuführung schließt, abweicht,
so daß die Bürsten der Anrufsucher alle vor verschiedenen Bankkontaktuntergruppen liegen,
wenn die genannten Stromzuführungen geschlossen sind. Die Stromzuführung zu den Anlaßrelais kann über eine Bürste oder Bürsten
oder über Wellenkontakte erfolgen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in einer derartigen Verbindungsweise der anrufenden
Leitungen mit den Kontaktbänken einer Anrufsuchergruppe, daß diese eine größere Anzahl anrufender Leitungen weiterverbinden
kann als die Anzahl der Bankkontaktsätze, die in der Kontaktbank eines einzigen Anrufsuchers
vorhanden ist. Hierbei werden die Anrufsucher in Gruppen geteilt, und von der
Gesamtzahl der durchzuschaltenden Leitungen der Gruppe wird ein Teil an die Bankkontakte
sämtlicher Anrufsucher der Gruppe angeschlossen; ein weiterer Teil wird nur an die
Bankkontakte der einen Anrufsuchergruppe und ein dritter Teil nur an die Bankkontakte
der anderen Anrufsuchergruppe angeschlossen. Der Teil der Leitungen, der an beide Anrufsuchergruppen
angeschlossen ist, wird für gewöhnlich durch die eine Gruppe von Anrufsuchern
weiterverbunden, aber im Falle, daß alle Anrufsucher dieser Gruppe besetzt sind,
wird er durch einen Anrufsucher der zweiten Anrufsuchergruppe weiter verbunden.
Vorzugsweise können Wähler Verwendung finden, die vermöge ihres Antriebes durch
Federkraft eine besonders hohe Einstellgeschwindigkeit aufweisen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In dieser veranschaulicht
Abb. ι eine Anrufsuchergruppe mit einer Bereitschaftsstellung und neun Wartestellungen.
Der Anrufsucher kann für eine beliebige Anzahl von anrufenden Leitungen, beispielsweise ιοσ,
eingerichtet sein. Die Wartestellungen befinden sich am Ende der Kontaktbank.
Abb. 2 zeigt eine Gruppe von Anrufsuchern, deren Wartestellungen auf verschiedene Bankkontaktuntergruppen
verteilt sind.
Abb. 2 a zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Abb. 2.
Abb. 3 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Anzahl der weiterzuschaltenden anrufenden
Leitungen größer ist als die Anzahl der Leitungsanschlußstellen eines einzigen Anrufsuchers.
Abb. 4 zeigt die Schaltung der Fühlrelais.
In der Abb. 1 bedeutet S eine Sprechstelle, die durch Leitungen 400, 401 an Bankkontaktsätze
k6 von Anrufsuchern A1 bis A10 angeschlossen
ist. Es sei angenommen, daß die Anrufsucherkontaktbänke je 100 Bankkontaktsätze
A1 bis A100 besitzen, von denen nur einige,
z. B. A1, k2, k3 usw. und A100, angedeutet sind.
Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Bürsten sämtlicher Anrufsucher Ax bis A10 so
gezeigt, als ob sie alle auf die Kontaktbank eines einzigen Anrufsuchers sich eingestellt hätten.
In Wirklichkeit stehen die Bürsten je auf einer eigenen Kontaktbank oder bei Verwendung
einer Ericsson-Drahtbank ζ. Β. auf verschiedenen Teilen der Kontaktbank. Die letzten
neun Kontaktsätze A92 bis A100 sind als Wartestellen
W1 bis W9 eingerichtet, auf welche sich
die Bürsten der Anrufsucher sofort einstellen, sobald sie nach Beendigung einer Gesprächsverbindung frei werden. Jeder Anrufsucher
stellt sich hierbei auf eine verschiedene Wartestelle W1 bis W9 ein. Wenn nämlich der Bewegungs-
oder Einstellmagnet eines Anruf Suchers, z. B. M1VOnA1, in im nachfolgenden erläuterter
Weise durch einen über- die Bürste S1 und Kontakt
18 gesandten Strom erregt wird, schließt sich der Kontakt 17, bevor sich der Kontakt 18
öffnet, und die rechte Wicklung des Einptellmagneten M1 bekommt dann Strom von allen
besetzten Kontakten 26, 26a, 266 usw. über 14,
24, 17, bis die Bürste b2 einen toten Kontakt,
z. B. 26/i, erreicht. Dann wird der Bewegungsmagnet M1 stromlos und legt durch seinen
Kontakt 16 sowie die Kontakte 24, 14 selbst den Minuspol an den Bankkontakt 26/,, so daß
an diesem kein anderer angelassener Anrufsucher stehenbleibt. Der Bankkontaktstreifen
26 erstreckt sich über 91 Kontaktsätze U1 bis k91,
so daß, wenn ein Anrufsucher, wie A1, auf ihm
stehengeblieben ist, kein anderer angelassener Anrufsucher auf einem Kontaktsatz U1 bis k91
stehenbleiben kann, wenn nicht sein Anlaßrelais R1 erregt ist, um seine Bürste b2 bei 24
von dem erregten Magneten M1 abzutrennen. Eine solche Erregung des Anlaßrelais R1 findet
immer statt, wenn der angelassene Anrufsucher sich auf eine anrufende Leitung einstellen soll,
aber sonst nicht. In der Abb. 1 befindet sich ein Anrufsucher A1 am Anfang der Kontaktbank.
Diese Stellung eines Anrufsuchers soll als die Bereitschaftsstellung bezeichnet werden,
d. h. als die Stellung, in welcher er bereit ist, sich sofort auf jede beliebige anrufende
Leitung einzustellen. In jeder der Wartestellungen W1 bis W9 befindet sich ein Anrufsucher
A2 bis A9. Die im nachfolgenden näher
beschriebene Schaltungsanordnung ist so eingerichtet, daß, sobald der in Bereitschaft befindliche
Anrufsucher ^1 zwecks Herstellung einer Verbindung von der Bereitschaftsstellung
weiterrückt, der in Wartestellung W1 befindliche
Anrufsucher A2 sich an Stelle von A1 in die
Bereitschaftsstellung begibt und gleichzeitig ein weiterer Anrufsucher A 3 bis zur Wartestellung
W1 vorrückt. Von Verbindungen frei werdende Anrufsucher rücken immer sofort bis
zu den Wartestellungen oder Wartekontakten W1 bis W9 vor, und jeder solcher Anrufsucher
stellt sich auf einen anderen Wartekontakt ein. Sind verschiedene Anrufsucher durch Verbindungen
in Anspruch genommen und befindet sich kein Anrufsucher auf dem letzten Wartekontakt W1, aber ein solcher auf dem
Wartekontakt wa, so wird derselbe durch einen von dem letzten Anruf herrührenden Anstoß
veranlaßt, bis zum Wartekontakt W1 vorzu1
rücken, und wenn dann ein weiterer Anruf erfolgt, springt er in die Bereitschaftsstellung
und von dort sofort weiter bis zur anrufenden Leitung. Solange auch nur ein einziger Anrufsucher
in der Gruppe frei ist, schaltet dieser jede anrufende Leitung in einem Bruchteil
einer Sekunde (höchstens 1J3 Sekunde) durch
zum nächsten Wähler (Gruppenwähler, Leitungswähler).
Eine neue Anordnung, von welcher die Erfindung Gebrauch macht, sind die Fühlrelais,
die nun an Hand der Abb. 4 beschrieben werden sollen. In dieser sind 500 und 600 Bürsten,
die die Magnetwicklungen Ma, Md mit den Bankkontakten 601, 604 verbinden, fa bis fd
sind Fühlrelais, die an die Bankkontakte 601 bis 604 angeschlossen sind, ra bis rd sind
Weiterschalterelais. 606 ist ein in der Vorrückanlaßleitung 605 befindlicher Widerstand. Die
Fühlrelais haben Haltewicklungen, die sie über ihre Kontakte 607 bis 610 einschalten können.
Die oberen Wicklungen der Fühlrelais fa bis fd und die Magnetwicklungen Ma, Md haben
einen in bezug auf die Wicklungen ra bis rd so kleinen Widerstand, daß, wenn ein Relais fa
bis fd über einen Widerstand 606, 611, 612, 613
erregt wird, das Relais ra bis rd. fast kurzgeschlossen
ist und seinen Anker nicht anzieht. Es sei nun angenommen, daß die Vorrückanlaßleitung
605 mit dem Minuspol verbunden wird. Es fließt dann ein Strom über den Widerstand
606, obere Wicklung von fa, 601, 500, Magnet Ma zum Pluspol. Das Fühlrelais reagiert
auf diesen Strom, schaltet seine Haltewicklung ein und trennt das Relais ra am Kontakt 614
ab. Wenn kein Magnet Ma mit dem Kontakt 601 verbunden wäre, dann würde das Fühlrelais
fa stromlos bleiben, und das Relais ra würde erregt werden und den Minuspol an das
Fühlrelais f b legen. Ist kein Magnet M mit dem Kontakt 602 verbunden, so bleibt auch
das Fühlrelais fb unerregt, und dafür wird das Relais rb erregt, das nun den Minuspol an
das Fühlrelais fc anlegt. Da kein Magnet mit Kontakt 603 verbunden ist, bleibt fc ebenfalls
unerregt, während rc erregt wird und den Minuspol an das Fühlrelais fd anschaltet. Da eine
Magnetwicklung Md mit dem Kontakt 604 verbunden ist, wird das Fühlrelais fd erregt und
schaltet das Relais rd ab. Man sieht hieraus, daß immer entweder das Fühlrelais f oder das
entsprechende Weiterschalterelais r erregt wird, je nachdem ein kleiner Widerstand M mit dem
betreffenden gefühlten -Kontakt 601 bis 604
verbunden ist oder nicht.
Es sei nun die Wirkungsweise der in Abb. 1 dargestellten Anordnung im ganzen beschrieben:
Wenn ein Teilnehmer S anruft, wird sein Leitungsrelais LR erregt durch einen Strom,
der vom Pluspol über die linke Wicklung von LR, i, S, 2, rechte Wicklung Von LR nach dem
Minuspol fließt. Das Relais LR versetzt durch Öffnung des Kontaktes 3 die anrufende Leitung
in den Besetzzustand, bezeichnet durch Öffnung des Kontaktes 5 die Leitung als anrufend in
den Anrufsucherkontakthänken, bereitet am Kontakt 4 einen Stromkreis über das Trennrelais
6 vor und schließt am Kontakt 6X einen Anlaßstromkreis, der vom Minuspol über 6V
Anlaßleitung sw, Kontakt 8 des Relais ir, der den Verzögerungswiderstand drs überbrückt,
Widerstand rs, untere Wicklung des Fühlrelais
83, Anlaßkontakt S1, Kontakte 9, 10, Anlaßrelais
R1 zum Pluspol verläuft. Das Fühlrelais
83 schaltet am Kontakt 84 das Relais 81 ab und schließt am Kontakt 841 einen eigenen
Haltestromkreis, während das Anlaßrelais R1 am Kontakt 11 einen über den Kontakt 12
verlaufenden eigenen Haltestromkreis schließt, ehe es seinen Kontakt 10 öffnet. Ferner schaltet
es am Kontakt 15 den Einstellmagneten M1
in einen Stromkreis ein, der über die Bürste bs und Kontakte, wie 5, verläuft, und bereitet
am Kontakt 20 einen Anreizstromkreis für den Einstellmagneten M1 vor, der später am Schluß
der Sprechverbindung bei Aberregung des Durchschalterelais C1 (das jetzt noch nicht erregt
ist) über Kontakte 12, 20, Kontakt 21 (der
.30 jetzt offen ist) geschlossen wird. Das Anlaßrelais R1 öffnet ferner den Kontakt 24, um zu
verhindern, daß der Minuspol über Kontakte, wie 5, Bürste b3, Kontakte 15, 17, 24, 14,
Bürste b2 mit dem Bankkontaktstreifen 26 in Verbindung gelangt, denn es würde, wie aus nachfolgendem
hervorgeht, hierdurch der nächste Anrufsucher A2, der beim Anlassen des Anrufsuchers
A1 aus seiner Wartestellung auf den Kontakt 26 weitergerückt wird, einen unerwünschten
Strom über seine Bürste b2 und seinen Einstellmagneten Af2 erhalten, der das
Anhalten des Anrufsuchers A2 am Anfang
seiner Kontaktbank verhindern würde. Das Relais R1 Öffnet auch den Bezeichnungskontakt
mv um den Anrufsucher A1 in den Kontaktbänken
der Anrufsucher der nächsten Vorwahlstufe als anrufend zu kennzeichnen, und
am Kontakt Sc1 schließt das Relais R1 einen
Anlaßstromkreis für einen Anrufsucher der nächsten Vorwahlstufe. Schließlich schaltet
das Relais R1 am Kontakt Ji1 erstens das Relais
dr ein, das den Verzögerungswiderstand drs in die Anlaßleitung sw einschaltet, und zweitens
einen Anlaßstromkreis für den ersten in Wartestellung befindlichen Anrufsucher A2. Dieser
Anlaßstromkreis veranlaßt das Vorrücken des Anrufsuchers^a zum Kontaktstreifen 26 seiner
Kontaktbank und verläuft vom Minuspol über A1, Vorrückanlaßleitung 27, Widerstand rv Fühlrelais
fv Kontakt 28 des zweiten Fühlrelais f2,
den ersten Wartekontakt W1 der Kontaktbank des Anrufsuchers A2, Kontakt 18 des Einstellmagneten
M2, Wicklung von M2 nach dem
Pluspol. Der Magnet M2 wird erregt und bindet sich über seinen Kontakt 17 mit der Büste b2
und gibt den Bürstensatz frei, so daß derselbe bis zu seinem Bankkontakstreifen 26 vorrückt,
der infolge der Öffnung des Kontaktes 24 des auf die anrufende Leitung eingestellten Anrufsuchers
A1 isoliert ist. Der Einstellmagnet Af2
verliert also beim Auftreffen der Bürsten des Anruf suchers A2 auf seinem Bankkontaktstreifen
26 seine Erregung, und dieser Anrufsucher bleibt infolgedessen am Anfang seiner Kontaktbank
stehen und schließt seinen Anlaßkontakt s2. Eine Erregung seiner Anlaßrelais Ji2 über die
Anlaßleitung SW durch den Anruf, der den Anrufsucher A1 angelassen hatte, wird durch den
Verzögerungswiderstand drs verhindert, der erst dann überbrückt wird, wenn der Anrufsucher A1
die anrufende Teilnehmerleitung erreicht, sein Durchschalterelais C1 angesprochen hat und
sein Anlaßrelais R1 durch Öffnung des Haltestromkontaktes
12 veranlaßt wird, alle seine Kontakte (bis auf Kontakt 20, der durch eine
geringe Erregung über die linke Wicklung von A1, Widerstand 50 und Kontakt 13 noch geschlossen
gehalten wird) in ihre Ruhelagen zurückgehen zu lassen, worauf das Überbrükkungsrelais
dr am Kontakt Ji1 ausgeschaltet
und der Verzögerungswiderstand überbrückt wird. Da die Anlaßleitung sw gleichzeitig mit
dem Ansprechen des 'Durchschalterelais C1 infolge
der Erregung des Trennrelais 6 (+, 6, 4, &4, C1, —) und der Aberregung des Leitungsrelais
LR am Kontakt 6 vom Minuspol abgeschaltet wird, findet, wenn nicht inzwischen
eine weitere Leitung angerufen hat, keine Erregung des Anlaßrelais R2 über den nun
geschlossenen Anlaßkontakt S2 des Anruf suchers
A2 statt, und dieser Anrufsucher wartet nun
am Anfang seiner Kontaktbank auf den nächsten Anruf.
Als der Anrufsucher A2 über das Fühlrelais ft
und seinen Wartekontakt W1 angelassen wurde, wurde das Fühlreläis fx durch seine obere Wicklung
erregt und schloß am Kontakt 51 einen über seine untere Wicklung, den Widerstand r1
und Kontakt Ji1 verlaufenden Haltestromkreis,
der unterbrochen wird, sobald der Anrufsucher A1 die anrufende Leitung erreicht und dabei
sein Anlaßrelais" R1 seinen Kontakt rx öffnet.
Wenn bei der Öffnung des Kontaktes A1 des ersten Anruf suchers A1 bereits ein zweiter
Anruf vorliegt oder kurz danach ein zweiter Anruf eingeht, dann wird das Anlaßrelais R2
des in Bereitschaftsstellung befindlichen zweiten Anruf suchers A2 in der für das Anlaßrelais R1
des ersten Anrufsuchers A1 geschilderten Weise erregt, und der zweite Anrufsucher A„ stellt
sich auf die anrufende Leitung, z. B. Leitung Nr. 99, ein, und sein Kontakt h2 bleibt geschlos-
sen, bis er diese Leitung gefunden und dieselbe zur nächsten Wählerstufe durchgeschaltet hat.
Während der Anrufsucher A2 die anrufende Leitung Nr. 99 sucht, fließt ein Strom über
den Kontakt A2, die Vorrückanlaßleitung, Widerstand T1, Rückkontakt 52 des Fühlrelais fx (das
nun nicht über seine obere Wicklung erregt werden kann, weil kein Anrufsucher auf dem
Wartekontakt W1 steht), obere Wicklung des Weiterschalterelais re zum Pluspol. Das Weiterschalterelais
re schließt am Kontakt 33 einen eigenen, über den Kontakt 30 und seine untere
Wicklung , verlaufenden Haltestromkreis und legt, durch Kontakt 32 den Minuspol an das
zweite Fühlrelais f2. Befindet sich nun ein • dritter Anrufsucher A3 auf dem Wartekontakt
W2 seiner Kontaktbank, dann wird das Fühlrelais f2 durch seine obere Wicklung erregt, und
gleichzeitig erhält das Anlaßrelais des dritten Anrufsuchers A3, das ähnlich wie die anderen
Anlaßrelais R1, R2 geschaltet ist, einen Anlaßstromkreis,
so daß der dritte Anrufsucher bis zum Wartekontakt W1 vorrückt. Sobald der
dritte Anrufsucher A3 den Wartekontakt W2
verläßt, wird der über das zweite Fühlrelais f2 und den Wartekontakt W2 fließende Strom
unterbrochen. Am Kontakt 28 des abfallenden Fühlrelais f2 wird nun ein neuer, über das
Fühlrelais fv Kontakt h2 des zweiten Anrufsuchers
A2 und den Wartekontakt W1 verlaufender
Anlaßstrom für den dritten Anrufsucher Ά 3
geschlossen, der diesen veranlaßt, in Bereitschaftsstellung zu gehen, d. h. sich auf den
Anfang seiner Kontaktbank einzustellen.
In dem Augenblick, wo das Fühlrelais fx durch diesen Anlaßstrom erregt wird, öffnet es am Kontakt 52 den Stromweg von der Vorrückanlaßleitung 27 nach der oberen Wicklung des Weiterschalterelais re, und gleichzeitig öffnet es am Kontakt 60 den über Kontakt 30 des Fühlrelais f 2 verlaufenden Haltestromkreis des Weiterschalterelais re, so daß dieses aberregt wird. Vor dieser Aberregung des Weiterschalterelais re war aber bei dem durch das Wegrücken > des Anruf suchers A3 vom Wartekontakt W2 verursachten Abfallen des Fühlrelais f2, das seinen Kontakt 54 früher schließt als den Kontakt 28, das Gruppenanlaßrelais ga erregt worden durch einen vom Minuspol über 32, r2, 54, ga zum Pluspol verlaufenden Strom. Das Gruppenanlaßrelais ga, das mit Abfallverzögerung ausgestattet ist, schließt am Kontakt 31 den Gruppenanlaßstromkreis, der vom Miiiuspol über 29, 31, 70, Kontakte 80 der Durchschalterelais sämtlicher nicht gerade durch Anrufe oder hergestellte Verbindungen belegten Anrufsucher, Kontakt 19 der Einstellmagnete dieser Anrufsucher, deren zweite Wicklung zum Pluspol verläuft. Hierdurch bekommen diese Anrufsucher alle einen Anlaßstoß, der sie veranlaßt, einen oder einige Wartekontakte weiterzurücken. Das Gruppenanlaßrelais, das die Gruppenanlaßleitung 70 am Kontakt 31 schließt, bleibt nur erregt in der Zeit, die verstreicht zwischen der durch das Abrücken des Anrufsuchers A3 vom Wartekontakt W2 verursachten Erregung von ga (Minuspol, 32, r2, 54, ga, Pluspol) und der Aberregung des Auflöserelais re, die ihrerseits durch die Erregung des Fühlrelais fx erfolgt, wenn der Anrufsucher A3 den Wartekontakt W1 erreicht und der Kontakt 28 geschlossen wird. Die Schließung des Kontaktes 28 erfolgt durch die Aberregung des Fühlrelais f2, die beim Abrücken des Anruf suchers A3 vom Wartekontakt W2 gleichzeitig mit der ebengenannten Erregung des Gruppenanlaßrelais ga stattfindet. Wenn nun ein vierter Anrufsucher At den Wartekontakt W2 erreicht, ehe das Weiterschalterelais durch die am Kontakt 60 erfolgende Öffnung seines Haltestromkreises abfällt, so erhält der Anlaßmagnet, wie Af2, des vierten Anrufsuchers A1 einen vom Minuspol über 32, r2, Fühlrelais f2, Wartekontakt W2 fließenden Strom. Das Fühlrelais f2 öffnet an seinem Kontakt 29 den Gruppenanlaßstromkreis, so daß alle gruppenweise angelassenen Anrufsucher angehalten werden und nur der vierte Anrufsucher von dem zweiten Wartekontakt W2 nach dem ersten Wartekontakt W1 weiterrückt. Von diesem ist der dritte Anrufsucher A3 bereits abgerückt und in die Bereitschaftsstellung übergegangen.
In dem Augenblick, wo das Fühlrelais fx durch diesen Anlaßstrom erregt wird, öffnet es am Kontakt 52 den Stromweg von der Vorrückanlaßleitung 27 nach der oberen Wicklung des Weiterschalterelais re, und gleichzeitig öffnet es am Kontakt 60 den über Kontakt 30 des Fühlrelais f 2 verlaufenden Haltestromkreis des Weiterschalterelais re, so daß dieses aberregt wird. Vor dieser Aberregung des Weiterschalterelais re war aber bei dem durch das Wegrücken > des Anruf suchers A3 vom Wartekontakt W2 verursachten Abfallen des Fühlrelais f2, das seinen Kontakt 54 früher schließt als den Kontakt 28, das Gruppenanlaßrelais ga erregt worden durch einen vom Minuspol über 32, r2, 54, ga zum Pluspol verlaufenden Strom. Das Gruppenanlaßrelais ga, das mit Abfallverzögerung ausgestattet ist, schließt am Kontakt 31 den Gruppenanlaßstromkreis, der vom Miiiuspol über 29, 31, 70, Kontakte 80 der Durchschalterelais sämtlicher nicht gerade durch Anrufe oder hergestellte Verbindungen belegten Anrufsucher, Kontakt 19 der Einstellmagnete dieser Anrufsucher, deren zweite Wicklung zum Pluspol verläuft. Hierdurch bekommen diese Anrufsucher alle einen Anlaßstoß, der sie veranlaßt, einen oder einige Wartekontakte weiterzurücken. Das Gruppenanlaßrelais, das die Gruppenanlaßleitung 70 am Kontakt 31 schließt, bleibt nur erregt in der Zeit, die verstreicht zwischen der durch das Abrücken des Anrufsuchers A3 vom Wartekontakt W2 verursachten Erregung von ga (Minuspol, 32, r2, 54, ga, Pluspol) und der Aberregung des Auflöserelais re, die ihrerseits durch die Erregung des Fühlrelais fx erfolgt, wenn der Anrufsucher A3 den Wartekontakt W1 erreicht und der Kontakt 28 geschlossen wird. Die Schließung des Kontaktes 28 erfolgt durch die Aberregung des Fühlrelais f2, die beim Abrücken des Anruf suchers A3 vom Wartekontakt W2 gleichzeitig mit der ebengenannten Erregung des Gruppenanlaßrelais ga stattfindet. Wenn nun ein vierter Anrufsucher At den Wartekontakt W2 erreicht, ehe das Weiterschalterelais durch die am Kontakt 60 erfolgende Öffnung seines Haltestromkreises abfällt, so erhält der Anlaßmagnet, wie Af2, des vierten Anrufsuchers A1 einen vom Minuspol über 32, r2, Fühlrelais f2, Wartekontakt W2 fließenden Strom. Das Fühlrelais f2 öffnet an seinem Kontakt 29 den Gruppenanlaßstromkreis, so daß alle gruppenweise angelassenen Anrufsucher angehalten werden und nur der vierte Anrufsucher von dem zweiten Wartekontakt W2 nach dem ersten Wartekontakt W1 weiterrückt. Von diesem ist der dritte Anrufsucher A3 bereits abgerückt und in die Bereitschaftsstellung übergegangen.
Für den nächsten (dritten) Anruf ist also jetzt alles vorbereitet, d. h. es befindet sich ein
Anrufsucher A3 in Bereitschaftsstellung und ein weiterer auf dem ersten Wartekontakt W1.
Sollte bis zum Augenblick der am Kontakt 31 erfolgenden Öffnung des Gruppenanlaßkreises
kein vierter Anrufsucher At sich auf den Wartekontakt
W2 eingestellt haben, dann befindet sich für den nächsten (dritten) Anruf wohl der
Anrufsucher A3 in Bereitschaftsstellung, aber
es sind keine weiteren Anrufsucher auf die Wartekontakte W1, W2 eingestellt. In einem
solchen Falle wird beim nächsten Anruf der in Bereitschaftsstellung befindliche Anrufsucher
in der oben beschriebenen normalen Weise durch sein Anlaßrelais R angelassen und gleichzeitig
das Weiterschalterelais re über die Vorrückanlaßleitung 27, Widerstand rx und Kon-110
takt 52 erregt. Das Auflöserelais schaltet über 32, r2, 54 das Gruppenanlaßrelais ga ein, und
dieses schließt an seinem Kontakt 31 den Gruppenanlaßstromkreis (Minuspol, 29, 31, 70,
Kontakte 80 und 19 aller unbelegten Anrufsucher, linke Magnetwicklungen der Einstellmagnete
aller dieser Anrufsucher). Diese Anrufsucher rücken nun alle in ihren Kontaktbänken
weiter, bis einer von ihnen den Wartekontakt w2 erreicht und dadurch das Fühlrelais f2 erregt
und der Gruppenanlaßkreis 70 am Kontakt 29 geöffnet wird. Der Anrufsucher, der den Warte-
kontakt W2 erreicht hat, wird dann, wie bereits
oben beschrieben, veranlaßt, zunächst bis zum Wartekontakt W1 vorzurücken und dann in
seine Bereitschaftsstellung überzugehen. Dies wird er allerdings nur tun, wenn der Vorrückanlaßkreis
27 noch an einem Kontakt h geschlossen ist, d. h. wenn die anrufende Leitung,
die sein Vorrücken bis zum Wartekontakt W1 veranlaßt hat, noch nicht durch zuletzt in
Bereitschaftsstellung gewesene Anrufsucher At
bis zur nächsten Wählerstufe durchgeschaltet ist. Ist der Vorrückanlaßkreis schon geöffnet,
dann bleibt der nächste bis zur Bereitschaftsstellung vorrückende Anrufsucher auf dem
Wartekontakt W1 stehen. Sein Anlaßkontakt s
bleibt also offen, so daß er zunächst nicht in der üblichen Weise durch sein Ankerrelais R in
Gang gebracht werden kann. In einem solchen Falle erhält er über die Gruppenanlaßleitung 70
einen Anstoß, und zwar durch das Relais 81, das für gewöhnlich nicht zur Erregung kommt,
weil ihm durch die Wicklung 83 und die rechte Wicklung eines Anlaßrelais R, die niedrigohmig
sind, der Strom entzogen wird. Das Relais 81 wird in diesem Falle erregt durch einen über
die Anlaßleitung sw, Kontakts, Widerstand^,
Kontakt 84 fließenden Strom und schaltet durch seinen Kontakt 82 den Minuspol an die Gruppenanlaßleitung
27 an. Der auf dem Wartekontakt W1 ruhende Anrufsucher wird dadurch veranlaßt,
in seine Bereitschaftsstellung zu gehen. Nun erhält die rechte Wicklung seines Anlaßrelais
einen auch über die untere Wicklung des Relais 83 fließenden Strom. Das Anlaßrelais R des
Anrufsuchers wird erregt, und der Anrufsucher läuft bis zur anzurufenden Leitung weiter,
während das Relais 81 am Kontakt 84 sofort ausgeschaltet und dadurch der Gruppenanlaßkreis
wieder geöffnet wird, nachdem er die nicht belegten Anrufsucher veranlaßt hat, nun
einen oder vielleicht einige Wartekontakte weiter zu rücken. Auf jeden Fall stellen sich die
auf diese Weise angeregten Anrufsucher wieder auf je einen von den übrigen Wartekontakten
verschiedenen Wartekontakt ein.
Anstatt die Wartestellungen der Anrufsucher alle am Ende ihrer Kontaktbänke vorzusehen
wie in Abb. 2, kann die Anordnung so getroffen werden, daß die nicht in Benutzung
befindlichen Anrufsucher sich in bezug aufeinander gleichmäßig über die ganzen Kontaktbänke
verteilen, so daß z. B. ein Anrufsucher von der Bankkontaktgruppe der ersten zehn
angeschlossenen Leitungen, ein zweiter vor der Bankkontaktgruppe der zweiten zehn Leitungen
usw. durch einen Anruf aus der betreffenden Gruppe von zehn Leitungen angeregt
wird und Anregungen durch Anrufe aus einer anderen Gruppe oder Gruppen nur dann erhält,
wenn in einer solchen Gruppe im Augenblick eines Anrufes in derselben kein Anrufsucher
in Bereitschaft steht. Eine solche Anordnung ist in der Abb. 2 gezeigt. In dieser bedeuten
Sw §20 bis §Ίοο die erste, zweite und zehnte
Untergruppe von je zehn Bankkontaktsätzen eines Anrufsuchers für insgesamt 100 Leitungen.
Die Untergruppen 3 bis 9 sind in der Abbildung fortgelassen. Auf der Kontaktbank
sind die Bürsten von fünf AnrufSuchern Aa, Ab, Ac1 A2, A3 verteilt. In Wirklichkeit haben die
Bürsten jedes Anrufsuchers natürlich eine Kontaktbank für sich, wenn nicht Drahtkontaktbänke oder Paneelwählerbänke benutzt werden.
Die Anrufsucher sind alle wie.diejenigen der Abb. 1 eingerichtet, mit der Ausnahme, daß
sie je eine besondere Stromzuführungsbürste für ihre Anlaßrelais R besitzen. So hat der
Anrufsucher Aa die besondere Bürste α«, der Anrufsucher A b die besondere Bürste ab usw.
Diese besonderen Bürsten schleifen über lange Bankkontakte za, zb usw. Die Streifen-«, zb
usw. der ersten neun Untergruppen erstrecken sich je über die zehn Kontaktbanksätze der
Untergruppe. In der zehnten Untergruppe ' erstreckt sich der Streifen- aber nur über
acht Kontaktbanksätze, so daß die Bürsten «2, as
der zwei Anrufsucher, die sich auf die letzten beiden Stellungen bzw. auf die Wartekontakte
W1, w2 eingestellt haben, auf keinem Zuführungsstreifen stehen. Ist keine Sprechverbindung
hergestellt, dann steht je ein Anrufsucher Aa, Ab usw. am Anfang einer Untergruppe von
Bankkontaktsätzen und j e ein Anruf sucher A 2, A 3
auf den Wartekontakten W1, W2, so daß im
ganzen zwölf Anrufsucher vorhanden sind.
k1Q bezeichnet Ankerkontakte der Leitungsrelais der ersten Untergruppe von zehn Leitungen,
A20 Ankerkontakte der Leitungsrelais
der zweiten Untergruppe von zehn Leitungen und A00 Ankerkontakte der zehnten Untergruppe.
Jeder Untergruppe entspricht ein Anlaßauswählrelais gv g2, g0, das die Anlaßleitung
sw über die untere Wicklung des Relais 83 mit dem Zuführungsstreifen za, zb oder Z00
der anrufenden Untergruppe verbindet. Ruft ein Teilnehmer der zweiten Untergruppe an,
dann wird also das Relais g2 erregt, und zwar über einen Leitungsrelaiskontakt der anrufen- .
den Untergruppe, z. B. Kontakt 101, und gleichzeitig
wird über den zugehörigen Leitungsrelaiskontakt 100 der Minuspol über den Kontakt
des Relais dr (das dem in der gleichen Weise bezeichneten Relais der Abb. 2 entspricht)
und über die Anlaßleitung sw an das Fühlrelais 83 gelegt, das nun durch den über
Kontakt 95, zb, ab, 9, 10 und das Anlaßrelais Rb fließenden Strom erregt wird und das Relais 81
abschaltet. Der zugehörige Anrufsucher A b, der am Anfang der Gruppe g20 von Bankkontaktsätzen
steht, die der anrufenden Untergruppe entspricht, stellt sich nun auf die anrufende
Leitung dieser Untergruppe ein. Gleichzeitig
wird in der bei der Erläuterung der Abb. ι beschriebenen
Weise durch einen über die Vorrückanlaßleitung sowie über den Widerstand rx
und das Fühlrelais fx fließenden Strom der auf dem Wartekontakt W1 stehende Anrufsucher
angereizt und veranlaßt, sich an Stelle des Anrufsuchers A b nach dem Anfang der Gruppe
g"2o zu begeben oder nach dem einer davorliegenden
Gruppe g10, wenn sich nicht bereits
ίο ein anderer Anrufsucher darauf eingestellt hat.
Die Bürsten aa, ab usw., &a, el· usw. sowie die
durch von diesen Bürsten bestrichenen Bankkontakte za, zh usw., da, dl· usw. und W1, W2
können durch Wellenkontakte ersetzt werden, so daß die Anrufsucher nur vier Bürsten und
die dazugehörigen vier Bankkontaktreihen behalten. Es kann z. B. der Anrufsucher Aa statt
der Bürste aa und der von ihr bestrichenen Bankkontakte za, zb usw. einen Wellenkontakt
erhalten, der geschlossen ist, wenn die Bürsten dieses Anrufsuchers am Anfang der ersten
Bankkontaktuntergruppe g10 stehen, während
der die Bürste al· des Anruf suchers Ab und die von ihr bestrichenen Kontakte ersetzende
Wellenkontakt sich schließt, wenn die Bürsten dieses Anrufsuchers am Anfang der Untergruppe
g2o stehen und der die Bürste ac ersetzende
Wellenkontakt des Anruf suchers Ac sich bei Einstellung seiner Bürsten auf die
dritte Untergruppe schließt usw. Ferner können die Relais ^1, g2, g0 fortgelassen werden, wenn
man die Leitung 10O1 oder das Relais 83 statt
durch die Relais ^1, g2 usw. unmittelbar durch
die Gruppenwahlkontakte 101 der Anrufrelais mit den Bankkontakten za, zl· usw. verbindet,
wie dies in der Abb. 2 a angedeutet ist.
Claims (12)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Anrufsucher mit nur einer Bewegungsrichtung, bei der aus einer Gruppe von Anrufsuchern immer nur einer vorbereitend in einen Bereitschaftszustand gebracht wird, aus dem er durch den Anreiz einer anrufenden Leitung angelassen wird, dadurch gekennzeichnet, daß den Anrufsuchern selbst Bereitschaftsstellungen zugeordnet sind, in die sie, durch der Anrufsuchergruppe zugeordnete Fühlrelais gesteuert, der Reihe nach aufrücken.
- 2. Anruf sucher anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Gruppe von Anrufsuchern sich ein freier Anrufsucher in eine Bereitschaftsstellung begibt, in welcher er den in der Gruppe vorkommenden nächsten Anruf, empfängt.
- 3. Anrufsucheranordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß, sobald ein Anrufsucher die Bereitschaftsstellung verläßt, ein anderer freier Anrufsucher in die Bereitschaftsstellung geht.
- 4. Anruf sucheranordnung nach Anspruch 1bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von den freien Anrufsuchern sich einer in die Bereitschaftsstellung und die anderen sich in die Wartestellungen begeben, von denen sie, einer nach dem anderen, in die Bereitschaftsstellung übergehen.
- 5. Anruf sucher anordnung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Anordnung, die im Falle, daß beim Eingehen eines Anrufes kein Anrufsucher sich in der unmittelbar vor der Bereitschaftsstellung liegenden Wartestellung befindet, das Vorrücken eines freien Anrufsuchers in die genannte Wartestellung und von dieser in die Bereitschaftsstellung veranlaßt.
- 6. Anruf sucheranordnung nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Anordnung, die im Falle, daß beim Eingehen eines Anrufes kein freier Anrufsucher sich in einer der nächsten beiden Wartestellungen vor der Bereitschaftsstellung befindet, sämtliche freien Anrufsucher veranlaßt, gleichzeitig in die genannten Wartestellungen vorzurücken und einen von ihnen in die Bereitschaftsstellung und von dort auf die anrufende Leitung bringt.
- 7. Anrufsucheranordnung nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch Fühlrelais (fx, f2), die beim Eingehen eines Anrufes die Wartekontakte (W1, w2) einer Anrufsuchergruppe abfühlen, bis über eines von ihnen ein Anlaßstrom für einen freien, in einer Wartestellung befindlichen Anrufsucher fließt.
- 8. Anrufsucheranordnung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn beim Eingehen eines Anrufes kein Strom über ein Fühlrelais und über einen Wartekontakt fließt, ein Gruppenanlaßrelais (ga) sämtliche freien Anrufsucher anläßt.
- 9. Anruf sucher anordnung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen freien Anrufsucher sich auf Wartestellungen einstellen, deren jede am Anfang der verschiedenen Bankkontakt-Untergruppen (g10, g20, g00) liegt.
- 10. Anruf sucher anordnung nach Anspruch ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß außer einer durch die Anrufrelais beeinflußten, die Anlaßrelais der in Bereitschaft befindlichen Anrufsucher steuernden Anlaßleitung (sw) eine durch die Relais (R) der Anrufsucher beeinflußte Vorrückanlaßleitung (27) vorgesehen ist, die die in Wartestellung befindlichen Anrufsucher steuert.
- 11. Anruf sucheranordnung nach Anspruch ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder freie Anrufsucher einer Gruppe (z. B. Aa) eine Stromzuführung' (aa, za) zu seinem Anlaßrelais (Ra) in einer Stellung seiner Bürsten schließt, die von der Stellung, in welcher jeder andere Anrufsucher (Ab, Acusw.) eine entsprechende Stromzuführung schließt, abweicht, so daß die Bürsten der Anrufsucher alle vor verschiedenen Gruppen {Sio. Szo· SOo) hegen, wenn die genannten Stromzuführungen geschlossen sind.
- 12. Anrufsucheranordnung nach Anspruch ι bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung zu den Anlaßrelais über Bürsten (aa, ab) oder über Wellenkontakte (z. B. S1, s2, S3) geschieht.Hierzu % Blatt Zeichnungenfir.nm;('KT in nun
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA48939D DE595123C (de) | 1926-10-07 | 1926-10-07 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher mit nur einer Bewegungsrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA48939D DE595123C (de) | 1926-10-07 | 1926-10-07 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher mit nur einer Bewegungsrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595123C true DE595123C (de) | 1934-04-06 |
Family
ID=6936599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA48939D Expired DE595123C (de) | 1926-10-07 | 1926-10-07 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher mit nur einer Bewegungsrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595123C (de) |
-
1926
- 1926-10-07 DE DEA48939D patent/DE595123C/de not_active Expired
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