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Elektrische Zahnbohrmaschine mit einer am Hand- oder Winkelstück angeordneten
Schwachstromglühlampe Die Erfindung betrifft eine elektrische Zahnbohrmaschine mit
einer am Hand- oder Winkelstück.angeordneteü, durch eine von der Bohrmaschine angetriebene
Dynamomaschine gespeisten Schwachstromglühlampe und besteht darin, daß an die Dynamomaschine
auch andere mit Schwachstrom betriebene zahnärztliche Geräte, z. B. ein elektrisch
beleuchteter Mundspiegel, ein Galvanokauter oder eine Sterilisiernadel und ein für
den Kleinbietrieb bestimmtes elektrolytisches Bad, anschließbar sind. Für die den
Geräten den Strom zuführenden Speiseleitungen sind gemäß der Erfindung selbsttätige
Aufwickelvorrichtungen vorgesehen.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform
veranschaulicht, und zwar zeigen: Abb. i eine Bohrkabelmaschine mit der erfindungsgemäßen
Ausrüstung in schaubildlicher Darstellung, Abb. 2 ein Schaltschema für den Anschluß
der elektrisch betriebenen Instrumente und Einrichtungen, Abb. 3 einen Querschnitt
durch eine Speiseleitung in vergrößertem Maßstab, Abb. q. ein Handstück, teilweise
im Schnitt, Abb.5 und 6 eine Aufwickelvorrichtung für die Speiseleitungen im Schnitt
und in Seitenansicht, Abb. 7 einen Mundspiegel im Längsschnitt und Abb. 8 einen
Schnitt nach der Linie A-B der Abb. 7.
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Auf der Zeichnung ist mit a das an dem Handstück d einer Bohrkabelmaschine
angeordnete Glühlämpchen bezeichnet, das durch die Schwachstromdynamom,aschine g
gespeist wird. Die Dynamomaschine g ist an dem Ring p befestigt und wird durch Seiltrieb
von der Wellen des Bohrmaschinenmotors u angetrieben.
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Gemäß der Erfindung speist die Dynamomaschine g nicht nur das Lämpchen
a, sondern auch noch andere mit Schwachstrom betriebene zahnärztliche Instrumente,
z. B. die Beleuchtungseinrichtung v eines Mundsp@iegels w. Im Ausführungsbeispiel
ist der Handgriff x mit einem doppelpoligen Stecker y verbunden, der
z. B. einen Galvanokauter oder eine Sterilisiernadel in der gleichen. Weise mit
der Dynamomaschine g zu verbinden gestattet. Neben diesen an sich bekannten Geräten
ist noch besonders ein elektrolytisches Bad z vorgesehen, das ebenfalls mit Hilfe
des Stekkers y in Betrieb gesetzt werden kann. Das Bad z ist für den Kleinbetrieb
bestimmt und setzt den Zahnarzt in die Lage, galvanische Arbeiten rasch und billig
selbst auszuführen oder ungenügend bearbeitete Stücke ohne Zeitverlust
nachzubehandeln
und insbesondere Arbeiten, die aus verschiedenen Goldlegierungen zusammengesetzt
werden müssen und deshalb in verschiedenen Farben spielen, mit einem gleichfarbenen
Goldüberzug zu versehen.
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Um bei übermäßiger Belastung der Dynamomaschine g einen Zusatzstrom
oder während des Stillstandes der Bohrmaschine einen Ersatzstrom zum Betriebe der
zahnärztlichen Instrumente und Einrichtungen zur Verfügung zu haben, ist ein Akkumulator
io vorgesehen, der während es Betriebes der Bohrmaschine gegebenenfalls über einen
elektrischen Gleichrichter i i selbsttätig aufgeladen wird.
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Zweckmäßig sind einzelne oder sämtliche Speiseleitungen für die elektrisch
betriebenen Instrumente oder Einrichtungen über selbsttätige Aufwickelvorrichtungen
geführt, die in der Nähe des Bohrmaschinenringes p angeordnet sind. Dadurch wird
die Handhabung der Instrumente wesentlich erleichtert, da unter der Zugwirkung der
Aufwickelvorrichtung das Gewicht der Instrumente sich verringert und die Speiseleitung
dauernd gestrafft bleibt, w iihrend nach dem Gebrauch die Instrumente
a
und Anschlüsse selbsttätig in ihre Ruhelage zurückkehren. In Abb. i der
Zeichnung ist eine derartige Aufwickelvorrichtung z2 für die Speiseleitung des Glühlämpchens
a und eine gleiche Vorrichtung 13 für den Stecker y vorgesehen, an dem der
Mundspiegel w angeschlossen ist. Selbstverständlich wäre es aber auch möglich, für
sämtliche Instrumente und Anschlüsse je eine besondere Aufwickelrolle anzuordnen.
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In Abb. 2 ist eine beispielsweise Schaltung der in Abb. i dargestellten
Hilfsgeräte i i, 12 und 13 schematisch veranschaulicht. Darnach ist der eine Zweig
1d der von der Dynamomaschine g ausgehenden Leitung zu einem Verteiler 15 geführt,
von wo aus er in die Rolle 13 und in die Wechselstromseite des Gleichrichters i
i mündet. Der andere Leitungszweig 16 gabelt sich in die Äste 17 und 18,
von denen der eine über einem Kippschalter i9 an den zweiten Pol der Wechselstromseite
des Gleichrichters i i und der andere über einem Kippschalter 2o an die Ralle
13
angeschlossen ist. Von der Gleichstromseite des Gleichrichters ii führen
je zwei Leitungen zur Rolle 12 und zu einem Steckkontakt 21 für den Ansch,luß des
Akkumulators io.
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Vorteilhaft werden einzelne oder sämtliche Speiseleitungen nach dem
vergrößerten Querschnitt der Abb.3 als einpolige Panzerkabel ausgeführt, wobei der
von der Seele 22 durch eine Isolierung 23 getrennte Metallmantel 2.4 zur Stromführung
mitbenutzt wird. Derartige Panzerkabel besitzen bei kleinen Abmessungen eine hohe
Festigkeit und Schmiegsamkeit und bieten außerdem im gegebenen Fall besondere Vorteile
für die Stromzuführung. In Abb. i sind die Leitungen 25 und z6 solche einpolige
Panzerkabel, von denen die Leitung 25 nach dem Austritt aus der Aufwickelrolle 12
z. B. mittels Osen 27, 28 und 29 den Bohrschlauch 3o entlang geführt ist. Zwischen
den Üsen 28 und 29 überbrückt die Leitung 25 den Panzerschlauch 31 des Bohrkabels
30, wodurch eine Behinderung des Zahnarztes bei der Handhabung des Hand- oder Winkelstückes
d und gleichzeitig eine Verdrillung der Speiseleitung 25 auf einfache Weise
vermieden wird. Die Stromzuführung für das Lämpchen a erfolgt einerseits über den
Metallnmantel des Kabels 25, der durch die Führungsglieder 28 und 29 mit der Metallmasse
des Bohrkabels 30 leitend verbunden ist, und andererseits durch die Seele des Kabels
25, die an der Stelle 32 isoliert angeschlossen ist. Es wäre auch möglich, die Speiseleitung
25 ganz oder teilweise in das Innere des Bohrschlauchs 30, 31 Lind nach Abb. 4.
in den Mantel 33 des Hand- oder Winkelstückes d zu verlegen.
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Bei der in den Abb. 5 und 6 v eranschaulichten Aufwickelvor richturig
ist die Speiseleitung einerseits zu einer feststehenden Achse 34. und anderseits
an einen in der Seitenwand 35 isoliert gelagerten Bolzen 36 geführt. Der Bolzen
36 ist durch die Spannfeder 37 mit der Kabelrolle 38 und diese mit dem Metallmantel
des eingerollten Panzerkabels 26 verbunden. Das Kabelende 39 durchsetzt den Kranz
und die Nabe der Rolle 38 und endigt schließlich in einer Bronzebuchse d0, die unter
Zwischenlage eines Isolierrohrs 41 in die Rolle 38 eingepreßt ist und den Strom
von der Achse 34. abnimmt.
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Die aus der Aufwickelvorrichtung 13 austretende Leitung 26 mündet
in einem Stelzker y, der nach Abb. 7 auf lern Hartgummigriff .x des Mundspiegels
w aufgesetzt ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind in dem Griff x zwei
axiale Bohrungen: vorgesehen, in denen der Schaft 42 des Spiegels a, und der stabförmige
Sockel 4.3 des Lämpchens v herausnehmbar gelagert sind. Diese Ausbildung wird zweckmäßig
für die Metallteile sämtlicher Instrumente gewählt, um sie nach dem Gebrauch auskochen
und gegebenenfalls für mehrere Instrumente denselben Handgriff benutzen zu können.
Der Spiegel- . Schaft 42 ist mittels einer Fingerrast 4¢ iri der Längsachse verschiebbar.
Dadurch ist es möglich, den Abstand zwischen Spiegel w und Lampe v wahlweise zu
verändern und Untersuchungsgegenstände mit verschieden großen Abmessungen in den
Zwischenraum zu nehmen. Die Speisung des Lämpchens v erfolgt
über
ein Metallröhrchen 45, in das der innere Pol 46 des Lampensockels 43 eingreift.
Die zweite Leitung verläuft über ein durchgehendes Metallröhrchen 47 zum Spiegelschaft
42 und ist hier durch einen Schalter unterbrochen, der aus einem am Schaft 42 bei
48 angelenkten, federbeeinflußten Hebel 49 besteht. Beim Niederdrücken der Taste
44, die gleichzeitig zur Längsverschiebung des Spiegels w dient, kommt der Hebel
49 in jeder Lage in Berührung mit dem Mantel des Lampenseckels 43 und stellt auf
diese Weise eine leitende Verbindung mit dem zweiten Pol der Stromquelle her. Um
den Spiegelschaft 42 mitsamt dem darauf gelagerten Schalter 49 ungehindert verschieben
und herausziehen zu können, ist der Griff x in der in den Abb. 7 und 8 veranschaulichten
Weise in der Längsachse geschlitzt.