DE588554C - Vorrichtung zum gleichmaessigen Zufuehren ungleichmaessig gekoernten Gutes fuer Strangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen - Google Patents

Vorrichtung zum gleichmaessigen Zufuehren ungleichmaessig gekoernten Gutes fuer Strangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen

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DE588554C
DE588554C DEH125894D DEH0125894D DE588554C DE 588554 C DE588554 C DE 588554C DE H125894 D DEH125894 D DE H125894D DE H0125894 D DEH0125894 D DE H0125894D DE 588554 C DE588554 C DE 588554C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/30Feeding material to presses
    • B30B15/302Feeding material in particulate or plastic state to moulding presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum gleichmäßigen Zuführen ungleichmäßig gekörnten Gutes für Strangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen Die Erfindung betrifft eine Regelungsvorrichtung, die ungleichmäßig' gekörntes Gut Stempelstrangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen, derart zuführt, daß immer gleichmäßig starke Preßlinge erhalten werden, wobei die Betätigung der Regelung der Preßgutzuführung durch die in einem geschlossenen Strang die Presse verlassenden Preßlinge selbst geschieht.
  • ,Die' Regelung der Zuführung ungleichmäßig gekörnten Gutes an Brikettpressen geschieht fast ausschließlich von Hand, wodurch es unmöglich ist, fortlaufend gleichmäßig starke Preßlinge herzustellen, auch wenn man das Gut in gleichmäßigem Stromoder in gleichmäßig abgeteilten Mengen der Presse zuführt. Die Ursache ist darin zu suchen, daß die größeren und kleineren Teilchen sich verschieden 'zusammendrücken lassen und das Mischungsverhältnis zwischen größeren und kleineren Teilchen nie das gleiche ist.
  • Außerdem ist auch die Härte des Gutes verschieden, was besonders bei Braunkohle, wofür die Vorrichtung besonders gedacht ist, der Fall zu sein pflegt. Aber auch beim Verpressen anderer Güter und zum Herstellen von Formlingen aus irgendwelchem Material mit Hilfe von Stempelstrangpressen kann die Vorrichtung Anwendung finden.
  • Es sind bereits Regelungsvorrichtungen bekannt, bei denen das der Presse zuzuführende Gut mengenmäßig dosiert wird und die ihren Antrieb durch die Presse, z. B. durch den Pressenbau, erhalten. Auch ist schon der Versuch gemacht worden, die Regelungsvorrichtung von dem die Presse verlassenden Strange anzutreiben, indem die bekannten Zuführungsschieber oder -klappen nach jedem Brikett neu eingestellt werden.
  • Mit diesen bekannten Vorrichtungen ist aber der erhoffte Erfolg nicht zu erzielen, weshalb sie sich auch in der Praxis noch nicht eingeführt haben.
  • Diese Vorrichtungen sehen nur das Öffnen und Schließen einer Klappe oder eines Schiebers für ein begrenztes Maß vor; es .fehlt also die Feineinstellung. Außerdem fließt das aus dem Bunker geschüttete Gut ohne weiteres, also ohne vorher auf ein annähernd gleichmäßiges Raumgewicht gebracht zu sein, der Regelungsvorrichtung zu. Erfahrungsgemäß entmischt sich das Gut sogar beim Ausfließen aus dem Bunker und Durchfließen durch die Regelschieber oder -klappen.
  • Diese Mängel werden gemäß der Erfindung einwandfrei dadurch beseitigt, daß das Gut vor Entnahme aus dem über der Presse liegenden Behälter mittels Mischflügel gemischt und so einer Schnecke zufließt, die das vorgemischte Gut zusammendrückt. Das so gemischte und praktisch homogene Gut gelangt am Ende der Schnecke durch zwei- mit Öffnungen versehene Scheiben, von denen die eine drehbar ist und .durch Rechts- und Linksdrehen die Öffnungen der festen Scheibe beliebig freigibt oder verdeckt und so den Zuflus des Gutes genau regelt. Die Betätigung der Zuteilscheibe wird hierbei mittels Steuerapparates erreicht, der seinen Antrieb durch den Presstrang, also insbesondere den Brikettstrang, selbst erhält.
  • Die Erfindung kennzeichnet sich also durch eine besonders ausgebildete Vorpreßschnecke, versehen mit Mischflügeln, unter der Zuteilscheiben zur Feineinstellung für das hindurchtretende Preßgut angebracht sind, die mittels der von dem Presstrang betätigten Steuerung angetrieben werden.
  • Durch diese vereinigte Misch-, Vorpreß-und Zuteilv orrichtung werden einwandfrei gleichmäßige Preßlinge erzielt.
  • Brei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist die Regelungsvorrichtung an einer üblichen Braunkohlenbrikzttpresse angebracht; sie kann natürlich auch an anderen Stempelstrangpressen angebracht werden.
  • Abb. r zeigt die Zuführungsvorrichtung im senkrechten Schnitt nebst der Steuerung für die Regelungseinrichtung an einer Braunkohlenbrikettstrangpresse, Abb. a die Draufsicht auf die Regelungsscheibe als Einzelheit, Abb.3 die Seitenansicht der Steuerstange für die Regelungsscheibe mit Angriffshebel, Abb. d. die Seitenansicht der Steuereinrichtung und Abb. 5 einen senkrechten Querschnitt durch die Steuereinrichtung nach Abb. q..
  • Abb.6 und 7 stellen Seitenansichten auf die Steuereinrichtung, im wesentlichen auf die Rolle und den Mitnehmerhebel, in verschiedenen Arbeitsstellungen dar.
  • Auf dem Gehäuse a sitzt der Sammelrumpf b und das Ganze auf dem Preßkopf c der Brikettpresse. Die Schneckenwelle d wird mittels der Antriebsscheibenwelle f und der _ Kegelräder g angetrieben.
  • Am oberen Ende der Schneckenwelle,-sitzen die Mischflügel h, darunter folgt die Schnecke h' mit -an sich bekannter großer und geringer Steigung der Schneckenflügel. Am Ende der Schnecke sitzen die feste Lochscheibe i und die drehbare Zuführungsscheibe k, die als Schneckenrad ausgebildet ist. In letzteres greift die auf der Steuerwelle L sitzende Schnecke m ein. Auf der Steuerwelle Z sitzen außerdem die Handräder va, n' für den Handantrieb. Der selbsttätige Antrieb der Steuerwelle l erfolgt über den Hebel o, die Zugstange p und den Hebel qit mittels der Steuerung r, deren Betätigung durch die auf dem Pressenstrang s aufsitzende Rolle t eingeleitet wird. Diese Steuervorrichtung r ist mittels der Arme u pendelnd an dem Preßkopf gelagert. Der geschlossene Strang der Preßlinge s wird von dem Presstempel in Pfeilrichtung (Abb. r) vorgeschoben.
  • Die Steuervorrichtung r besteht aus der am Umfang geriffelten und auf dem Wellenstumpf v' (Abb. 5) lose sitzenden Rolle t, an deren innerem Kränze auswechselbare, gezahnte Ringe w, zei angebracht sind. Auf dem Wellenstumpf v' sitzen außerdem fest das Stirnrad x und der Mitnehmerhebel y. In letzterem befindet sich ein gefederter Mitnehmerbolzen .z. Die Zugfeder y' ist mit einem Ende am Hebel y und mit dem anderen zweckmäßig an einem der Arme oder sonstigen Teile der Presse befestigt.
  • Das zu vierpressende Gut wird durch die Mischflügel gemischt und der Schnecke li zugeführt, die mit der größeren- Steigung das Gut weitermischt, verpreßt und nach unten befördert und im Bereich der engeren Steigung zusammendrückt, so das ein gleichartiges Gut erreicht wird. Dieses gleichartige Gut wird durch die feste Lochscheibe i und die Zuteilscheibe k gedrückt und fällt durch die Schurre v der Presse zu.
  • Je nachdem ein starkes oder schwaches Brikett gepreßt werden soll, wird mehr oder weniger Gut der Presse zugeführt. Man erreicht dies dadurch, das die Steuerwelle l von Hand links oder rechts herumgedreht wird und entsprechend die Zuteilscheibe k links oder rechts herumgedreht wird. Durch Verdrehen der Zuteilscheibe k werden die öffnungen beider Scheiben zueinander verschoben, und decken sich diese, dann fließt ein Maximum von Gut der Presse zu, oder sie liegen nebeneinander, dann schließt die Zuteilscheibe die Zuführung vollständig ab; dies entspricht den Verdrehungswinkeln a, a l.
  • In Abb. 2 ist die Verdrehung /i dargestellt, wobei der schraffierte Querschnitterreicht wird. Das selbsttätige Verdrehen der Steuerwelle L und somit der Zuteilscheibe h erfolgt mittels der Steuervorrichtung r. Je nachdem nämlich der Preßling stärker oder schwächer als normal die Presse verläßt, macht der Hebel qtt gegenüber seiner normalen Mittelstellung eine Schwenkung nach oben oder unten. Diese Bewegungen teilen sich oben mittels der Stange p und des Hebels o der Steuerwelle L mit und versetzen mit Hilfe der letzteren die Steuerscheibe k in Rechts-oder Linksdrehung.
  • Man stellt die Steuervorrichtung mittels der Handräder it, n' zunächst so ein, das bei normaler Stärke der Preßlinge der Hebel qtt horizontal steht und nur beim Abweichen von der eingestellten normalen Stärke der Preßlinge ein Schwenken des Hebels qu nach oben oder unten stattfindet und das zu viel oder zu wenig zufließende Gut selbsttätig auf die normale Brikettstärke einregelt. Das Betätigen des Hebels qu erfolgt durch' die Steuervorrichtung y, die ihren Antrieb vom Preßstrang s erhält. Beim Vorstoßen des Stranges in Pfeilrichtung wird nämlich die Rolle t, die mit ihrem geriffelten Umfang auf den Preßlingen fest aufliegt, gedreht. Die in die Rolle eingesetzten gezahnten Ringe w, zci haben eine Teilung entsprechend der herzustellenden Brikettstärke. In den gezahnten Ring w greift der Federbolzen z ein, während der gezahnte Ring w' das Zurückdrücken des Federbolzens besorgt, wenn der nächste Preßling vorgestoßen wird.
  • Der Mitnehmerhebel y wird unter dem Einfluß_der'Feder y' immer nach dem nächsten Zahn des Ringes w gezogen. Ist das Brikett zu schmal, so stellt sich der Hebel y schräg ein entsprechend der Abb.6, da der nächste Zahn des Ringes w nicht bis zur senkrechten Mittellinie kommt: dadurch wird der Hebel qu über die Räderübersetzung -- von der Waagerechten abgeschwenkt und somit mittels Stange p, Hebels o, Steuerwelle L und Schnecke m die Zuteilscheibe k so verdreht, daß die Durchflußöffnungen vergrößert werden und mehr Material zufließt.
  • Ist das Brikett zu stark, stellt sich der Hebel y gleichfalls schräg ein, jedoch entsprechend der Abb.7, da der nächste Zahn über die senkrechte Mittellinie hinauskommt; dadurch wird der Hebel qu über Räderübersetzung x von 'der Waagerechten nach der anderen Seite abgeschwenkt und die Zuteilscheibe k mittels Stange p, Hebels o, Steuerwelle Z und Schnecke m derart gedreht, daß .die Durchflußöffnungen verkleinert werden und weniger Material zufließt.
  • Man erreicht durch diese Steuerung in Verbindung mit der Zuteilscheibe eine Feineinstellung, die selbsttätig und ständig eine genau gleiche Menge Brikettiergut für die vorgeschriebene Brikettstärke einstellt, ohne daß die verschiedenartige Beschaffenheit des Gutes Einfluß hat.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum gleichmäßigen Zuführen ungleichmäßig gekörnten Gutes für Strangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen, bei welcher mittels einer zwischen Füllrumpf und Preßkopf in einer Vorpreßkammer liegenden Preß--schnecke, die Gänge verschiedener Steigungen besitzt, das Gut vorgepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß über der .senkrecht angeordneten Preßschnecke Mischflügel (h) angebracht sind und die Preßschnecke sich in einer am Auslauf des Füllrumpfes angebrachten Vorpreßkammer bewegt, welche durch Zuteilscheiben abgeschlossen ist, deren Durchlaßöffnungen für das Preßgut mittels einer' vom Preßstrang angetriebenen Steuervorrichtung eingestellt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Preßschneckemvelle frei drehbar gelagerte Zuteilscheibe (k) mittels Schnecke und Schneckenrad in Rechts- oder Linksdrehung versetzt wird, wodurch ihre Ausfallschlitze für das Preßgut mehr oder weniger oder ganz geöffnet oder geschlossen werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zuteilscheibe (k) antreibende Welle (l) über Hebel (o), Zugstange (p) und Hebel (qu) mittels einer Steuervorrichtung (r) in Rechts- oder Linksdrehung versetzt wird, indem die auf dem Brikettstrang aufsitzende Rolle (t) von diesem um die Stärke eines vorstoßenden Preßlings gedreht wird und in dem Falle nach rechts oder links von der senkrechten, für die normale Brikettstärke maßgebenden Stellung abgeschwenkt wird, daß ein Brikett zu schwach oder zu stark ist, wobei über eine Räderübersetzung der Hebel (qu) nach oben oder unten geschwenkt wird.
DEH125894D 1931-03-10 1931-03-10 Vorrichtung zum gleichmaessigen Zufuehren ungleichmaessig gekoernten Gutes fuer Strangpressen, insbesondere Brikettstrangpressen Expired DE588554C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1280117B (de) * 1960-05-31 1968-10-10 Rheinische Braunkohlenw Ag Verfahren zum Regeln der Brikettstaerke bei der Herstellung von Briketts und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1280117B (de) * 1960-05-31 1968-10-10 Rheinische Braunkohlenw Ag Verfahren zum Regeln der Brikettstaerke bei der Herstellung von Briketts und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens

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