DE588525C - Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen

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DE588525C
DE588525C DE1930588525D DE588525DD DE588525C DE 588525 C DE588525 C DE 588525C DE 1930588525 D DE1930588525 D DE 1930588525D DE 588525D D DE588525D D DE 588525DD DE 588525 C DE588525 C DE 588525C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/10Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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Description

  • Verfahren. zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen In den deutschen Patentschriften 472 21o,' 474 786, 488 $16 und 527 325 sind Schwefelfarbstoffe beschrieben, die durch Behandeln der Leukoindophenole aus p-Nitrosopnenolen und Carbazol mit Schwefel bei höherer Temperatur in Gegenwart von aliphatischen oder aromatischen- Basen erhalten werden und reine, mehr oder weniger rotstickige Farbtöne liefern. Um grünstickige Farbtöne zu erhalten, wurde das Leukoindophenol aus Carbazol teilweise oder. vollständig durch die Leukoindophenole aus N-Alkylcarbazolen ersetzt. In -allen diesen Schwefelungsverfahren wurde so gearbeitet, daß das Indophenol durch Polysulfid reduziert und die zur Schwefelung nötige Menge Schwefel durch Zugabe von Handelsschwefel vervollständigt wurde.
  • Es wurde nun gefunden, daß. man bei Anwendung von Leükoindophenol aus reinem Carbazol außerordentlich ausgiebige, rein und grünstickig färbende Farbtoffe, welche in der Regel klare, für die Apparatefärberei geeignete Küpen liefern, erhalten kann, wenn man den zur Schwefelung nötigen Schwefel in fein verteilter Form dem Leukokörper zusetzt. Dies kann dadurch erreicht werden, daß man die gesamte Menge Schwefel, die zur Backung verwendet wird, in gelöster Form als Natriumpolysulfid dem Leukoindophenol und seinen Zusätzen einverleibt und dann durch eine entsprechende Menge Ammonchlorid den Schwefel ausfällt. Ebensögut kann der Schwefel auch in Form von Ammonpolysulfid zugesetzt werden. Die feine Verteilung des Schwefels kann auch unterstützt werden durch Zugabe eines Verteilungsmittels, das dann auch eine feine Verteilung der Zusätze bewirkt. Das neue Verfahren läßt sich natürlich nicht nur bei den Indophenolen aus reinem Carbazol, sondern auch bei den Indophenölen aus N-Alkylcarbazolen anwenden..
  • Beispiel1 27,2 Teile des Indophenols aus Carbazol und Nitrosophenol werden mit einer Polysulfidlösüng, bestehend aus 58 Teilen kristallisiertem Schwefelnatrium und 23,2 Teilen Schwefel reduziert. Hierauf gibt man zu der Paste 12 Teile Harnstoff, I2 Teile symmetrischen Di-o-tolylharnstoff und z2 Teile Ammonchlorid und trocknet im Vakuum. Das zerkleinerte Produkt wird dann bei Zoo bis 2o5° gebacken, bis die Entwicklung von Schwefelwasserstoff aufgehört hat. Nach dem Erkalten wird die Masse fein gemahlen und mit verdünnter Natriumsulfidlösung extrahiert. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus klarer Küpe in solch grünstichigblauen Tönen an, die bis anhin nur mit Hilfe von Leukoindophenolen aus _N-Alkylcarbazolen erhältlich waren.
  • Beispie12 27,2 Teile- Indophenol aus reinem Carbazol und Nitrosophenol werden mit einer Ammonpolysulfidlösung, die 24 Teile Schwefel gelöst enthält, reduziert und mit 12 Teilen Harnstoff und 12 Teilen symmetrischem Di-o-tolylharnstoff versetzt und im Vakuum getrocknet. Man backt bei Zoo bis 2o5° und extrahiert den erhaltenen Farbstoff mit verdünnter Schwefelnatriumlösung. Er färbt Baumwolle aus gelber Küpe in noch etwas grünstickigeren Tönen- als der nach Beispiel i erhaltene Farbstoff.. Beispie13 27,2 Teile Indophenol aus Carbazol und Nitrosophenol werden wie im Beispiel 2 reduziert und dann unter Zusatz von i 6 Teilen Harnstoff, 16 Teilen symmetrischem Dio-tolylharnstoff und einer wäßrigen Lösung von 4. Teilen Ätznatron im Vakuum getrocknet. Man backt bei Zoo bis 2o5°, bis die Entwicklung von Schwefelwasserstoff aufgehört hat. Der Farbstoff, mit verdünnter Natriumsulfidlösung extrahiert, färbt aus gelber Küpe Baumwolle in ähnlichen Tönen wie das im Beispiel 2 erhaltene' Produkt.
  • In ähnlicher Weise verfährt man mit den anderen Zusätzen, welche in den in der Einleitung angeführten Patentschriften empfohlen worden sind, oder mit anderen -Leukoindophenolen. Verteilend wirkende Mittel, wie z. B. Sulforicinate, Derivate von aromatischen Sulfosäuren, Thiophenole usw. können mit Vorteil bei der Reduktion oder bei der hinverleibung der Zusätze zugesetzt werden. Beispiel4 27,2 Teile des Indophenols aus Carbazol und Nitrosophenol werden wie im Beispiel i reduziert und der Paste hierauf 16 Teile Harnstoff, 16 Teile symmetrisches Di-o-tolylguanidin, 15 bis 2o Teile Kochsalz und eine wäßrige Lösung von 22 Teilen Ammonchlorid zugesetzt. Man trocknet im Vakuum und 'backt das zerkleinerte Trockengut bei 20ö bis 2o5°, bis die Entwicklung von Schwefelwasserstoff aufgehört hat. Nach dem Erkalten wird der fein: gemahlene Farbstoff mit verdünnter Schwefelnatriumlösung behandelt. Er färbt Baumwolle in bedeutend grünstichigeren. Tönen an als die in den Beispielen i bis 3 erwähnten Farbstoffe.
  • Wird das symmetrische Di-o-tolylguanidin durch. das Diphenylderivat ersetzt, so erhält man etwas rotstickigere Farbtöne. Beispie15 27,2 Teile des Indophenols aus Nitrosophenol und Carbazol werden nach Beispiel i reduziert. Wenn alles Indophenol reduziert ist, werden die Zusätze in Forte einer Paste, hergestellt durch Mahlen von 16 Teilen Harnstoff, 16 Teilen symmetrischem Di-o-tolylharnstof, io Teilen Natriumchlorid und 2o Teilen einer o,5°Joigen Lösung eines hochsulfierten Rizinusöles, zugegeben. Das. Ganze wird mit einer wäßrigen Lösung von 22 Teilen Ammonchlorid versetzt und im Vakuum bei 8o bis 85° getrocknet. Das zerkleinerte Trokkengut backt man bei Zoo bis 2o5°, bis kein Schwefelwasserstoff mehr nachweisbar ist. Der Farbstoff, mit verdünnter Natriumsulfidlösung extrahiert; färbt aus klarer Hydrosulfitküpe Baumwolle in ähnlichen Tönen wie das im Beispiel i erhaltene Produkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen durch Backen von Leukoverbindungen der Indophenole aus Carbazolen und Nitrosophenolen in Gegenwart von Schwefel und geeigneten fein verteilten Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Schweflung nötige Schwefel in Form von in der Reaktionsmasse durch Zersetzung von Polysulfiden entstandenem fein verteiltem Schwefel verwendet wird.
DE1930588525D 1930-10-24 1930-10-28 Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen Expired DE588525C (de)

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