-
Winkelteiler Der Gegenstand der Erfindung soll eine einfachere und
schnellere Teilung von Winkeln ermöglichen als die sonst für diesen -Zweck -vorgeschlagenen
Einrichtungen. Es genügt bei ihm, eine Kante an den einen Schenkel des Winkels anzulegen
und mittels eines Triebknopfes einen Zeiger auf den anderen Schenkel einspielen
.zu lassen, um sofort und unmittelbar die Teilpunkte für beliebige Winkelteilungen
innerhalb des Meßbereiches zu finden. Die Anwendung von Zahnrädern ist vermieden,
die, um den toten Gang auszuschalten, sorgfältig gearbeitet sein müssen und deshalb
kostspielig sind. Der@Winkelteiler nach der Erfindung hat ferner den Vorteil, daß
er bequem nachzukontrollieren ist, wenn sich aus irgendeinem Grunde Abweichungen
ergeben haben sollten. Eine Nachprüfung ist an einem vorgezeichneten, richtig geteilten
Winkel leicht zu bewerkstelligen. Einzelne unbrauchbar gewordene Teile können ohne
Schwierigkeiten ausgewechselt werden.
-
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, welches die Teilwinkel
von 1/z bis 1/", für jeden beliebigen Winkel bis zu r8o ° angibt. Die einzelnen
Teile sind auf einer halbkreisförmigen Grundplatte a angebracht. Sie bestehen zunächst
aus den sechs Ringteilen b bis g, die genau gleichen Querschnitt haben und in einer
gemeinsamen Ebene konzentrisch um den Punkt a gelagert sind. Der Durchmesser des
Kreises, den die gedachte Mittelachse jedes Ringteils beschrqibt, ist um den Betrag
des Durchmessers des Ringteils b größer als der des nächstinneren Ringteils. Beträgt
also z. B. dieser Durchmesser bei Ringteil b 2 cm, dann beträgt er bei den folgenden
Ringteilen q., 6, 8, xo und =2 cm. Die Ringteile werden in ihrer konzentrischen
Lage dadurch festgehalten, daß in den kreissegmentförmigen erhöhten Teilen h und
i sich der Ringform genau angepaßte Kanäle befinden, durch die die Ringteile hindurchgleiten
können. Deren Bewegungsmöglichkeit beschränkt sich also auf eine Drehung in der
eigenen Kreislinie bei einem in Richtung des Kreises bzw. seiner Tangenten ausgeübten
seitlichen Schub. Die Ringteile verhalten sich hierbei wie Teile von Radkränzen,
deren gemeinsamer Drehpunkt im. Punkt A liegt. Da nun aber die körperliche Drehungsachse
fortfällt, die den Punkt A verdecken würde, kann man diesen unmittelbar mit dem
Scheitelpunkt des Winkels zur Deckung bringen, ,was besonders zu der beabsichtigten
größeren Schnelligkeit der Winkelteilung beiträgt.
-
Zwischen den Teilen h und i ist in radialer Lage und
zum Auswechseln von Ringteilen abnehmbar die zylindrische Walze k so angebracht,
daß sie sämtliche Ringteile berührt, während von unten her die Gegenwalze L durch
Federdruck dagegengepreßt wird. Wird die Walze k mittels des Triebknopfes n2 gedreht,
so übt sie auf alle Ringteile den gleichen seitlichen Schub aus, so daß diese sich
nunmehr in ihrer eigenen Kreislinie bewegen, und zwar alle um die gleiche Wegstrecke.
Da sich nun aber die Kreisumfänge wie ihre Durchmesser verhalten, hat bei einer
Umdrehung der Walze k ein Punkt des Ringteils
b einen sechsmal
größeren Teil seines Kreisumfangs durchschritten als ein Punkt des Ringteils g,
und ihren Durchmessern entsprechend verhalten sich die dazwischenliegenden Ringteile.
Abb. r zeigt die Vorrichtung in Nullstellung, bei der alle Ringteile mit ihrem einen
Ende gerade bis an die Stirnfläche A B reichen. Dreht man nun die Walze k im Sinne
des Uhrzeigers, so schieben sich die Ringteile aus ihren (5ffnungen in der Stirnfläche
(Abb.3) heraus, wobei sich jedes Ende auf dem Kreisbogen des ihm zugehörigen Ringteiles
bewegt. Die Enden der Ringteile c bis g bezeichnen hierbei dauernd die Teilpunkte
für den Winkel, der jeweils von der Linie A -B und der gedachten Verbindungslinie
Punkt A-Ende des Ringteiles b gebildet wird. In diesem Sinne bezeichnen die Ringteilenden
folgende Teilwinkel: c = 1l2, d = 1/s. e = 1/4, f =
las und g = 1/".
-
Um einen gegebenen Winkel zu teilen, legt man die Kante
A B so an den einen Schenkel desselben, daß der Punkt A mit dem Scheitelpunkt
zusammenfällt, und betätigt dann den Triebknopf in, bis das Ende des Ringteils
b auf den anderen Schenkel einspielt. Bei einer Fünfteilung z. B. bezeichnet
dann das Ende des Ringteils f den gesuchten Teilpunkt, den man markiert. Man schwenkt
nun den Winkelteiler um den Punkt A, den man auf dem Scheitel des Winkels beläßt,
bis die Kante A B auf den eben gefundenen Markierungspunkt einspielt, markiert
nun wiederum das Ende von f und wiederholt das Verfahren für die übrigen beiden
Teilpunkte. Man kann auch in bekannter Art mit dem Zirkel einen Kreisbogen um den
Scheitel durch den ersten Teilpunkt schlagen und auf diesem Bogen die anderen Teilpunkte
abtragen.
-
Zum besseren Finden und Markieren der Teilpunkte ist am Ende jedes
Ringteiles, wie auf Abb. 2 und 3 angedeutet, eine bis fast auf die Zeichenebene
reichende Spitze angebracht, die auf einen geringen Druck nach unten einen Einstich
im Papier zurückläßt. Ferner ist auf der Zeichnung angedeutet, daß die Teile la
und i
aus je zwei miteinander verschraubten Teilen bestehen. Sie können z.
B. dadurch hergestellt werden, daß man in einer runden Platte (z. B. aus Messing)
Rillen mit dem halben Ringquerschnitt konzentrisch der Lage der Ringteile entsprechend
erzeugt, aus dieser Platte vier Segmente in der Größe der Teile lt und
i ausschneidet, diese je zwei und zwei mit den gerillten Seiten aufeinanderlegt
und miteinander verschraubt.