DE586284C - Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle

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DE586284C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/02Obtaining noble metals by dry processes
    • C22B11/021Recovery of noble metals from waste materials
    • C22B11/023Recovery of noble metals from waste materials from pyrometallurgical residues, e.g. from ashes, dross, flue dust, mud, skim, slag, sludge
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle In dem 'Patent 584 844 ist ein Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle sowie des Goldes aus Gekrätzen, Konzentraten, Erzen und ähnlichen Ausgangsstoffen beschrieben, nach welchem die Platinmetalle sowie das Gold durch einen Schmelzprozeß unter Vermittlung eines Kupfersteines in ein geeignetes Sammelmetall, vor allem Kupfer, übergeführt werden. Die für das Kupfer in Frage kommenden Bedingungen sind im Hauptpatent angegeben. Neben dem Kupfer besitzen auch noch die Metalle der Eisengruppe, also vor allem Eisen, aber auch Nickel, in hohem Maße die Fähigkeit, bei Einhaltung bestimmter Bedingungen die .Edelmetalle beim Zusammenschmelzen mit edelmetallhaltigem Stein in sich aufzunehmen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach dem Hauptpatent insofern, als die Bedingungen für das Verfahren unter Verwendung von Eisen als Sammelmetall festgelegt worden sind.
  • Während bei Verwendung von Kupfer als Sammelmetall die Verhältnisse insofern einfacher liegen, als sich dieses beim Zusammenschmelzen mit Stein nach Einstellung des Gleichgewichtes zwischen Metall- und Sulfid-Phase in der Regel vom Stein absondert, so daß also Schichtenbildung eintritt, ist dies bei Verwendung des Eisens als Sammelmetall nicht ohne weiteres der Fall.
  • Bekanntlich herrscht zwischen Eisen und seinem Sulfid in flüssigem Zustand vollkommene Mischbarkeit. Diese kann. durch Zusatz von Kupfer verhindert werden, und zwar tritt von etwa 3 °/o Kupfer im Stein bereits Schichtenbildung ein (Ta f e 1, Lehrbuch der Metallhüttenkunde, Bd.I, S. 172). Je höher man mit dem Kupferzusatz geht, desto größer wird aber der Cu-Gehalt des Eisens. Die Zunahme ist zunächst nur gering, erfolgt aber, wenn der Cu-Gehalt des über dem Eisen befindlichen Steines 5o % und mehr beträgt, erheblich rascher.
  • Der Übergang der Platinmetalle und des Goldes erfolgt auch im Falle der Verwendung von Eisen als Sammelmetall im wesentlichen nach den beim Kupfer angegebenen Bedingungen. Ebenso wie das Kupfer ist auch das Eisen auf Grund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften (Schmelzpunkt, spez. Gewicht, Affinität, unbegrenzte Löslichkeit der Metalle ineinander) für die Aufnahme der Platinmetalle und des Goldes aus den die Edelmetalle enthaltenden Steinen besonders geeignet. Auf den Schutz gegen Oxydation und Verschlackung der Edelmetalle, den genügende Mengen des Sammelmetalls gewähren, ist auch bereits im Hauptpatent hingewiesen worden.
  • Die praktische Durchführung des Verfahrens gestaltet sich wie folgt: Das Material wird auf einen FeS-reichen Stein verschmolzen und von vornherein oder nach Entfernung der Hauptschlackenmenge das metallische Eisen zugesetzt. Enthält das Ausgangsmaterial kein oder zu wenig Kupfer, so schlägt man kupferhaltiges Material, z. B. kupferhaltige Eisenabfälle, Zementkupfer, zu, so daß der Kupfergehalt des Steines mindestens 3 °/o beträgt. Der Stein wird nach Entfernung der Edelmetalle zu einem Kupferprozeß gegeben. Das metallische Eisen wird, nötigenfalls nach einem Raffinierprozeß, nach einem der bekannten Verfahren, z. B. elektrolytisch, weiterverarbeitet. Man erhält die Edelmetalle im Anodenschlamm. Während der Hauptreaktionsperiode wird zweckmäßig mit reduzierender Flamme gearbeitet, obwohl der Prozeß sich auch in neutraler oder schwach oxydierender Atmosphäre, wenn auch weniger vollkommen, durchführen läßt.
  • Bei vorwiegend oxydischen Ausgangsstoffen, z. B. Fe203, kann, wie beim Kupfer angegeben, die reduzierende Wirkung des Fe S zur Erzielung von verschlackbarem Fe 0 durch Zugabe kohlenstoffhaltiger Substanzen in gewünschter Weise reguliert werden.
  • Die Menge des Sammelmetalls richtet sich nach dem Edelmetallgehalt bzw. dem im Sammelmetall etwa zu erwartenden Gehalt an Verunreinigungen. Ersterer soll möglichst nicht über r °%o, letzterer im allgemeinen nicht über 15 °['a betragen. Das Verhältnis von Stein zu Sammelmetall beträgt etwa i : i bis 1 . 2.
  • Das edelmetallhaltige Roheisen wird, nötigenfalls nach Feuerraffination, mit Hilfe der Elektrolyse oder durch ein Löse- oder sonstiges Verfahren in bekannter Weise weiterverarbeitet. Die Edelmetalle werden in Anodenschlämmen oder Rückständen ausgebracht und nach bekannten chemischen oder hüttenmännischen Verfahren gewonnen. Beispiel für Platin und Platinmetalle enthaltende Magnetkiese des Norittyps (Südafrika). Ausführung: Verschmelzen der Noritkonzentrate auf Rohstein. Zugabe des Abfalleisens oder Reduktion des Fe aus eisenoxydhaltigen (edelmetallhaltigen) Konzentraten in Verbindung mit dem Rohsteinschmelzen oder gesondert. Entfernung der Schlacke und des Steines nach dessen Entarmung. Raffination des Eisens falls erforderlich. Gießen zu Anoden, Elektrolyse.
  • Der kupferhaltige Stein geht entweder zu einem Kupferprozeß, oder er wird geröstet und ausgelaugt und der Löserückstand als Eisenoxv dzuschlag verwendet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle sowie des Goldes aus Gekrätzen, Konzentraten, Erzen und ähnlichen Ausgangsstoffen nach <iem Hauptpatent 584844 durch Schmelzen der Ausgangsstoffe und Ansammeln der Platinmetalle und des Goldes in Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzprozeß in Gegenwart eines hoch eisenhaltigen Steines mit mindestens 3 °/o Cu durchgeführt und daß infolge der hi@rdurch bedingten Schichtenbildung der Stein von dem Eisen im flüssigen Zustande getrennt wird, aus dem die Edelmetalle nach bekannten Verfahren gewonnen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des in metallischer Form zuzusetzenden Eisens so bemessen wird, daß die Gesamtverunreinigungen des Eisens einschließlich der Edelmetalle 15 °1o nicht übersteigen und der Edelmetallgebalt im Eisen möglichst unter 1 °1o gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur während der Hauptreaktionsperiode mit reduzierender Flamme gearbeitet wird.
DE1929586284D 1929-12-24 1929-12-24 Verfahren zur Gewinnung des Platins und seiner Beimetalle Expired DE586284C (de)

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