DE586044C - Einrichtung an Naehmaschinen zum Naehen und Ketteln, insbesondere mit rauhem Fadengut - Google Patents

Einrichtung an Naehmaschinen zum Naehen und Ketteln, insbesondere mit rauhem Fadengut

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DE586044C
DE586044C DEU12022D DEU0012022D DE586044C DE 586044 C DE586044 C DE 586044C DE U12022 D DEU12022 D DE U12022D DE U0012022 D DEU0012022 D DE U0012022D DE 586044 C DE586044 C DE 586044C
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DE
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needle
thread
sewing
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Expired
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DEU12022D
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Union Special GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B81/00Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Einrichtung an Nähmaschinen zum, Nähen und Ketteln, insbesondere mit rauhem Fadengut Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Nähmaschinen zum Näheis und Ketteln, besonders mit rauhem Fadengut, wie Jute, Sisal o. dgl.
  • Das Nähen und Ketteln mit solchem Fadengut war bekanntlich bisher sehr schwierig; eine saubere und haltbare Nahtverbindung, besonders bei der Herstellung von Papiersäcken, herzustellen, war fast unmöglich. Da raufies Fadengut von der Art der Jute und des Sisals keine oder doch nur geringe Elastizität besitzt, kam :es nicht selten vor, daß der durch das Papier hindurchgeführte raube Nadelfaden, besonders infolge des erforderlichen sehr starken Fadenanzuges, scheuerte und sehr oft das Papier von einem Stichloch zum nächsten durchsägte, wodurch natürlich die ganze Naht und damit das Werkstück unbrauchbar wurde. Um überhaupt mit rauhem Fadenmaterial arbeiten zu können, mußte die verwendete' Maschine mit sehr niedriger Umdrehungszahl laufen. Man versuchte zwar, die unerwünschte starke Reibung der Nadelfäden durch Tränken mit Seifenwasser zu vermindern. Jedoch hatte dies den großen Nachteil, daß dadurch die Appretur ,und die Farbe des Werkstückes angegriffen wurden.
  • Nach der Erfindung werden die oben angegebenen Nachteile mit Sicherheit dadurch vermieden, daß dicht hinter der Nadel (in Vorscliubrichtung gesehen) ein ein- und ausrückbarer bzw. schwingbarer Finger zur Führung des Nadelfadens angeordnet wird. Dieser Finger, im folgenden Fadenleitfinger genannt, schwingt beim Niedergang der Nadel zwischen ihr und ihrem vom letzten Stichloch kommenden Faden ein, so daß der Nadelfaden vom letzten Stichloch aus über den Finger zum nächsten (neuen) Stichloch läuft. Der Fadenleitfinger hebt also die schädliche Reibung zwischen Nadelfaden und Werkstück auf. Gleichzeitig wird erreicht, daß der Nadelfaden im wesentlichen in senkrechter Richtung durch das Werkstück hindurchläuft, so daß in den Stichkanälen wenig Reibung entsteht -und daher ein Zersägen des zwischen zwei Stichkanälen Liegenden Werkstoffes nicht zu befürchten ist.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt. Es zeigen Abb. i das auf der Rückseite der Nähmaschine angebrachte Antriebsgestänge für den ein- und ausrückbaren Fadenleitfinger, Abb.2 die Anordnung des Fadenleitfingers von der Seite der Nähmaschine gesehen, Abb. 3 die Einrichtung teilweise im Schnitt von oben, Abb. q. einen Schnitt nach IV-IV in Abb.3, gesehen in Pfeilrichtung.
  • Der Antrieb für das Ein- und Ausschwingen des Fadenleitfiilgers wird von der Schwingwelle i des NadelstangenschwinghebeIs 2 abgeleitet. Zu diesem Zweck besitzt die Achse i einen Verlängerungszapfen 3, auf dem ein Schwingarm 4 befestigt ist. Wird der Nadelstangenschwinghebel 2 angetrieben, so schwingt er die mit ihm fest verbundene Welle I und mit ihr den Schwingarm 4. Die hin und her gehende Bewegung des Armes 4 wird mittels Schubstange 5 auf den Hebelarm 6 und auf den Schwingrahmen 7 übertragen, an dem der Fadenleitfinger 8 einstellbar und feststellbar angeordnet ist. Der Schwingrahmen 7 selbst ist erfindungsgemäß mittels Augen g und io am Stoffdrückerfuß i i angelenkt und macht daher jede Lageränderung diesesWerkzeugs mit. Erfindungsgemäß soll der Fadenleitfinger 8, über den der Nadelfaden geführt wird, in geringer Höhe über der Sohle des Stoffdrückerfußes i i ein- und ausschwingen. Zu diesem Zweck ist im 'Stoffdrückerfuß I i dicht hinter der Nadel 12 bzw. dem Stichloch 13 (Fig. 4) eine muldenartige Ausnehmung 14 vorgesehen. tDie Anordnung des Fadenleitfingers 8 dicht über der Sohle des Stoffdrückerfußes i i hat den Vorteil, daß der Nadelfaden keinen großen Umweg machen muß. Dadurch, daß der Nadelfaden über den Finger 8 laufen muß, wird natürlich ein etwas längerer Fadenschenkel benötigt, als wenn er den Weg über den Finger 8 nicht machen müßte. Die geringe überschüssige Fadenlänge muß also nach dem Ausschwingen des Fingers 8_ aus der Arbeitsstellung wieder beseitigt werden, da sonst der Nadelfaden sehr lose auf dem Werkstück liegen. würde. Das wird aber durch einen Fadenanzug beim Hochgehen der Nadel verhindert. Dieser Fadenanzug braucht mit Rücksicht auf die besonders niedrige Anordnung des Fingers 8 nur sehr gering zu sein.
  • Eine mit dem Gegenstand der Erfindung ausgerüstete Nähmaschine arbeitet also wie folgt. Beim Niedergang der Nadel I2 schwingt der Fadenleitfinger 8 dicht hinter ihr in die Stichlinie ein und fängt den vom vorhergehenden Stichloch kommenden Nadelfaden auf, der beim Eintritt der Nadel in das Werkstück bis zu deren Austritt daraus über den Fuß des Fingers 8 hinweggleitet. Beim weiteren Hochgehen der - Nadel schwingt dann der Finger seitlich aus, bis sich sein Fuß außerhalb der Stichlinie befindet. In diesem Augenblick erfolgt ein nochmaliger kurzer Fadenanzug, durch den der Nadelfaden dicht auf die Oberseite des Werkstückes herabgezogen wird. Darauf wiederholt sich derselbe Vorgang. -Die erfindungsgemäße Einrichtung läßt sich infolge ihrer einfachen Bauart in jede in Frage kommende Nähmaschine ohne Schwierigkeit einbauen.

Claims (6)

  1. PATE NTANSPRÜCII F: i. Einrichtung an Nähmaschinen zum Nähen und Ketteln, insbesondere mit rauhem Fadengut, wie Jute-, Sisalfaden o. dgl., gekennzeichnet durch einen unmittelbar hinter der Nadel und oberhalb der Stichplatte bzw. des Stoffdrückerfußes angeordneten ein- und ausschwingenden Finger (8); über den zwecks Reibungsverminderung beim Niedergang der Nadel der Nadelfaden gleitet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenleitfinger (8) während des Stillstandes des Werkstückes in Arbeitsstellung hinter der Nadel und in der Stichlinie verharrt, dagegen beim Vorschub des Werkstückes aus der Stichlinie herausgeschwungenwird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffdrückerfuß (i i) für die Aufnahme des Fingers (8) in und außer der Arbeitsstellung eine Ausnehmung (14) besitzt.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenleitfinger (8) an seinem schwingenden Träger derart @einstellbar und feststellbar so angeordnet ist, daß @er sich in der Arbeitsstellung in geringer Höhe über der Sohle des Stoffdrückerfußes (i i) bzw. der Oberfläche des Werkstückes befindet.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenleitfinger (8) von einem Schwingrahmen (7) getragen wird, der am Stoffdrückerfuß (i i) selbst angelenkt ist.
  6. 6. Nähmaschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Fadenleitfinger (8) tragende Schwingrahmen (7) mittels geeigneter übertragungsmittel von der Schwingwelle (i) des Nadelstangenantriebshebels aus angetrieben wird.
DEU12022D 1932-12-06 1932-12-06 Einrichtung an Naehmaschinen zum Naehen und Ketteln, insbesondere mit rauhem Fadengut Expired DE586044C (de)

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DE (1) DE586044C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742826C (de) * 1938-12-31 1943-12-17 Union Special Maschinenfab Verfahren zur Erzeugung einer Kettenstichnaht und Naehmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE969885C (de) * 1954-06-02 1958-07-24 Union Special Machine Co Randnaht mit verfestigten Stoffkanten sowie Verfahren und Maschine zu ihrer Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742826C (de) * 1938-12-31 1943-12-17 Union Special Maschinenfab Verfahren zur Erzeugung einer Kettenstichnaht und Naehmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
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