DE585166C - Verfahren zum Bedrucken von Schlaeuchen aus Cellulosehydrat - Google Patents
Verfahren zum Bedrucken von Schlaeuchen aus CellulosehydratInfo
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Description
- Verfahren zum Bedrucken von Schläuchen aus Cellulosehydrat Bekanntlich werden Waren. die in 5cliliiilche gefüllt vertrieben werden, beispielsweise Würste, in der Weise gekennzeichnet, daß inan um den gefüllten Schlauch eine bedruckte Banderole legt. Diese Art der Kennzeichnung ist jedoch wenig vorteilhaft, da :ich derartige Banderolen leicht von dem gefüllten Schlauch entfernen lassen. Deswegen hat man versucht, gefüllte Schläuche, insbesondere \\'iirste, in der Weise zu kennzeichnen. daß man den trockenen Schlauch vor <lern Einfüllen des Inhalts mit gewöhnlicher Druckfarbe bedruckte. Derartige Aufdrucke haben sich aber praktisch wenig brauchbar erwiesen, (la sie beispielsweise -beim Anfeuchten des Schlauches, (las vor (lein Füllen unbedinl;t erforderlich ist, sowie beim Füllen selbst leicht abplatzen und aufreißen, so (laß auf dem fertigen Fabrikat mir noch ein unvollkommener Abdruck vorhanden ist.
- Es ist nun gefunden worden, daß man einen (lauerhaften und haltbaren Aufdruck auf Celltiloselw(lratscliliiticlie, insbesondere künstlichen Wurstdiirmen, glatt in der U'eise erzielen kann, daß nlan deal Schlauch vor oller nach (per Trocknung mit @t;ilirigen Lösungen oder Pasten von Farbstoffen bzw. Pigment bildenden Stoffen bedruckt und den Farbstoff hzw. (las Pigment innerhalll (per Wan(hinl; des Sclilaticlles fixiert. Dieser :Aufdruck "viril zwerkm:il.iig vor (lern Einfüllen (pes Inhalts. beispielsweise der Wurstmasse, vorgenorninen. Man kann ihn entweder auf (lern völlig fertiggestellten Schlauch anbringen oder auch so vorgehen, (laß man diesen Aufdruck während der Herstellung des Schlauches, beispielsweise beim Spinnprozeß. vornimmt. Diese letztere Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, daß der Schlauch hierbei völlig flach liegt, so (laß der Druck leicht vorzunehmen ist und-eine Faltenbildung, die beim Bedrucken eines getrockneten Schlauches leicht auftreten kann, vermieden wird. Bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens kann man durch entsprechende Ausbildung der Druckmuster auch darauf lZücksicht nehmen, daß (las Muster beim Füllen des Schlauches, heisl)ielsweise beim Einfüllen der Wurstmasse, in der Breite gelehnt wird.
- Für (las vorliegende Verfahren kann nian die verschiedensten Arten von Farbstotien verwenden, heislliclsweise Kupentarhstotte, Azofarhstoffe u. (1g1. Mit Küpenfarbstofen kann man (las vorliegende Verfahren beispielsweise in (per Weise ausführen, (laß inan den Küpenfarbstoff in vcrküpter Form als Druckpaste auf den Schlauch aufträgt, die nicht in den Schlauch eingedrungene l.ellko-. verbindung beispielsweise durch Waschen entfernt und den in (1cn Schlauch einlZe(Irttiigeileil "feil (per Luttkoverbinditng in bekannter Weise ztirn Uarbstolt oxv(liert. 1n ähnlicher `'eise kann man auch Aufdrucke aus unlöslichen Azofarbstotten in (leg Schlauchwandung selber erzeugen; ferner kann man so vorgehen. (1a( man den Schlauch mit einer Druckpaste bedruckt, die eine Azokomponente und eine leicht mit dieser kuppelnde Diazoverbindung enthält, dann den Schlauch durch Animonial<d:inipfe leitet, wobei die genannten Komponenten unter Farbstoffbildung kuppeln. Hierauf wird der Teil des Farbstoffes, der nicht in die Schlauchwandung eingedrungen ist, durch Waschen entfernt. An Stelle der genannten organischen Farbstoffe kann man aber auch anorganische Farbstoffe zur Erzeugung des Druckmusters verwenden; man geht dabei beispielsweise so vor, daß man den Schlauch mit einer verdickten Bariumchloridlösung bedruckt und dann das in die Schlauchwandung. eingedrungene Bariumchlorid durch Behandlung mit Schwefelsäure, beispielsweise durch Leiten des Schlauches durch ein Schwefelsäurebad, in unlösliches Bariumsulfat überführt.
- Die nach dem neuen Verfahren erzeugten Muster sind vollständig haltbar. Sie platzen nicht ab und werden nicht rissig, da sie sich beim Dehnen des Schlauches, das beispielsweise beim Einlegen in Wasser auftritt. mit der Haut des Schlauches selber dehnen. Auch ein Abwaschen der Muster ist nicht zu befürchten, da diese Muster in der Wandung des Schlauches eingebettet sind und somit' dem Angriff von außen weitgehend entzogen sind.
- Man hat zwar schon vorgeschlagen, Papier mit organischen Farbstoffen der vorliegend beanspruchten Art zu bedrucken, um auf diese Weise zu einem gegen Nachahmung gesicherten bedruckten Papier, insbesondere Wertpapieren, zu gelangen. Bei derartigem Papier handelt es sich um einen faserhaltigen Stoff, bei dem allein schon durch die Unzahl der Fäserchen die Farbstoffe auf und zwischen den einzelnen Fasern rein mechanisch gut festgehalten werden. Iin Gegensatz hierzu handelt es sich bei den vorliegenden Schläuchen aus Celluloselivdrat um ein glasklares, durchsichtiges Material, (las keine erkennbare Struktur, insbesondere keine Faserstruktur, mehr aufweist und somit auch nicht, wie (las obengenannte Papier, schon rein mechanisch die Farbstoffe leicht fixieren kann. Aus dein bekannten Verfahren zur Herstellung von Wertpapieren war deshalb der Erfolg des neuen Verfahrens nicht vorauszusehen, insbesondere auch nicht, claß die g chen em' *iß hergestellten der Erfindung Aufdrucke auf den Celluloseschläu- auch einem Kochprozeß völlig standhalten würden. Weiterhin ist es schon bekannt, tierische Därme mit Aufdrucken zu versehen, und zwar 'hat man dies bisher in .der Weise gemacht, daß man die Schläuche mit Silbernitrat bedruckte und durch Belichtung und die hierbei erfolgende Abscheidung von metallischem Silber den Druck fixierte. Bei diesem Verfahren entstehen aber Stickoxvde, die zwar bei tierischen Därmen. wie sie bei dem bekannten Verfahren verwendet worden sind.. iiiclit allzu sch.#dlicli wirken. die aber bei Schläuchen aus Cellulosehydrat eine Zerstörung des Materials hervorrufen würden, so (1a( also dieses bekannte Verfahren für Schläuche der beanspruchten Art nicht verwendet werden kann.
Claims (1)
- PATLNT-iNSPRUCII :-Verfäliren zum Bedrucken von Schlauchen aus Celluloselivdrat, insbesondere künstlichen Wurst(hirmen, dadurch gekennzeichnet, daß nian den Schlauch vor oder nach der Trocknung mit wälirigen Lösungen oder Pasten von Farbstoffen bzw. Pigment bildenden Stoffen be(lrticl<t und den Farbstoff bzw. das Pigment innerhalb (leg Wandung des Schlauches fixiert.
Priority Applications (1)
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| DEK120471D DE585166C (de) | 1931-05-16 | 1931-05-17 | Verfahren zum Bedrucken von Schlaeuchen aus Cellulosehydrat |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE120471 | 1931-05-16 | ||
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| DEK120471D Expired DE585166C (de) | 1931-05-16 | 1931-05-17 | Verfahren zum Bedrucken von Schlaeuchen aus Cellulosehydrat |
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1931
- 1931-05-17 DE DEK120471D patent/DE585166C/de not_active Expired
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