DE583523C - Segelschlitten - Google Patents

Segelschlitten

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DE583523C
DE583523C DEK119064D DEK0119064D DE583523C DE 583523 C DE583523 C DE 583523C DE K119064 D DEK119064 D DE K119064D DE K0119064 D DEK0119064 D DE K0119064D DE 583523 C DE583523 C DE 583523C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B15/00Other sledges; Ice boats or sailing sledges
    • B62B15/001Other sledges; Ice boats or sailing sledges propelled by sails
    • B62B15/002Other sledges; Ice boats or sailing sledges propelled by sails having skis or runners
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
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    • B62B15/001Other sledges; Ice boats or sailing sledges propelled by sails

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Power-Operated Mechanisms For Wings (AREA)

Description

Die bekannten Segelschlitten, deren Fahrgestell im wesentlichen aus einem Rahmenkreuz besteht, dessen kürzerer in Fahrtrichtung vorn angeordneter Querbalken an seinen Enden mit je einer Kufe versehen ist und dessen längerer Längsbalken, die Plicht sowie an seinem äußersten rückwärtigen Ende die Steuerkufe trägt, neigen stark zum Schleudern, weil sich der Systemschwerpunkt weit vorn, die Steuerkufe dagegen ganz hinten befindet, daher durch den Winddruck auf die Segel leicht gänzlich vom Boden abgehoben werden kann und dann für die Führung des Schlittens nicht mehr wirksam ist.
Die bekannten Schlitten neigen ferner dazu, bei Einbrechen in das Eis oder Anfahren auf Hindernisse, wie z. B. Schneewächten, eingefrorenes Holz ο. dgl., sich nach vorn zu überschlagen. Ein solches durch Hindernisse hervorgebrachtes rasches Abbremsen wird für den Fahrer und die Fahrgäste höchst gefährlich, weil sie infolge des langen Hebelarmes des achteren Teiles, auf dem sich die Plicht befindet, mit Wucht abgeschleudert werden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Segelschlitten, dessen die Takelung tragender Rahmen auf drei oder mehreren symmetrisch zur Mittellängsebene angeordneten Kufen ruht, bei welchem Schlitten aber die um lotrechte Achsen drehbaren Steuerkufen in der Fahrtrichtung nicht mehr hinten, sondern vorn liegen und bei welchem die Gewichtsresultierende etwa durch den geometrischen Schwerpunkt der von den Kufen als Ecken begrenzten Unterstützungsfläche hindurchgeht. Zweckmäßig werden die achteren Kufen als Hilfssteuerkufen ausgebildet und gemeinsam bewegbar gemacht. Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung eines Segelschlittens in der Weise, daß die Mittellinien der als Träger der Kufen dienenden Auslegerarme einander in der Fahrtrichtung pfeilspitzenartig schneiden. Infolge der Anordnung der Steuerkufe in der Fahrtrichtung vorn, können sie durch den Winddruck auf die Segel nicht angelüftet werden, sondern werden dabei fest auf die Bahn gedrückt, wodurch sich eine große Spurfestigkeit ergibt. Die Seitenstabilität des Fahrzeuges ist eine größere als bei den bekannten Ausführungen, weil der Hebelarm des das seitliche Kippen hindernden Eigengewichtes größer als bei der bekannten Schlittenform ist, und schließlich ist die Tendenz des Vornüberschlagens dadurch verringert, daß auch der Hebelarm des Eigengewichtes, bezogen auf
die Vorderkufen, größer ist. Es wird daher ein Auffahren auf Hindernisse oder ein Einbrechen im Eise für die Fahrgäste weniger gefährlich., weil der vordere, gering gewichtige Fahrzeugteil weniger rasch durchbricht und das Bestreben hat, oberhalb des Eises zu verbleiben.
In der Zeichnung ist ein Segelschlitten nach der Erfindung in Abb. ι und 2 in Ansicht und Draufsicht veranschaulicht. Die Abb. 3 und 4 zeigen im Längs- und Querschnitt die Ausbildung der achteren Kufen und ihrer Steuerung. Abb. 5 zeigt schematisch eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schlittens mit besonders geformtem Rahmen. Die Abb. 6 und 7 veranschaulichen in Draufsicht und Seitenansicht eine weitere Ausbildung eines Rahmens und die Abb. 8 und 9 einen vierkufigen Schlitten mit erfindungsgemäß gebautem Rahmen.
Der Schlitten besteht aus einem die Takelung tragenden Rahmen, der auf drei in den Ecken eines ν gleichschenkeligen oder gleichseitigen Dreieckes angeordneten Kufen K1, K2 und L ruht, von welchen L die Steuerkufe ist, die in der Fahrtrichtung vorn liegt und um eine Achse Sp1 drehbar ist. Der achtern liegende Querbalken P des Schlittenrahmens trägt die Plicht. Die Gewichtsresultierende geht etwa durch den geometrischen Schwerpunkt Schw (Abb. 2) der von den Kufen als Ecken begrenzten Unterstützungsfläche hindurch.
Da es vielfach wünschenswert wird, mit dem Segelschlitten auch zweispurig oder auch nur in einer Spur zu fahren, sind außer der Steuerkufe L auch noch die beiden achteren Kufen K1 und K2 um lotrechte Achsen Sp2, Sp3 drehbar und gemeinsam steuerbar, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, mit den drei Kufen zweispurig zu fahren (Richtung G1, M1 und G1', M1' und, je nach dem Schlage, G2, M2 und G2, M2' mit dem Abstand N). Weil aber der Winddruck die Luvkufe anhebt, kann bei entsprechender Windstärke auch einspurig, also mit geringstem Widerstand gefahren werden.
Die Betätigung der Steuerkufe L' kann durch irgendeine bekannte Vorrichtung, z. B. durch den Drahtzug D3 mit Hilfe eines Steuerrades St2 erfolgen. Die achteren Kufen K1, K2 sind durch ein Steuerrad St1, dessen Spindel durch die hohle Spindel des Steuerrades St2 geführt ist, mit Hilfe der Drahtzüge D2 und D1 gemeinsam verstellbar. Die Verbindung der Kufen K1 und K2 mit den Steuerdrahtzügen vermittelt je eine Drehzapfenanordnung, von denen jene für die Kufe /C1 in den Abb. 3 und 4 veranschaulicht ist. Die Spindel Sp3 ist an ihrem unteren Ende fest mit einer Platte T verbunden, an deren Unterseite Backen B und E1 vorgesehen sind, zwischen denen die Kufe mit der Sohlenschiene Sch mittels eines in den Langlochschlitzen / geführten waagerechten Bolzens O drehbar angeordnet ist. Die Spindel Sps geht durch den Querbalken P des Rahmens hindurch und trägt an ihrem oberen Ende ein Joch R. An diesem Joch R bzw. an dem Joch R1 für das Drehgestell der Kufe K2 sind die Drahtzüge D1 und D2 befestigt.
Die Ausbildung des Rahmens in der bisher üblichen Art bzw. auch nach Abb. I und 2, nämlich in Gestalt eines Kreuzes, hat insofern Nachteile, als ungünstige Beanspruchungen der Balken auftreten und die Verteilung der Belastungen und Beanspruchungen ungünstig ist. So wird der Querbalken ungemein stark auf Biegung beansprucht und muß daher mit dem Bootskörper verspannt werden. Nach der Erfindung wird zur Beseitigung der vorerwähnten Nachteile, nämlich der ungünstigen Verteilung der Beanspruchungen einerseits und der Notwendigkeit der Anordnung von Verspannungen an- 8g dererseits, die Form des Rahmens so gewählt, daß die Mittellinien der als Träger der Kufen dienenden Auslegerarme einander in der Fahrtrichtung pfeilspitzenartig schneiden.
Diese neue Grundform des Schlittens ist in Abb. 5 schematisch veranschaulicht und sichert nebst den früher erwähnten auch den weiteren Vorteil, daß infolge der günstigen Verteilung der Beanspruchungskräfte die Konstruktion weniger kräftig und daher wohlfeiler hergestellt werden kann und bei gefälligerem Aussehen auch geringeren Stirnwiderstand auftreten läßt.
Wie aus Abb. 5 ersichtlich, besteht der Rahmen aus drei nach stetigen Kurven ge- 1Qo bogenen und ineinanderverlaufenden Brettern oder Pfosten O1, · a2, as, deren Krümmungsscheitel dem Systemzentrum P zugekehrt und deren Enden zur Bildung der die Kufen tra-' genden Arme derart vereinigt sind, daß die Achsen dieser drei Arme durch das Systemzentrum hindurchgehen. Die vorerwähnte Anordnung der Auslegerarme ergibt beim Systemzentrum eine geräumige Plicht.
Gemäß Abb. 6 und 7 ist der Schlittenkörper bootsartig und stromlinienförmig ausgebildet, und die gleichfalls stromlinienförmigen Auslegerarme verlaufen allmählich in den Bootskörper. Beispielsweise ist ein Teil der den Schlittenkörper bildenden Planken O1, a2 zur Bildung der Auslegerarme herangezogen, indem sie vom Schlittenkörper abgehend nach außen gebogen sind und zusammen mit einem auf dem Schlittenkörper aufgesetzten Verbindungsstück a3 die Auslegerarme der achteren Kufen bilden.
Bei vierkufigen Segelschlitten (Abb. 8
und 9) sind zwei Paare von Auslegerarmen hintereinander entlang der Fahrzeuglängsachse angeordnet, und die Mittellinien dieser als Kufenträger dienenden Auslegerarme He-S gen derart, daß sie sich auf der Schlittenlängsachse in Richtung des Vorstevens pfeilspitzenartig schneiden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    I. Segelschlitten, bestehend aus einem die Takelung tragenden Rahmen, der auf drei oder mehreren symmetrisch zur Mittellängsebene angeordneten Kufen ruht, dadurch gekennzeichnet, daß die um lotrechte Achsen drehbaren Steuerkufen in der Fahrtrichtung vorn liegen und die Gewichtsresultierende etwa durch den geometrischen Schwerpunkt der von den Kufen als Ecken begrenzten Unterstützungsfläche geht.
  2. 2. Segelschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die achteren Kufen als Hilfssteuerkufen ausgebildet und gemeinsam bewegbar sind.
  3. 3. Segelschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinien der als Träger der Kufen dienenden Auslegerarme einander in der Fahrtrichtung pfeilspitzenartig schneiden.
  4. 4. Segelschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlittenkörper bootsartig und stromlinienförmig ausgebildet ist und die gleichfalls stromlinienförmigen Auslegerarme allmählich in dem Bootskörper verlaufen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEK119064D 1930-02-22 1931-02-22 Segelschlitten Expired DE583523C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT583523X 1930-02-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE583523C true DE583523C (de) 1933-09-05

Family

ID=3677002

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK119064D Expired DE583523C (de) 1930-02-22 1931-02-22 Segelschlitten

Country Status (1)

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DE (1) DE583523C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2612984A1 (de) * 1976-03-26 1977-09-29 Tilo Dipl Ing Riedel Eis-stehsegler
FR2404554A1 (fr) * 1977-09-28 1979-04-27 Dupont Marc Char a voile a chassis coque demontable

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2612984A1 (de) * 1976-03-26 1977-09-29 Tilo Dipl Ing Riedel Eis-stehsegler
FR2404554A1 (fr) * 1977-09-28 1979-04-27 Dupont Marc Char a voile a chassis coque demontable

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