DE581775C - Anstellvorrichtung fuer Walzwerke - Google Patents

Anstellvorrichtung fuer Walzwerke

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DE581775C
DE581775C DEN33502D DEN0033502D DE581775C DE 581775 C DE581775 C DE 581775C DE N33502 D DEN33502 D DE N33502D DE N0033502 D DEN0033502 D DE N0033502D DE 581775 C DE581775 C DE 581775C
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rollers
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adjustment
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DEN33502D
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ROBERT HOLDINGHAUSEN
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/16Adjusting or positioning rolls
    • B21B31/20Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis
    • B21B31/22Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis mechanically, e.g. by thrust blocks, inserts for removal
    • B21B31/28Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis mechanically, e.g. by thrust blocks, inserts for removal by toggle-lever mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Anstellvorrichtun, für Walzwerke Die weiterverarbeitende Industrie verlangt von den Walzwerken in stets steigendem Maße engere Maßabweichungen bei Walzeisen. Die sich heute immer mehr einführende Massen- und Automatenarbeit ist durch die Eigenart der Fertigung auf genaue llaßbaltigkeit bei dem zu verarbeitenden Werkstoff angewiesen. Die Schwierigkeiten bei Einhaltung möglichst geringer Maßabweichungen beim Walzen von erwärmten Metallen liegen in der Wirkung der abfallenden Temperatur des Werkstoffes während des Walzens. Das vordere Ende des Walzstabes wird, solange das Walzen nicht auf einer kontinuierlichen Walzenstraße erfolgt, in wärmerem Zustande zwischen den Walzen verformt als das hintere Ende desselben. Der mehr erkaltete Werkstoff setzt den Walzen einen größeren Widerstand entgegen, d. h. der Walzdruck steigt mit abnehmender Temperatur des Walzgutes. Die Walzen laufen bekanntlich mit ihrem Zapfen in Gleit- oder Rollenlagern, diese lagern wieder in Einbaustücken, welche sich gegen anstellbare Schraubenspindeln, heile, Hebel o.dgl. abstützen. Durch den- verschieden starken Walzdruck werden die Durchbiegungen der Walzen größer, die einzelnen Lagerteile stärker zusammengepreßt und die Durchbiegung und Nachgiebigkeit der verschiedenen Walzenständerteile mehr oder minder stark in Anspruch genommen. Dadurch vergrößert sich der Zwischenraum zwischen den den Walzstab bearbeitenden Walzen. Man sagt, der Sprung vergrößert sich, was die unangenehme Folge hat, daß der Walzstab bei abnehmender Temperatur am Ende einen größeren Querschnitt erhält als am Anfang. Außerdem nimmt die Breitung des Walzgutes mit abnehmender Erwärmung zu. Die so entstehende stetige Vergrößerung des Querschnitts in ein und derselben Walzader wirkt sich ganz besonders bei der Herstellung von Rund- und Quadrateisen; unangenehm aus. Das Vorprofil, d. h. der Anstich für das Fertigkaliber ist für Rundeisen ein Oval und für OOuadrateisen ein Viereck oder ein Oval. Diese Vorprofile sind für die Genauigkeit der Fertigprofile bestimmend. Bei offenen Walzenstraßen hat man daher bisher immer mit entsprechenden lIaßabweichungen infolge nicht zu vermeidenden Temperaturabfalles während des Walzens zu rechnen.
  • Einrichtungen zur Verstellung des Walzensprunges sind in verschiedenen Ausführungsarten im Gebrauch. Auch sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Nachstellung der Walzen «während des Betriebes, d. h. des Durchganges des Walzgutes zwischen den Walzen möglich ist. Beeinflußt wird diese Anstellung z. B. von dem die Walze verlassenden Walzgut. Die Nachteile dieses Verfahrens lagen darin, daß der unruhige Lauf des warmgewalzten Werkstoffes eine genaue Messung desselben nicht zuläßt und die hierzu nötigen empfindlichen Apparate dem rauhen Walzwerksbetriebe nicht angepaßt «-erden konnten. Auch ist es bisher unbekannt, den Einfluß der verschiedenartigen Breitung des Werkstoffes und des Sprunges infolge sinkender Temperatur durch Nachstellung des Vorprofils während des Walzens auszugleichen und so ein stets richtiges Vorprofil für das Fertigkaliber zu erzeugen.
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch die unabhängig von einer Messung des Walzgutes während des Walzens eine Nachstellung der Walzen von Hand oder selbsttätig in vorher bestimmtem -Maße bewirkt wird, was in ähnlicher Weise bei der fortlaufenden Feineinstellung der Walzen von Pilgerschrittwalzen bekannt ist. Erforderlich ist es hierbei, daß man die notwendige Nachstellung der Walzen bei jeder Abmessung im voraus feststellt und dann in dem -Maße erfolgen läßt, wie es der vergrößerte Sprung und der Einfluß der Ereitung infolge der kälter werdenden Stabenden notwendig macht, um den jeweilig gewünschten Querschnitt für das Fertigprofil zu erhalten.
  • Die bauliche Ausführung kann verschieden sein. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Einrichtung wiedergegeben.
  • Die in den Ständern a. untergebrachten Walzen b und b1 können durch die besondere Ausbildung der oberen Einbaustücke c während des Walzens nachgestellt werden. Auf der Walze b befindet sich an irgendeiner Stelle eine Kurvenfläche d. Bei jeder Umdrehung der Walze wird der Hebel e bewegt. Die am Hebel e angebrachte Sperrklinke g greift in die Zähne des Ratschenrades f und dreht hierdurch letzteres periodisch. Gleichzeitig wird damit die mit dem Ratschenrad f fest verbundene Kurvenscheibe lt gedreht und mit dieser der Kniehebel i gestreckt. Dadurch wird ein verstärkter Druck auf das Einbaustück c und andererseits auf das Zwischenstück k, den Brechtopf na und die Anstellspindel st ausgeübt, welcher durch Vermittlung des Lagers o auf die Walze b weitergeleitet wird. jede Umdrehung der Walze b bringt das Ratschenrad f um einen Zahn weiter, so daß die Zähnezahl des Ratschenrades ungefähr gleich der Stablänge, dividiert durch den den Walzstab bewegenden Walzenumfang, ist. Tritt die vordere Stabspitze des Walzstabes in das Kaliber ein, so bringt der lIagnet p das Ratschenrad in Eingriff, und die Umdrehung der Kurvenscheibe beginnt, bis der locken q den Schalter r des Magneten ausrückt und die Bewegung der Kurvenscheibe zum Stillstand bringt. Der trocken q ist so eingestellt, daß die Kurvenscheibe h ständig eine volle Umdrehung macht, um die Anfangsstellung zu erreichen. Diese Arbeitsweise ist brauchbar bei ungefähr gleich langen Walzstäben und bei richtiger Wahl des Ratschenrades f. Die Gewichte des Ausgangsmaterials sind im praktischen Betriebe jedoch unter sich nie so gleichmäßig, daß mit ungefähr gleichen Walzstäben gerechnet werden, kann. Die Vorrichtung müßte daher auf eine größte Länge des Walzstabes eingerichtet werden. Beim Durchlaufen eines Walzstabes an kürzerer Länge würde die Vorrichtung nachDurchgang diesesStabes so lange weiterlaufen müssen, bis die Kurvenscheibe lt eine Umdrehung durchlaufen hat, da dann erst die richtige Anfangsstellung der l@'alz@n b und b1 zum Einfahren des nächsten Stabes erreicht ist. Es würde also die Pause vom Austritt des einen und Wiedereinführen des folgenden Stabes zu lange dauern und damit die Leistung des Walzwerks verringert werden.
  • Um diese Pause auf ein -Mindestmaß zu beschränken, ist mit dem Ratschenrad f ein Gegengewicht s verbunden. In Anfangsstellung der Kurvenscheibe lt befindet sich das Gegengewichts in senkrechter Richtung zu dein Drehpunkt t, so daß kein links- oder rechtsdrehendes lMorneiit vorhanden ist. Beim Arbeiten wird das Gegengewicht s im gleichen Drehsinn mitgedreht. Während der ersten halben Umdrehung übt das Gegengewicht s ein rückwärts wirkendes Drehmoment auf das Ratschenrad f, in der zweiten halben Umdrehung ein gleichgerichtetes Moment auf dieses aus. Zur Vermeidung einer rückläufigen Bewegung der Ratschenscheibe f durch das Gegengewicht s während der ersten halben Umdrehung ist ein Gesperre vorgesehen, dessen Sperrad it feststeht, während sich die Sperrklinke ,.;J, die durch Hebel v mit der Welle t verbunden ist, in gleichem Sinne wie das Ratschenrad f dreht.
  • Verläßt demnach ein Walzsta bende in der zweiten halben Umdrehung die Walzen b und hl, so dreht das Gegengewicht s die Ratschenscheibe f so lange beschleunigt «-eiter, bis die Anfangsstellung des Gegengewichtes s erreicht ist. Bei genügendem Übergewicht wird diese letzte Bewegung sehr schnell durchgeführt, wodurch die Pause zwischen zwei folgenden Walzstäben auf denkbar geringste Zeit verkürzt wird.
  • Das Ingangsetzen dieser Vorrichtung kann von ein°m besonderen Bedienungsmann, dem Walzer selbst, oder auch selbsttätig durch die Stabspitze erfolgen. Die Geschwindigkeit oder die Größe der Nachstellung könnte z. B. in diesem Falle durch Anwendung verschiedener Ratschenräder geschehen. Die -Möglichkeit der Änderung der \ achstellung muß vorhanden sein, da sie abhängig von Profil und Walzgeschwindigkeit ist. Der Arbeitsvorgang ist folgender: Beim Anstich eines «,'alzstabes beginnt die achstellun,- und steigert sich bis zu einem Höchstwert, der in dem Augenblick erreicht wird, wo der Stab die Walze verläßt. Die RTalzstäbe folgen in einem kurzen Zeitraum aufeinander. Während der Zeit des Leerlaufens der Walzen kommt die Vorrichtung wieder in Anfangsstellung, und das Spiel beginnt von neuem. Da es aber das Bestreben des Betriebes ist, die Zeit des Leerlaufens sehr kurz zu halten, muß die Anfangsstellung in denkbar kürzester Zeit erreicht sein. Dieses ist durch das Ausführungsbeispiel erzielt und gilt auch als Merkmal der Erfindung.
  • Es ist damit eine einfache Einrichtung zur Erzielung der gestellten Aufgabe dargestellt. Man kann jedoch .den Zweck auch mit anderen Einrichtungen, z. B. durch gesonderte elektrische, hydraulische oder andere Antriebe, erreichen, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu fallen.
  • Auf diese Weise ist es möglich, fast theoretisch genaue Querschnitte herzustellen, was durch die Ersparnis des Ziehprozesses einen außerordentlich wirtschaftlichen Vorteil bedeutet.

Claims (3)

  1. PaTENTt1\TSPRÜCHE: i. Anstellvorrichtung für Walzwerke finit einer Hilfseinrichtung zur Verringerung der Abmaße beim Walzen von langen, runden oder quadratischen Stäben in mehreren aufeinanderfolgenden \Valzlcalibern, dadurch gekennzeichnet, daß der \\'alzenspalt des letzten Vor- (Oval-) Profils während des ganzen Walzenganges in gesetzmäßiger Weise entsprechend dein erfahrungsmäßig festgestellten Temperaturabfall fortlaufend so verstellt wird, daß der Temperaturabfall während des Walzvorganges ausgeglichen und dadurch eine möglichst gleichmäßige, über die ganze Länge des \Valzstabes reichende Stärke nach dem Fertigstich erzielt wird.
  2. 2. Anstellvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die fortlaufende Verstellung des letzten Ovalprofils in Abhängigkeit vom Walzwerk etwa durch eine Kurvenscheibe (d) oder ähnliche Antriebsteile, die von den Walzen angetrieben werden, bewirkt wird, wobei die Rückführung der Walzen in die Ausgangsstellung nach beendetem Walzvorgang sehr rasch erfolgt. .
  3. 3. Anstellvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gesetzmäßige Verstellung des Walzenspaltes durch den Stab selbst eingeleitet wird.
DEN33502D 1932-03-27 1932-03-27 Anstellvorrichtung fuer Walzwerke Expired DE581775C (de)

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