DE580466C - Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandfoermiger Ohrmarken - Google Patents
Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandfoermiger OhrmarkenInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K11/00—Marking of animals
- A01K11/001—Ear-tags
- A01K11/002—Pliers specially adapted for fixing ear-tags to ears
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Description
Die Erfindung betrifft eine zangenartige Vorrichtung zum Einziehen von band- bzw. bügeiförmigen Ohrmarken für die Tierkennzeichnung,
bei welcher die besondere Art der Betätigung durch einen unter Federkraft vorschnellenden
Schlagstempel zugrunde liegt; eine solche Vorrichtung ist an sich durch Patent 451 875 bekannt.
Die neue Ausführungsform kennzeichnet sich durch eine zweckmäßige Vereinfachung des
Geräts und Ausgestaltung der von einem Griffhebel bedienten Spann- und Auslösevorrichtung,
derart, daß eine bequemere und mehr gesicherte Handhabung ermöglicht wird. Von der bekannten
Vorrichtung weicht die neue Vorrichtung zunächst darin ab, daß zum Spannen des Schlagstempels (statt eines Zahnstangengetriebes)
ein Hebel dient, und ein wesentliches Merkmal der neuen Vorrichtung ist ferner, daß dieser
Hebel einen von dem zugehörigen Handgriffschaft nach Art eines Zangenhebels abspreizbaren
und gegen denselben zurückschwingbaren Teil bildet, so daß für die Spannbewegung die
Spreizung durch Auseinanderziehen der Griffenden erfolgen kann und die Zurückführung des
Hebels in eine Lage ermöglicht wird, die eine gleichzeitige Umfassung mit der Hand gestattet.
Das besondere, mit Klinkengesperre ausgerüstete Aufzuggetriebe für das Spannen des
Schlagbolzens bei der bekannten Vorrichtung ist hiernach durch einen einhubigen Hebelaufzug
praktisch ersetzt, indem ein kurzer Hebelarm des Spreizhebels unmittelbar auf das
Kopfende des Schlagbolzens zu wirken vermag. Während ferner bei der bekannten Vorrichtung
eine besondere Voreinstellung der durch den Schlagbolzenstoß anzupressenden Schließbacke
einzurichten nötig war, werden bei der neuen Anordnung weitere zusätzliche Bedienungshandgriffe erspart, indem von dem obengenannten
kurzen Hebelarm aus, wenn er nach dem Spannen in die Anfangslage ganz zurückgeführt
wird, durch Anstoß an ein zweiarmiges Hebelglied zugleich auch jene Voreinstellung
der Schließbacke behufs Bereitstellung für die Schlagbetätigung bewerkstelligt wird.
Auf den Zeichnungen ist eine beispielsmäßige Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt:
Abb. ι zeigt die innere Einrichtung, wobei vom Zangenkörper· die obere Deckplatte weggelassen
ist und die Teile sich in der der Aufklafflage der Schließbacke entsprechenden Anfangs-
oder Ruhestellung befinden.
Abb. 2 zeigt am abgebrochen gezeichneten Zangenkörper die Abspreizlage des Hebels bei
Beendigung der auf den Schlagbolzen übertragenen Spannbewegung, und
Abb. 3 zeigt in Endansicht die Knebelgriffanordnung am Ende des Zangenkörpers einerseits
und des Spannhebels andererseits.
Der Zangenkörper ist im ganzen ähnlich einer Faüstwaffe gestaltet und mit einem röhrenförmigen
Griff schaft (Pistolenschaft) «versehen. Rückseitig ist derselbe flankiert von dem Spannhebel
h, wenn dieser in die Lage nach Abb. 1 an den Griffschaft herangeklappt ist, welche
Lage er sowohl in solcher Ruhestellung als auch nach erfolgtem Spannen einnimmt. Das
Spannen wird durch Abspreizen des Hebels h um seinen Drehpunkt i vorgenommen, wobei
die äußerste Lage in Abb. 2 gezeichnet ist. Die Spreizbewegung, die sich mit dem kurzen
Hebelarm j unmittelbar an den Kopf des Schlagbolzens δ und dessen Feder f spannend
überträgt, wird trotz der entgegenwirkenden starken Federspannung dadurch bequem ausführbar,
daß Handgriffknebel u bzw. ν an den Enden des Schaftes α und des Hebels h vorgesehen
sind. Vermöge Untergriffs der rechten und linken Hand an diesen Knebeln läßt sich
der Hebel //■ zwangsmäßig in die Abspreizlage
ίο (Abb. 2) ziehen, wonach der Abzugriegel χ in
eine Kerbe c des Schlagbolzens b sperrend eingreift.
Bei diesem Spannvorgange wird zugleich der mit Anlaufrolle r versehene Schwanzteil p der
auf dem Zapfen ζ gelagerten Schließbacke q so beeinflußt, daß er die mittlere Stellung — in
Abb. 2 mit I bezeichnet — verläßt und durch eine Feder q' in die mit II bezeichnete Lage gezogen
wird, die der Aufklafflage der Schließ-
ao backe q entspricht. Vorher nahm die Rolle r
des Backenteils j> ihre Mittelstellung I (Abb. i)
deswegen ein, weil hierfür eine Ausnehmung e an dem Schlagbolzen δ eine entsprechende Anschlaglage
darbot; hierbei wurde der Wirkung der Feder q' entgegen ein Kippbestreben auf die
Schließbacke q mittels eines zweiarmigen Hebelgliedes k ausgeübt, solange der mit Rolle versehene
kurze Hebelarm / das Schwanzende des Hebelgliedes k emporgedrückt hielt.
Mit d ist die der beweglichen Schließbacke q
gegenüberliegende feste Amboßbacke bezeichnet, auf der die an dem Ohr des Tieres einzuziehende,
vorläufig aufklaffende bügeiförmige Bandmarke eingelagert wird. Mit y ist ferner
der Abzug bezeichnet, durch welchen man den Abzugriegel χ aus der Sperrstellung zurückziehen"
kann.
Wenn durch Abspreizung des Hebels h das Spannen des Schlagbolzens δ bis zur Lage nach
Abb. 3 stattgefunden hat, muß der Hebel h wieder in die Lage nach Abb. 1 zurückgeführt
werden. Hierbei kommt zum Schluß der Hebelarm / wiederum in Eingriff mit dem Schwanzende
des Hebelgliedes k und zwingt dasselbe, wie vorher erwähnt, die Lage einzunehmen, bei
der die Schließbacke q wiederum in die Stellung I zurückschwingt. In diesem Falle befindet sich
nun das Rollenende fi im freien Stoßbereich des Schlagbolzens b.
Nachdem der Hebel h an den Schaft α herangeklappt
ist, werden beide mit der Hand eingriffig umfaßt, wobei sich der Zeigefinger nächst
dem Abzug y befindet. Die zwischen d und q eingelagerte offene Bandmarke wird nun mit
der Vorrichtung an das Ohr des Tieres herangebracht ; beim Abdrücken des Abzuges schnellt
alsdann der Schlagbolzen b vor, trifft die Anlaufrolle r der Schließbacke und schwingt dieselbe
zwangsweise vorübergehend in die Stellung III, wodurch die Marke in Bügelform geschlossen
wird. Unmittelbar danach aber kann die Rolle r wieder in die Ausnehmung β des
Schlagbolzens b hineinschlüpfen, so daß die Teile die Stellung wie nach Abb. 1 einnehmen.
Die eingezogene Marke wird also sofort freigegeben und kann aus dem Zangenmaul ohne
weiteres heraustreten.
Die Feder q', welche das Ende p der Schließbacke
q beeinflußt, braucht nur schwach zu sein, denn die Einstellung der Schließbacke auf
ihre mittlere Vorbereitungslage I wird zwangsläufig durch das Hebelglied k bestimmt, dessen
einer Arm k' auf das vordere Backenende wirkt, während gegen sein hinteres Ende k" der Hebelarm
/ drückt. 7S
Der mit η in Abb. 1 und 2 bezeichnete Teil ist
eine Abzugsicherung. Im übrigen ist aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, daß die
Handhabung der Vorrichtung keinerlei umständliche Voreinstellungsgriffe außer der Spannbewegung
des Hebels h benötigt.
Claims (2)
1. Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandförmiger Ohrmarken mittels
eines durch Federkraft bewegten Schlagstempels, dadurch gekennzeichnet, daß zum Spannen des Schlagstempels (δ) ein Hebel (Ji)
dient, der einen von dem zugehörigen Handgriffschaft (a) nach Art eines Zangenhebels
abspreizbaren und gegen denselben zurückschwingbaren Teil bildet, so daß für die
Spannbewegung die Spreizung durch Auseinanderziehen der Griffenden (u und v) erfolgen
kann und die Zurückführung des Hebels (h) in eine Lage ermöglicht wird, die
eine gleichzeitige Umfassung mit der Hand gestattet.
2. Ausführungsform der Zange nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spreizhebel (h) beim Spannen mit einem kurzen Hebelarm (/) auf das Kopfende des
Schlagstempels (δ) wirkt, bis die Abzugsperrung (x) erfolgt und die schwingbare
Schließbacke (q) federnd in die Aufklaffstellung gerückt ist, und daß beim Zurückführen
des Spreizschenkels (h) in seine Anfangslage derselbe kurze Hebelarm (j) gegen
ein zweiarmiges Hebelglied (k) stößt, wodurch die Schließbacke {q) teilweise ge- no
schlossen und mit ihrem Anschlagrollenteil (P) in die Bahn des Schlagstempels (δ)
vorgerückt bzw. zurückgezwängt wird, um beim Abschnellen des Schlagstempels (δ) zunächst
vollständig geschlossen und dann wieder geöffnet zu werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH132817D DE580466C (de) | 1932-08-12 | 1932-08-12 | Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandfoermiger Ohrmarken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH132817D DE580466C (de) | 1932-08-12 | 1932-08-12 | Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandfoermiger Ohrmarken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE580466C true DE580466C (de) | 1933-07-11 |
Family
ID=7176712
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH132817D Expired DE580466C (de) | 1932-08-12 | 1932-08-12 | Zangenartige Vorrichtung zum Einziehen bandfoermiger Ohrmarken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE580466C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216007B (de) * | 1963-05-18 | 1966-05-05 | Enar Hellberg | Werkzeug zum Vernieten einer Kennzeichnungsmarke fuer Tiere |
-
1932
- 1932-08-12 DE DEH132817D patent/DE580466C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216007B (de) * | 1963-05-18 | 1966-05-05 | Enar Hellberg | Werkzeug zum Vernieten einer Kennzeichnungsmarke fuer Tiere |
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