DE580040C - Maschine zum Naehen von Leder mit in zwei Bewegungsstufen arbeitendem Fadenabzughebel - Google Patents

Maschine zum Naehen von Leder mit in zwei Bewegungsstufen arbeitendem Fadenabzughebel

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DE580040C
DE580040C DER83535D DER0083535D DE580040C DE 580040 C DE580040 C DE 580040C DE R83535 D DER83535 D DE R83535D DE R0083535 D DER0083535 D DE R0083535D DE 580040 C DE580040 C DE 580040C
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DER83535D
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GUST RAFFLENBEUL GmbH
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GUST RAFFLENBEUL GmbH
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B51/00Applications of needle-thread guards; Thread-break detectors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Maschine zum Nähen von Leder mit in zwei Bewegungsstufen arbeitendem Fadenabzughebel Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Nähen von Leder oder ähnlichen Stoffen und bezweckt, einen Antrieb für den Fadenabzughebel zu schaffen, der die altbewährte Handbewegung des ohne Maschine nähenden Schuhmachers oder Sattlers mit einfachsten Mitteln möglichst vollkommen nachahmt. Die Herstellung eines Doppelsteppstiches von Hand erfolgt bekanntlich in der Weise, daß man nach Bildung und Ineinanderfügung der Doppelschleifen den oberen Faden bis zum Eintritt der Schleifen in das im Leder vorgestochene Loch hochzieht, dann den unteren Faden anspannt und schließlich den oberen Faden mit einem zweiten kurzen Ruck nochmals anzieht, damit die Doppelschleife sich ordnungsgemäß in das Loch einfügt.
  • Ähnliche Bewegungsvorgänge sind auch bei Nähmaschinen bereits dadurch erzielt worden, daß der den einen Faden spannende Fadenabzughebel in zwei Bewegungsstufen, nämlich in einer längeren ersten und in einer zweiten kürzeren und schneller ausgeführten Schwingbewegung aufwärts geführt wird. Zwischen der ersten und zweiten Bewegungsstufe des Fadenabzughebels bewirkt ein Schiffchen in bekannter Weise die Anspannung .des Gegenfadens, und im Zusammenwirken beider Maschinenteile wird mit Hilfe der zweistufigen Schwingbewegung des Fadenabzughebels genau wie bei sorgfältiger Handarbeit eine stramm angezogene, saubere Doppelsteppstichnaht ausgeführt. Das Neue vorliegender Erfindung besteht nun darin, daß die erste Schwingung =des Fadenabzughebels durch den Antriebhebel der Ahle, die zweite Schwingung dagegen durch eine mit dem Fadenabzughebel - unmittelbar zusammenarbeitende Nockenscheibe bewirkt werden. Bei den bisherigen Maschinen wird der Fadenabzughebel in der Regel lediglich von einer Hub- oder Kurvenscheibe betätigt. Da der Hebel bei seiner zweiten Bewegung in verhältnismäßig kurzer Zeit hochgeschwenkt werden muß, wäre es erforderlich, der Kurve einen sehr steilen Anstieg zu geben, was große Widerstände-und einen schweren Gang der Maschine zur Folge hätte. Diese Schwierigkeit hat man bei einer älteren, nach dem vorbeschriebenen Verfahren arbeitenden Nähmaschine in der Weise umgangen, daß man zur Erzielung der langsamen ersten Schwingbewegung eine Zugfeder angeordnet hat, während der zweite Teil der Bewegung durch einen kraftschlüssig angetriebenen Hebedaumen bewirkt wird. Dabei muß naturgemäß die Kraft der Zugfeder bald erlahmen, wodurch die erstrebte Wirkungsweise des Fadenabzughebels in Frage gestellt wird.
  • Dieser Übelstand ist bei der neuen Maschine erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die Bewegung des Fadenabzughebels teils unmittelbar von dem für die Maschine ohnehin notwendigen Ahlenantriebhebel, teils von einer Kurvenscheibe abgeleitet wird. Auf diese Weise ist der Fadenabzughebelwährend beider Bewegungsstufen kraftschlüssigbetrieben, aber trotzdem ist ein leichter Gang und eine große Leistung der Maschine sichergestellt.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß der Fadenabzughebel als an einer um die Hauptantriebswelle der Maschine drehbaren und mit dem Antriebhebel der Ahle gelenkig verbundenen Kurbel drehbar gelagerter Winkelhebel ausgebildet und mit zwei Laufrollen auf zwei an der Hauptwelle festen Nockenscheiben abgestützt ist, welche wechsel,we;se als Führungs- und als Stützrollen wirken. Infolge dieser Ausbildung zeichnet--sich die neue Fadenabzugvorrichtung außer durch eine günstige Wirkungs- und Arbeitsweise aus durch große Einfachheit und Wohlfeilheit der Triebwerksteile, was nicht nur für den Preis, sondern auch bei Reparaturarbeiten an der Maschine von erheblicher Bedeutung ist.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i eine Seitenansicht des Fadenabzughebels und des damit verbundenen Ahlenantriebhebels, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. i, Fig. 3 eine Seitenansicht wie Fig. i bei veränderter Stellung des Ahlenantriebhebels und verschiedenen Stellungen des Fadenabzughebels.
  • Im ausgeführten Beispiel ist i der um eine feste Achse 2 drehbar gelagerte doppelarmige Ahlenantriebhebel, dessen längerer Hebelarm an den in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht mit dargestellten Triebwerksteilen der Ahle, angreift und seinerseits durch Zusammenwirken einer Kurvenrolle 3 mit einer in der Zeichnung ebenfalls nicht mit dargestellten Kurvenscheibe o. dgl. von der umlaufenden Hauptantriebswelle .4 der Maschine zwangsläufig auf- und abwärts geschwungen wird. Der kürzere Arm i' des stumpfwinklig gestalteten Ahlenantriebhebels i ist durch eine Verbindungsstange 5 mit einer um die Hauptwelle q. drehbaren Kurbel 6 gelenkig verbunden. Auf einer Verlängerung des gemeinsamen Gelenkbolzens 7 der Kurbel 6 und der Verbindungsstange 5 ist an der der Stange 5 abgekehrten Seite der Kurbel der abwärts gerichtete Arm 8' eines spitzwinklig gebogenen Winkelhebels 8 drehbar gelagert. Der zweite, seitwärts stehende Arm dieses Hebels, 8 dient als Fadenab7ughebel und trägt für diesen Zweck an seinem äußersten Ende ein Fadenführerauge g, durch das der von einer Rolle abgenommene Nähfaden hindurchgeleitet wird.
  • Mit zwei gleichachsig zu dem Gelenkbolzen 7 angeordneten Laufrollen io, i i, von denen die eine 1 o unterhalb der Lagerstelle 7 des Hebels 8 am freien Hebelende auf der der Kurbel abgekehrten, in Fig. i der Zeichnung hinten liegenden Seitenfläche und die andere oberhalb der Lagerstelle am Scheitel des Winkelhebels 8 auf der gleichen Seitenfläche des Hebels angebracht ist, stützt sich der Fadenführerhebel8 auf zwei nebeneinander auf der Hauptwelle q. befestigte Scheibenräder 12, 13. Die zu der oberen Laufrolle i i gehörige Scheibe 13 besitzt einen Nocken 13', dem auf der zweiten Scheibe 12 eine Randaussparung 12' entspricht. Wenn die Laufrolle i i beim Hinaufgleiten auf die Anlaufkurve des Nockens 13' der in der Richtung des Pfeiles x umlaufenden Scheibe 13 eine Veränderung in der Stellung des Fadenabzughebels 8 veranlaßt und hierbei als Führung§-rolle arbeitet, tritt die Laufrolle io in die Randaussparung 12' des Scheibenrades 12 ein und wirkt, gegen den Außenrand ihrer Scheibe 12- fest anliegend, als Stützrolle des Fadenführerhebels. Dagegen übernimmt die Rolle io. die Führung des Fadenführerhebels-8, wenn dieser wieder nach unten schwingt. Dabei gleitet die Laufrolle io an dem aufwärts führenden Teil der Scheibenrandaussparung 12' entlang, während die Gegenrolle i i an der Ablaufkurve des Nockens 13' eine feste Stützfläche findet. Auf diese Weise arbeiten beide Rollen io, ri gemeinsam: wechselweise als Führungs- und als Stützrolle, so daß der Fadenführerhebel8 in Abhängigkeit von der Drehung der Scheibenräder 12, 13 in jedem Augenblick eine feste, ganz bestimmte Stellung einnimmt.
  • Neben den Scheibenrädern hat erfindungsgemäß noch der Antriebhebel i der Ahle auf die Bewegung des Fadenführerhebels 8 bestimmenden Einfluß. Der Antriebhebel i selbst vollführt, wie bereits erwähnt, eine auf und nieder schwingende Bewegung. Unter Vermittlung der Verbindungsstange 5 wird bei der Schwingbewegung dieses Hebels ' die Kurbel 6 in Richtung des Pfeiles y hin und her geschwenkt, was eine Verlagerung des Drehpunktes 7 des Fädenabzughebels 8 zur Folge hat.
  • Die Arbeitsweise des Fadenabzughebels ist nun kurz folgende.
  • Mit Aufwärtsbewegung des Ahlenantriebhebels i wird die Kurbel 6 um die Hauptwelle q. nach der in Fig. i linken Seite gedreht, und dadurch wird der von beiden Laufrollen io, ii zwangsläufig geführte Fadenabzughebel 8 hochgeschwenkt, wobei beide Rollen io, ii am Umfang ihrer Scheiben 12 bzw. 13 entlang laufen. Inzwischen sind die Scheibenräder 12; 13 so weit gedreht, daß der Nocken 13' der Scheibe 13 an die Laufrolle i i herantritt. "Durch den Nocken 13' wird jetzt eine zusätzliche Aufwärtsbewegung des Fadenabzughebels 8 ausgelöst, der Fadenabzughebel gelangt von der in Fig. 3 strichpunktiert dargestellten Stellung in die in vollen Linien gezeichnete höhere Stellung. Nach Vorbeiwandern des Nockens 13' an der Rolle i i senkt sich der Fadenabzughebel8 unter Führung der Laufrolle io wieder nach unten, und das gleichzeitige Niederschwenken des Ahlenantriebhebels i bewirkt, daB der Fadenabzughebel in seine gestrichelt und abgebrochen dargestellte niedrigste Stellung zurückkehrt. Darauf wiederholen sich die vorbeschriebenen Bewegungsvorgänge.
  • Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte- Beispiel beschränkt. Durch die Umrißfiguren der Scheibenräder läBt sich die zweite Aufwärtsbewegung des Fadenführerhebels zeitlich und örtlich ganz genau festlegen, beispielsweise kann ein beschleunigtes Hochschwenken und danach eine nochmalige kürzere, nicht so ruckartig verlaufende Aufwärtsbewegung des Fadenabzughebels ausgeführt werden. Auch könnten durch kleinere Nebennocken beliebige Zwischenbewegungen des Fadenführerhebels erzielt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Nähen von Leder und ähnlichen Stoffen, insbesondere Schuhsohlen, wobei der Fadenabzughebel beim Festziehen des Stiches eine längere erste und hierauf eine kurze, ruckartige zweite Bewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, daB die erste Schwingung des. Fadenabzughebels (8) durch den Antriebhebel (i) der Ahle, die zweite Schwingung dagegen durch mit dem Fadenabzughebel unmittelbar zusammenarbeitende Nockenscheiben (i2, 13) bewirkt wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenabzughebel (8) als an einer um die Hauptantriebswelle (d.) der Maschine drehbaren und mit dem Antriebhebel (i) .der Ahle gelenkig verbundenen Kurbel (6) drehbar gelagerter Winkelhebel (8, 8') ausgebildet und mit zwei Laufrollen (i o, i i) auf zwei an der Hauptwelle festen Nockenscheiben (i2, 13) abgestützt ist, welche wechselweise als Führungs- und als Stützrollen wirken.
DER83535D 1931-12-10 1931-12-10 Maschine zum Naehen von Leder mit in zwei Bewegungsstufen arbeitendem Fadenabzughebel Expired DE580040C (de)

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