DE30465C - Doppelsteppstich-Nähmaschine mit i variabel bewegtem Greifer - Google Patents
Doppelsteppstich-Nähmaschine mit i variabel bewegtem GreiferInfo
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- DE30465C DE30465C DENDAT30465D DE30465DA DE30465C DE 30465 C DE30465 C DE 30465C DE NDAT30465 D DENDAT30465 D DE NDAT30465D DE 30465D A DE30465D A DE 30465DA DE 30465 C DE30465 C DE 30465C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
- D05B57/08—Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
- D05B57/10—Shuttles
- D05B57/14—Shuttles with rotary hooks
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen, die eine obere und untere
rotirende Welle haben und in denen zwei Fäden zur Verwendung kommen, von welchen
der obere mittelst einer an der Spitze durchbohrten Nadel durch den Stoff geführt wird,
während ein rotirender Haken mit Spule oder Schiffchen den unteren Faden durch eine
Schlinge des Nadelfadens führt.
Die obere Welle hat eine gleichmäfsige, rotirende Bewegung; sie bewegt die Nadelstange
und den Fadenheber in bekannter Weise.
Die Neuheit der vorliegenden Maschine bezieht sich zunächst auf die untere Welle und
die damit verbundenen Theile; diese Welle wird von der oberen in variabler, nachstehend
dargestellter Weise bewegt und dadurch ein eigenthümlich geformter Haken getrieben, der
in Verbindung mit einem neuen Spulenkasten und Halter arbeitet.
Die veränderliche Rotationsbewegung der unteren Welle und des Hakens oder Greifers
veranlafst die Ergreifung der Schlinge des oberen Fadens, sowie die Passirung desselben
über den Spulenkasten des unteren Fadens, und zwar so, dafs dabei beide Fäden in einer
eigenthümlichen Weise mit einander verknüpft werden und bei jeder Umdrehung einen Stich
vollenden.
Der Stoff wird in bekannter Weise vorwärts geführt.
In Fig. ι ist ein verticaler Längsschnitt des Maschinengestelles dargestellt.
Fig. 2 ist eine Endansicht von Fig. 1 und
Fig. ι a zeigt ein modificirtes Getriebe zur Bewegung des Kurbelzapfens der unteren Triebwelle.
Fig. 3 ist eine Endansicht und
Fig. 4 eine Vorderansicht der Kettenscheibe und des Kurbelzapfens, Fig. 1.
Fig. 3a und 4a sind ähnliche Ansichten der Kette.
Fig. 5 und 6 zeigen Ansichten der Scheibe und des Kurbelzapfenschlitzes der unteren
Welle.
Fig. 7 ist eine Endansicht von der linken Seite von Fig. 1 des Hakens und
Fig. 8 eine ähnliche Ansicht von der rechten Seite von Fig. 1 aus gesehen (den Durchschnitt
im Umrifs darstellend).
Fig. 9 ist eine Ansicht. von Fig. 7 und 8, welche das Profil des Hakens mit seiner nach
aufsen schräg abweichenden Erhöhung darstellt,
Fig. 10 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 8 mit dem Haken (im Durchschnitt),
Fig. 11 eine Vorderansicht des Spulenkastens, Fig. 12 eine Endansicht und
Fig. 13 eine Rückansicht desselben mit der
Spule.
Fig. 14 und 15 zeigen eine Nuth des Spulenkastenhalters,
welche dazu dient, den Spulenkasten in seiner Lage zu halten und den Faden der Spule zu führen.
Am rückseitigen Ende der Maschine, unterhalb des hohlen Fufses für den Arm derselben,
ist auf Theil A ein Zapfen B angebracht, der eine Scheibe C trägt, die auf der
äufseren Seite mit einem Kurbelzapfen D versehen ist; statt dessen kann auch eine Hülse
mit einem Kurbelarm und Stift D angewendet
werden. In der Zeichnung trägt Stift D eine Antifrictionsrolle.
Diese Scheibe mit Kurbelzapfen D oder Kurbelarm und Stift D wird entweder durch
Kettenräder E E1 und Kette F von der oberen
Welle G aus getrieben, wie in Fig. i, 2, 3, 3a, 4 und 4a gezeigt, oder durch konische Räder
EE1 und Triebwelle F, wie in Fig. ia dargestellt.
Der Kurbelzapfen D greift in den Schlitz H, Fig. 6, in der Scheibe /, welche sich auf der
Unterwelle K befindet.
Die Centren χ χ des Kurbelzapfens B und yy der unteren Welle sind horizontal nicht
in einer Linie, was der besagten unteren Welle ihre veränderliche Umdrehung giebt und dadurch
auch dem Haken.
Die Verbesserungen bestehen auch in der Form des Hakens, den die variable rotirende
untere Welle K trägt, die wie beschrieben getrieben wird, sowie der unmittelbar damit verbundenen
Theile, welche veranlassen, dafs die Fäden positiv geführt und zur Hervorbringung
des Stiches mit einander verknüpft werden, wobei der Faden möglichst wenig Reibung zu
ertragen hat.
Der Haken besteht aus einer Scheibe 1, die vorn eine runde Aussparung (Vertiefung) 2 hat,
welche zur Aufnahme des Spulenkastens 3 mit der Spule 4 dient. Die Aussparung (Vertiefung) 2
ist mit Hinsicht auf die Centrallinie yy der Scheibe excentrisch, und diese Excentricität hat
zum Zweck, den Spulenkasten 3 mit der Spule 4 zu heben und zu senken und demzufolge
den Spulenfaden zu bestimmten Zeiten loszulassen oder anzuspannen, d. h. der Spulenfaden
wird in dem Moment angespannt, wo die Spitze des Hakens 5 in die Schlinge des Nadelfadens eintritt und dieselbe aufnimmt.
Dadurch wird verhindert, dafs sich der Haken gleichzeitig auch im Spulenfaden verfängt, indem
zu dieser Zeit sich der Spulenkasten und die . Spule in ihrer tiefsten Stellung befinden.
Bei der Weiterbewegung wird der Spulenfaden lose, und zwar infolge der Excentricität der
Aussparung (Vertiefung) 2, wenn der Nadelfaden den Haken 5 verlassen hat und der
Fadenheber den Nadelfaden in das Arbeitsstück zieht. Der Spulenfaden wird wieder
festgezogen, sobald der Stich vollendet ist, und ist dann für den nächsten Stich bereit.
Der eigentliche Haken 5 tritt seitlich vom Rande der Scheibe 1 hervor, und zwar concentrisch
mit der excentrischen Aussparung (Vertiefung) derselben; auf dem Haken 5, und zwar an seiner äufseren Fläche befindet sich
ein schräger Ansatz 6, und ist dieser letztere für die bestimmte Führung der Schlinge des
Nadelfadens, für die Bildung des Stiches, sowie der nunmehr zu beschreibenden Operation
sehr wesentlich.
Nehmen wir an, dafs die Nadel den zu nähenden Stoff durchdrungen hat, in ihre
tiefste Stellung gelangte und so weit wieder aufgestiegen ist, dafs der Faden unter dem
Stoff eine Schlinge bildet; in diesem Moment tritt die Spitze des Hakens 5 (in dessen Höhlung
oder Aussparung 2 der Spulenkasten 3 mit der Spule 4 sitzen) in die Schlinge, die
Nadel steigt über den zu nähenden Stoff und läfst den Nadelfaden auf dem Haken, welcher
sich in diesem Moment infolge der variablen Bewegung der unteren Welle, woran er befestigt
ist, rascher dreht und mit Hülfe des Vorsprunges 6 die Schlinge des .Nadelfadens
mitnimmt. Wenn der Haken eine Viertelumdrehung gemacht hat, so ist ein Theil der Fadenschlinge
um die innere Seite des Hakens und hinter den Spulenkasten gelegt worden (ein
offener Theil 7 der Hakenscheibe 1 ist weggeschnitten, ebenso die Theile 8 und 9 des Spulenkastens, um dasDurchgehen des Fadens zwischen
Scheibe und Spulenkasten zu erleichtern, so dafs eine Reibung des Fadens verhindert wird);
währenddessen wurde jener Theil des Fadens (von dem zuletzt verfertigten Stich), der am
zu nähenden Stoffe befestigt ist, durch den schrägen Ansatz 6 zurückbehalten, solcher
passirt über den vorderen Theil des Spulenkastens 3, und zwar in einer Stellung, die
derjenigen gerade entgegengesetzt ist, in welcher er zuerst vom Haken erfafst wurde, so
dafs die Schlinge halb umgedreht wird, wie in Fig. 7, 8 und 9 gezeigt.
Die Umdrehung des Hakens 5 wird fortgesetzt, bis die Schlinge des Nadelfadens über
den Spulenkasten passirt und den Haken verlassen hat. Der Faden wird dann in der
Nuth 10 in der Vorderseite des Spulenkastenhalters aufwärts gegen die nach aufwärts und
auswärts hervorstehende Erhöhung der Spannungsstange 11 geführt, welche die besagte
Schlinge des Nadelfadens positiv nach dem Punkte führt, wo die Vereinigung und Verknüpfung
mit dem Spulenfaden stattfindet, und resultirt so ein Stich, der einem halb geknüpften Knoten ähnelt, sehr fest und
elastisch ist.
Die Spannungsstange 11 hat eine Anzahl
Löcher, durch welche der Spulenfaden passirt, um demselben die nöthige Spannung zu geben,
nachdem er durch Loch 12 (in dem Spulenkasten) geführt ist.
Eine Feder 13 und abgerundete Pressionsstifte 14 drücken den Spulenkasten an die Aussparung
(Vertiefung) 2 des Hakens gleichmäfsig und sicher an, ohne übermäfsige Friction hervorzurufen,
und die Spannungsstange 11, die sich in der Führungsnut des Spulenkasten-
halters befindet, hält den Spulenkasten in verticaler
Stellung und verhütet dessen Umdrehung mit dem Haken.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Bei einer Nähmaschine die Combination der auf Welle K montirten, mit einem Haken 5 versehenen Scheibe 1, welche durch die excentrisch zu K gelagerte Kurbelscheibe C mittelst des in dem Schlitz H der Scheibe / eingreifenden Zapfens · D eine Bewegung von periodisch veränderlicher Winkelgeschwindigkeit erhält mit dem Spulenkasten (3, 8, 9) und der zur Fadenführung dienenden Nuth 10 des Spulenkastenhalters, wobei die nach Aufgang der Nadel entstandene Schleife des Nadelfadens von der Spitze des Hakens 5 ergriffen, durch Ansatz 6 mitgenommen und um den Spulenkasten geführt wird, während letzterer behufs periodischer Anspannung des Spulenfadens zeitweise gehoben und gesenkt wird durch die an der Hakenscheibe befindliche excentrische Vertiefung, zu welcher der Haken concentrisch angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30465C true DE30465C (de) |
Family
ID=306587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30465D Expired - Lifetime DE30465C (de) | Doppelsteppstich-Nähmaschine mit i variabel bewegtem Greifer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30465C (de) |
-
0
- DE DENDAT30465D patent/DE30465C/de not_active Expired - Lifetime
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