DE577116C - Trocknendes Anstrichmittel - Google Patents

Trocknendes Anstrichmittel

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DE577116C
DE577116C DED55742D DED0055742D DE577116C DE 577116 C DE577116 C DE 577116C DE D55742 D DED55742 D DE D55742D DE D0055742 D DED0055742 D DE D0055742D DE 577116 C DE577116 C DE 577116C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D195/00Coating compositions based on bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Trocknendes Anstrichmittel Es ist bekannt, daß Teeröle als Imprägniermittel Verwendung finden. Diese Öle besitzen desinfizierende Wirkungen, die man durch Behandlung -mit Chlorzink zu erhöhen versucht hat. Auch das durch. Einwirkung von Chlor auf Teeröle hergestellte Carbolineum dient als desinfizierendes 01. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Teeröle aller Art zwecks Herstellung von Imprägniermitteln von Holz mit Schwefel oder Schwefelchlorür zu behandeln.
  • Gemäß der Erfindung werden bekannte Schwefelungserzeugnisse der Teeröle, gegebenenfalls in Mischung mit anderen gelösten oder festen Stoffen, als trocknendes Anstrichmittel verwendet.
  • Von den gewöhnlichen Teerölen und von Carbolineum unterscheiden sich die geschwefelten Teeröle durch ihr wesentlich größeres Trocknungsvermögen, das es ermöglicht, sie als Anstrichmittel für die Zwecke des Oberflächenschutzes mit Erfolg anzuwenden, während lange Zeit im flüssigen Zustand bleibende Anstrichschichten nur äußerst geringen Schutz gegen Witterungseinflüsse und keinen Schutz gegen Angriffe mechanischer Art bieten. Die der Erfindung zugrunde liegende Tatsache, daß geschwefelte Teeröle trocknende Eigenschaften haben, war bisher unbekannt und konnte auch nicht aus dem Umstand geschlossen werden, daß geschwefelte Teeröle als Imprägniermittel für Holz Anwendung finden, - denn Imprägniermittel brauchen im Gegensatz zu Anstrichmitteln kein Trocknungsvermögen zu besitzen, wie aus der bekannten Tatsache hervorgeht, daß die keine trocknenden Eigenschaften zeigenden gewöhnlichen Teeröle -gute Imprägniermittel sind.
  • Zur Herstellung des Anstrichmittels gemäß Erfindung behandelt man Teeröle in bekannter Weise mit Schwefelpulver in der Hitze oder mit Schwefelchlorür, das schon in der Kälte reagiert Die Menge des angewandten Schwefels richtet sich nach dem gewünschten Endprodukt. Schon wenige Prozent bewirken eine Erhöhung der Viscosität des dies; bei größeren Schwefelzusätzen erhält man dickflüssige bis pastöse Massen, die einen Teil des Schwefels in ungebundenem Zustande enthalten können. Elementarer Schwefel wird seit einiger Zeit als Konservierungsmittel benutzt, es entstehen also bei der Behandlung von Teerölen mit größeren Schwefelmengen besonders wirksame Erzeugnisse. Entsprechende Ergebnisse werden bei der Anwendung verschieden größer Mengen Schwefelchlorür erhalten.
  • Die Einwirkung des Schwefelungsmittels kann in Gegenwart von geeigneten Lösungsmitteln vorgenommen werden. Zur Beschleunigung des Schwefelungsprozesses können Katalysatoren, z. B. Eisenchlorid, Aluminiumchlorid usw., zugesetzt werden.
  • Zur Hdrstellung der trocknenden Anstrichmittel gemäß Erfindung geeignete Arbeitsverfahren werden in folgenden Beispielen beschrieben. Beispiel i Zoo Teile Teeröl (spe2z. Gewicht - i.o9) werden mit-4o Teilen Schwefelpulver gemischt und etwa 15 Stunden auf 2oo° C erhitzt, wobei gegen Ende die Temperatur auf etwa 24o° C gesteigert wird. Man erhält eine dickflüssige, nach Phenol riechende Masse, die durch Verdünnen mit io bis 2o °% Schwerbenzol streichfertig gemacht werden kann. Der Anstrich trocknet nach dem Verdunsten des Verdünnungsmittels zu einer festen Haut. Durch Mischung dieses Erzeugnisses mit Lösungen von Asphalten, Bitumina oder Pechen lassen sich @Anstrichmittel mit gewünschten Sondereigenschaften herstellen. Beispiel 2 5o Teile Teeröl werden unter Rühren langsam mit 7 Teilen Schwefelchlorür versetzt. Unter Selbsterwärmung bis 50° C tritt unter Entweichen von Salzsäuregas eine heftige Reaktion ein, die zweckmäßig durch Kühlung gemäßigt wird. Nach Eingabe des Schwefelchlorürs und Beendigung der Hauptreaktion wird langsam auf i5o° C erwärmt, bis der Geruch nach Salzsäure verschwunden ist: Das Endprodukt ist ein streichbares f51, das mit Erd- oder anderen Farben, z. B Eisenrot, zu einer Anstrichfarbe angerieben werden kann. Wendet man 25 °% Schwefelchlorür an, so erhält man eine Sirupöse Masse, die durch Zugabe von geeigneten Verdünnungsmitteln streichfähig gemacht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung 'bekannter Schwefelungs-. erzeugnisse der Teerfile, gegebenenfalls irr Mischung mit anderen flüssigen, gelösten oder festen Stoffen, als trocknendes Anstrichmittel.
DED55742D 1928-05-20 1928-05-20 Trocknendes Anstrichmittel Expired DE577116C (de)

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