DE576380C - Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus bituminoesen Erzen, bei dem die Erze einer Hitzebehandlung unter Luftabschluss unterworfen werden - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus bituminoesen Erzen, bei dem die Erze einer Hitzebehandlung unter Luftabschluss unterworfen werdenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B03B1/00—Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated
Landscapes
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
- Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus bituminösen Erzen, bei dem die Erze einer Hitzebehandlung unter Luftabschluß unterworfen. werden In neuerer Zeit sind mehrere Verfahren bekanntgeworden, um aus Erzen sulfidischer Natur u. dgl. durch Hitzebehandlung unter Luftabschluß Metalle ganz oder zum größten Teil freizulegen und sie alsdann durch Aufbereitungsverfahren - wie Gravitationsaufbereitung, Flotation, magnetische oder durch chemische Aufbereitung (Laugung) - zu gewinnen. Nach dem Hauptpatent 551 924 und Zusatzpatenten ist es bereits vorgeschlagen worden, bituminöse Erze durch langsam ansteigende Hitzebehandlung unter Luftabschluß mit oder ohne Zusatz von Wasserdampf derartig zu beeinflussen, daß die Metalle, von dem Verbindungsschwefel befreit, als gediegene Metallkonzentrate gewonnen werden können. Es ist auch bekannt, bei der Verwertung des Bitumens aus Kupferschiefer usw. durch abwechselndes Blasen von Luft und Wasserdampf den letzten Teil des Bitumens zu zersetzen und das sich dabei bildende Gas teilweise zur Beheizung des erförderlichen Schachtofens zu benutzen. Bei diesen Verfahren wird zwar eine vollständige Verbrennung des Bitumens, jedoch keine Freilegung von gediegenen Metallen erreicht. Ferner ist es bekannt, die bei der Hitzebehandlung von bituminösem Schiefer unter Luftabschluß sich bildenden Gase in heißem Zustande dem Behandlungsgut zusammen mit Wasserdampf wieder zuzuführen, wobei die Gase das Gut durchstreichen. Jedoch ,erfolgt dies bei erheblich höheren Temperaturen und findet nach diesem bekannten Verfahren eine Bildung von Metallen überhaupt nicht statt. Es ist auch bekannt, die Abgase aus Hochöfen auf die Beschickung wieder zur Einwirkung zu bringen, jedoch erfolgt dies bei sehr hohen Temperaturen von etwa 170o°., und außerdem wird die Beschickung dabei wieder geschmolzen.
- Dagegen hat sich gezeigt, daß es zweckmäßig ist, die sich bei dem Verfahren gemäß Patent 551 924 bildenden Gase und vornehmlich auch diejenigen, die bei Temperaturen von 60o bis 78o° freigelegt werden" in heißem Zustande ohne Luftzuführung auf das nicht geschmolzene Gut als Spülgase zur Einwirkung zu bringen. Auf diese Weise wird eine wesentlich schnellere vollständige Freilegung der Metalle erreicht. Weiter haben Versuche gezeigt, daß von den sich bei der Behandlung von bituminösen Erzen unter Luftabschluß bildenden Gasen auch die sich bildende Kohlensäure reaktionsbeschleunigend wirkt. Das aus Mansfelder Kupferschiefer bei der Behandlung unter Luftabschluß entwichene Gas enthält beispielsweise bei
Dieses Gas, dem Prozeß wieder zugeführt, ergab schnellere und vollkommenere Freilegung der Metalle. Weitere Versuche ergaben, daß sich die gleich guten Ergebnisse auch. mit fremden Gasen mit chemisch gebundenem Sauerstoff, wie Kohlensäure usw., erzielen lassen, die somit außer dem Kohlenwasserstoff zur Einwirkung gebracht werden. Es wird anscheinend auf diese Art und Weise erreicht, daß nicht nur die entschwefelnde Wirkung der Kohlenwasserstoffe usw. erfolgt, sondern daß außerdem der Sauerstoff der Gase mit chemisch gebundenem Sauerstoff vorübergehend oxydierend auf die Schwefelmetalle einwirkt, so daß -Metalloxyde frei werden, die aber ihrerseits wieder durch den frei werdenden Kohlenstoff und die gasförmigen Reduktionsmittel sofort wieder reduziert und somit zu gediegenen Metallen umgewandelt werden. Es hat sich auch gezeigt, daß die Einwirkung von Kohlensäure allein nicht günstig ist, da auf diese Weise lediglich eine dauernde Oxydation der Metalle erzielt wird, die nur durch stärkere Reduktionen wieder aufgehoben wird: Die günstigsten Ergebnisse, d. h. die schnellste restlose Freilegung der Metalle, wurden erzielt, wenn -die gasförmigen Kohlenwasserstoffe, die sich im Behandlungsraum befanden, mit den Gasen mit chemisch gebundenem Sauerstoff gemischt wurden. Durch Vorwärmen dieser Gase vor der Einleitung in den Reaktionsraum wurde eine Abkühlung der Beschickung vermieden. Das Verfahren wird sich dadurch besonders wirtschaftlich gestalten, daß als Gase mit chemisch gebundenem Sauerstoff auch die verbrannten Gase von der Außenbeheizung des Behandlungsraumes benutzt. werden können. Die Benutzung von Gasen mit chemisch gebundenem Sauerstoff, insbesondere von Kohlensäure, hat außerdem -den Vorteil, daß die Gesamtausbeute in hochwertigen brennbaren Gasen erhöht wird und dadurch der Prozeß ebenfalls wegen seiner Wirtschaftlichkeit gegenüber anderen Verfahren absticht. An Stelle von Kohlensäure- können ganz oder zum Teil auch andere Gase mit chemisch gebundenem Sauerstoff, wie z. B. Wassergas o. dgl., verwandt werden.o/' C 0a /o c O 65o°... etwa 15 :E bis 2 7oo bis 720° . . . - ii bis 13 5 - 7 7800... - 5 - 6 6 - 8 - Bei der Behandlung von Mansfelder Kupferschiefer im Schwelverfahren zur Gewinnung von Kupfer oder der sonstigen Metalle bewirkt die Kohlensäure, wenn sie in ausreichender Menge zugeführt wird, daß auch Teile des von dem Bitumen übriggebliebenen Kohlenstoffes- vergast und damit nutzbar gemacht werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜ8HE: I. Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus bituminösen Erzen, bei dem die Erze einer Hitzebehandlung "unter Luftabschluß unterworfen werden nach Patent 551 924 dadurch gekennzeichnet, daß die sich bildenden Gase ih heißem Zustande zum Teil wieder als Spülgase des Behandlungsgutes benutzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem Gase mit chemisch gebundenem Sauerstoff- zugeführt werden. -3. Verfahren nach Anspruch 2; dadurch gekennzeichnet, daß als Gas mit chemisch gebundenem Sauerstoff Kohlensäure benutzt wird.
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