DE570C - Vorrichtung für das Läuten grofser Kirchenglocken - Google Patents
Vorrichtung für das Läuten grofser KirchenglockenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K1/00—Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
- G10K1/28—Bells for towers or the like
- G10K1/30—Details or accessories
- G10K1/34—Operating mechanisms
- G10K1/341—Operating mechanisms for a still-standing bell
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Description
1877.
Klasse 37.
JÜRGEN BÖTERN in WILSTER (Schleswig-Holstein).
Vorrichtung für das Läuten grorser Kirchenglocken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Diese Vorrichtung zum Läuten grofser Kirchenglocken bezweckt eine Kraftersparnifs beim Läuten,
Vermeidung der Erschütterungen desThurmes, längere Haltbarkeit der Glocken, indem dieselben
weniger leicht springen und ein taktfestes, harmonisches und weitschallendes Geläute erzeugen.
Da die Glocken fest angebracht sind, so werden die Hämmer durch eine Mechanik in Bewegung
gesetzt; hierdurch wird bedeutend an Arbeitskraft gespart. Da die Glocken im Thurme
festhängen, so hat der Thurm fast keine Erschütterung auszuhalten, und weil die Hämmer auf
der Aufsenseite der Glocke anschlagen, so ist auch kein Zerspringen zu befürchten; denn die
Glocken ertragen auf der Aufsenseite viel stärkere Schläge, als auf der Innenseite, und, da der
Hammer sogleich nach dem Anschlage von einer starken Feder zurückgeworfen und von den
Glocken abgehalten wird, also nicht an der Glocke verweilen kann, ist der Klang derselben
rein, hell und weitschallend; und weil ferner die Hämmer durch eine Mechanik in Bewegung gesetzt
werden, so erhält man dadurch ein ganz taktfestes und harmonisches Geläute. Sind in
einem Thurme verschiedene Glocken vorhanden, und es würde gewünscht, dafs auf die kleinere
Glocke mehr Schläge fallen sollen, als auf die grofse Glocke, so läfst sich dies sehr gut einrichten,
wobei das Geläute taktfest bleibt. Mit der Mechanik hat der Erfinder eine Vorrichtung
verbunden, womit man bei Feuersbrünsten u. dergl. Signale geben kann.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 den Mechanismus in perspectiver Ansicht und Fig. 2
von oben gesehen. Die Glocken werden unbeweglich befestigt; die Schläge der Hämmer A werden
folgendermafsen regulirt: Wenn der Hammer in Ruhe steht, wird er von der Feder B getragen,
diese Feder wirft den Hammer gleich nach dem Anschlage zurück von der Glocke.
Der Gang der Hämmer wird wieder regulirt von den Daumen C, welche so auf der Welle D befestigt
sind, dafs sie bei der Umdrehung der Welle abwechselnd den Hammer in die Höhe heben und wieder fallen, wobei derselbe gegen
die Glocke schlägt. Die auf der Zeichnung bemerkbare Welle D ist für je einen Hammer mit
zwei Daumen versehen. Auf dem einen Ende der Welle rechts, ist ein Zahnrad E, welches
umgedreht wird mit Hülfe des Triebes F, auf dessen Welle G ein Schwungrad H angebracht
ist. Die Uebersetzungszahl kann nach Belieben gewählt werden. Die Daumen ziehen die Hämmer
abwechselnd hoch, und lassen dieselben darauf fallen. Es ist ersichtlich, dafs der Anschlag
gegen die Glocken im Takte erfolgt. Wenn nur eine Glocke geläutet werden soll, kann
der Mechanismus leicht so eingerichtet werden, dafs die anderen Glocken ausgeschaltet
werden können.
An der Daumenwelle D ist am linken Ende ebenfalls ein Zahnrad angebracht, welches
in das Walzenrad / am Signal - Apparat eingreift. Letzeres greift auf der anderen Seite
in ein Zahnrad, dessen Welle am anderen Ende ein Herz trägt, und zugleich greift dieses
Rad mit der anderen Seite in einen Trieb, dessen Welle am anderen Ende den Windfang
oder Regulator und den Anläufer trägt. Ueber dem Herz und dem Anläufer liegt der Auslösungsarm
K. An der Gewichtswalze wird eine Schnur mit einem Gewicht befestigt; wenn man letzteres
mit einem passenden Schlüssel aufzieht, so wird es von dem Auslösungsarme K gehalten; hebt
man den Arm K auf, und läfst ihn gleich wieder fallen, so erfolgt nur ein Schlag an der Glocke;
hält man den Arm K länger hoch, so ist das ganze Geläute in vollem Gange, bis man den
Auslösungsarm K fallen läfst, oder bis das Gewicht abgelaufen ist. Das aufgezogene Gewicht
zum Signalapparat hindert das Läuten nicht, weil an beiden Rädern auf der Daumenwelle
links und rechts eine Scheibe mit Sperrfeder, oder Sperrrad angebracht ist; daher kann jedes
Werk für sich benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE570T | 1877-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE570C true DE570C (de) |
Family
ID=70975633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE570DA Expired - Lifetime DE570C (de) | 1877-07-03 | 1877-07-03 | Vorrichtung für das Läuten grofser Kirchenglocken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE570C (de) |
-
1877
- 1877-07-03 DE DE570DA patent/DE570C/de not_active Expired - Lifetime
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