DE57041C - Neuerung an Carbonisirapparaten - Google Patents

Neuerung an Carbonisirapparaten

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DE57041C
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carbonization
superheater
drum
retort
arrangement
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DENDAT57041D
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B. BELLERSTEIN in Neufs a. Rh
Publication of DE57041C publication Critical patent/DE57041C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C5/00Carbonising rags to recover animal fibres

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29: Gespinnstfasern.
B. BELLERSTEIN in NEUSS a.Rh. Neuerung an Carbonisirapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. November 1890 ab.
Bei dem neuen Apparat mündet die Retorte a, ■welche am vortheilhaftesten mit Schwefelsäure und Salz beschickt wird, jedoch auch zur Verdampfung von Salzsäure dienen könnte, nicht direct in die Carbonisirtrommel, sondern es ist zwischen der Retorte und der Trommel ein Ueberhitzer b eingeschaltet, durch welchen etwa unverdampft mitgerissene Säure verdampft und überhaupt die Säuregase auf einen Hitzegrad gebracht werden, welcher bei den bisherigen Carbonisirapparaten nicht erreicht werden konnte. Hierdurch wird erreicht, dafs die Säuregase schneller und kräftiger ihren Zweck erfüllen. Während bei den bisherigen, auch den neuesten Apparaten auf 100 kg Material im Minimum 6 kg Säure verbraucht. werden, verbraucht der vorliegende Apparat nur bis zu 4 kg Säure, und während bei allen bestehenden Apparaten 2 bis 3 Stunden zum eigentlichen Carbonisirprocefs verwendet werden mufsten, bedarf der neue Apparat nur 3/4 bis 1 Stunde.
In dem Ueberhitzer b sind die Wände c und d angebracht, welche die Dämpfe hindern, direct in die Trommel zu gelangen und Säuretropfen in dieselbe mitzureifsen, aber auch die Dämpfe zur besseren Erhitzung in dem Ueberhitzer längere Zeit zurückhalten, so dafs die den Ueberhitzer umspielenden Feuergase mehr auf sie einwirken können.
An der Wand d ist ein Schieber e angeordnet, durch welchen die Retorte von der Carbonisirtrommel abgeschlossen werden kann, damit nach beendigtem Carbonisirprocefs die sich noch nachträglich bildenden Dämpfe nicht in die Carbonisirtrommel gelangen und den den Apparat entleerenden Arbeiter belästigen.
An dem Ueberhitzer b ist ein Rohr f angebracht, welches durch den hohlen Zapfen g nach der rotirenden Trommel h geführt ist. Die verbrauchten Gase entweichen, nachdem sie das in der Trommel befindliche Material passirt haben, durch den hohlen Zapfen i in den Aspirationskanal k, welcher mit dem Kamin in Verbindung steht. Ein besonderer Ventilator zieht diese Gase kräftig an und drückt sie durch den Kanal k nach dem Kamin, wohin auch die bei dem Entleeren der Trommel aufsteigenden Dämpfe vermittelst des Rohres k1 gelangen, so dafs durchaus keine Dämpfe in den Arbeitsraum dringen. Als Feuerungsmaterial wird Koks verwendet. Die Feuerung ist unter der Retorte α angebracht und es treffen die Gase zuerst diese und dann den Ueberhitzer b. Von diesem aus gelangen dieselben durch den Kanal m unter die Carbonisirtrommel, so dafs während des eigentlichen Carbonisirprocesses die Trommel nicht besonders geheizt zu werden braucht, wodurch eine sehr grofse Ersparnifs an Heizmaterial erzielt wird, da früher die unter der Retorte' verbrauchten Heizgase unbenutzt in den Kamin gingen. Sollen, wie bei der Entladung, die Heizgase nicht unter die Carbonisirtrommel geleitet werden, so werden sie durch einen besonderen Kanal, welcher durch Schieber verschliefsbar ist, direct nach dem Kanal q geführt. Dem Carbonisirprocefs geht ein Trockenprocefs voraus. Die Gase der Feuerung η gelangen in den die Trommel umgebenden ummauerten Raum 0 und erhitzen dieselbe gemeinsam mit den von der Retorte kommenden Heizgasen. Die Feuerung η mündet in den
getheilten Kanal ρ, welcher die Flugasche zurückhält und verhindert, dafs directes Feuer die Trommel trifft. Die unter der Carbonisirtrommel h gebrauchten Feuergase werden sodann durch den Kanal q vermittelst eines zweiten Ventilators angesaugt und mittelst des Windrohres r durch die Carbonisirtrommel getrieben. Der an dem Windrohr befindliche Stutzen s · ist zu diesem Zwecke mit einem verschiebbaren Rohre t versehen, welches in den in diesem Falle durch den Schieber e abgesperrten ■ Ueberhitzer eingeführt wird, so dafs die heifsen Gase durch f und g nach der Trommel gedrückt werden. Der Ueberhitzer ist mit einer verschliefsbaren Oeffnung u versehen, welche das Rohr t aufnimmt. In dem Rohr s ist eine Drosselklappe ν angebracht, welche während des Trockenprocesses geöffnet wird. Auch die schon durch Kanal q geführten Heizgase werden also nochmals ausgenutzt, und es wird durch dieses Verfahren der wesentliche Vortheil erreicht, dafs die Wasserdämpfe, welche sich während des Trockenprocesses in der Trommel entwickeln, sofort aus dieser entfernt werden und fortwährend trockene, warme Luft in dieselbe gelangt, so dafs die Trocknung ungemein abgekürzt wird. Während man zum ausgiebigen Trocknen bei allen bestehenden Einrichtungen 2 bis 3 Stunden gebraucht, ist bei dieser Einrichtung nur 8/4 bis ι Stunde nöthig. Die durch i abgehenden feuchten Dämpfe werden durch den Aspirationskanal nach dem Kamin geführt, wohin auch die Feuergase, welche durch das Windrohr r geführt werden, wenn die Drosselklappe ν geschlossen ist, gelangen. Es wird dann ein besonderer, in dem Windrohr angebrachter Schieber geöffnet, welcher den Abzug nach dem Kamin versperrt.
Bei Benutzung des neuen Apparates findet keine Belästigung der Arbeiter durch schädliche Dämpfe mehr statt. Der Verbrauch an Säure ist um Y3 bis Y2, der an Heizmaterial sogar um 2/3 der bisher gebrauchten Menge verringert. Die Productionsfähigkeit wird um fast die Hälfte erhöht, da der Carbonisationstrockenprocefs um die Hälfte der Zeit abgekürzt wird, sogar bei einer um 38 bis 500C. (30 bis 400R.) geringeren Hitze. Das zu carbonisirende Material leidet nicht allein bedeutend weniger, sondern es werden I auch die Farben in bisher unerreichter Weise. erhalten, und der quantitative Verlust ist kleiner. Die Anlagekosten sind bedeutend geringer und die Bedienungsarbeit ist sehr erleichtert und vereinfacht. \

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . An Carbonisirapparaten die Anordnung eines Ueberhitzers (b) zwischen der Retorte und der Carbonisirtrommel, zum Zwecke einer stärkeren Verdampfung der Carbonisirmittel.
  2. 2. An diesem Ueberhitzer die Anordnung der Wände (c und d) und- des Schiebers (ej, welcher letztere zur Absperrung der Retorte während der Ausladung und während des Trockenprocesses dient.
  3. 3. In Verbindung mit der unter 1. und 2. bezeichneten Einrichtung die Anordnung, die unter der Retorte verwendeten Heizgase um den Ueberhitzer herum und dann durch einen' Kanal (m) in den die Carbonisirtrommel umgebenden Raum zu führen, so dafs hierdurch auch diese noch geheizt wird.
  4. 4. In Verbindung mit der unter 1. bezeichneten Einrichtung die Anordnung, vermittelst eines. Ventilators die Heizgase durch ein verstellbares Rohr (t) durch den Ueberhitzer nach der Carbonisirtrommel zu drücken und die Heizgase schliefslich auch noch zur Trocknung des Materials zu verwenden. '
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57041D Neuerung an Carbonisirapparaten Expired - Lifetime DE57041C (de)

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