AT115637B - Vorrichtung zur Erzeugung von Kraftgas aus Holz und anderem pflanzlichen Rohgut. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung von Kraftgas aus Holz und anderem pflanzlichen Rohgut.

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AT115637B
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gas
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Guenther Ing Polcich
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Guenther Ing Polcich
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  Vorrichtung zur Erzeugung von Kraftgas aus Holz und anderem pflanzlichen
Rohgut. 



   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von Kraftgas aus Holz und anderem pflanzlichen Rohgut, bei welcher das Rohgut in einen über dem Rost des als Generator wirkenden Brennstoffbettes mündenden Schacht aufgegeben wird, und sie besteht im wesentlichen darin, dass dieser Schacht von einem mit gebranntem Kalk und Magnesia oder Dolomit gefüllten Reiniger umgeben ist, durch den der grösste Teil der im Brennstoffbett erzeugten Gase zu einem Kühler streicht, während an den Schacht mittels eines Stutzens eine Vorlage angeschlossen ist, in die das im Schachte befindliche, aussen vom Reiniger, und innen von dem restlichen Teil der aus dem Brennstoffbett aufsteigenden Gase bis zur teilweisen Verkohlung erhitzte Rohgut die sauren Dämpfe entweichen lässt. 



   Es wird hiedurch ermöglicht, fahrbare Motoren nebst Gaserzeugern hauptsächlich in land-und forstwirtschaftliehen Betrieben zu verwenden, bei welchen das Rohgut an den jeweiligen Aufstellungsort des Gaserzeugers und Motors nicht erst zugeführt werden muss, sondern sich dort schon in ausreichender Menge vorfindet. 



   Der Lösung der gestellten Aufgabe stehen indessen erhebliche Schwierigkeiten entgegen. Das aus Holz, Stroh u. dgl. erzeugte Kraftgas enthält von Haus aus eine Reihe von sauren Verunreinigungen (Essigsäure, sauren Teer u.   dgl.)   und hat für gewöhnlich einen verhältnismässig geringen Heizwert. Die genannten Verunreinigungen sind für den Motor sehr nachteilig und veranlassen häufige Betriebsstörungen. 



  Es ist daher eine besonders wirksame Reinigung des Rohgases notwendig. Dabei darf die Reinigungsvorrichtung nur geringen Raumbedarf und geringes Gewicht haben, um die leichte Fahrbarkeit nicht zu behindern. Diesen Anforderungen wird genügt, indem als Reinigermasse ein Gemisch von. kleinstückigem gebranntem Kalk und Magnesia oder von gebranntem Dolomit verwendet wird, das schon in verhältnismässig geringer Menge eine zufriedenstellende Beseitigung von den schädlichen sauren Verunreinigungen des Rohgases sichert. 



   In der Zeichnung ist schematisch eine beispielsweise Ausführungsform des Gaserzeugers gemäss der Erfindung dargestellt. 



   Der eigentliche Gaserzeuger besteht aus der Rostkammer 1 mit dem aus einem waagrechten Teil 4b und einem   schrägen   Teilt bestehenden Rost. In den Raum unter dem Rost wird Luft durch das Rohr 10 und Wasserdampf durch das Rohr 6 zugeführt, welche zur Gaserzeugung dienen. Auf der Rostkammer sitzt die Reinigerkammer 24, die mit einem Gemisch von gebranntem Kalk und Magnesia oder mit gebranntem Dolomit gefüllt ist und einen Schacht 3   umschliesst,   durch den das teilweise verkohlte Rohgut auf den Rost gelangt, nachdem es   bei 19 eingefüllt, u.   zw. zweckmässig eingeschleust wird.

   Der grössere Teil der auf dem Roste   4a,   4b erzeugten Gase strömt durch einen Aufsatz 18 am Deckel der Rostkammer in die Reinigerkammer 24, deren Boden mit der Wand des Schachtes 3 die Kante 70 bildet, um am oberen Ende der Kammer 24 durch die Leitung 5 in den Oberflächenkühler 20 zu gelangen, wo das Gas in bekannter Weise von Wasserdampf und sonst etwa darin enthaltenen kondensierbaren Verunreinigungen befreit wird ; sodann streicht das Gas durch einen von den bei 29 eintretenden Auspuffgasen des Motors 
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 Rohr 61 in den   Oberflächenkühler   20, aus dem sie bei 62 entweicht. Ein Hahn od. dgl. 63 gestattet die Verteilung der Druckluft auf die   Rostkammer 1   und den Kühler 20 zu regeln. 

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   Der kleinere Teil der auf dem Rost 4a,   4b   erzeugten Gase durchstreicht gemäss der Erfindung den durch die Reinigermasse von aussen geheizten Füllschacht 3 und heizt ihn auch von innen bis zur teilweisen Verkohlung des Rohgutes. Die hiebei aus dem Rohgut entstehenden Gase und Dämpfe   en-   weichen durch einen vom Oberteil des   Füllschachtes   ausgehenden, mit einem stellbare Drosselorgan versehenen Stutzen 64 über eine Kühlschlange 66 in einen Flüssigkeitsabscheider 67, aus dem das   Kon-   densat durch ein Rohr 68 abgelassen werden kann, während die Gase durch ein Rohr 69 entweichen. 



  Im Oberteil des Reinigers 24 ist ein Wasserkasten 13 vorgesehen, der über ein stellbares Ventil und eine im Brennstoffbett liegende Heizschlange mit dem Zuleitungsrohr 6 für Wasserdampf verbunden ist. 



  Der Wasserkasten 13 kann mit dem im Kühler 20 kondensierten Wasser gespeist werden. 



   Es wird derart, wie vorstehend angegeben, das bei 19 aufgegebene Rohgut im Schacht 3 infolge der Erhitzung von innen und von aussen teilweise verkohlt und gelangt in diesem Zustand auf den Rost, während die bei dieser Verkohlung des Rohgutes entstehenden Gase und Dämpfe durch den Stutzen 64 in die Vorlage 67 entweichen, ohne die   Reinigerinasse   in 24 zu durchstreichen. Durch letztere geht nur der grössere Teil der im Brennstoffbett gebildeten, verhältnismässig reinen Gase, welche durch die Reinigermasse von allen sauren Verunreinigungen befreit werden.

   Dadurch, dass die zur Vergasung nötige Luft unter Druck vom Gebläse oder Ventilator 60 geliefert wird, der seinen Antrieb vom Motor erhält, wird nicht nur der Widerstand der Reinigermasse gegen den Durchgang des Gases leicht überwunden, sondern auch Kraftgas unter Druck erhalten, was die Leistung des Motors wesentlich erhöht. 



   Durch Einstellung des Drosselorganes 65 und des Hahnes 63 kann man den Durchgang von Luft und Gas durch die verschiedenen Teile der Gaserzeugungsanlage nach Erfordernis regeln.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Erzeugung von Kraftgas aus Holz und anderem pflanzlichen Rohgut, bei welchem das Rohgut in einen über dem Rost des als Generator wirkenden Brennstoffbettes mündenden Schacht aufgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Schacht (3) von einem mit gebranntem Kalk und Magnesia oder Dolomit gefüllten Reiniger (24) umgeben ist, durch den der grösste Teil der im Brennstoffbett erzeugten Gase zu einem Kühler (20) streicht, während an den Schacht (3) mittels eines Rohres (64) eine Vorlage (67) angeschlossen ist, in die das im Schachte befindliche, aussen vom Reiniger und innen von dem restlichen Teil der aus dem Brennstoffbett aufsteigenden Gase bis zur teilweisen Verkohlung erhitzte Rohgut die sauren Dämpfe entweichen lässt.
    EMI2.1
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