DE56940C - Continuirlich wirkende Schleudermaschine zur Verarbeitung von Zuckerfüllmasse u. dergl - Google Patents
Continuirlich wirkende Schleudermaschine zur Verarbeitung von Zuckerfüllmasse u. derglInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B5/00—Other centrifuges
- B04B5/02—Centrifuges consisting of a plurality of separate bowls rotating round an axis situated between the bowls
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Fig. ι
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine continuirlich arbeitende Schleudermaschine
zum Abscheiden fester Körper von flüssigen, welche sich besonders zum Verarbeiten von
Zuckerfüllmasse eignet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist in eine derartige Schleudermaschine im
Verticalschnitt dargestellt.
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie1 x-x (Fig. 1).
Fig. 3 zeigt die Schleudermaschine in Seitenansicht.
Fig. 5 bis 7 zeigen Einzelteile .der Maschine.
Die zu verarbeitende Füllmasse gelangt aus .einer Zerkleinerungsvorrichtung A (Fig. 3) in
einen auf der Schleudermaschine angeordneten Trichter α (Fig. 1 und 2), aus welchem sie
• durch Ableitungsrohre a1 in perforirte Cylinder
b geleitet wird. Anstatt der Cylinder kann man auch vieleckige Gefäfse verwenden, jedoch
ist die Cylinderform vorzuziehen. In der auf den Zeichnungen dargestellten Schleudermaschine
sind drei derartige Cylinder angeordnet, indessen kann ihre Zahl auch gröfser oder kleiner sein.
Die Cylinder b sind in einem Rahmen c montirt, welcher aus zwei Platten c1 und c2 besteht,
von denen die obere den Boden des Trichters α bildet und mit Schrauben c3
an Arme c* (Fig. 1) der Büchse c 5 angeschraubt
ist, während die untere Platte mit der erwähnten Büchse aus einem Stück besteht. Die
Büchse cB ist an einer frei aufgehängten Welle d
befestigt, so dafs der Rahmen c und damit auch die Cylinder b mit der Welle d rotiren.
Aufserdem kann sich jeder Cylinder um seine eigene Achse drehen. Zu diesem Zwecke sind
die Cylinder mit Zapfen bx £2 (Fig. 1) versehen,
welche in entsprechenden Lagern e el der
Platten cl c2 gelagert sind. Die Zapfen bl sind
mit Oeffnungen b3 versehen, durch welche die
Ableitungsrohre a1 in die Cylinder hineintreten,
während die unteren Zapfen b* mit Oeffnungen £>*
versehen sind, durch welche die abgeschiedenen Krystallmassen aus der Schleudermaschine entfernt
werden.
Jeder Cylinder ist im Innern mit einem Trichter f (Fig. 1 und 2) versehen, in welchen
die aus den Rohren a 1 kommende Füllmasse
geleitet wird. Der Raum zwischen diesem Trichter und der perforirten Aufsenwand des
Cylinders ist durch Scheidewände /2 in Abtheilungen
f1 getheilt. Oeffnungen/3 führen
aus dem Trichter f in die Abtheilungen f1.
Auf den Zeichnungen sind sechs derartiger Abtheilungen dargestellt, doch kann ihre Zahl
auch eine andere sein. Der Deckel eines jeden Cylinders ist mit einem Zahnkranz g (Fig. 1
und 2) versehen, welcher in ein Zahnrad h eingreift, welches auf der die Welle d umschliefsenden
Hülse hl befestigt ist. Mit dieser Hülse hl ist eine Riemscheibe i . verbunden,
während eine andere Riemscheibe il auf der
Welle d befestigt ist. Diese beiden Riemscheiben sind so über einander angeordnet,
dafs sie durch einen gemeinsamen Riemen B (Fig. 3) von der Hauptantriebswelle C aus an-
getrieben werden können. In ihrem Durchmesser weichen die beiden Riemscheiben etwas
von einander ab, damit das Zahnrad h mit etwas anderer Geschwindigkeit umläuft als die
Welle, wodurch bewirkt wird, dafs sich die Cylinder b langsam um ihre Achse drehen.
Um die durch die Centrifugalkraft bei der Drehung der Cylinder um ihre Achse entstehenden
Seitendrücke möglichst aufzuheben, sind Ringe jk (Fig. ι und 2) vorgesehen, gegen
welche sich die Zapfen bl b2 legen, indem die
Lager e e1 nach aufsen offen gelassen sind. Infolge dieser Anordnung entsteht nur wenig
Reibung, da die RingeJ k durch die Zapfen b 1Z?2
ebenfalls in Umdrehung versetzt werden. Um die Ringe ordentlich zu führen, sind Führungs-ToIIeH1Z1A:1
(Fig. 2) vorgesehen, welche auf Bolzen j2 drehbar angeordnet sind, welche
an der Platte c2 und den Armen c* durch
Verschraubung befestigt sind.
Die aus der Füllmasse geschleuderte Flüssigkeit wird von dem Mantel Z (Fig. 1) aufgefangen
und durch ein Abflufsrohr Z l abgeführt,
während ein in der Mitte der Centrifuge angeordneter Trichter m die abgeschiedenen Krystallmassen
auffängt, welche dann aus der Oeffnung η entfernt werden. Die Arbeitsweise
der Maschine gestaltet sich folgendermafsen: Die zu schleudernde Füllmasse wird continuirlich
in den Trichter α geleitet, von wo sie durch die Rohre a1 in die Abtheilungen/1
der Cylinder b gelangt, welche mit der Welle d rotiren und gleichzeitig eine langsame Drehung
um ihre eigene Achse ausführen. Infolge der Centrifugalkraft werden die flüssigen Bestandtheile
der Füllmasse durch die Oeffnungen der Cylinder b gegen den Mantel Z abgeschleudert,
während die abgeschiedenen Krystalle in den Abtheilungen fl zurückbleiben. Gelangt nun
bei der Rotation der Cylinder um ihre Achse eine Abtheilung f1 auf die Verbindungslinie
der Welle d mit der Achse des Cylinders, so wird die abgeschiedene Krystallmasse infolge
der Centrifugalkraft gegen den Trichter f geschleudert. Dieser Trichter erstreckt sich nach
unten durch die Oeffnung Z?4 (Fig. 1) und
leitet so die abgesonderte Krystallmasse in den Trichter m, von wo sie durch die Oeffnung η
in einen Behälter D (Fig. 3) fällt.
Anstatt die beiden Riemscheiben i il durch
einen gemeinsamen Riemen anzutreiben, kann man auch zwei besondere Riemen verwenden,
was besonders bei der Verarbeitung verschiedener Füllmassen vortheilhaft ist, da man dann
die Cylinder mit verschiedener Geschwindigkeit rotiren lassen kann. Zu diesem Zweck ist die
untere Riemscheibe i (Fig. 4) abnehmbar eingerichtet. Die Scheibe besteht nämlich aus
zwei Theilen und ist mit Schwalbenschwänzen P versehen, welche sich auf der einen Seite gegen
einen entsprechenden Vorsprung einer mit der Hülse h1 verbundenen Büchse z3 legen, während
sich gegen ihre andere Seite eine auf der Büchse z'3 angebrachte Mutter z'4 legt, durch
welche die beiden Hälften der Riemscheibe zusammengehalten werden. Durch Zurückschrauben
der Mutter werden die Schwalbenschwänze z'2 freigegeben, so dafs man die
Riemscheibe entfernen bezw. auswechseln kann.
Man kann die Cylinder auch anstatt mittelst Riemen mittelst eines Zahnradgetriebes antreiben,
wie in Fig. 5 dargestellt. Bei dieser Anordnung ist auf der Welle d ein Zahnrad ο
befestigt und ein Zahnrad ρ auf der Hülse h1,
während auf einem in einem festen Lagerbock q α drehbar angeordneten Bolzen q ein
Paar Zahnräder q2 von gleichem Durchmesser
angebracht sind, mittelst welcher von der Welle d Bewegung auf die Hülse hl übertragen
wird. Die Zahnräder 0 und ρ sind zweckmäfsigerweise ebenfalls von gleichem Durchmesser, differiren aber in der Zahl der Zähne
um einen oder zwei, so dafs die Welle d und die Hülse hl sich mit verschiedener Winkelgeschwindigkeit
drehen, was wieder zur Folge hat, dafs sich die Cylinder b langsam um ihre
Achse drehen. Dasselbe erzielt man, wenn man die Zahl der Zähne der Räder q2 verschieden
macht.
Um eine zu grofse Reibung zu verhüten, werden die Räder von Ringen o1 und pl (Fig. 5)
umgeben, welche mit Flantschen o2 und p2
versehen sind, gegen deren Unterseite sich die Räder legen. In dem Lagerbock ql ist ein OeI-behälter
q* vorgesehen, aus welchem die Welle d
und der Bolzen q geschmiert werden. Die inneren Ränder der Ringe ο1 und ρ1 sind nach
innen gebogen, um abgeschleuderte Oeltropfen aufzufangen.
Um ein schädliches Pendeln der Schleudermaschine zu vermeiden, wird die untere Spitze
der Welle d von einem Ring r (Fig. 1 und 7) umfafst, der mit Armen r1 versehen ist, welche
in Lagern s am Boden des Centrifugenmantels befestigt sind. Die Befestigung erfolgt durch
Muttern s1 und Unterlagscheiben s2 von elastischem
Material, welche bestimmt sind, den. Stofs aufzufangen, welchen die etwa gegen den
Ring r schlagende Spitze der Welle d verursacht. Damit auch ein nicht in die Richtung
der Arme rτ fallender Stofs von den
elastischen Unterlagscheiben aufgefangen wird, ist der eine Arm durch einen Bolzen t (Fig. 6
und 7) drehbar mit dem Ring verbunden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei Schleudermaschinen mit in der Maschine angeordneten, für sich rotirenden Cylindern oder vieleckigen Gefäfsen (b) die Anordnung eines sich durch die untere Oeffnung des Cylinders erstreckenden Trichters (f) zur.Ableitung des Schleuderproductes, welches in den durch Scheidewände (f2) in dem Cylinder gebildeten Abtheilungen (f1) abgeschieden ist (Fig. ι und 2).
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Schleudermaschine:a) die Anordnung von Ringen (jk), welche die Zapfen der Cylinder umfassen, um deren Reibung aufzunehmen (Fig. 1 und 2);b) die Anordnung einer die Antriebswelle (d) umfassenden Hülse (h1), welche mittelst Zahnräder (gh) die Cylinder in Umdrehung versetzt (Fig. 1 und 2);c) der Differential-Antrieb der Welle (d) und der Hülse (h 1J mittelst eines auf Riemscheiben (it1, Fig. 4) von verschiedenem Durchmesser laufenden Riemens, oder mittelst eines in der Zahl der Zähne differirenden Rädergetriebes (op q*, Fig. 5);_d) die Anordnung eines die Spitze der Antriebswelle umfassenden Ringes (r), um Schwankungen der Centrifuge zh verhindern (Fig. 1 und 7).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56940C true DE56940C (de) |
Family
ID=331334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56940D Expired - Lifetime DE56940C (de) | Continuirlich wirkende Schleudermaschine zur Verarbeitung von Zuckerfüllmasse u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56940C (de) |
-
0
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