DE56873C - Controlapparat für Minen - Google Patents
Controlapparat für MinenInfo
- Publication number
- DE56873C DE56873C DENDAT56873D DE56873DA DE56873C DE 56873 C DE56873 C DE 56873C DE NDAT56873 D DENDAT56873 D DE NDAT56873D DE 56873D A DE56873D A DE 56873DA DE 56873 C DE56873 C DE 56873C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- current
- mine
- lever
- mines
- contact
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 3
- 238000005474 detonation Methods 0.000 claims description 2
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 description 4
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 3
- WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N lead(0) Chemical compound [Pb] WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 2
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/40—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically
- F42C15/42—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically from a remote location, e.g. for controlled mines or mine fields
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zweck des Apparates:
1. Der Apparat erlaubt, ein oder mehrere Minen aufser Wirkung zu setzen mit Hülfe
von nur einem einzigen Kabel und einem Vertheilapparat, in welchem sämmtliche Minenleitungen
zusammenlaufen.
2. Er meldet an der Telegraphenstation alle Schäden, die an der Leitung auftreten.
3. Er scheidet die geschädigte Leitung aus der Stromleitung aus ohne elektrischen Stromverlust.
4. Im Falle einer leichten Beschädigung des Leitungsdrahtes ermöglicht er die Sprengung
der Mine mit Hülfe einer verstärkten Batterie.
5. Er erlaubt nach Belieben die Ein- und Ausschaltung der Mine aus der Stromleitung.
In der Zeichnung bedeutet Fig. 1 einen Grundrifs des Apparates zur selbstthätigen Controle,
Fig. 2 einen Schnitt in senkrechter Ebene nach Linie I-II, Fig. 1. Die gleichen Buchstaben
bezeichnen die gleichen Theile des Apparates.
A ist eine Kautschukplatte, auf welcher- die kupfernen Platten BB1B2 angebracht sind, die
mit Ausschnitten B1 versehen sind;, letztere sind
in unregelmäfsiger Entfernung angeordnet und dienen dazu, den Strom zu unterbrechen, so
zwar, dafs mit Hülfe dieser unregelmäfsigen Unterbrechungen verschiedene Zeichen gegeben
werden können. C C1 C2 sind die Contacte, um den Strom nach den betreffenden Minen
leiten zu können. D ist ein Metallstreifen, welcher mittelst eines Uhrwerkes JJ in Bewegung
gesetzt wird und welcher dazu dient, den Minenstrom durch das Hauptkabel L nach dem
Telegraphen- und nach dem selbstthätigen Einschaltapparat zu leiten, mittelst welch letzterem
die Hauptbatterie in Wirksamkeit gebracht wird (Fig: 3 und 4). EE sind Drahtspulen, um
mittelst Ankers F das Uhrwerk in Bewegung zu setzen. G ist ein isolirtes Plättchen, um
den Strom nach den Spulen EE zu leiten. G1 ist eine Platte, um den Uebergang des
Stromes von den Spulen E nach dem Hauptkabel L durch den Conductor L1 zu vermitteln.
H ist ein Einrückhebel für das Uhrwerk. JJ sind Theile des Uhrwerkes. K ist
das Gestell des Apparates. M ist ein Leitungsdraht. M1 ist ein Leitungsdraht zur Verbindung
der Spulen EE mit M. M2M2 sind
Drähte, mittelst welchen die Spulen Q Q mit Spulen EE verbunden werden, um die Contacte
P-P und die Drähte MM1 zu unterbrechen. R ist ein kleiner Winkel, an welchem
eine Feder 5 befestigt ist, die den Anker T am Contact mit den Spulen Q verhindert. ' U
ist ein. Hebel, welcher bei C/1 drehbar ist. Auf der einen Seite ist er mit Anker T in Contact
und auf der anderen mittelst Feder S mit der correspondirenden Mine durch die Leitung M3,
Contact V und Leitung K1.
Fig. 3 zeigt den Telegraphenapparat mit Läutewerk, welcher in Wirkung tritt, wenn
der Controlapparat Zeichen giebt.
Fig. 4 zeigt den Apparat, welcher dazu dient,, selbstthätig die grofse Batterie Y ein-
und die kleine Batterie Y1 auszuschalten.
Der Winkel Y2 bildet die Verlängerung der Leitung F4; dieser Winkel ist in Contact mit
Hebel U, sobald die grofse Batterie in Wirkung steht.
Fig. 5 zeigt die Minen No. i, No. 2 u. s. w.
mit ihren Platten ^y, welche sie mit der Erde
verbinden.
Die Wirkungsweise des Apparates ergiebt sich aus folgendem:
So lange, als die Minen und die Leitungen K1K- nicht beschädigt sind, findet bei den
beiden Batterien die Unterbrechung statt zwischen dem Winkel y2- und dem Hebel U,
welche nicht in Contact stehen; bei der kleinen Batterie findet die Unterbrechung durch die
Mine selbst statt.
Wenn ein Schiff eine der Minen berührt, so schliefst es den Strom der kleinen Batterie
und die Mine springt. Der Weg, der hierbei vom Strom durchlaufen wird, ist folgender:
Die Leitung Y3, die Spule Q, Fig. 4, den
Anker F, Hebel U, Feder S, das Hauptkabel L, die Spule Q1 des telegraphischen Apparates
(Fig. 3), einen Theil des Kabels L, den Contact G1 des selbsttätigen Controlapparates
(Fig. 1); die Spulen E E, die Führungsleitung JW1, die Isolirplatte G, die Umlaufsleitung M; die Leitung M2, welche mit der
Mine correspondirt bei Berührung der letzteren durch das Schiff, den Contact P, die Spulen Q,
den Knaggen bezw. Winkel R, die Feder S, Anker F, Hebel U, Feder S1, Leitung M3,
Contact V, das Kabel k und die Mine, von letzterer mittelst Wasser nach der Erde und
Platte iT (Fig. 4), worauf der Strom zur kleinen Batterie zurückkehrt. Es wurde schon oben
bemerkt, dafs der Strom der kleinen Batterie möglicherweise nicht im Stande sein könnte,
die Mine zu entzünden, aber das Vorhandensein ist deshalb doch nöthig, um gegebenenfalls
die grofse Batterie in Wirksamkeit zu setzen. Es geschieht dies letztere wie folgt:
Der Strom sei geschlossen, aber nicht im Stande, die Mine zu sprengen, der Kern der
Spule Q, Fig. 4, wird magnetisch, zieht den Anker F an und hält ihn so lange, bis zu
dem Augenblick, in welchem er mit dem Winkel^2 in Contact kommt, wodurch der
Strom der kleinen Batterie unterbrochen wird, während derjenige der grofsen Batterie sich
schliefst und dieser nunmehr dazu dient, die Mine zu zünden. Hierbei ist wahrzunehmen,
dafs der Strom der kleinen Batterie während seines Durchganges durch den telegraphischen
Apparat bewirkt, dafs die Kerne der Spulen EE den Anker F anziehen (Fig. 1) und hierbei
den Hebel H ausrücken, um auf diese Weise das Uhrwerk JJ und Hebel D in Gang zu
setzen.
Der Hebel H erhält seine anfängliche Stellung mit Hülfe des Excenters h2, Fig. 2, nachdem
Hebel D eine gewisse Zahl Umdrehungen gemacht hat. Man wird finden, dafs der
Strom der kleinen Batterie, indem er die Kerne der Spulen Q1, Fig. 1, umläuft, das Anziehen
des Ankers T zur Folge hat, wodurch Hebel U ausgelöst wird, so dafs nunmehr der Strom
der kleinen Batterie nicht mehr denselben Weg nimmt. Die Mine befindet sich ganz aufser
Wirkung bezw. ist von dem kleinen Batteriestrom ausgeschaltet. Hingegen nimmt der
Strom der grofsen Batterie folgenden Weg:
Hebel U, Fig. 4, Feder S, Kabel L, Spule Q1,
telegraphischen Apparat, Fig. 3, das unter Wasser befindliche Kabel L, durch Contact G,
und wenn er nicht mehr dem Weg des kleinen Stromes folgen kann, richtet er sich nach Hebel
D, welcher bei seiner Drehbewegung dem Strom den Weg durch die Platte B öffnet,
den Contact C, den Leitungsdraht M, den Contact P, den Hebel U\ Feder S\ den
Draht M3, den Contact V1 Kabel K und die
Mine.
Sowie der Hebel D sich in Contact mit Platte B befindet, wird die Verbindung mit
der zu sprengenden Mine hergestellt, gleichzeitig aber auch durch die unregelmäfsige Verzahnung
B1 mittelst des Telegraphenapparates Signale gegeben, welche erkennen lassen, dafs
diese oder jene Nummer der Mine entzündet worden ist. Der Hebel D wird in seiner Bewegung
aufgehalten, wenn Hebel H durch Einwirkung des Excenters In? in seine Anfangsstellung gebracht und hierbei auch das Uhrwerk
stillgesetzt wird.
Nach der Zündung der Mine und dem Zerstören der Leitung ist der Strom der grofsen
Batterie geschlossen durch die Leitungsfähigkeit des Wassers, wodurch gleichzeitig die Isolirung
der anderen Leitungen gesichert bleibt. Aus praktischen Gründen ist es ferner nöthig, den
starken Strom zu unterbrechen, und um dies zu erreichen, wird nur der Contact zwischen
Hebel U und dem Anker F, Fig. 4, hergestellt
; die Mine ist dann wieder in den Stromkreis der kleinen Batterie eingeschaltet und
hierdurch wieder der Zustand hergestellt, wie er vor der Explosion der Mine bestand.
Angenommen, es sei eine Leitung oder Mine beschädigt, so findet eine Signalgebung ohne
Zündung der Mine statt, indem mittelst des beschädigten Leitungsdrahtes oder, wenn Wasser
in die Mine gedrungen ist, mit Hülfe des letzteren ein Stromschlufs und infolge dessen
eine Signalgebung ohne Zündung der Mine erfolgt. Will man trotz der Beschädigung die
Mine bei Berührung der letzteren mit einem Schiff zum Sprengen bringen, so benutzt man
den Strom der grofsen Batterie Y, Fig. 4, indem man denselben mit Hülfe einer bereitgehaltenen
Reservebatterie wesentlich verstärkt. Man setzt, den Strom in Wirkung, indem Hebel
U mit Anker F in Contact gebracht wird.
Der Strom läuft durch _/·2, ist, wie beschrieben,
sehr stark, tritt in die Spule Q., Fig. i, Knaggen R, Feder S, aber er kann
nicht mehr durch den Hebel U, weil dieser Hebel nicht mehr in Contact mit Anker T
steht und der zwischen beiden Theilen befindliche Widerstand zu grofs ist. Der Strom
läuft infolge dessen von R nach J1 und passirt
H, und hierauf, indem er den Luftwiderstand überwindet, gelangt er nach Hebel U, Feder S1,
Contact V nach der Mine.
Will man die Minen unschädlich machen, um z. B. freundliche Schiffe hindurchzulassen,
so geschieht dies mit Hülfe eines Commutators, indem Contact zwischen Hauptkabel L, dem
Telegraphenapparat und der Station (Fig. 3) selbst hergestellt wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüch:Eine Einrichtung zum Controliren von Minen, gebildet aus einem mittelst Uhrwerkes bewegten Contacthebel D, welcher mit Contacten C C1 derartig zusammenwirkt, dafs mit Hülfe der Verzahnung B1 Signale über den Zustand der einzelnen Minen gegeben werden können, sowie die Sprengung der Minen mittelst eines schwächeren Stromes gezündet werden, oder, wenn dieser nicht hinreicht, selbstthätig ein stärkerer Strom zur Wirkung gebracht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56873C true DE56873C (de) |
Family
ID=331279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56873D Expired - Lifetime DE56873C (de) | Controlapparat für Minen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56873C (de) |
-
0
- DE DENDAT56873D patent/DE56873C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE56873C (de) | Controlapparat für Minen | |
| DE218464C (de) | ||
| DE82509C (de) | ||
| DE200342C (de) | ||
| DE221049C (de) | ||
| DE590290C (de) | Einrichtung und Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen, insbesondere Waechterkontrollanlagen | |
| DE583487C (de) | Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Regelung des Ladestromes fuer Batterien, insbesondere in Fernsprechanlagen | |
| DE415890C (de) | Gefahrmeldeanlage fuer mit Zentralbatterie und Doppelleitung betriebene Fernsprechanlagen | |
| DE821370C (de) | Schaltungsanordnung zur Verhinderung faelschlicher Ausloesung in Fernschreibanlagen | |
| DE320750C (de) | Einrichtung zum Fernsteuern von See- oder Lufttorpedos oder anderen Maschinen mit zwei vollkommen synchron laufenden Verteilern | |
| DE173591C (de) | ||
| DE478569C (de) | Schaltungsanordnung zur Steuerung der Signaleinrichtungen mehrerer Verbindungsstromkreise zwischen zwei Fernsprechvermittlungsstellen mit Waehlerbetrieb ueber eine gemeinsame Leitung | |
| DE603297C (de) | Schaltungsanordnung fuer handbediente Telegraphenvermittlungsstellen mit beiderseitiger Schlusszeichengabe | |
| DE31758C (de) | Neuerung an elektromagnetischen Zeichengebern | |
| AT76587B (de) | Schaltungsanordnung für Verbindungsleitungen zwischen Gruppen in Fernsprechanlagen für selbsttätigen oder halbselbsttätigen Betrieb. | |
| DE562189C (de) | Schaltanordnung fuer Weichen- und Signalstellvorrichtungen | |
| DE647404C (de) | Schaltungsanordnung zur Einstellung von Waehlern auf eine bestimmte von mehreren Kontaktgruppen in Fernsprechanlagen | |
| DE592911C (de) | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen | |
| DE196729C (de) | ||
| DE646219C (de) | Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinrichtung | |
| DE519602C (de) | Seemine mit Magnetzuendung | |
| DE61721C (de) | Selbstthätiger Centralurnschalter | |
| DE588834C (de) | Verfahren zum wahlweisen Anruf drahtloser Stationen | |
| DE230230C (de) | ||
| DE1056012B (de) | Elektromagnetischer Schalter zum Ausloesen von blinkenden Lichtsignalen zur Fahrtrichtungsanzeige von Kraftfahrzeugen |