DE56873C - Controlapparat für Minen - Google Patents

Controlapparat für Minen

Info

Publication number
DE56873C
DE56873C DENDAT56873D DE56873DA DE56873C DE 56873 C DE56873 C DE 56873C DE NDAT56873 D DENDAT56873 D DE NDAT56873D DE 56873D A DE56873D A DE 56873DA DE 56873 C DE56873 C DE 56873C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
mine
lever
mines
contact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56873D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. de PETROFF in Paris
Publication of DE56873C publication Critical patent/DE56873C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/40Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically
    • F42C15/42Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically from a remote location, e.g. for controlled mines or mine fields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zweck des Apparates:
1. Der Apparat erlaubt, ein oder mehrere Minen aufser Wirkung zu setzen mit Hülfe von nur einem einzigen Kabel und einem Vertheilapparat, in welchem sämmtliche Minenleitungen zusammenlaufen.
2. Er meldet an der Telegraphenstation alle Schäden, die an der Leitung auftreten.
3. Er scheidet die geschädigte Leitung aus der Stromleitung aus ohne elektrischen Stromverlust.
4. Im Falle einer leichten Beschädigung des Leitungsdrahtes ermöglicht er die Sprengung der Mine mit Hülfe einer verstärkten Batterie.
5. Er erlaubt nach Belieben die Ein- und Ausschaltung der Mine aus der Stromleitung.
In der Zeichnung bedeutet Fig. 1 einen Grundrifs des Apparates zur selbstthätigen Controle, Fig. 2 einen Schnitt in senkrechter Ebene nach Linie I-II, Fig. 1. Die gleichen Buchstaben bezeichnen die gleichen Theile des Apparates.
A ist eine Kautschukplatte, auf welcher- die kupfernen Platten BB1B2 angebracht sind, die mit Ausschnitten B1 versehen sind;, letztere sind in unregelmäfsiger Entfernung angeordnet und dienen dazu, den Strom zu unterbrechen, so zwar, dafs mit Hülfe dieser unregelmäfsigen Unterbrechungen verschiedene Zeichen gegeben werden können. C C1 C2 sind die Contacte, um den Strom nach den betreffenden Minen leiten zu können. D ist ein Metallstreifen, welcher mittelst eines Uhrwerkes JJ in Bewegung gesetzt wird und welcher dazu dient, den Minenstrom durch das Hauptkabel L nach dem Telegraphen- und nach dem selbstthätigen Einschaltapparat zu leiten, mittelst welch letzterem die Hauptbatterie in Wirksamkeit gebracht wird (Fig: 3 und 4). EE sind Drahtspulen, um mittelst Ankers F das Uhrwerk in Bewegung zu setzen. G ist ein isolirtes Plättchen, um den Strom nach den Spulen EE zu leiten. G1 ist eine Platte, um den Uebergang des Stromes von den Spulen E nach dem Hauptkabel L durch den Conductor L1 zu vermitteln. H ist ein Einrückhebel für das Uhrwerk. JJ sind Theile des Uhrwerkes. K ist das Gestell des Apparates. M ist ein Leitungsdraht. M1 ist ein Leitungsdraht zur Verbindung der Spulen EE mit M. M2M2 sind Drähte, mittelst welchen die Spulen Q Q mit Spulen EE verbunden werden, um die Contacte P-P und die Drähte MM1 zu unterbrechen. R ist ein kleiner Winkel, an welchem eine Feder 5 befestigt ist, die den Anker T am Contact mit den Spulen Q verhindert. ' U ist ein. Hebel, welcher bei C/1 drehbar ist. Auf der einen Seite ist er mit Anker T in Contact und auf der anderen mittelst Feder S mit der correspondirenden Mine durch die Leitung M3, Contact V und Leitung K1.
Fig. 3 zeigt den Telegraphenapparat mit Läutewerk, welcher in Wirkung tritt, wenn der Controlapparat Zeichen giebt.
Fig. 4 zeigt den Apparat, welcher dazu dient,, selbstthätig die grofse Batterie Y ein- und die kleine Batterie Y1 auszuschalten.
Der Winkel Y2 bildet die Verlängerung der Leitung F4; dieser Winkel ist in Contact mit Hebel U, sobald die grofse Batterie in Wirkung steht.
Fig. 5 zeigt die Minen No. i, No. 2 u. s. w. mit ihren Platten ^y, welche sie mit der Erde verbinden.
Die Wirkungsweise des Apparates ergiebt sich aus folgendem:
So lange, als die Minen und die Leitungen K1K- nicht beschädigt sind, findet bei den beiden Batterien die Unterbrechung statt zwischen dem Winkel y2- und dem Hebel U, welche nicht in Contact stehen; bei der kleinen Batterie findet die Unterbrechung durch die Mine selbst statt.
Wenn ein Schiff eine der Minen berührt, so schliefst es den Strom der kleinen Batterie und die Mine springt. Der Weg, der hierbei vom Strom durchlaufen wird, ist folgender:
Die Leitung Y3, die Spule Q, Fig. 4, den Anker F, Hebel U, Feder S, das Hauptkabel L, die Spule Q1 des telegraphischen Apparates (Fig. 3), einen Theil des Kabels L, den Contact G1 des selbsttätigen Controlapparates (Fig. 1); die Spulen E E, die Führungsleitung JW1, die Isolirplatte G, die Umlaufsleitung M; die Leitung M2, welche mit der Mine correspondirt bei Berührung der letzteren durch das Schiff, den Contact P, die Spulen Q, den Knaggen bezw. Winkel R, die Feder S, Anker F, Hebel U, Feder S1, Leitung M3, Contact V, das Kabel k und die Mine, von letzterer mittelst Wasser nach der Erde und Platte iT (Fig. 4), worauf der Strom zur kleinen Batterie zurückkehrt. Es wurde schon oben bemerkt, dafs der Strom der kleinen Batterie möglicherweise nicht im Stande sein könnte, die Mine zu entzünden, aber das Vorhandensein ist deshalb doch nöthig, um gegebenenfalls die grofse Batterie in Wirksamkeit zu setzen. Es geschieht dies letztere wie folgt:
Der Strom sei geschlossen, aber nicht im Stande, die Mine zu sprengen, der Kern der Spule Q, Fig. 4, wird magnetisch, zieht den Anker F an und hält ihn so lange, bis zu dem Augenblick, in welchem er mit dem Winkel^2 in Contact kommt, wodurch der Strom der kleinen Batterie unterbrochen wird, während derjenige der grofsen Batterie sich schliefst und dieser nunmehr dazu dient, die Mine zu zünden. Hierbei ist wahrzunehmen, dafs der Strom der kleinen Batterie während seines Durchganges durch den telegraphischen Apparat bewirkt, dafs die Kerne der Spulen EE den Anker F anziehen (Fig. 1) und hierbei den Hebel H ausrücken, um auf diese Weise das Uhrwerk JJ und Hebel D in Gang zu setzen.
Der Hebel H erhält seine anfängliche Stellung mit Hülfe des Excenters h2, Fig. 2, nachdem Hebel D eine gewisse Zahl Umdrehungen gemacht hat. Man wird finden, dafs der Strom der kleinen Batterie, indem er die Kerne der Spulen Q1, Fig. 1, umläuft, das Anziehen des Ankers T zur Folge hat, wodurch Hebel U ausgelöst wird, so dafs nunmehr der Strom der kleinen Batterie nicht mehr denselben Weg nimmt. Die Mine befindet sich ganz aufser Wirkung bezw. ist von dem kleinen Batteriestrom ausgeschaltet. Hingegen nimmt der Strom der grofsen Batterie folgenden Weg:
Hebel U, Fig. 4, Feder S, Kabel L, Spule Q1, telegraphischen Apparat, Fig. 3, das unter Wasser befindliche Kabel L, durch Contact G, und wenn er nicht mehr dem Weg des kleinen Stromes folgen kann, richtet er sich nach Hebel D, welcher bei seiner Drehbewegung dem Strom den Weg durch die Platte B öffnet, den Contact C, den Leitungsdraht M, den Contact P, den Hebel U\ Feder S\ den Draht M3, den Contact V1 Kabel K und die Mine.
Sowie der Hebel D sich in Contact mit Platte B befindet, wird die Verbindung mit der zu sprengenden Mine hergestellt, gleichzeitig aber auch durch die unregelmäfsige Verzahnung B1 mittelst des Telegraphenapparates Signale gegeben, welche erkennen lassen, dafs diese oder jene Nummer der Mine entzündet worden ist. Der Hebel D wird in seiner Bewegung aufgehalten, wenn Hebel H durch Einwirkung des Excenters In? in seine Anfangsstellung gebracht und hierbei auch das Uhrwerk stillgesetzt wird.
Nach der Zündung der Mine und dem Zerstören der Leitung ist der Strom der grofsen Batterie geschlossen durch die Leitungsfähigkeit des Wassers, wodurch gleichzeitig die Isolirung der anderen Leitungen gesichert bleibt. Aus praktischen Gründen ist es ferner nöthig, den starken Strom zu unterbrechen, und um dies zu erreichen, wird nur der Contact zwischen Hebel U und dem Anker F, Fig. 4, hergestellt ; die Mine ist dann wieder in den Stromkreis der kleinen Batterie eingeschaltet und hierdurch wieder der Zustand hergestellt, wie er vor der Explosion der Mine bestand.
Angenommen, es sei eine Leitung oder Mine beschädigt, so findet eine Signalgebung ohne Zündung der Mine statt, indem mittelst des beschädigten Leitungsdrahtes oder, wenn Wasser in die Mine gedrungen ist, mit Hülfe des letzteren ein Stromschlufs und infolge dessen eine Signalgebung ohne Zündung der Mine erfolgt. Will man trotz der Beschädigung die Mine bei Berührung der letzteren mit einem Schiff zum Sprengen bringen, so benutzt man den Strom der grofsen Batterie Y, Fig. 4, indem man denselben mit Hülfe einer bereitgehaltenen Reservebatterie wesentlich verstärkt. Man setzt, den Strom in Wirkung, indem Hebel U mit Anker F in Contact gebracht wird.
Der Strom läuft durch _/·2, ist, wie beschrieben, sehr stark, tritt in die Spule Q., Fig. i, Knaggen R, Feder S, aber er kann nicht mehr durch den Hebel U, weil dieser Hebel nicht mehr in Contact mit Anker T steht und der zwischen beiden Theilen befindliche Widerstand zu grofs ist. Der Strom läuft infolge dessen von R nach J1 und passirt H, und hierauf, indem er den Luftwiderstand überwindet, gelangt er nach Hebel U, Feder S1, Contact V nach der Mine.
Will man die Minen unschädlich machen, um z. B. freundliche Schiffe hindurchzulassen, so geschieht dies mit Hülfe eines Commutators, indem Contact zwischen Hauptkabel L, dem Telegraphenapparat und der Station (Fig. 3) selbst hergestellt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine Einrichtung zum Controliren von Minen, gebildet aus einem mittelst Uhrwerkes bewegten Contacthebel D, welcher mit Contacten C C1 derartig zusammenwirkt, dafs mit Hülfe der Verzahnung B1 Signale über den Zustand der einzelnen Minen gegeben werden können, sowie die Sprengung der Minen mittelst eines schwächeren Stromes gezündet werden, oder, wenn dieser nicht hinreicht, selbstthätig ein stärkerer Strom zur Wirkung gebracht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56873D Controlapparat für Minen Expired - Lifetime DE56873C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE56873C true DE56873C (de)

Family

ID=331279

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT56873D Expired - Lifetime DE56873C (de) Controlapparat für Minen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE56873C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE56873C (de) Controlapparat für Minen
DE218464C (de)
DE82509C (de)
DE200342C (de)
DE221049C (de)
DE590290C (de) Einrichtung und Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen, insbesondere Waechterkontrollanlagen
DE583487C (de) Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Regelung des Ladestromes fuer Batterien, insbesondere in Fernsprechanlagen
DE415890C (de) Gefahrmeldeanlage fuer mit Zentralbatterie und Doppelleitung betriebene Fernsprechanlagen
DE821370C (de) Schaltungsanordnung zur Verhinderung faelschlicher Ausloesung in Fernschreibanlagen
DE320750C (de) Einrichtung zum Fernsteuern von See- oder Lufttorpedos oder anderen Maschinen mit zwei vollkommen synchron laufenden Verteilern
DE173591C (de)
DE478569C (de) Schaltungsanordnung zur Steuerung der Signaleinrichtungen mehrerer Verbindungsstromkreise zwischen zwei Fernsprechvermittlungsstellen mit Waehlerbetrieb ueber eine gemeinsame Leitung
DE603297C (de) Schaltungsanordnung fuer handbediente Telegraphenvermittlungsstellen mit beiderseitiger Schlusszeichengabe
DE31758C (de) Neuerung an elektromagnetischen Zeichengebern
AT76587B (de) Schaltungsanordnung für Verbindungsleitungen zwischen Gruppen in Fernsprechanlagen für selbsttätigen oder halbselbsttätigen Betrieb.
DE562189C (de) Schaltanordnung fuer Weichen- und Signalstellvorrichtungen
DE647404C (de) Schaltungsanordnung zur Einstellung von Waehlern auf eine bestimmte von mehreren Kontaktgruppen in Fernsprechanlagen
DE592911C (de) Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen in Fernmeldeanlagen
DE196729C (de)
DE646219C (de) Fernsteuerungs- und Fernmeldeeinrichtung
DE519602C (de) Seemine mit Magnetzuendung
DE61721C (de) Selbstthätiger Centralurnschalter
DE588834C (de) Verfahren zum wahlweisen Anruf drahtloser Stationen
DE230230C (de)
DE1056012B (de) Elektromagnetischer Schalter zum Ausloesen von blinkenden Lichtsignalen zur Fahrtrichtungsanzeige von Kraftfahrzeugen