DE56835C - Nummerir- ünd Lochstempel - Google Patents

Nummerir- ünd Lochstempel

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DE56835C
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DE
Germany
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lever
pin
plate
paper
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Application number
DENDAT56835D
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English (en)
Original Assignee
J. BRADY in Corner York and Washington Streets, Brooklyn, Staat New-York, V. St. A
Publication of DE56835C publication Critical patent/DE56835C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41KSTAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
    • B41K3/00Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped
    • B41K3/36Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped with means for deforming or punching the copy matter
    • B41K3/38Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped with means for deforming or punching the copy matter separate from the stamping means

Landscapes

  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Drückerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1890 ab.
Diese neue Papierdurchlochungs- und Numerirmaschine dient zunächst dazu, gewisse Vermerke und Durchlochungen in Wertpapieren,· wie Actien, Coupons, Wechsel, Checks u. dergl., zu machen, soll aber auch dazu benutzt werden, um auf Rechnungen, Frachtbriefen, Wiegescheinen u. dergl. die Geldbeträge in Mark und Pfennig, Dollar und Cent, Pfund und Schilling u. s. w. oder die Gewichtsmenge in Kilo und Gramm oder Tag, Monat und Jahr mittelst Durchlochung bezw. Ausstanzen von Zahlen oder Buchstaben zu kennzeichnen. : .
Die Construction. des Apparates ist sehr einfach, weshalb er billig herzustellen ist und das Arbeiten auf demselben sehr leicht und schnell vor sich geht.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
Fig. ι ist eine Oberansicht der Maschine (der Druckhebel umgelegt für Versandtzwecke).
Fig.. 2 ist ein Verticalschnitt (der Druckhebel in Wirksamkeit).
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Maschine (der Hebel umgelegt wie in Fig. 1).
Fig. 4 ist eine Oberansicht (der Obertheil des Rahmens und die Stempel weggenommen).
Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Papierhalters und der angrenzenden Theile.
Fig. 6 ist eine Oberansicht der Zapfentrommel und der Centrirfeder.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Druckhebels.
Fig. 8 veranschaulicht bei abgenommenem Deckel einen Verticalschnitt, welcher in der entgegengesetzten Richtung von Fig. 2 der Deutlichkeit halber dargestellt ist und nur die in der Schnittlinie liegenden Theile des Rahmens zeigt.
Fig. 9 ist eine perspectivische Ansicht des die Klemmplatte bethä'tigenden Hebels.
Der Rahmen der Maschine besteht aus einem Gehäuse mit einem Bodenstück 1 von annähernd dreieckiger Gestalt mit abgerundetem Vordertheil. An dem Hintertheil befindet sich ein Träger 2, welcher sich nach vorn erstreckt und horizontal gebogene Stangen 5 trägt. In letzteren sind die Lager einer Anzahl verticaler Stempel 6 untergebracht, welche in einem Kreisbogen liegen, dessen Mittelpunkt ein auf dem Bodenstück vor dem Träger 2 angeordneter Zapfen 7 ist. Jeder Stempel trägt an seinem unteren Ende ein einer Matrize 8 entsprechendes Zeichen; eine Anzahl solcher Matrizen sind auf dem Bodenstück unter den Tragstangen 5 angebracht.
Die Matrizenplatten können die gewöhnliche rechtwinklige Gestalt besitzen oder auch etwas konisch sein. Die Stempel werden in der arbeitsbereiten Lage durch Schraubenfedern 9 und Anschläge 10 gehalten, welche mit der Unterkante einer an der oberen Tragstange 5 vorgesehenen Platte 11, Fig. 8, in Berührung kommen. Die Oberkante der Platte 11, welche sich über die Stange 5 erstreckt, ist bei 11% Fig. i, konisch gestaltet, um einen horizontalen flachen Finger 12 aufzunehmen, der an dem hinteren Theil der Stempel befestigt ist und zur Führung derselben dient, damit diese sich
nicht drehen und stets mit den einmal gesetzten Matrizen in Uebereinstimmung bleiben. Auf den Fingern 12 befinden sich Zeichen, welche mit denjenigen der zugehörigen Stempel übereinstimmen und so dem Arbeitenden den zu benutzenden Stempel angeben.
Auf dem Zapfen 7 ist ein Rahmen 13, Fig. 8, drehbar angeordnet, welcher sämmtliche ßethätigungstheile mit Ausnahme der Stempel trägt.
Zum Abwärtsdrücken der Stempel wird ein Hebel 14 benutzt; derselbe dient gleichfalls zum Bewegen des Checks oder eines anderen zu lochenden Papiers unter den Stempeln, zum Lösen des Papierhalters, um das Papier in Stellung zu bringen, und zum Bethätigen der Vorschubvorrichtung, wie im Folgenden ausführlich beschrieben wird.
Dieser Druckhebel ruht mit seinem inneren Ende drehbar auf einem horizontalen Zapfen 36 an dem vorderen Ende eines starren Armes 1 5 des Rahmens 13 in der Weise, dafs er auf genanntem Arm vertical bewegt werden kann, jedoch so, dafs er diesen und den übrigen Theil des Rahmens 1 3 um den Zapfen 7 dreht, wenn er seitlich bewegt wird. An dem unteren Theil des Rahmens 13 befindet sich ein anderer Arm 16, welcher eine Platte 17 trägt, die als unterer Klemmbacken für das Papier dient. Die Platte 17 ist bei 18, Fig. 5, ausgeschnitten und hier erstrecken sich die oberen Umfange von Führungsrollen ig leicht durch dieselbe. Letzlere lagern an einer Querstange 20 an dem Aufsenende des Armes 16.
Ein dritter Arm 21 des Rahmens 13 trägt den oberen Klemmbacken oder die Platte 22, welche an ihrer vorderen Kante einen Abstreicher 23 für das Papier mit einem Loch 23a für den Durchgang des Stempels bildet und eine aufgebogene Lippe 23b hat, um das eingebrachte Papier nach dem richtigen Platz lenken zu können. An ihrem Hintertheil besitzt die Platte 22 Lappen 24, welche gegen die Enden einer Querstange 25 des Armes 21 aufgebogen sind und sich auf Zapfen 26 dieser Stange (und somit auch auf dem Rahmen 13) drehen. Ueber den Rollen 19 sind Vorschub- und Führungsrollen 27, 28 angeordnet, die von der oberen vertical beweglichen Klemmplatte 22 getragen werden. Von letzterer ist ein Theil ausgeschnitten, um den Durchgang der unteren Umfange der letzterwähnten Rollen zu gestatten.
Die Rolle 27 dient in Verbindung mit der Rolle 19 als Führung beim Vorschieben des Papiers durch die Backen der Klemme; die Zapfen derselben hängen in einer Feder 29, Fig. 4, die mit einem Niet 37 an einem Ende behufs Befestigung auf der Klemmplatte 22 versehen ist. Infolge dieser Anordnung kann die Rolle leicht, jedoch dicht auf das Papier gedrückt und auch ein wenig um den Niet gedreht werden, damit das Papier genau in der beabsichtigten Weise vorgeschoben wird. Die eigentliche Vorschubrolle 28 besitzt einen gröfseren Durchmesser, ihre Welle 30 lagert mit dem einen Ende in einer von der Platte 22 aufgebogenen Lippe 31 und mit dem anderen Ende in der Querstange 25 des Armes 21. Die hintere Lagerung ist genügend lose oder derartig rund gemacht, dafs sie eine leichte Drehung der Welle 30 aus der horizontalen Ebene heraus nicht hindert, wenn die Welle durch das Lösen der Klemmplatte gehoben wird. In der Nähe des hinteren Endes der Welle 30 ist ein Sperrrad 32 befestigt, gegen welches das untere Ende einer Schiebklaue 33 durch einen an der Querstange 25 vorgesehenen Arm 34 geprefst wird, Fig. 2 und 8. Letzterer ist gegabelt, so dafs er auf beiden Seiten der Schiebklaue 33 sich befindet und diese "sowohl in Eingriff mit dem Sperrrad in ihrer tiefsten Stellung, als auch aufser Eingriff in ihrer höchsten Stellung hält. Die Gröfse der dem Sperrrad durch die Schiebklaue zu gebenden Drehung wird auf diese Weise bestimmt.
Das obere Ende der Klaue 33 ist mit einem kurzen Hebel 35 drehbar verbunden, welcher auf dem Zapfen 36 des Druckhebels 14 lagert. Auf der vorderen Seite seiner Lagerung besitzt der Hebel 35 eine Lippe 37, Fig. 9, welche sich unter den Druckhebel 14 erstreckt. Die Platten 17, 22 mit den auf denselben untergebrachten Rollen bilden die Klemme oder den Halter für das Papier oder einen anderen Stoff; welcher gelocht werden soll.
Wie der Druckhebel 14 nach Fig. 1 rückwärts um seinen Zapfen 36 derartig gedreht zu werden vermag, dafs er in einem Sitz ruht, welcher in einem in dem Deckel der Maschine angebrachten und mit kreisförmigem Ende 39 für den Knopf versehenen Schlitz 38 besteht, so kann er auch, wie in den Fig. 2,4, 5 und 8 gezeigt, in der Weise gedreht werden, dafs er unmittelbar über die Stempel zu liegen kommt und auf die Lippe 37 des Hebels 35 drückt. Wenn man nun den Hebel 14 in letzterer Stellung auf den Schaft eines Stempels 6 preist, so wird letzterer abwärts bewegt und zu gleicher Zeit der Hebel 35 gedreht und so die Schiebklaue 33 gehoben. Wenn man dann den Hebel 14 aufwärts bewegt, um den Stempel freizugeben, so folgt der Hebel 35, indem sein hinteres Ende durch eine mit diesem durch ein Gelenk 41 verbundene Feder 40, Fig. 8, abwärts gezogen wird. Diese abwärtige Bewegung des hinteren Endes des Hebels 35 bringt auch die Schiebklaue 33 abwärts, welche nun das Sperrrad dreht und so die Vorschubvorrichtung bethätigt.
Die Feder 40 ist um einen Stift 42 des Rahmens 13 gewunden' und geht dann abwärts hinter einen Stift 43 des Armes 21; dieselbe hält so auf dem Stift 43 die Windungen einer Feder 44, deren eines Ende vorwärts geht und so gebogen ist, dafs es frei auf der Welle 30 ruht, und deren anderes Ende aufwärts gebogen ist, so dafs es sich gegen die vordere Seite des Stiftes 42 legt, und zwar unmittelbar an die Aufsenseite der Windung der diesen Stift umgebenden Feder 40. Auf diese Weise halten beide Federn einander auf ihren Stiften, Fig. 8. Das Ende der die Welle 30 beeinflussenden Feder 44 dient nicht allein als Bremse für diese Welle und somit auch für die Vorschubvorrichtung, sondern preist auch die Welle und die letztere tragende Klemmplatte 22 auf das zwischen deri Vorschubrollen befindlichePapier mit nachgebendem Druck.
Eine andere Bremse wird durch die Feder 45 . gebildet, welche mit einem Ende an die Platte 22 genietet ist und sich mit dem anderen Ende aufwärts unter das Sperrrad 32 legt. Diese Mittel verhindern das Vorschubrad, eine gröfsere Bewegung zu machen, als ihm durch die Schiebklaue 33 ertheilt wird.
Das Ende des Druckhebels 14 ist mit einem curvenförmigen Ansatz 46, Fig. 7, versehen, welcher nach dem Heben des Hebels in die verticale Stellung gegen das obere Ende eines Hebels 47, Fig. 8, stöfst. Letzterer ist bei 48 in einen Lappen an dem vorderen Ende des Rahmenarmes .15 eingelenkt und an seinem unteren Ende mit einer Stange 49 verbunden, welche unter die Welle 30 des Vorschubrades 28 greift. Infolge des Anstofsens des Ansatzes 46 an das obere Ende des Hebels 47 dreht dieser sich um seinen Zapfen, hebt die Stange 49 und somit die die Welle 30 tragende Klemmplatte 22.
Es ist vorzuziehen, den drehbaren Rahmen 13 in die Mittelstellung zurückzubringen, wie in Fig. 4 angegeben. Zu dem Zwecke hat der obere Arm 15 desselben einen verticalen Ansatz 50, Fig. 2 und 8, erhalten, welcher den Raum zwischen den beiden Enden einer Feder 51, Fig. 6, einnimmt, die auf eine das obere Ende des Zapfens 7 in der gezeichneten Weise (Fig. 8) umgebende Trommel 52 gewunden ist.
Eine auf dem Obertheil des Zapfens 7 befestigte Platte 53, Fig. 2, 4 und 8, trägt eine Lippe 54, welche gleichfalls zwischen den Enden der Feder 51 angeordnet ist. Infolge des Drehens des Rahmens 13 um seinen Zapfen bewirkt der Ansatz 50 ein Seitwärtswenden des einen Endes der Feder 51, während das andere Ende derselben durch die Lippe 54 der Platte 53 festgehalten wird, welche so der Feder als Stützpunkt dient.
Diese Wirkung tritt bei dem Schwingen des Rahmens 13 nach jeder Richtung hin ein, worauf die Spannung der Feder den Rahmen in die centrale Lage zurückbringt.
Die Vorderseite der Stempel nebst Federn und Tragstangen wird durch eine Platte 55 verdeckt, deren obere Kante gezackt ist, wie in Fig. 3 dargestellt, wobei die Ansätze 56 abgerundet sind, um den Druckhebel 14 über die Mitte des abwärts zu drückenden Stempels zu bringen. Eine scharfe Kante 57, Fig. 7, an dem unteren Theil des Druckhebels 14 unterstützt diese Wirkung. Die Finger 12 zur Führung der Stempel können an der vorderen anstatt der hinteren Seite der Stempel angeordnet und dann an den Ansätzen 56 geführt werden. Der Druckhebel mufs stark sein, und zu dem Zwecke wird die Platte 11 weggelassen. Unter dem curvenförmigen Ansatz 46 des Druckhebels 14 ist eine Feder 58 angebracht, um zu verhindern, dafs der Hebel zu weit nach dem Lösen des Stempels aufwärts springt. Die Feder 58 wird dadurch gehalten, dafs man sie um einen Zapfen 59, hinter den Ansatz 50 und abwärts unter den Arm 15 führt.
In der arbeitsbereiten Stellung erstreckt sich der Druckhebel nach vorwärts über die Stempel, um dieselben in Thätigkeit zu setzen; er wird zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger gefafst, gehörig gehoben, um das Papier unter die Klemmplatte zu bringen, dann nach rechts oder links zu dem gewünschten Zeichen bewegt, welches durch die Finger 12 angegeben wird, und auf den betreffenden Stempel gedrückt , hierauf gehoben und wieder gedrückt oder nach dem nächsten gewünschten Zeichen bewegt. Durch das Niederdrücken und Heben wird die Vorschubvorrichtung für das nächste Zeichen bethätigt und schliefslich der Hebel genügend gehoben, um das Entfernen des Papiers zu gestatten.
Diese einfachen Mittel zum Arbeiten mit einem einzigen Druckhebel tragen viel zu der schnellen und leichten Handhabung der Maschine bei. Eine schnelle und leichte Handhabung ist aber sehr nöthig für derartige Maschinen, deren Einführung an Stellen, wo sich ein grofses Bedürfnifs dafür zeigte, bisher häufig aus dem Grunde scheiterte, weil ihre Bethätigung zu lange Zeit in Anspruch nahm.
In der Zeichnung sind Stempel mit den Zeichen £, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, o, * dargestellt; selbstverständlich können andere-Zeichen hinzugefügt oder an Stelle der vorbenannten gesetzt werden. Die Benutzung des Zeichens * ist sehr empfehlenswert; dasselbe kann allein oder in Verbindung mit dem Zeichen £ benutzt werden; besonders dient es dazu, um Tage, Monat und Jahr oder Pfund, Schilling
und Pfennig oder Dollar und Cent oder Mark und Pfennig zu trennen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Numerir- und Durchlöcherungs - Maschinen, welche mit stationären Stempeln und Matrizen versehen sind, die um einen senk-: rechten Stift 7 schwingende Platte 13 mit dem Druckhebel 14, durch dessen curvenförmigen Ansatz 46 in Verbindung mit Hebel 47 die auch in Platte 13 gelagerte Klemmvorrichtung 22, 17 in Bewegung gesetzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT56835D Nummerir- ünd Lochstempel Expired - Lifetime DE56835C (de)

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