DE567457C - Heusinger- (Walschaert-) Kulissenteuerung - Google Patents

Heusinger- (Walschaert-) Kulissenteuerung

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DE567457C
DE567457C DEST47681D DEST047681D DE567457C DE 567457 C DE567457 C DE 567457C DE ST47681 D DEST47681 D DE ST47681D DE ST047681 D DEST047681 D DE ST047681D DE 567457 C DE567457 C DE 567457C
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DEST47681D
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ARTHUR HENRY MOLYNEUX
Robert Stephenson & Co Ltd
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ARTHUR HENRY MOLYNEUX
Robert Stephenson & Co Ltd
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L29/00Reversing-gear
    • F01L29/04Reversing-gear by links or guide rods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Heusinger- (Walschaert-) Kulissensteuerung Die vorliegende Erfindung betrifft die Heusinger-Kulissensteuerung und ist insbesondere anwendbar zur Steuerung von Schiebern, die mit innenliegenden Lokomotivzylindern verbunden sind, die gewöhnlich zur Waagerechten geneigt sind, damit das Antriebsgestänge an einer vor der Antriebsachse liegenden Achse vorbeigeführt werden kann.
  • Die normale Heusinger-Kulissensteuerung ist zur Steuerung derartiger Schieber nicht geeignet, da, um die Kröpfung des den Kreuzkopf und den Verbindungshebel verbindendem Armes zu verringern, die Achse des Schiebers so eng wie möglich an die durch die Zylinderachse gehende senkrechte Ebene gebracht ist, was oft erfordert, daß der Schieber und der Schieberkasten in einer unzugänglichen Stellung über dem Zylindermantel angebracht wird, und zwar dicht unter dem Boden der Rauchkammer oder in eine Ausbuchtung derselben hineinragend, was besonders der Fall ist, wenn die Maschine eine kleine Kesselhöhe besitzt. Ferner ist es, wenn ein Exzentergetriebe für eine innenliegende Kulissensteuerung benutzt wird, erforderlich, daß die Exzentrizität durch Anwendung einer minimalen Hubhöhe so klein wie möglich gehalten wird. Um hierbei die erforderliche Schieberbewegung zu erhalten, muß die Exzenterstange näher an den Zapfenmittelpunkt der Umsteuerungskulisse herangebracht werden, als es bei einer normalen, von einer an der Außenseite der Lokomotive befindlichen Exzenterkurbel angetriebenen Heusinger-Kulissensteuerung der Fall ist. Infolgedessen ist die Exzenterstange zur Waagerechten beträchtlich geneigt, und die Dampfsteuerung wird ungünstig beeinflußt, entsprechend dem der Exzenterstange eine Längsbewegung erteilenden Steigen und Fallen der Radachse in den Führungen. Dies Wird noch verschlimmert, wenn die Stange sehr kurz ist, was oft bei einer innenliegenden Kulissensteuerung unvermeidlich ist.
  • Durch die Anbringung des Kolbenschiebers an einer Seite des Zylinders ist es möglich, den Schieber an der Vorderseite zwecks Ausbauens leicht zu erreichen und die Ausströmdurchgänge frei von der Rauchkammer über dein Schieber anzubringen, wodurch eine unbeschränkte volle Tiefe der Rauchkammer erhalten wird. Ferner kann mit dem dicht seitlich vom Zylinder liegenden Kolbenschieber der Verbindungspunkt der Exzenterstange mit der Umsteuerungskulisse auf oder in der Nähe der durch die Achsmittelpunkte hindurchgehenden waagerechten Linie gelegen sein. Diese Stellung ergibt ein Minimum der durch das Heben und Fallen der Achsen in den Führungen hervorgerufenen Störungen. Wenn jedoch der Kolbenschieber seitlich vom Zylinder angebracht wird, so ist der den Kreuzkopf mit dem Verbindungshebel verbindende Arm ungewöhnlich lang, da .sowohl abwärts, als auch seitlich eine vergrößerte Ausladung erforderlich ist, entsprechend der Stellung des Schiebers zum Zylinder, d. h. der Kreuzkopfarm erstreckt sich diagonal und ist außergewöhnlich lang. Dies führte oft zu einem Bruch des Armes, und ferner entstanden Kräfte, die dem Kreuzkopf abwechselnde Drehbewegungen erteilten, wodurch hei hohen Geschwindigkeiten ein Springen des Kreuzkopfes hervorgerufen und die Kreuzkopfschuhe ungleich abgenutzt wurden. Auch wird das Gewicht der hin und her.schwingenden Teile vergrößert. In einigen Fällen wurde versucht, diese Schwierigkeiten zu beseitigen durch Einführung von Kreuzschwingwellenhebeln o. dgl., jedoch haben diese Hilfsmittel den Nachteil, daß sie das Gestänge verwickelter gestalten.
  • Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß bei der Anwendung des normalen Heusinger-Getriebes bei einer Lokomotive dafür Sorge getragen werden muß, daß sich der Kreuzkopfarm bei der Abwärtsausladung frei von der Vorderachse bewegen kann, was oft sehr schwer zu erreichen ist.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, die Kolbenschieberachse an einer Seite des Zylinders anzuordnen, entweder genau seitlich oder in einer relativ schrägen Stellung über oder unter der seitlichen Ebene, -ohne daß die oben angeführten Nachteile eintreten. Denn ein Teil des Schiebersteuergestänges wird über die Achse verlegt, und es können so .die erwünschten Abmessungen für das Gestänge ohne Rückicht auf die unter dem Gestänge liegende Vorderachse erreicht werden.
  • Gemäß der Erfindung wird von dem normalen Kulissengestänge ein Gleitstück angetrieben, an das eine horizontale oder schräg liegende Stange, welche die .Verbindung mit dem Kreuzkopf herstellt, angelenkt ist.
  • Weitere Merkmale der Erfindung, die sowohl für Dampfmaschinen mit Innen.- als auch mit Außeneinströmung benutzt werden kann, gehen aus der Zeichnung, in der beispielsweise mehrere verschieden ausgebildete Kulissensteuerungen dargestellt sind, und aus der folgenden Beschreibung hervor.
  • In der Zeichnung ist Fig. i die Draufsicht auf .eine Kulissensteuerung für den innenliegenden Zylinder einer Lokomotive mit Inneneinströmung, Fig.2 ein Schnitt nach LinieA-A der Fig. i, Fig.3 eine Teilansicht einer geänderten Ausführung einer' Kulissensteuerung für Dampfmaschinen mit Inneneinströmung, Fig. q. ein Schnitt nach Linie B-B der Fig. 3, Fig. 5 die Kulissensteuerung gemäß der Erfindung für Dampfmaschinen mit Außeneinströmung.
  • In der Fig. i ist ein Kulissensteuergestänge dargestellt, bei dem der Schieber seitlich vom Zylinder angebracht ist, d. h. die durch die Zylinder- und Schieberachse hindurchgehende Ebene ist rechtwinklig zur senkrechten Ebene. Die Hauptkurbelwelle i trägt ein Exzenter 2, das sich, wie üblich, mit der Stange 3, der Umsteuerungskulisse mit ihrem Zapfenträger 5, Hebelgestänge und Radiusstange 6 in der senkrechten Ebene bewegt. Diese Teile sind, wie üblich, ausgebildet, so daß sie nicht beschrieben zu werden brauchen.
  • Die Verbindungsstange 7 bewegt sich jedoch -nicht in einer senkrechten Ebene, sondern schwingt in der Ebene, die durch die Achsen .des Zylinders 8 und des Schiebers g hindurchgeht. Der Hebel io, der den Kreuzkopf ,i i mit der Verbindungsstange 7 verbindet, ist mit dieser und mit einer Vorragung 12 des Kreuzkopfes drehbar verbunden. Die Vorragung 12 ist, mit dem bis jetzt angewandten Kreuzkopfarm verglichen, kurz und befindet sich, wie in der Zeichnung dargestellt ist, vorzugsweise an der Seite des Kreuzkopfes, die der gegenüberliegt, auf der der Schieber g sich befindet. Die Zapfen 13 des Hebels io liegen natürlich rechtwinklig zur Ebene, in der die Verbindungsstange schwingt. Um -ein seitliches Spiel zu verhindern, sind Seitenteile 1q. vorgesehen, die gegen die Seiten einer Verstärkung 15 des Hebels io liegen. Die Radiusstange 6 ist mit einer Gleitspindel 16 verbunden, und zwar derart, daß diese eine Längsbewegung ausführt. Zu diesem Zweck wird die Gleitspindel von Lagern 17 getragen, die an Konsolen 18 befestigt sind, welche an dem Gestell ig oder einem anderen festen Teil der Lokomotive angebracht sind. Das vom Kreuzkopf i i entfernt liegende Ende des Hebels 7 ist durch einen Zapfen 2o mit einem an der Gleitspindel 16 angebrachten Gleitstück 21 drehbar verbunden. Mit der Verbindungsstange 7 ist bei 22 verhältnismäßig dicht am Zapfen io eine S-chieberstange 23 drehbar verbunden, die bei 2q. an der Schieberspindel a5 angelenkt ist. Um die Drehung der Gleitspindel 1d zu verhindern und um den Hebelarm 2i zu lagern, ist eine Führungsstange 26 vorgesehen, auf der der Hebelarm 2i gleitet.
  • Um die erforderliche Bewegung des Verbindungszapfens 22 zu ermöglichen, ohne daß derselbe an den Hebelarm 21 anstößt, ist dieser mit einer üffnung 27 versehen, die derart gestaltet ist, daß die erforderliche Relativbewegung zwischen dem Verbindungszapfen 22 und dem Hebelarm 21 möglich ist. Damit die Kolbenstange 28 und die Gleitspindel 16 sich frei, bewegen können, ist die Verbindungsstange 7 vorzugsweise, wie gezeigt, an beiden Enden gabelförmig geteilt. jedoch kann dies auch z. B. dadurch erreicht werden, daß die Verbindungsstange aus zwei parallelen, im Abstand voneinander angeordneten Stangen hergestellt oder gekröpft ist.
  • Bei einer in den Fig. 3 und q. dargestellten Ausführung der Kulissensteuerung liegt die Führungsstange 26 auf der inneren Seite der Gleitspindel 16, die mit dem Teil 29 auf der Führungsstange 26 gelagert ist. Diese Führungsstange kann, wie dargestellt ist, von Lagern 17 getragen werden. Die ganze Vorrichtung bildet daher eine Einheit und ist unabhängig von einem an dem Maschinenrahmen i9 angebrachten Führungsteil. Bei der in Fig. q. dargestellten Ausführung ist das Steuergestänge schräg zum Zylinder angeordnet, so daß eine Gabelung der Verbindungsstange zwecks ungehinderter Bewegung der Kolbenstange 28 nicht erforderlich ist.
  • Bei einer weiteren Ausführung können ein oder beide Gleitlager der Spindel 16 viereckig, rechteckig oder anders, jedoch nicht kreisförmig ausgebildet sein, um die Drehung der Spindel zu verhüten und eine besondere Gleitstange zu ersparen.
  • Bei der in Fig. 5 gezeigten Kulissensteuerung für Dampfmaschinen mit Außeneinströmung befindet sich der Zapfen 22 am Ende des Hebels 7 und der Zapfen 2o an einer zwischenliegenden Stelle der Verbindungsstange 7. Die öffnung 27 ist bei dieser Anordnung nicht mehr erforderlich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Heusinger- (Walschaert-) Kulissensteuerung, insbesondere für innenliegende Lokomotivzylinder mit seitlich neben dem Dampfzylinder angeordnetem Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß von dem normalen Kulissengestänge ein Gleitstück (2i) angetrieben wird, an das eine horizontal oder schräg liegende Stange (7), welche die Verbindung mit dem Kreuzkopf und dem Schieber herstellt, angelenkt ist.
  2. 2. Kulissensteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .daß das mit einer Gleitspindel (16) verbundene Gleitstück (21) einen Ansatz (29) besitzt, der auf einer feststehenden Führungsstange (26) gleitet.
  3. 3. Kulissensteuerung nach Anspruch i und 2 für Maschinen mit Inneneinströmung, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (21) eine Öffnung (27) für die Bewegung des Verbindungszapfens (22) zwischen Schieber- (23) und Verbindungsstange (7) besitzt. q.. Kulissensteuerung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstange (7) mit einem Hebel (io) an einem Zapfen (13) am Kreuzkopf (i i) angelenkt ist und daß der Hebel (io) zwischen mit dem Kreuzkopf fest verbundenen Seitenteilen (14) geführt ist.
DEST47681D 1930-07-03 1931-05-23 Heusinger- (Walschaert-) Kulissenteuerung Expired DE567457C (de)

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DEST47681D Expired DE567457C (de) 1930-07-03 1931-05-23 Heusinger- (Walschaert-) Kulissenteuerung

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