DE565779C - Antriebseinrichtung fuer Proszeniumsvorhangzuege, umstellbar auf Kraft- und Handbetrieb - Google Patents
Antriebseinrichtung fuer Proszeniumsvorhangzuege, umstellbar auf Kraft- und HandbetriebInfo
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- DE565779C DE565779C DE1930565779D DE565779DD DE565779C DE 565779 C DE565779 C DE 565779C DE 1930565779 D DE1930565779 D DE 1930565779D DE 565779D D DE565779D D DE 565779DD DE 565779 C DE565779 C DE 565779C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63J—DEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
- A63J1/00—Stage arrangements
- A63J1/02—Scenery; Curtains; Other decorations; Means for moving same
- A63J1/028—Means for moving hanging scenery
Landscapes
- Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)
Description
Vorhangwinden für Theater, Kinos u. dgl., die sowohl für Kraft- als auch für Handbetrieb
eingerichtet sind, sind bekannt.
Der Nachteil dieser Bauarten besteht darin, S daß die Umschaltung von einer auf die andere
Betriebsart nur in den beiden Endstellungen des Vorhanges vorgenommen werden kann.
Es ist dies dadurch bedingt, daß der Kraftantrieb, der meist als elektrischer Antrieb
vorhanden ist, an den Endstellungen, d. h. bei geschlossenem oder offenem Vorhang, Kontakte
oder Schaltvorrichtungen haben muß, die den Antriebsmotor an diesen Stellen selbsttätig ausschalten. Diese Stellungen der.
Antriebsmaschine müssen mit den Stellungen »zu« oder »auf« des Vorhanges übereinstimmen,
so daß die Kupplung auf einen von Hand betriebenen Vorhangzug nur in diesen an sich eindeutig bestimmten Stellungen vor-
ao genommen werden kann. Diese Bedienungsvorschrift führt leicht zu Fehlern des Bedienungspersonals.
Man hat nun, um die soeben geschilderten Schwierigkeiten zu vermeiden, den Handantrieb auf die maschinell antrei-
s5 bende Welle geschaltet. Es ist damit der
Nachteil verbunden, daß durch die vorhandenen Übersetzungen ein schlechter Wirkungsgrad
bedingt ist und das unbedingt notwendige Gefühlsmoment für das den Vorhang bedienende Personal verlorengeht.
Dieser Nachteil ist durch die Erfindung vermieden.
Eine Ausführungsform der Vorhangwinde ist im nachstehenden beispielsweise beschrieben.
Der Motor α arbeitet über die Schneckenwelle b auf das auf der Welle c lose gelagerte
Schneckenrad d. Auf derselben Welle c ist die Trommel e mit dem Haspelrad f, das hier
beispielsweise mit der Trommel e aus einem Stück besteht, fest gelagert. Die Welle c ist
an einem Ende mit Gewinde versehen für die Aufnahme der Wandermutter g mit den beiderseitigen
Anschlägen h und i, die in den Endstellungen des Vorhanges den Motor in
bekannter Weise abstellt.
Die Umschaltung von Hand auf elektrischen Betrieb und umgekehrt erfolgt durch
den von Hand direkt oder durch Seilzug bewegten Hebel k (Fig. 2). Dieser Hebel ist
in einem Scharnier Z gelagert. Der zu einem Ring erweiterte Teil des Hebels ist mit zwei
Stiften m und η versehen, die in die Nabe der Kupplungsscheibe 0 eingreifen und es so ermöglichen,
die Kupplungsscheibe auf dem Schlupfkeil p zu verschieben.
Auf der einen Seite des lose gelagerten Schneckenrades d sind Kupplungsstifte q angebracht,
die in entsprechende Vertiefungen der Scheibe ο beim Verschieben des Hebels k
eingreifen und damit die Kupplung der Trommel e mit dem Motor ermöglichen.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich.
Durch die Umlegung des Hebels k (Fig. 2) wird der Vorhang von Hand oder durch
Kraftbetrieb bewegt. Eine passend angebrachte Feststellvorrichtung sorgt dafür, daß
die Eingriffsstellung der Scheibe 0 mit dem Schneckenrad d bestehen bleibt.
Wie schon oben erwähnt, sind die einzelnen Bestandteile der Winde bereits bekannt.
Durch die lose Lagerung des Schneckenrades auf der Trommelwelle ist die Möglichkeit gegeben, den Handantrieb so zu gestalten, daß der neue Zweck der Winde sicher erreicht wird. Dieser Zweck ist psychologischer Natur. Da bei Kinovorführungen oder ähnlichem die Geschwindigkeit, mit der der Vorhang geöffnet oder geschlossen wird, in keiner Weise den künstlerischen Wert des Films beeinflußt, wird für diese Zwecke meist der elektrische Kraftantrieb gewählt, der mit gleichförmig bleibender Geschwindigkeit arbeitet und der gleichzeitig den Vorteil bietet, daß er sowohl durch einen Kontakt auf der Bühne als auch im weit entlegenen Vorführerraum betätigt werden kann.
Durch die lose Lagerung des Schneckenrades auf der Trommelwelle ist die Möglichkeit gegeben, den Handantrieb so zu gestalten, daß der neue Zweck der Winde sicher erreicht wird. Dieser Zweck ist psychologischer Natur. Da bei Kinovorführungen oder ähnlichem die Geschwindigkeit, mit der der Vorhang geöffnet oder geschlossen wird, in keiner Weise den künstlerischen Wert des Films beeinflußt, wird für diese Zwecke meist der elektrische Kraftantrieb gewählt, der mit gleichförmig bleibender Geschwindigkeit arbeitet und der gleichzeitig den Vorteil bietet, daß er sowohl durch einen Kontakt auf der Bühne als auch im weit entlegenen Vorführerraum betätigt werden kann.
Anders sind die Anforderungen an die Vorhangwinde, wenn auf der Bühne artistische
oder musikalische Vorführungen stattfinden. Es muß dann für besondere Fälle die Möglichkeit bestehen, den Vorhang mit veränderlicher
Geschwindigkeit nach dem Takt der Musik zu bewegen. Hier kann nur unter Einschaltung des psychologischen Gefühlsmomentes eines Bedienungsmannes durch
Handantrieb die Aufgabe gelöst werden.
Noch stärker sind die Anforderungen an die psychologischen Fähigkeiten des Bedienungsmannes beim sogenannten Applausziehen, wobei
es sich um rasches oder langsames öffnen und Schließen des Vorhangs je nach dem
Dröhnen oder Nachlassen des Beifalls handelt. Indem zuerst eine schmale öffnung des
Vorhanges vorgenommen wird, die das Publikum das Erscheinen des Künstlers erwarten
läßt, die sieh aber ebenso schnell wieder schließt, um sich sofort wieder weiter zu
öffnen, wird der erste Applaus beim Publikum bewirkt. Dieser Vorgang mit dem allmählichen
weiteren öffnen des Vorhanges hat die Wirkung, daß sich der Beifall immer
mehr verstärkt. Soll jedoch der Vorhang anschließend vollständig geöffnet werden, dann
wird man den elektrischen Betrieb vorziehen, der durch Umschalten vom Handbetrieb ohne
besondere Umstände bei jedweder Stellung des Vorhangs rasch erfolgen kann.
Durch die Erfindung ist ein neuer Zweck erfüllt, wobei die Vorteile von weittragender
Bedeutung auf den Erfolg oder das Gelingen einer Vorstellung sind.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die unmittelbare feste Verbindung
von Seiltrommel und Haspelrad die Geschwindigkeit des Haspelseiles in Grenzen gehalten werden kann, in denen das psychologische
Gefühlsmoment des Bedienungsmannes am stärksten zur Auswirkung kommt, da sowohl bei zu langsamen als auch zu schnellen
Armbewegungen des Bedienungsmannes das Gefühl für die Geschwindigkeit des Vornan-,
ges und damit das Einspielen auf die Stimmung des Publikums verlorengeht.
Claims (2)
- Patentansprüche:!.Antriebseinrichtung für Proszeniumsvorhangzüge, umstellbar auf Kraft- und Handbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß für den Handbetrieb ein unmittelbar mit einer Seiltrommel in Verbindung stehendes Haspelseilrad mit aufgelegtem Zugseil vorgesehen ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Seiltrommel, Haspelseilrad und. Endabstellung fest miteinander verbunden sind und sowohl bei Hand- als auch bei Kraftantrieb fest miteinander verbunden bleiben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE565779T | 1930-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565779C true DE565779C (de) | 1932-12-07 |
Family
ID=6567386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930565779D Expired DE565779C (de) | 1930-01-09 | 1930-01-09 | Antriebseinrichtung fuer Proszeniumsvorhangzuege, umstellbar auf Kraft- und Handbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565779C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1181963A1 (de) | 2000-08-22 | 2002-02-27 | Heinrich Bader | Vorrichtung und Verfahren zum Betätigen eines Handkonterzugs im Bühnenbereich |
-
1930
- 1930-01-09 DE DE1930565779D patent/DE565779C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1181963A1 (de) | 2000-08-22 | 2002-02-27 | Heinrich Bader | Vorrichtung und Verfahren zum Betätigen eines Handkonterzugs im Bühnenbereich |
| DE10041035A1 (de) * | 2000-08-22 | 2002-03-07 | Heinrich Bader | Vorrichtung und Verfahren zum Mechanisieren von Seil- und Prospektzügen, insbesondere im Bühnenbereich |
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