DE56573C - Verfahren um Agar-Agar für lichtempfindliche Emulsionen geeignet zu machen - Google Patents
Verfahren um Agar-Agar für lichtempfindliche Emulsionen geeignet zu machenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
Die vorliegende Erfindung besteht wesentlich in der Verwendung einer Art Seetang, genannt
Agar-Agar, als Ersatzmittel für Gelatine und Albumin, zur Bereitung von Emulsionen,
Platten, lichtempfindlich en Papieren und sonstigen derartigen Präparaten, die in der Photographic
Anwendung finden.
Aus schwachen ('/4 bis 2procentigen), zu
einer Gallerte verdickten Lösungen von Agar-Agar kann man das Wasser, gleichwie aus
einem Schwamm, herauspressen, wobei die danach zurückbleibende Gallerte dennoch an
achtmal mehr Wasser enthalten würde als Agar -Agar.
Die beim Auflösen des Agar - Agars in der Lösung auftretende Trübung, welche sich nicht
ohne Weiteres wegfiltriren läfst, soll sich auf folgende Weise entfernen lassen:
Wenn man eine kochende Agar - Agarlösung langsam bis auf 8o° erkältet, sie alsdann
wiederum bis zum Sieden erwärmt und das Erwärmen und Abkälten mehrmals nach einander wiederholt, so sammelt sich die
Trübe in Gestalt von gelblichen Klumpen oder Knollen an, welche in der durchsichtigen Lösung
umherschwimmen. Diese Klumpen sind um so leichter, als die Lösung schwächer ist und das abwechselnde Erwärmen und Abkühlen
öfter wiederholt wird. Aufserdem sammeln sich die Klumpen in denjenigen Theilen des Gefäfses an, welche am meisten
erhitzt werden. So sammeln sich, wenn man einen Cylinder mit abgekühlter Agar - Agarlösung,
in welcher die Trübe sich bereits in Klumpen angesammelt hat, in heifses Wasser bis auf ein Drittel seiner Höhe versenkt, diese
Klumpen langsam in dem unteren Theil des Gefäfses an, und ist es alsdann leicht möglich,
dieselben von der reinen und durchsichtigen Lösung durch Decantation oder mittelst eines
Syphons zu trennen.
Die Entfernung der Trübe aus der Agar-Agarlösung soll auch auf anderem Wege zu
erreichen sein, welcher auf der Beobachtung beruht, dafs die allerfeinsten Theile, deren Beseitigung
durch Filtriren nicht zu bewerkstelligen ist, die Eigenschaft besitzen, sich von
den anderen, in den Flüssigkeiten herumschwimmenden Körpern anziehen zu lassen
und sich um dieselben herum anzusammeln.
Wirft man nun in die heifse Agar - Agarlösung Stückchen nassen durchgekochten Filtirpapiers
oder hygroskopischer Watte oder anderer ähnlicher faseriger Stoffe, so wird die
Trübe von denselben allmälig auf den Boden des Gefäfses hinuntergezogen, worauf die
Flüssigkeit durch Decantirung oder Filtriren gereinigt werden kann.
Eine von der Trübe nicht befreite Agar-Agarlösung läfst sich zur Bereitung einer
empfindlichen Emulsion nicht gut verwenden, da die Trübe die Schleierbildung fördert, und
ferner dadurch, dafs dieselbe gierig das Brom oder Chlor aufnimmt, während der Bereitung
der Emulsion das Bromsilber zu Bromür reducirt, was die Emulsion verdirbt und Schleier
hervorruft.
Um Emulsionen aus Agar-Agar zu bereiten , ist letzteres zuerst in einer schwachen
Chlor- oder Bromlösung, unter Ausschlufs des Tageslichtes, zu bromiren oder zu chloriren.
Danach wird das bromirte oder chlorirte
Agar-Agar in mehreren Bädern sorgfältig ausgewaschen,
um auf dialytischem Wege die in demselben enthaltenen, in kaltem Wasser löslichen
Körper zu entfernen. Für Bromsilber-Emulsionen ist die Bromirung vorzuziehen, während es für Chlorsilber-Emulsionen besser
ist, das Agar-Agar zu chloriren.
Die auf diese Weise behandelte und durch Flanell durchgelassene Agar - Agarlösung kann
zur Herstellung von lichtempfindlichen Emulsionen (sowohl chlorirten als auch bromirten)
nach einem der bekannten Verfahren, als Kochen, Ammoniakverfahren oder Maceration
bezw. Digeriren verwendet werden. Angesichts der Schwierigkeiten, auf welche man beim
Gebrauch von sehr starken, breiartigen Lösungen (loprocentigen) stöfst, ist es anzurathen,
keine Lösungen zu benutzen, welche mehr als 2 pCt. Agar-Agar enthalten, da bereits auch in
diesem Concentrationszustande die Lösungen syrupdick sind.
Wird dem Aufkochungsverfahren der Vorzug gegeben, so ist es zweckmäfsiger, eine
flüssige Emulsion von gröfserem Bromgehalt zu benutzen. Beim Ammoniakverfahren sollen
die besten Resultate erzielt werden, wenn man verhältnifsmäfsig dicke Emulsionen, welche
eine gröfsere Silbermenge enthielten, benutzte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, Agar-Agar unter Beseitigung der Trübung zu lichtempfindlichen Emulsionen geeignet zu machen, darin bestehend, dafs die wässerige Lösung der Agar-Agar abwechselnd und wiederholt erwärmt und abgekühlt und demnächst decantirt wird, oder dafs die eine Trübung verursachenden Theilchen durch mechanisches Fortreifsen derselben mittelst neutraler Körper, als durchgekochtes Filtrirpapier, hygroskopische Watte und andere Faserstoffe, ausgeschieden werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE56573T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE56573C true DE56573C (de) |
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ID=5628822
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| DENDAT56573D Expired - Lifetime DE56573C (de) | Verfahren um Agar-Agar für lichtempfindliche Emulsionen geeignet zu machen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56573C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0516648B1 (de) * | 1990-02-20 | 1994-01-26 | Gebrüder Lödige Maschinenbau Gmbh | Vorrichtung zur durchführung eines dragier- und/oder filmüberzugsverfahrens |
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- DE DENDAT56573D patent/DE56573C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
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