DE78629C - Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft in Centrifugen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft in Centrifugen

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DE78629C
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centrifuges
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sugar juice
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DENDAT78629D
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J HlGNETTE, Paris, 162 Boulv. Voltaire
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/005Purification of sugar juices using chemicals not provided for in groups C13B20/02 - C13B20/14
    • C13B20/007Saturation with gases or fumes, e.g. carbon dioxide

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das neue Verfahren zur Reinigung der Säfte besteht in einer systematisch fortgesetzten Decantation unter Beihülfe von Centrifugen, und bezweckt , die gegenwärtig gebräuchlichen Apparate zu vereinfachen und die Fabrikationskosten zu verringern.
Wenn man zu einem Zuckersaft bei einer Temperatur von etwa 150C. Kalkmilch hinzufügt, so können sich in 100 Theilen Saft 23 Theile Kalk lösen. Läfst man diese kalte Lösung stetig in eine geschlossene Centrifuge mit einer von einem Blechmantel umgebenen Siebtrommel einlaufen , welche mit grofser Geschwindigkeit rotirt, und führt gleichzeitig Kohlensäure ein, so bildet dieselbe mit dem in der Flüssigkeit gelösten Kalk kohlensauren Kalk, wobei gleichzeitig die eiweifshaltigen Substanzen des Saftes mit gefällt werden, und infolge der Centrifugalkraft schlagen sich die zunächst im Saft suspendirten Niederschläge auf die Wandung der Trommel nieder, indem sie dabei die Farbstoffe und andere Verunreinigungen des Saftes mit sich reifsen.
Der aus der Centrifuge abfliefsende Saft führt noch freie Kohlensäure mit sich, welche noch so lange, als sie mit Kalk in einem gewöhnlichen Saturateur oder in einer zweiten Centrifuge zusammenkommt , kohlensauren Kalk bildet. Die Klärung ist nach dem Absetzenlassen vollkommen und bleibend , weshalb auch nur so viel Kohlensäure in dem Saturateur oder der zweiten Centrifuge verwendet wird, als nothwendig ist, um mit dem vorhandenen Kalk kohlensauren Kalk zu bilden.
Wegen der schnellen Fällung der stickstoffhaltigen Substanzen durch letzteren und.durch die Centrifugalkraft ist eine nachherige Filtration überflüssig, und es soll deshalb der Kalk nicht ganz entfernt werden, sondern ein gewisser Kalkgehalt bis zu den letzten nothwendig werdenden Saturationen im Saft erhalten bleiben.
Die aus der ersteil Centrifuge ablaufende entfärbte Flüssigkeit soll noch Kohlensäure in solcher Menge enthalten, dafs in einer zweiten Centrifuge sich noch einmal ein Niederschlag bilden kann, welcher eine vollständige Klärung und Entfärbung bewirkt; die freie.Kohlensäure ist darum nothwendig, damit die in der Centrifuge durch den kohlensauren Kalk niedergeschlagenen färbenden Substanzen sich während ihrer Behandlung in der zweiten Centrifuge nicht wieder in dem Saft lösen.
Beim neuen Verfahren gebraucht man weniger Kalk und der Saft wird schnell von seinen Verunreinigungen befreit.
Bisher ist angenommen, dafs alle Operationen in der Kälte durchgeführt werden; doch kann man auch bei beliebig anderer Temperatur arbeiten, und es scheint sogar besser zu sein, heifs, etwa bei 8o° C, zu operiren, da bei dieser Temperatur die eiweifshaltigen Bestandtheile coaguliren und sich dann leicht entfernen lassen.
Die Anwendung des vorstehend beschriebenen Verfahrens bedingt, wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich ist, eine Centrifuge, deren Siebtrommel A mit Blech umkleidet und deren
Cylinder B hermetisch durch Deckel C verschlossen ist; die Siebtrommel trägt oben eine kranzförmige Scheidewand D, deren Peripherie sich in einer gewissen Entfernung von der Wandung der Trommel befindet; der Kranz wird getragen durch Füfse E. Aufserdem enthält diese Centrifuge ein Speiserohr F und zwei Ablaufrohre α und b, von denen b in die Flüssigkeit unterhalb, α in die oberhalb des Diaphragmas D mündet. Der Saft kommt aus Bassin G, welches zur Zurückhaltung der groben Breimassen mit zwei Sieben tt' versehen ist, und fliefst stetig durch Rohr F in die Centrifuge; die Centrifugalkraft treibt in gleich stetiger Weise die Flüssigkeit in die beiden Rohre α b und theilt sich hierbei in zwei Theile , was nach Belieben geändert werden kann. Schiebt man Rohr b weiter nach der Mitte zu, so fliefst durch dasselbe kein Saft mehr, sondern entleert sich durch a, ebenso umgekehrt. Hat sich die Centrifuge mit Verunreinigungen in einer gewissen Stärke bedeckt, so wird Wasser eingelassen und der ' ganze Inhalt in einen Montejus entleert, welcher wiederum eine Filterpresse bedient.
Die Centrifuge steht durch eine Rohrleitung L mit dem Kohlensäure-Reservoir H in Verbindung; die Kohlensäure, welche sich in der Centrifuge befindet, wird mit dem Saft in die Rohre α b hmeingeprefst, und die Zeit, welche die Flüssigkeit verbraucht, um in diese Rohre zu gelangen, ist genügend grofs, um durch Fällung die Reinigung und Klärung des Saftes zu bewirken.
War die Reinigung des Saftes nicht genügend, so wird die noch mit Kohlensäure vermengte Flüssigkeit aus Bassin K in eine zweite Centrifuge oder in einen Saturateur I gebracht, während etwaiger Niederschlag im Bassin K zurückbleibt.
Hält man es für nöthig, zur vollkommenen Entfärbung schweflige Säure zu benutzen, so behandelt man die durch die zweite Centrifuge abgesonderten Säfte in einer dritten in gleicher Weise mit schwefliger Säure, wie vorher mit Kohlensäure. Diese Methode umgeht also das Absetzenlassen und die erste Filtration; sie bewirkt zugleich die Reinigung und Entfärbung des Saftes ohne Anwendung von Knochenkohle in viel kürzerer Zeit als nach der bisherigen Methode, und zwar mit geringerem Aufwand von Kalk, Kohlensäure, Arbeit u. s. w. als bisher.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft in Centrifugen, dadurch gekennzeichnet, dafs man die bekannte Saturation des Saftes mit Kohlensäure oder schwefliger Säure in Centrifugen mit ungelochter Trommel und Schäl- oder Schöpfrohren ausführt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT78629D Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft in Centrifugen Expired - Lifetime DE78629C (de)

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