DE5645C - Vorrichtung zum Spannen von Schirmen - Google Patents
Vorrichtung zum Spannen von SchirmenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A45—HAND OR TRAVELLING ARTICLES
- A45B—WALKING STICKS; UMBRELLAS; LADIES' OR LIKE FANS
- A45B25/00—Details of umbrellas
- A45B25/06—Umbrella runners
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Description
1878.
Klasse 33.
JOHANN CARL MARTIN STEIB in HAMBURG. Vorrichtung zum Spannen von Schirmen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. October 1878 ab.
Längste Dauer: 10. Juli 1891.
Der Zweck dieser Erfindung ist, eine einfachere und vortheilhaftere Vorrichtung zum
Aufspannen der Schirme zu construiren, als die bisher gebräuchliche Methode, bei welcher der
auf dem Stock verschiebbare Schieber des Gestells mittelst eines Schiebereinschnittes durch
eine im Stock befestigte Drahtfeder in der gespannten Stellung festgehalten wird.
Die Drahtfeder fällt bei dieser neuen Vorrichtung ganz fort, und es ist dadurch möglich,
den Stock vollständig von den bisher nöthigen Einschnitten zur Aufnahme der Feder frei zu
halten.
In den Figuren der beiliegenden Zeichnung ist meine Erfindung an zwei Schirmgestellen in
etwas verschiedener Ausführung dargestellt. Es ist AAm Fig. 1 bis 3 das Gestell meines Schirmes;
B eine an den inneren Gabeln befestigte Metallhülse, welche sich auf dem Stock C schiebt.
D ist eine Glocke, welche den Zweck hat, die Spitzen des Schirmes in geschlossenem Zustande
zusammenzuhalten.
Die einzige Vorrichtung, welche sich an meinem Schirme zum Zweck des Aufspannens
befindet, ist der kleine Haken r, welcher auch durch einen kurzen Stift oder einen anderweitigen
geeigneten Vorsprung am Stock ersetzt werden kann.
Beim Aufspannen des Schirmes wird das Gestell so weit an dem Stock in die Höhe geschoben,
bis der am Schieber B befindliche Ring ί desselben gegen den Haken r stöfst.
Da infolge der Anordnung der Gestelltheile die inneren Querstreben, Gabeln genannt, in dieser
Lage einen spitzen Winkel gegen den unteren Theil des Stockes einnehmen und die bei senkrechter
Stellung des Stockes horizontale (punktirt angedeutete Lage) überschritten haben, so
wird durch die Spannung des Schirmüberzuges eine vollkommen stramme und sichere Befestigung
des Schirmes eintreten. Ein Zusammenklappen wird durch den Haken r unmöglich
gemacht, während der Widerstand, welcher zu überwinden sein würde, um die inneren Gabeln
über die rechtwinklige, punktirt angedeutete Lage hinüberzuführen, vollkommen genügt, um
ein Umklappen des Schirmes bei einem Windstofs von innen zu verhindern.
Um den geschlossenen Schirm in richtiger Lage zu erhalten, bediene ich mich einer Vorrichtung,
welche aus einem Schieber D, welcher über die Gestellspitzen geschoben wird, oder
einer anderen geeigneten Vorrichtung besteht.
In den Fig. 4 und 5 ist eine Modification meiner Erfindung dargestellt, welche für sogenannte
Kofferschirme verwendbar ist. Bei diesen Schirmen kann der eigentliche Schirm von dem
Stock getrennt und letzterer als Spazierstock verwendet werden. Es ist wieder A A das Gestell,
B eine am Gestell befestigte auf dem Stock verschiebbare Hülse von bekannter Form,
Federglocke genannt, welche mit den Gabeln direct durch s verbunden ist.
Meine Erfindung besteht darin, dafs ich an dem oberen Stockende die Hülse k anbringe,
Fig. 5, die aber je nach dem gröfseren oder kleineren Schirmumfange entsprechend gröfser
oder kleiner ist.
Diese Hülse ist oben mit einem Gewinde und einigen Querschnitten versehen und kann
durch das mit Muttergewinde versehene Hütchen o, auch Platte genannt, am Stock in geeigneter
Stellung festgeklemmt werden. Die Hülse k hat unten einen Vorsprung, gegen
welchen der Schirm in gespannter Stellung anstöfst und hierdurch in gleicher Weise wie vorher
durch den Haken r gehalten wird. Der Stock selbst ist auf diese Weise vollständig intact
erhalten.
Vermittelst einiger Drehungen des Hütchens ο wird der Schirm vom Stock gelöst und letzterer
dann durch die Glocke B herausgezogen.
Fig. 4, wie oben erwähnt, wird aufser als Kofferschirm auch wie Fig. 1, also ohne Hülse k
gemacht, nur dafs der Schirm beim Aufspannen B mit s heraufzieht, also die untere Glocke B
im Innern des Schirmes gegen r stöfst.
Die Form meiner Schirme, ob flach, ob mehr runder, kann ganz beliebig bestimmt werden
durch die Stellung und Länge der inneren Gabeln des Gestells, deren Anzahl gleichfalls
beliebig sein kann.
Eine wesentliche Bequemlichkeit bieten meine Schirme bei Benutzung dadurch, dafs die Gabeln sehr hoch in der Richtung gegen den
Stock im Innern sitzen und deshalb gestatten, den Schirm tiefer gegen den Kopf des Trägers
zu halten.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
ι . Die in den Fig. ι bis 3 dargestellte und vorstehend erläuterte Vorrichtung, um Schirme aufzuspannen ohne jegliche am Stock angebrachte Feder.Dieselbe Vorrichtung in Verbindung mit der Hülse k und dem Hütchen ο für sogenannte Kofferschirme, wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt und vorstehend ausführlich beschrieben worden ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5645C true DE5645C (de) |
Family
ID=34715502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5645D Active DE5645C (de) | Vorrichtung zum Spannen von Schirmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5645C (de) |
-
0
- DE DENDAT5645D patent/DE5645C/de active Active
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