DE563463C - Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Kunstharz - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus KunstharzInfo
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- H05K7/04—Arrangements of circuit components or wiring on supporting structure on conductive chassis
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung von Formstücken aus Kunstharz Es ist bekannt, Gegenstände für maschinenelektrotechnische Zwecke (Zahnräder, Schaltergehäuse o. dgl.) aus plastischem Werkstoff, z. B. Kunstharz, - in der Weise herzustellen, daß man das Isoliermaterial in pulverförmigem Zustand in eine Form bringt, die Form erhitzt und dem dadurch teigig oder plastisch werdenden Werkstoff durch einen Preßstempel die gewünschte Form gibt. Der Preßstempel wird hierbei maschinell oder von Hand durch Exzenter, Reibantrieb oder in anderer Weise angetrieben. Bei den bekannten Vorrichtungen zur Ausübung dieses V erfahrens muß sich der Preßvorgang in der Weise abspielen, daß man zunächst den Preßstempel so weit vortreibt, daß der pulverförmige Werkstoff um einen seiner Beschaffenheit entsprechenden Grad zusammengedrückt wird. Hierauf wird die Presse stillgesetzt, bis der pulverförmige Werkstoff durch Erhitzen in teigigen oder plastischen Zustand gelangt. Dann wird weiter gepreßt, bis die fertige Gestalt des Werkstücks erreicht ist. Würde man anders arbeiten, d. h. den Preßdruck ohne Unterbrechung fortlaufend steigern, so bestünde die Gefahr, daß die Maschine durch Überänspruchung beschädigt würde. Andererseits ist die Arbeitsweise verhältnismäßig zeitraubend und kostspielig.
- Um diese Nachteile zu beheben, ist gemäß der Erfindung der Preßstempel in einem Schieber oder Schlitten befestigt, der zwangsläufig unter Zwischenschaltung eines elastischen Druckmittels (Feder, Luftpuffer o. dgl.) in der Weise in den Werkstoff eingedrückt wird, daß zunächst eine Vorformung des Werkstücks mit gleichzeitigem Zusammendrücken des elastischen Druckmittels durch den Widerstand des Werkstoffes stattfindet, worauf nach Minderung des Werkstoffwiderstandes beim Erhitzen das elastische Druckmittel den Preßstempel zur endgültigen Formung des Werkstücks vortreibt.
- Dadurch wird nicht nur erreicht, daß der Preßvorgäng ununterbrochen vor sich geht und nicht überwacht zu werden braucht, sondern es wird auch die Arbeitsweise beschleunigt und erheblich verbilligt bei beträchtlicher Erhöhung der Ausbeute.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung im Aufriß dargestellt.
- Abb. r zeigt den Preßstempel bei Einleitung des Preßvorganges.
- Abb. a zeigt den Preßstempel während der Behandlung der plastischen Masse.
- Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Preßstempel a von einem Exzenter b aus von Hand oder maschinell angetrieben. Dabei kann Einzel- oder Gruppenantrieb Anwendung finden. Der Preßstempel a ist in einem Schieber c befestigt, auf den eine Druckfeder d wirkt, die in einem geradlinig geführten Gehäuse angeordnet ist. Die Wirkung der Feder kann den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend eingestellt werden.
- Wenn die Form e mit der pulverförmigen Masse gefüllt und der Preßvorgang eingeleitet ist, so erfolgt zunächst das Zusammendrücken der pulverförmigen Masse. Wenn der Preßdruck eine gewisse Größe erreicht hat, so wird der Preßstempel gebremst, und die Feder d nimmt den weiteren Preßdruck auf, indem sie zusammengedrückt wird. Von dem Zeitpunkt an, in welchem die pulverförmige Masse durch Erhitzen in teigigen Zustand übergeht, wird die Feder d allmählich entspannt, inden@ sie den Preßstempel weiter in die teigige Masse eindrückt, bis der Preßvorgang vollendet ist. Selbstverständlich kann die Anordnung der Feder auch eine andere als die dargestellte sein. Beispielsweise könnte die Feder unterhalb der Form angeordnet werden. An Stelle der Feder könnte auch ein anderes kraftspeicherndes Mittel vorgesehen werden, wesentlich ist nur, daß der zwangsläufig oder kraftschlüssig vorhandene Antrieb des Preßstempels während des Arbeitsvorganges in seiner Wirkung so beeinflußt wird, daß eine Kraftspeicherung eintritt, die im Laufe des Arbeitsvorganges wieder zur Wirkung gelangt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Formstücken aus Kunstharz oder ähnlichem formfähigem Werkstoff in beheizten Formen, dadurch gekennzeichnet, daß der in einem Schieber (c) befestigte Preßstempel (a) zwangsläufig unter Zwischenschaltung eines elastischen Druckmittels (Feder, Luftpuffer o. dgl.) in der Weise in den Werkstoff eingedrückt wird, daß zunächst eine Vorformung des Werkstücks bei gleichzeitigem Zusammendrücken des elastischen Zwischengliedes (d) durch den Widerstand des Werkstoffes stattfindet, worauf nach Minderung des Werkstoffwiderstandes beim Erhitzen das elastische Druckmittel (d) den Preßstempel (a) zur endgültigen Formung des Werkstücks vortreibt. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Form (e) in der Druckrichtung verschiebbar und federnd gelagert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE563463T | 1930-03-27 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE563463C true DE563463C (de) | 1932-11-05 |
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ID=6566739
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|---|---|---|---|
| DE1930563463D Expired DE563463C (de) | 1930-03-27 | 1930-03-27 | Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Kunstharz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE563463C (de) |
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- 1930-03-27 DE DE1930563463D patent/DE563463C/de not_active Expired
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