DE563259C - Verfahren zur Darstellung von basischen Abkoemmlingen des Guajacols - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von basischen Abkoemmlingen des Guajacols

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DE563259C
DE563259C DER77572D DER0077572D DE563259C DE 563259 C DE563259 C DE 563259C DE R77572 D DER77572 D DE R77572D DE R0077572 D DER0077572 D DE R0077572D DE 563259 C DE563259 C DE 563259C
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guaiacol
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Honeywell Riedel de Haen AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von basischen Abkömmlingen des Guajacols Durch Einwirkung von a, 3- oder 1. 3-Dibrompropen-(i) auf Guajacolalkali erhält man die 2- oder i-Bromallyl-(i)-äther des Guajacols. Durch Erhitzen auf höhere Temperatur. zweckmäßig nach Aufnahme in einem Lösungsmittel, können diese in bekannter Weise in die entsprechenden 6-Bromallylverbindungen umgelagert werden. Läßt man auf diese oder auf die entsprechenden Chlorallylverbindungen in Gegenwart eines alkälisch wirkenden Mittels Äthylendihalogenide einwirken, so erhält man Halogenäthyläther der Halogenallylguajacole. Diese liefern nun bei der Behandlung mit Mono- oder Dialkylaininen bei höherer Temperatur unter Äbspaltung von Halogenwasserstoff die Halogenhydrate der Mono- oder Dialltylaniinoüt@iy@äther der ß- oder ,^.@-Halogenallylguajacole. ohne daß hierbei auch bei Anwendung überschüssiger Basen das am All_vlrest haftende Halogen angegriffen wird. Selbst die Vakuumdestillation der hochsiedenden Produkte, welche neben dem Halogenallylrest eine stark basische Gruppe enthalten, ist ohne weiteres durchführbar.
  • @l an kann zu den neuen Verbindungen, welche wegen ihrer secaleartigen Wirkung als Heilmittel Verwendung finden sollen, auch in der Weise gelangen, daß man Mono- oder Dialkylaminoätliylhalogenide in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Mittels mit den Halogenallylguajacolen zur Umsetzung bringt. Beispiel t Sog Guajacol werden in einer Natriumalkoholatlösung aus 96 g Natrium in 16o ccm Alkohol gelöst und auf etwa 4o0 erwärmt. Unter Rühren läßt man 84,-, 2, 3-Dibrompropen-(i) zulaufen. Die Temperatur steigt von selbst auf ungefähr 65'', und unter Abscheidung von Natriumbromid tritt die Umsetzung ein. Zur Vollendung der Reaktion kocht man noch etwa i Stunde am Rückfluß. Nach dem Erkalten saugt man das Natriumbromid ab, befreit das Filtrat vom Alkohol und nimmt den Rückstand mit Äther auf. Zur Entfernung von einer geringen Menge nicht verätherten Guajacols wäscht man die Ätherlösung mit verdünnter Lauge aus. Nach Abdampfen des Äthers hinterbleibt der ß-Bromallyläther des Guajacols 93 9), welcher im Vakuum von 3 mm bei 12o0 unter geringer Zersetzung siedet.
  • 6o g des Guajacolbromallyläthers werden mit ioo g Dekahvdronaphthalin verdünnt und 6 Stunden am Rückfluß zum Sieden erhitzt. 2,Tach dem Erkalten wäscht man die Dekahydronaphthalinlösung mit verdünnter Natronlauge und den Laugenauszug nochmals mit Benzin. Der Laugenauszug wird dann angesäuert, das ausgefallene Öl mit Äther aufgenommen. Nach Abdestillieren des Äthers bleiben etwa So g, die beim Destillieren im Vakuum (i2 mm) fast vollständig bei 157 bis 16o° übergehen. Das Destillat, das 6-Methoxv-2-bromallvl-i-oxvbenzol erstarrt kristallinisch und kann aus der gleichen Menge Benzin umkristallisiert werden. F. 39 bis 4o°.
  • 13 g des Phenols werden in 35 ccm g°(öiger alkoholischer Kalilauge gelöst. Diese Lösung läßt man unter Rühren in 5o g Äthylendibromid, das auf 7o bis 8o° erwärmt ist, eintropfen. Zum Schluß erhitzt man, noch ungefähr 2 Stunden am Rückfluß. Nach dem Erkalten saugt man das Kaliumbromid ab, destilliert vom Filtrat den Alkohol ab und nimmt den Rückstand mit Äther auf. Die ätherische Lösung wird mehrfach mit Kalilauge gewaschen und dann nach dem Trocknen der Äther abdestilliert. Der Rückstand, etwa ii g, geht beim Destillieren im Vakuum (2 mm) fast restlos bei 158 bis i 6o° über und stellt den 6-Methoxy-2-bromallyl-i-oxybenzolbromäth_vläther vor. Bromgehalt -1#5.75 °1o (Ber. 4.5,7 °/o). Aus den alkalischen Laugen lassen sich beim Ansäuern etwa 5 g nicht veräthertes Phenol wiedergewinnen.
  • 7,5 g des Bromäthylätherswerden im Einschmelzrohr mit 6 g Diäthy lamin etwa .4 Stunden auf 8o° erhitzt. Der Rohrinhalt wird dann mit Wasser aufgenommen. Nach Zusatz von verdünnter Essigsäure bis zur schwach sauren Reaktion geht fast alles in Lösung. Zur Entfernung einer Spur nicht umgesetzten Bromäthers wäscht man. einmal mit Äther, versetzt dann mit Lauge, bis alles Öl ausgefällt ist, nimmt dieses mit Chloroform auf und trocknet. Nach Abdestillieren des Chloroforms destilliert man den Rückstand im Vakuum. Man erhält den 2-Methoxy - 6 - bromallyl- i -oxybenzoldiäthylaininoäthyläther (6,8 g) als ein schwach gelb gefärbtes Öl vom Kp3 164 bis 165° der nachstehenden Formel Beispiel e Zu einer Lösung aus 9,6g Natrium in 16o ccm Alkohol setzt man 5o g Guajacol und läßt hierzu auf dem Wasserbad am Rückflußkühler unter häufigem Umschütteln g i, 3-Dichlorpropen-(i) zutropfen. Man hält noch einige Zeit im Sieden, läßt dann erkalten und saugt vorn ausgeschiedenen Natriumchlorid ab. Vom Filtrat destilliert man den Alkohol ab und nimmt den Rückstand mit Wasser und Äther auf. Die ätherische Lösung wird durch Ausschütteln mit verdünnter Natronlauge von etwas unumgesetztem Guajacol befreit und dann mit Natriumsulfat getrocknet. Der nach Abdestil-Tieren des Äthers bleibende Rückstand geht beim Destillieren im Vakuum (Kp3 i io bis i i :,°) als farbloses 01 über und stellt den -,-Chlorallyläther des Guajacols vor. Ausbeute 62 bis 65 g.
  • 5o g des y-Chlorallyläthers werden in 8o g Dekahydronaphthalin gelöst und am Rückfluß 7 Stunden in schwachem Sieden gehalten. Dann zieht man mehrfach mit verdünnter Natronlauge aus und wäscht die alkalischen Auszüge nochmals mit Benzin. Durch Ansäuern mit verdünnter Essigsäure, Aufnehmen mit Äther und Destillation des Ätherinhalts im Vakuum (Kp3 115 bis 12o°) erhält man 12 bis 15g 6-(;-Chlorallvl-)guajacol als schwach gelb gefärbtes Öl.
  • 54- dieses Produkts werden in :6o ccm einer i i °/oigen alkoholischen Kalilauge gelöst und zu dieser Lösung noch 5oo ccm Alkohol zugesetzt. Unter häufigem Umschütteln läßt man diese Lösung zu Zoo g Äthylendibromid auf dem Wasserbad am Rückfluß zutropfen. Zum Schluß hält man noch etwa 3 Stunden im Sieden. Dann saugt man das ausgeschiedene Kaliumbromid ab, destilliert vom Filtrat den Alkohol ab und nimmt den Rückstand mit Äther und Wasser auf. Die ätherische Lösung wird mit verdünnter Lauge gewaschen und dann mit Natriumsulfat getrocknet. Der nach Abdestillieren des Äthers bleibende Rückstand wird im Vakuum destilliert. 33 g (Kp3 165°) gehen als schwach gelb gefärbtes Öl (Bromäthyläther des 6-(^,-<.hlorallyl-)guajacols) über.
  • 32 g des Bromäthyläthers werden mit 35;ccm einer 3o°toigen Monomethylaminlösung in Alkohol unter Druck etwa io Stunden auf 8o bis go° erhitzt. Nach dem Erkalten nimmt man den Rohrinhalt mit Wasser auf und setzt verdünnte Essigsäure bis zur sauren Reaktion zu. Die klare Lösung wird zur Entfernung von Spuren nicht umgesetzten Bromäthers mit Äther gewaschen, dann alkalisch gemacht und das ausfallende Öl mit Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung hinterläßt nach dem Trocknen 2o g, die beim Destillieren im Vakuum fast vollständig bei 165° (3 mm) als fast farbloses Öl übergehen und den Methylaminoäthyläther des 6-(),-Chlorallyl-)guajacols vorstellen; Zusammensetzung Beispiel 3 Zu einer Lösung von 61g 6-(/3-Bromallyl-)guajacol (vgl. Beispiel i) in einer Lösung aus 6 g Natrium in 5oo ccm Alkohol 1ä ßt man bei gelindem Sieden am Rückfluß eine Lösung von 66g ß-Bromäthyldiäthv1-aminhydrobromid in 5oo ccm einer 2 o. oigen alkoholischen Natronlauge allmählich zulaufen. Man destilliert nun den Alkohol ab und nimmt den Rückstand mit stark verdünnter Salzsäure und Äther auf. Die wässerige Lösung wird dann nochmals mit Äther gewaschen, alkalisch gemacht und da-, ausfallende Öl mit Chloroform aufgenommen. Die Chloroformlösung wird nach dem Trocknen n;it Natriumsulfat von Lösungsmitteln befreit. Der Rückstand wird iin Vakuum destilliert. Er geht bei 163 bis i65° (2 mm) als schwach gelbliches 01 über und ist mit dem nach Beispiel i erhaltenen Diäthylaminoäthvläther des 6-(/i-Bromalle-1=)gtiajacols identisch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von basischen Abkömmlingen des Guajacols, dadurch gekennzeichnet, daß man Guajacol in üblicher Weise in die ß- oder -,1-Brom-oder -Chlorallvläther überführt, diese, zweckmäßig in gelöstem Zustande, durch Erhitzen auf höhere Temperatur in die C-Halo,enallylguajacole umlagert, worauf man entweder Äthylendihalogenide auf sie in alkalischem Mittel einwirken läßt und die dabei sich bildenden Halogenäthyläther mit Mono- oder Dialkylaminen erhitzt oder an Stelle von Äthvlendihalogeniden unmittelbar Mono- oder Dialkylaminoäthylhalogenide auf die Halogenallylguajacole zur Einwirkung bringt.
DER77572D 1929-03-16 1929-03-16 Verfahren zur Darstellung von basischen Abkoemmlingen des Guajacols Expired DE563259C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3095449A (en) * 1957-08-06 1963-06-25 Bayer Ag 1-(gamma-dimethylaminopropoxy)-2-alkoxy alkenylbenzenes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3095449A (en) * 1957-08-06 1963-06-25 Bayer Ag 1-(gamma-dimethylaminopropoxy)-2-alkoxy alkenylbenzenes

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