DE56151C - Gasdruckregler - Google Patents

Gasdruckregler

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Publication number
DE56151C
DE56151C DENDAT56151D DE56151DA DE56151C DE 56151 C DE56151 C DE 56151C DE NDAT56151 D DENDAT56151 D DE NDAT56151D DE 56151D A DE56151D A DE 56151DA DE 56151 C DE56151 C DE 56151C
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DE
Germany
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bell
water
pressure
water level
overflow pipe
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56151D
Other languages
English (en)
Original Assignee
schirmer, richter & CO. in Connewitz—Leipzig
Publication of DE56151C publication Critical patent/DE56151C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/14Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
    • G05D16/16Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from the controlled fluid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Non-Electrical Variables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei Druckregulatoren, entsprechend der verschieden grofsen Gasabgabe, eine selbstthätige Veränderung der Druckeinstellung zu bewirken, ohne der Glocke selbst eine veränderte Belastung zu geben, ist bei der vorliegenden Construction die Einrichtung derart getroffen, dafs durch Veränderung des wirksamen Schwimmervolumens und dadurch veranlafstem veränderten Glockenauftrieb, je. nach der Stellung der Glocke, eine gröfsere oder kleinere indirecle Belastungsänderung hervorgerufen wird.
Zu diesem Zwecke ist der Wasserstand im offenen Regulatorgefäfs abhängig gemacht worden von der jeweiligen Glockenstellung, in solcher Weise, dafs mit Einsinken der Glocke eine gleichzeitige, und zwar beliebig verstellbare stärkere Senkung des Wasserspiegels im Regulatorgefäfs bewirkt wird, während beim Steigen der Glocke - durch entsprechenden Wasserzulauf eine ebensolche Erhöhung des Wasserspiegels stattfindet. ^ Die Aenderungen der Druckgebung werden daher hier, im Gegensatz zu den bereits bekannten Constructionen, bei denen eine wirkliche Veränderung des Schwimmervolumens durch Ein- und Austritt von Wasser in das Innere des Schwimmers selbst stattfindet, allein durch veränderte Tauchung des vollständig geschlossenen Schwimmerkörpers in dem Wasserinhalt des offenen Regulatorgefäfses veranlafst.
Das Regulatorgefäfs selbst ist, um unnöthig grofsen Wasser-Zu- und -Ablauf zu vermeiden, in die beiden concentrischen Gefäfse A und B getheilt, deren inneres B unveränderlichen Wasserstand behält, während solcher in dem äufseren ringförmigen, eigentlichen Regulatorgefäfs A durch das mit der Glockenbewegung in gezwungene Verbindung gebrachte Ueberlaufrohr C veränderlich gemacht ist. Durch' diese beiden Constructionsänderungen allein unterscheidet sich der Apparat von den gewöhnlichen Druckregulatoren. Da der äufsere Wasserspiegel infolge der Druckänderungen ein zu schwankender ist, wurde das Ueberlaufrohr in das Innere der Glocke verlegt, aus welchem Grunde die Aufhängestange α desselben ver- . mittelst des Quecksilberabschlusses b durch die Glockendecke hindurchgeführt werden mufste. Die Bewegungen der Glocke werden durch den kurzen Hebel c auf den um den Drehpunkt 0 schwingenden Coulissenhebel d von der Coulisse aus durch Band-, Draht- oder Kettentransmission auf die beiden Drehachsen e und g und von letzterer auf das Ueberlaufrohr C übertragen. Der im übrigen ringförmige Schwimmer erhält an der Stelle, wo das Ueberlaufrohr C liegt, einen entsprechenden Ausschnitt. Je nachdem der Angriffspunkt h der übertragenden Theile auf der Coulisse mehr oder weniger nahe dem Drehpunkt des Coulissenhebels eingestellt wird, ist die Senkung des Wasserspiegels eine mehr oder weniger gröfsere als die Glockeneinsenkung selbst. Zur Begrenzung der Maximalhöhe des Druckes dienen die an der Aufhängung des Ueberlaufrohres oberhalb des Quecksilberverschlusses b befindlichen beiden Stellschrauben i und i \ welche sich bei Erreichung des Maximaldruckes auf den Glockendeckel aufsetzen und hierdurch eine weitere Senkung des Wasserspiegels nur in demselben Mafse
zulassen, als die Glocke selbst einsinkt. Die Durchführung- des Ueberlaufrohres durch den Boden des Regulatorgefäfses erfolgt mittelst einer langen Quecksilberstopfbüchse k, deren Eintauchgefäfs an dem unteren Ende des Ueberlaufrohres selbst angebracht ist. Unterhalb dieses Eintauchgefäfses trägt das Ueberlaufrohr zum Zwecke des Gasabschlusses den hydraulischen Verschlufs I mit dem Wasserablaufrohr m. Das Gewicht des Ueberlaufrohres mit Quecksilberstopfbüchse kann auf irgend eine bekannte Art ausgeglichen werden, um den Einflufs auf die Glocke möglichst zu vermindern.
Bei abnehmender Gasabgabe mufs zum Zwecke der entsprechenden Erhöhung des Wasserspiegels dem Regulatorgefäfs durch das mit einer vorhandenen Wasserleitung verbundene Rohr η Wasser zugeführt werden, was bei steigendem Verbrauch nicht erforderlich ist. Alles zu viel zugeführte Wasser gelangt durch das Ueberlaufrohr C sofort wieder zum Ablauf. Das Ueberlaufrohr mufs eine solche lichte Weite erhalten, dafs durch dasselbe mindestens die doppelte Menge des durch das Rohr η zulaufenden Wassers abgeführt werden kann. Unterbleibt der Wasserzulauf, so steigt bei abnehmendem Verbrauch der Druck über die höchste zulässige Grenze. Die vorliegende Construction besitzt daher den Vortheil, dafs der Druck nie unter die jeweilig erforderliche Gröfse herabsinken kann, was bei directer Belastung sehr leicht vorkommt, wenn die Anstellung des Wasserzulaufes vergessen wird.
In Fig. ι ist die Regulatorglocke, also auch
_ das Ventil, in der höchsten Lage dargestellt, entspricht also dem Zustande, wenn entweder keine oder nur eine sehr geringe Gasabgabe stattfindet.
Fig. 2 stellt die Glocke in eingesunkenem Zustande dar, entsprechend einer ziemlich starken Gasabgabe.
In der höchsten Glockenlage (Fig. i) ist die Stellung des Ueberlaufrohres C eine solche, dafs der Schwimmer (Luftkasten) der Glocke nahezu vollständig in den Wasserspiegel des ringförmigen Gefä'fses A eintaucht, und ist das Gewicht der Glocke und des Schwimmervolumens so berechnet, dafs in dieser Lage sich der Druck in der Glocke auf ein Minimum (io mm) erhält. Gewünschte Aenderungen dieses Minimaldruckes werden durch aufgelegte Belastungsgewichte bewirkt.
Fängt nun die Gasabgabe an zu steigen, so mufs sich, um den Druck in der Glocke auf der eingestellten Höhe zu erhalten, das Ventil längsam öffnen, die Glocke also entsprechend senken. Diese Glockenbewegung überträgt sich durch einen auf der Führungsstange der Glocke befestigten Ring, welcher den Gegenlenker c trägt, auf den um ο schwingenden Coulissenhebel d und von diesem durch Verminderung von Stahlbändern und doppelter Rollenübersetzung auf das Ueberlaufrohr C derart, dafs sich letzteres stärker senken mufs als die Glocke selbst. ■ Es wird somit eine entsprechende Wassermenge aus dem ringförmigen Gefäfs A zum Abflufs gelangen, welche gröfser ist als das bei dem Einsinken der Glocke verdrängte Wasservolumen. Da das Einsinken der Glocke in allen Fällen nur ein sehr allmäliges ist, so ist zu dem erforderlichen Wasserabflufs bei genügender Weite des Ueberlaufrohres vollauf Zeit vorhanden, und es wird somit jeder Glockenstellung ein gewisses Wasserniveau in dem Gefäfs A entsprechen. Es wird daher beim Einsinken der Glocke das wirksame, durch die Eintauchung des Schwimmers bedingte Schwimmervolumen bei jeder tieferen Glockenstellung ein geringeres werden. Ist aber das wirksame ■ Schwimmervolumen geringer, so wächst indirect die wirksame Glockenbelastung, und wird demnach auch jeder tieferen Glockenstellung ein in demselben Verhältnifs höherer Druck in dem Glockeninnern entsprechen müssen.
Um dieses Anwachsen des Druckes bei einsinkender Glocke je nach den vorliegenden Verhältnissen beliebig abändern zu können, ist der Angriffspunkt h der Bandleitung auf der Coulisse des Hebels d verstellbar. Je weiter h von dem Drehpunkt ο des Coulissenhebels entfernt eingestellt ist, um so schneller wird das Anwachsen des Druckes bei sinkender Glocke stattfinden.
Ist der gewünschte Maximaldruck erreicht, so setzen sich die Stellschrauben iil auf die Glockendecke auf, so dafs ein weiteres Anwachsen des Druckes unmöglich ist, da alsdann die Senkung des Wasserspiegels nur noch in demselben Mafse stattfinden kann, wie die Glocke selbst einsinkt. Es findet eine weitere Veränderung des wirksamen Schwimmervolumens nicht mehr statt.
Ist die gröfste Gasabgabe erreicht, so wird der Wasserzulauf durch das Rohr η angestellt. Wird jetzt die Gasabgabe eine geringere, so fängt die Glocke wieder an, langsam zu steigen und mit ihr in entsprechend stärkerem Mafse das Ueberlaufrohr C. Es wird somit bei genügend starkem Wasserzulauf eine Erhöhung des Wasserspiegels in dem Gefäfs A und somit eine entsprechende Vergröfserung des wirksamen Schwimmervolumens und hierdurch eine allmälige Druckminderung in der Glocke eintreten, während etwa zu viel zugeführtes Wasser durch das Ueberlaufrohr wieder abläuft. Der Wasserzulauf ist so lange zu erhalten, bis der Minimaldruck wieder erreicht ist, die Gasabgabe also wieder auf das geringste Mafs zurückgegangen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Druckregulatoren die indirecte selbstthätige Einstellung des Leitungsdruckes durch Veränderung des wirksamen Schwimmervolumens derart, dafs beim Einsinken der Regulatorglocke unter Vermittelung des mit der Glockenbewegung in gezwungene, durch den Coulissenschieber h verstellbare Verbindung gebrachten Ueberlaufrohres C eine entsprechend gröfsere Senkung des Wasserspiegels im offenen Regulatorgefäfs A, somit eine Verminderung des wirksamen Schwimmervolumens stattfindet, während beim Steigen der Glocke, unter gleichzeitigem Wasserzulauf, eine entsprechend gröfsere Erhöhung des Wasserspiegels und somit eine Vergröfserung des wirksamen Schwimmervolumens erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56151D Gasdruckregler Expired - Lifetime DE56151C (de)

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