DE560460C - Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Praeparate - Google Patents
Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender PraeparateInfo
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- DE560460C DE560460C DESCH83375D DESC083375D DE560460C DE 560460 C DE560460 C DE 560460C DE SCH83375 D DESCH83375 D DE SCH83375D DE SC083375 D DESC083375 D DE SC083375D DE 560460 C DE560460 C DE 560460C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B15/00—Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
- C01B15/055—Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof
- C01B15/10—Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof containing carbon
- C01B15/103—Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof containing carbon containing only alkali metals as metals
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Description
- Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Präparate Nach der von T a n a t a r (Berichte 32, 2, 1899) gefundenen Reaktion. durch die eine Verbindung von Wasserstoffsuperoxyd mit Natriumcarbonat erhalten wurde, hat es nicht an Versuchen gefehlt, Verfahren zu gerinnen, die technisch brauchbare Resultate lieferten.
- Soweit aber, ähnlich wie bei T a n a t a r, in verdünnten Lösungen von Wasserstoffsuperoxyd oder bei konzentrierterem Wasserstoffsuperoxyd mit der stark wasserhaltigen Kristallsoda gearbeitet wurde, war wegen der schlechten Ausbeuten an eine technische Verwendung nicht zu denken. Nach der Patentschrift 29779T versuchte man bei der Herstellung von Percarbonaten. zu einem besseren Ergebnis dadurch zu gelangen, daß man von Gemischen von calcinierter Soda mit Kristallsoda oder Bicarbonat ausging, ohne aber zu charakterisierten Produkten und technisch verwendbaren Ausbeuten zu gelangen. Die Ursache dieses Ergebnisses liegt wohl darin, daß nicht von eindeutig charakterisiertem Ausgangsmaterial ausgegangen wurde und daß calcinierte Soda stets Metallkatalysatoren enthält, die Wasserstoffsuperoxyd zersetzen. In der Patentschrift 347 693 wird einleitend auf diese Mängel besonders hingewiesen. Sie sollen dadurch behoben werden, daß die calcinierte Soda vor der Verwendung einem besonderen Glühverfahren unterworfen wird und daß zu der Wasserstoffsuperoxydlösung Stabilisatoren zugesetzt werden. Auch hier ist das Ausgangsmaterial nicht eindeutig bestimmt. Die Resultate werden von der Art des Glühprozesses erheblich beeinflußt, auch muß jedesmal die für die Calcinierung günstige Temperatur ausprobiert werden. Es hat sich ferner herausgestellt, daß im günstigsten Fall mit 30 Volumprozent Wasserstoffsuperoxyd gearbeitet wurde, wenn auch in der Patentschrift selbst keine Angaben über die Konzentration des anzuwendenden Wasserstoffsuperoxyds gemacht werden. Es stellt auch dieses Verfahren noch keine technisch einwandfreie Lösung dar.
- So haben die bisher bekannt gewordenen Verfahren alle Nachteile, sei es, daß sie zu nicht beständigen oder schwer löslichen bzw. schwer handlichen Produkten führen, sei es, daß sie zu schlechte Ausbeuten geben, so daß die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt ist.
- Es ist nun gelungen, charakterisierte Produkte herzustellen, die aktiven Sauerstoff in größeren Mengen enthalten, beständig und in Wasser leicht löslich und in Ausbeuten von 9o bis roo % zu gewinnen sind.
- Das Herstellungsverfahren besteht in folgendem Gibt man zu einer gut gekühlten, etwa 3o Gewichtsprozent Lösung von Wasserstoffsuperoxyd Natriumcarbonatmonohydrat (Na. C 03 # H2 O) in Kristallen zu, so tritt zunächst eine Reaktion nicht ein. Die Temperatur erhöht sich nicht. Die Zugabe kann also ziemlich rasch erfolgen, wobei man durch geeignete Mittel eine Knollenbildung verhindert. Läßt man dann etwa 12 bis i 4 ,Stunden stehen, so addiert sich das Wasserstoffsuperoxyd quantitativ an das Natriumcarbonatmonohydrat, und man kommt je nach den angewandten Bedingungen zu Produkten, die nach der Analyse etwa folgende Formel haben: i. Nag C 03 # H20 # H202; 2. (Na. #C03 # H20)2 ' 3H202; 3. (Na2COg#H20) 2H202); 4. (1'7a2 C 03 - H20)2 5 H202.
Die Produkte 3 und 4 werden am besten dadurch hergestellt, daß man von den Präparaten i oder 2 ausgeht und in der gleichen Weise durch Zugabe zu der berechneten Menge Wasserstoffsuperoxyd die Addition von Wasserstoffsuperoxyd durchführt. Beispiel i 4ookg Wasserstoffsuperoxyd von 34 Gewichtsprozent werden in Kältemischung oder mit Hilfe einer Kälteapparatur gut gekühlt und dazu 35okg Natriumcarbonatmonohydrat in Portionen unter Umrühren oder Schütteln zugegeben. Man läßt etwa 16 Stunden stehen und sorgt, daß die Temperatur nicht über 5° steigt. Das Gefäß füllt sich mit einem weißen Kristallmagma, welches, sobald es sich nicht weiter vermehrt, in bekannter Weise von der Mutterlauge getrennt wird. Ausbeute: 46okg, Gehalt an H202: 29,2 %. Beispiele 400 kg Wasserstoffsuperoxyd von 3o Gewichtsprozent werden auf minus 5° abgekühlt und 3 i o kg Natriumcarbonatmonohydrat langsam eingetragen. Die Temperatur steigt nicht über o°. Bei dieser Temperatur wurde 24 Stunden stehengelassen. Das Reaktionsgefäß füllt sich mit einem Kristallbrei. Nach dem Abfiltrieren und Auswaschen mit wenig Wasser von o° beträgt die Ausbeute 42okg, der Gehalt an Wasserstoffsuperoxyd 29,4 %.1. enthält 21,7 °/° Wasserstoffsuperoxyd und lo,o °/° Sauerstoff 2. - 29,1 °/° - - 13'70/0 - 3- - 35,490 - - 16,6 1/0 - 4- - 40,6 % - - 19,I 01i0 - - Das geschilderte Verfahren war nicht vorauszusehen und stellt einen wesentlichen technischen Fortschritt dar.
- Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Produkte sind beständig und im Gegensatz zu den Percarbonaten leicht in Wasser löslich, sie sollen als Bleich- und Oxydationsmittel dienen bzw. als Desinfektionsmittel Verwendung finden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Präparate, dadurch gekennzeichnet, daß man Natriumcarbonatmonohydrat auf etwa 3o Gewichtsprozent Wasserstoffsuperoxyd unter Kühlung einwirken läßt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man auf zuerst gebildete, niedriger prozentige Additionsprodukte nochmals Wasserstoffsuperoxyd einwirken läßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH83375D DE560460C (de) | 1927-07-27 | 1927-07-27 | Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Praeparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH83375D DE560460C (de) | 1927-07-27 | 1927-07-27 | Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Praeparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE560460C true DE560460C (de) | 1932-10-03 |
Family
ID=7442717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH83375D Expired DE560460C (de) | 1927-07-27 | 1927-07-27 | Herstellung technisch stabiler, aktiven Sauerstoff abgebender Praeparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE560460C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT382594B (de) * | 1973-07-20 | 1987-03-10 | Ugine Kuhlmann | Verfahren zur herstellung von natriumpercarbonat |
-
1927
- 1927-07-27 DE DESCH83375D patent/DE560460C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT382594B (de) * | 1973-07-20 | 1987-03-10 | Ugine Kuhlmann | Verfahren zur herstellung von natriumpercarbonat |
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