DE56009C - Geschützschraubenverschlufs mit zwei unabhängig von einander drehbaren, hinter einander angeordneten Schrauben - Google Patents

Geschützschraubenverschlufs mit zwei unabhängig von einander drehbaren, hinter einander angeordneten Schrauben

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DE56009C
DE56009C DENDAT56009D DE56009DA DE56009C DE 56009 C DE56009 C DE 56009C DE NDAT56009 D DENDAT56009 D DE NDAT56009D DE 56009D A DE56009D A DE 56009DA DE 56009 C DE56009 C DE 56009C
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Germany
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cylinder
gun
screws
behind
another
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Application number
DENDAT56009D
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A. WrLIN zu The Scandinavian Sailors' Temperance Home, Garfnrd Street, London, England
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/02Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
    • F41A3/10Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Pencils And Projecting And Retracting Systems Therefor, And Multi-System Writing Instruments (AREA)

Description

PATENTAMT.
angeordneten Schrauben.
Nach vorliegender Erfindung stellt man den Verschlufs eines Geschützes durch zwei hinter einander angeordnete, mit Schraubengewinde versehene Verschlufscylinder her, welche in verschiedene Gewinde im Geschütz eingreifen, so dafs sie beim Oeffnen und Herstellen des Verschlusses sich von einander unabhängig drehen.
Fig. ι ist eine Hinteransicht eines nach gegenwärtiger Erfindung construirten Geschützes, wobei der Verschlufs offen ist.'
Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach der Linie 1 -1, Fig. i, bei hergestelltem Verschlufs.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt des Geschützes, wobei die Verschlufsstücke und damit verbundenen Vorrichtungen entfernt sind.
Fig. 4 ist eine Hinteransicht, Fig. 6 eine Vorderansicht und Fig. ■ 5 ein Längsschnitt nach der Linie 2 - 2, Fig. 4 und 6, des Verschlufsstückträgers.
Fig. 7 ist eine Hinteransicht, Fig. 9 eine Vorderansicht, Fig. 8 ein Längsschnitt nach der Linie 3 - 3, Fig. 7 und 9, und Fig. 1 ο eine Seitenansicht des hinteren Verschlufscylinders.
Fig. 11 ist eine Hinteransicht, Fig. 13 eine Vorderansicht, Fig. 12 ein. Längsschnitt nach der Linie 4-4, Fig. 11 und 13, und Fig. 14 eine Seitenansicht des vorderen Verschlufscylinders.
Fig. 15 und 16 sind Vorderansicht . und Draufsicht des Schlagbolzens.
A ist der hintere Verschlufscylinder; sein Umfang ist mit nach Schraubenlinien unterbrochenem Schraubengewinde gewöhnlicher Art versehen, das in ein entsprechendes Muttergewinde an der Innenseite des hinteren Endes des Geschützes in gewöhnlicher Weise eingreift. B ist der vordere Verschlufscylinder, dessen Umfang mit einem steilen Gewinde versehen ist, das in ein entsprechendes Muttergewinde an der Innenseite des hinteren Endes des Geschützes eingreift. Die Steigung dieses steilen Gewindes ist dieselbe wie jene der Gewindesegmente des Cylinders A. Die beiden Cylinder sind mit einander durch einen Ansatz A1 auf dem Cylinder A verbunden, der in eine entsprechende Ausnehmung im Cylinder B eingreift. Der Ansatz A1 hat die Gestalt eines Ringes; zwei einander gegenüberliegende Quadranten desselben haben einen rechteckigen Querschnitt, während die beiden übrigen Quadranten einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt zeigen (s. Fig. 8 und 9): Die Nuth im Cylinder B ist entsprechend gestaltet, wie aus Fig. 11 und 1 3 zu ersehen ist, so dafs, wenn die beiden Cylinder zusammengesetzt werden und man den einen derselben dreht, sie mit einander fest verbunden werden. Der Cylinder B hat einen überhängenden Ansatz B1, welcher den Rand der Patrone umfafst und als Auszieher wirkt.
Der Cylinder A trägt an seinem hinteren Ende einen hohlen Zapfen A2, der durch den Verschlufsstückträger C hindurchgeht, wie in Fig. 2 gezeigt. Der Zapfen A2 trägt Längsnuthen zur Aufnahme von Ansätzen D1 am Griff D, so dafs, wenn der Griff gedreht wird, der Cylinder A sich mit demselben dreht, sich aber auch der Länge nach in demselben verschieben kann. Der Verschlufsstückträger C besitzt eine unterschnittene Rippe C1 an der rückwärtigen Seile, um den Griff D an seiner Stelle zu halten, und überdies sind an demselben Ansätze C2 befestigt, welche in Führungen EE am rückwärtigen Theile des Ge-. schützes gleiten. Die Innenseite desselben ist mit schraubenförmigen Rippen C3 versehen, welche in Nuthen im Verschlufsstück A ein-
treten. Der Schlagbolzen F und seine Feder sind in dem hohlen Zapfen des Griffes D enthalten. Der Schlagstift ist mit einem Ansatz F1 versehen, welcher an einer schiefen Fläche G in einer Ausnehmung am hinteren Ende des Cylinders B gleitet.
Wenn der Schlagstift sich in seiner vorderen Stellung befindet, so kann er sich gegen den Cylinder A nicht drehen, weil der Ansatz F1 in den Schlitz H eingreift; aber dieser Schlitz ist hinten erweitert, so dafs, wenn der Schlagbolzen zurückgezogen wird, er sich gegen den Cylinder A etwas drehen kann und dann vom Ansatz H1 im Schlitz H gefafst und in der gespannten Lage erhalten wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Um den Verschlufs nach dem Abfeuern des Geschützes zu öffnen, wird der Griff D gedreht, wodurch auch der Verschlufscylinder A gedreht wird und dessen Gewindesegmente von den entsprechenden Muttergewindesegmenten im hinteren Theil des Geschützes freigemacht werden; diese Drehbewegung zieht auch den Verschlufscylinder A etwas aus dem hinteren Ende des Geschützes, wobei der Cylinder B mitgenommen wird, der mittelst seiner unterschnittenen Rippe J51 die leere Patronenhülse lockert. Die Drehung des Cylinders A gegenüber dem Cylinder B hat auch zur Folge, dafs ein Ansatz am Schlagstift F auf der schiefen Fläche G gleitet und so der Schlagstift gespannt wird. Bei der Bewegung sind die Gewindesegmente am Cylinder B von den Muttergewindesegmenten am hinteren Ende des Geschützes losgekommen und der Ansatz F1 hat den obersten Theil der schiefen Ebene erreicht, ist an den Ansatz H1 gelangt und stöfst an Seitenanschläge an den Cylindern A und B, wodurch der Cylinder A verhindert wird, sich unabhängig vom Cylinder B zu drehen, so dafs, wenn der Griff weiter gedreht wird, die beiden Cylinder sich mit einander drehen. Die Wirkung hiervon ist die, dafs der Cylinder B vermöge seines steilen Gewindes eine rasche Bewegung nach rückwärts macht und der Cylinder A sich mit demselben bewegt, was dadurch ermöglicht wird, dafs die Steigung der Gewinde am Cylinder B dieselbe ist, wie die der Begrenzungslinien der Gewindesegmente am Cylinder A. Wenn die beiden Cylinder vollständig in den Träger C zurückgezogen sind, wird der letztere sammt den Cylindern auf einer Seite längs der Führungen E in die Stellung geschoben, welche in Fig. ι dargestellt ist. Die leere Patronenhülse wird dann herausgenommen, eine frische Patrone eingesetzt und der Verschlufs durch die umgekehrten Bewegungen hergestellt.
Wenn sich die beiden Cylinder nahezu an ihrer Stelle befinden, greifen die Gewinde am Cylinder A in die entsprechenden Gewinde am Geschütz ein und der Cylinder A dreht sich nun schneller als der Cylinder B, wodurch der letztere vermöge des vom ersteren ausgeübten Enddruckes an seine Stelle gedrückt wird.
Während dieser Bewegung wird der Ansatz F1 in der Einkerbung H1 zurückgehalten und von der schiefen Ebene G im Cylinder B weggedreht, so dafs er behufs Abfeuerns von seiner Feder vorgeschnellt werden kann, wenn er von H1 weggedrückt wird. Das Geschütz wird mittelst der Schnur K abgefeuert, welche die schiefe Gleitfläche L auf eine Seite zieht und der Stange M eine Längsbewegung ertheilt, welche den Ansatz F1 von ,dem Ansatz Ηλ wegschiebt.
Die Einzelheiten der Verschlufsvorrichtung können bedeutend abgeändert werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen; so könnten die Schrauben, statt Gewinde von verschiedener Steigung zu besitzen, Gewinde von gleicher Steigung haben, wobei das eine rechtsgängig und das andere linksgängig ist. In einzelnen Fällen können auch Sperrvorrichtungen hinzugefügt werden, um die Cylinder fest mit einander zu verbinden, wenn der Verschlufs hergestellt ist.
Der Vortheil der Anwendung zweier Verschlufsschrauben, die in Gewinde von verschiedener Steigung oder verschiedener Richtung eingreifen, ist der, dafs eine viel stärkere Steigung benutzt werden kann als bei einer einzigen Schraube, so dafs der Verschlufs weit rascher geöffnet und hergestellt werden kann. Würde nur eine einzige Schraube mit so starker Steigung wie die Schraube B der Zeichnung benutzt werden, so würde sie durch den Gasdruck hinausgeschleudert, wogegen, wenn dieselbe Schraube an einer Drehung verhindert wird (was durch die Schraube A geschieht), der Verschlufs ebenso sicher ist, wie bei einer gewöhnlichen Schraube.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Geschützschraubenverschlufs mit zwei unabhängig von einander drehbaren, hinter einander angeordneten Schrauben (A BJ, von denen die vordere (B) in ein steiles Muttergewinde im Geschütz eingreift, aber durch die hintere Schraube (A) an einer Drehung verhindert wird, wenn der Verschlufs hergestellt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56009D Geschützschraubenverschlufs mit zwei unabhängig von einander drehbaren, hinter einander angeordneten Schrauben Expired - Lifetime DE56009C (de)

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