DE558385C - Einrichtung zum Anlassen von synchronen Drehstrom-Doppelfeldmotoren - Google Patents
Einrichtung zum Anlassen von synchronen Drehstrom-DoppelfeldmotorenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/22—Asynchronous induction motors having rotors with windings connected to slip-rings
- H02K17/24—Asynchronous induction motors having rotors with windings connected to slip-rings in which both stator and rotor are fed with AC
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Anlassen von Doppelfeldmotoren (doppelt gespeisten
Drehstrommotoren), deren Rotorfeld in zum Statorfeld entgegengesetzter Richtung umläuft. Im Doppelsynchronismus tritt bei
derartigen Motoren eine synchronisierende Kraft auf, die einen Betrieb als Synchronmaschine
erlaubt. Zur Vermeidung von Pendelungen, wie sie im Betriebe auftreten, wurde der Motor
mit einer dämpfend wirkenden Hilfswicklung versehen. Zum Anlassen dient eine im Rotor
befindliche Kommutatorwicklung, durch die die Maschine als Drehstrom-Reihenschlußmotor
geschaltet werden kann.
In der Zeichnung bedeutet V-Y die Statorarbeitswicklung, VSchi die Schleifringanschlüsse
der Rotorarbeitswicklung, Vk die Kommutatorbürsten
der Reihenschlußanlaßwicklung und Vjj-0 die Hilfswicklung.
Bei dem bisher bekannten Verfahren wurde der Motor in Reihenschlußschaltung (Schalter
S1 und S2 eingelegt) bis auf den Doppelsynchronismus
heraufgefahren und dann die Synchronisierung über Lampe und Schalter S3
vorgenommen. Dabei mußte entweder die Klemmenspannung des Motors durch Regulieren
am Anlasser A1 so eingestellt werden, daß der Hauptstrommotor bei der jeweils auftretenden
Last ungefähr beim Doppelsynchronismus im Gleichgewicht war, oder es mußte beim Hochfahren
der Augenblick zum Schalten benutzt werden, in dem der Doppelsyrichronismus gerade durchlaufen wurde, wobei die Gefahr
besteht, daß bei nicht rechtzeitigem Schalten der Motor eine zu hohe Drehzahl annimmt.
Beide Verfahren erfordern ein sorgfältiges Parallelschalten von Hand, weil bei auftretenden
Stößen die Drehzahl sofort bis unter den einfachen Synchronismus abfällt und die Maschine
dann als Asynchronmotor weiterläuft.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, den Motor zwar mit Reihenschlußcharakteristik
anzulassen, jedoch ein Überschreiten des Doppelsynchronismus zwangsläufig zu verhindern.
Wird der Doppelfeldmotor in seiner Betriebsschaltung (Schalter S1 und S2 geschlossen, S2, S4
offen) an ein Netz gelegt, so ist er befähigt, als doppelt gespeister Asynchronmotor (vgl. ToI-winski
und Hochberg, Archiv für Elektrotechnik, Bd. XX, S. 162 ff.) etwas unterhalb
des einfachen Synchronismus zu laufen. Im Drehzahlintervall zwischen einfachen und doppeltem
Synchronismus arbeitet er als Generator, benötigt also zum Hochlaufen ein erhebliches,
von einer Anwurfvorrichtung aufzubringendes Drehmoment. Im Doppelsynchronismus gibt
die Doppelfeldmaschine bei überschüssigem Antriebsmoment ebenfalls ein bremsendes Generatormoment.
Nach der Erfindung wird nun zum Anfahren in der Maschine die Wirkung des Reihenschlußmotors und derDoppelfeldmaschine
dadurch überlagert, daß schon beim Anlauf außer der Reihenschlußkommutatorwicklung
auch die für den Betrieb bestimmte Schleifringwicklung eingeschaltet ist. Die Einflüsse beider
Wicklungen müssen gegeneinander so abgeglichen sein, daß unterhalb des Doppelsynchronismus
das antreibende Moment des Reihen-
schlußmotors und im Doppelsynchronismus das von der Doppelfeldmaschine herrührende Generatormoment
überwiegt. Dadurch wird ein selbsttätiges Hochlaufen bis zum Doppelsynchronismus
ermöglicht, ein Überschreiten dieser Drehzahl aber vermieden.
Da bei unmittelbarem Anschluß der beiden Läuferwicklungen ans Netz für eine Maschine
mit der zur Zeit üblichen Wicklungsanordnung das Doppelfeldgenerator moment zwischen einfachem
und Doppelsynchronismus überwiegt, muß diese Wirkung abgeschwächt werden, was in einfacher Weise durch Vorschalten eines
richtig bemessenen Widerstandes R oder einer »5 Drosselspule Dr vor die Schleifringwicklung geschehen
kann. Zur Erzielung eines stoßfreien Überschaltens auf Doppelfeldsynchronbetrieb
nach dem Hochlaufen müssen sich diese Vorschaltorgane stufenweise kurzschließen lassen.
Auch ein mit Schaltstufen ausgerüsteter Transformator Tr kann für diesen Zweck Verwendung
finden. Die Hilfswicklung ist in diesem Zusammenhange als in der Maschine befindlicher
Transformator anzusehen.
Außerdem ist es möglich, die nötige Abgleichung durch die Ausbildung der Ankerwicklung
zu erreichen. Man kann beispielsweise die getrennten Wicklungen für Kommutator und
Schleifringe in ihren Amperewindungsdrücken so bemessen, daß sich das gewünschte Verhältnis
der Drehmomente von Reihenschlußmotor und Doppelfeldmaschine ergibt, wobei man, wenn
nötig, die Wicklungen für verschiedene Spannungen ausführt. Bei der bekannten Vereinigung
der Schleifring- und Kommutatorwicklung zu einer beiderseitig angeschlossenen Wicklung
kann dies Verfahren sinngemäß Anwendung finden. Die am Kommutator liegende Gleichstromwicklung
wird dann an drei symmetrischen Punkten angezapft und an die Schleifringe angeschlossen.
Zwischen Anzapfungen und Schleifringe kann eine Zusatz- oder Absatzwicklung in Form einer offenen Drehstromwicklung geschaltet
sein, die die Spannung an den Schleifringen erhöht oder erniedrigt.
Ist durch eine dieser Anordnungen die Reihenschlußwirkung zu groß geworden, so kann eine
Abgleichung durch Bürstenverschiebung erfolgen.
Jede dieser angegebenen Methoden — geeignete Ausbildung der beiden Rotorwicklungen
und Verwendung von Vorschaltorganen — kann einzeln oder beide in gegenseitiger Ergänzung
angewandt werden.
Der Anlaßvorgang geschieht für das in der Figur dargestellte Beispiel in folgender Weise:
Vor dem Einschalten muß der Schalter S2 eingelegt, S4 geöffnet sein. Der Schalter S3 ist
durch den Widerstand R ersetzt. Der Anlasser A1 und der Vorschaltwiderstand R sind
mit ihrem vollen Widerstandswert eingeschaltet. Man legt nun den Schalter S1 ein und schließt
den Anlasser ^1 stufenweise kurz. Dabei läuft
die Maschine in den Doppelsynchronismus und wird durch das Doppelfeldgeneratormoment der
über den Widerstand R angeschlossenen Schleifringwicklung auf dieser Drehzahl festgehalten.
Der Widerstand R kann dann allmählich kurzgeschlossen und gleichzeitig die Kommutatorwicklung
durch den Schalter S2 abgetrennt sowie die Hilfswicklung durch den Schalter S4
eingeschaltet werden. Wenn erforderlich, müssen auch diese Schaltungen über Vorschaltwiderstände
vorgenommen werden, um Stöße zu vermeiden. '
Claims (5)
1. Einrichtung zum Anlassen von Doppelfeldmotoren, diemit Hilfe einer Reihenschlußkommutatorwicklung
im Läufer hochgefahren werden, dadurch gekennzeichnet, daß während der Anlaßperiode neben der Kommutatorwicklung
auch die Läuferschleifringwicklung eingeschaltet ist und daß die beiden Wicklungen so erregt sind, daß oberhalb des
einfachen Synchronismus das Motormoment der Kommutatorwicklung, oberhalb des Doppelsynchronismus das Generatormoment
der Schleifringwicklung überwiegt. go
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Läuferwicklungen
ein regelbarer Ohmscher oder induktiver Widerstand oder ein Stufentransformator vorgeschaltet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 bei Doppelfeldmaschinen mit getrennten Läuferwicklungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Amperewindungsdrücke der beiden Läuferwicklungen
so gewählt sind, daß das im too Anspruch 1 gekennzeichnete Verhältnis der
beiden Drehmomente erreicht wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bei Doppelfeldmaschinen mit einer für Kommutator
und Schleifringe gemeinsamen Wicklung, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Schleifringanschlüsse eine Spannung zusetzende oder absetzende Drehstromwicklung
eingefügt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genaue
Abgleichung der Drehmomente der beiden Rotorwicklungen durch Verschieben der Kommutatorbürsten erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST47075D DE558385C (de) | 1931-02-06 | 1931-02-06 | Einrichtung zum Anlassen von synchronen Drehstrom-Doppelfeldmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST47075D DE558385C (de) | 1931-02-06 | 1931-02-06 | Einrichtung zum Anlassen von synchronen Drehstrom-Doppelfeldmotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558385C true DE558385C (de) | 1933-07-10 |
Family
ID=7465320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST47075D Expired DE558385C (de) | 1931-02-06 | 1931-02-06 | Einrichtung zum Anlassen von synchronen Drehstrom-Doppelfeldmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558385C (de) |
-
1931
- 1931-02-06 DE DEST47075D patent/DE558385C/de not_active Expired
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