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Matrizensetz- und Zeilengießmaschine mit aufklappbarem, durch Bajonettbolzen
verschließbarem Schraubstock Bei Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen, deren Matrizen
mit Ohren und einer Ablegev erzahnung versehen sind, ist an dem Maschinengestell
ein sogenannter Schraubstockrahmen schwenkbar angeordnet, der nach vorn aufgeklappt
werden kann, damit die gesetzte, vor der Gießform befindliche Matrizenzeile und
die Gießform selbst zugänglich sind, um etwaige Störungen zu beseitigen. Der Schraubstockrahmen
ist an seinem unteren Ende um einen Bolzen schwenkbar, und die Befestigung an der
oberen Seite erfolgt mit Hilfe von zwei Bolzen, die drehbar im Schraubstockrahmen
angeordnet sind und bajonettartig in eine entsprechende Öffnung eines an dem Maschinengestell
sitzenden Hohlkörpers einfassen, so daß sie durch ein Drehen um etwa cgo° festgezogen
werden können.
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Es kommt nun mitunter vor, daß der Setzer, nachdem er den Schraubstockrahmen
hochgeklappt hat, die Feststellbolzen nicht fest genug anzieht oder aber, daß er
überhaupt nur einen der Bolzen schließt und den anderen offen läßt. Die Folge hiervon
ist, daß der Schraubstockrahmen nicht ganz fest gegen .das Maschinengestell gezogen
ist und eine feine Öffnung zwischen der Matrizenzeile und der Gießform verbleibt,
so daß Spritzer möglich sind. Ein weiterer Übelstand der bisherigen Bauart ist,
daß der Bajonettverschluß an den Bolzen des Gießschlittens beim Heranklappen des
Rahmens eine genaue Lage haben muß, damit er nicht gegen den Hohlkörper an dem Maschinengestell,
der ihn führen soll, anschlägt und ihn beschädigt.
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Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß eine Sperrvorrichtung
vorgesehen ist, die bei geöffnetem Schraubstockrahmen die Sperrbolzen in der geöffneten
Lage sperrt und die bei dem Heranklappen des Schraubstockrahmens an das Maschinengestell
durch Anschlag freigegeben wird, also ein Rückdrehen der Baj onettbolzen erst gestattet,
wenn sie sich in der Schließstellung befinden.
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Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Schnitt durch den oberen Teil des Schraubstockrahmens
und einen Teil des Gestelles bei geöffnetem Schraubstock, und zwar ist der Schnitt
an die Stelle eines der Verschlußbolzen gelegt, in Richtung der Linie i-i von Fig.
2, Fig.2 eine Ansicht auf den Schraubstockrahmen gemäß Fig. i von innen, also von
rechts gesehen, Fig.3 eine Ansicht auf einen Teil des
Schraubstockrahmens
in Fig. i von links gesehen, wobei der Bolzen selbst im Schnitt dargestellt ist,
und Fig. q. einen Schnitt durch den Schraubstockrahmen in Richtung der Linie 4-q.
von Fig. 2.
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In dem Teil a des Maschinengestelles sind zwei bolzenartige Teile
b angeordnet, die an ihrem vorderen, aus dem Maschinengestell herausragenden Teil
einen bajonettartig ausgebildeten Hohlraum c haben, d. h. es ist dort eine Bohrung
vorhanden, die teilweise durch eine etwa über den halben Umfang herumgehende Rippe
d abgedeckt wird. Der Schraubstockrahmen e ist an seinem unteren Ende, wie üblich,
an dem Maschinengestell schwenkbar gelagert. Er trägt zwei Bolzen f, von denen in
der Zeichnung nur einer dargestellt ist, die drehbar angeordnet sind. Vorzugsweise
ist auf einem Teil des Bolzens ein feines Gewinde vorhanden, damit bei dem Schließen
des Bajonettverschlusses gleichzeitig ein Festziehen stattfindet. Der Bolzen, der
mit einem Handgriff g versehen ist, besitzt einen innen aus dem Schraubstockrahmen
herausragenden Kopf h, an dessen äußerem Ende eine kippe i sitzt, die wiederum nur
etwa über die Hälfte des Umfanges des Bolzenkopfes reicht. Bei der in der Zeichnung
dargestellten Lage kann demnach der Schraubstock herangeklappt werden; der Kopf
des Bolzens f faßt dann in die Aussparung c, und wenn der Bolzen um eine halbe Umdrehung
gedreht wird, so faßt die Rippe i hinter die Rippe d, und es erfolgt auf diese Weise
ein Verriegeln in der geschlossenen Stellung. Soweit ist die Einrichtung bekannt.
Gemäß der Erfindung ist nun je ein Bolzen k neben jedem der Bolzen
f an dem Schraubstock gelagert. Der Bolzen k wird durch eine Feder in nach
außen gedrückt. Er besitzt einen Kopf za von einem etwas größeren Durchmesser, und
die Anordnung ist so, daß der Kopf ia des Bolzens k etwas die zylindrische
Umfläche des Kopfes la des Bolzens f berührt. Befindet sich der Bolzen f mit seinem
Kopf la und der Rippe i in der in der Zeichnung dargestellten Stellung, dann kann
der Bolzen k unter der Wirkung der Feder nz in die in Fig. i gezeichnete Stellung
vorschnellen, und er sperrt hierdurch, da er sich gegen die Kante der Rippe i legt,
den Bolzen f gegen Drehen. Schließlich ist noch eine Feder o vorgesehen, die einerseits
an dem Schraubstock und anderseits an dem Bolzen f befestigt ist und. den
Bolzen f im Sinne einer Schließbewegung zu drehen sucht.
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Die Einrichtung arbeitet demnach wie folgt: Wird der Schraubstock
und zu diesem Zweck die Bolzen f in die in Fig. i und 3 gezeichnete Lage gebracht
und dann der Schraubstock von dem Maschinengestell abgezogen, dann kann'der Bolzenk
vorschnellen, und sein Kopf legt sich gegen die Rippe i, so daß, wenn der Schraubstock
geöffnet ist,- der Bolzen f sich nicht wieder in die Schließstellung zurückbewegen
kann, sondern in der offenen Stellung gehalten wird. Wird nun der Schraubstock geschlossen,
so trifft der Kopf 7i des Bolzens h gegen die Rippe d des Bolzens
b. Infolgedessen wird der Bolzen k entgegen der Wirkung der Feder m zurückgedrückt,
bis er die Rippe i freigeben hat. Inzwischen dringt die Rippe i, die j a in ihrer
richtigen Schließstellung liegt, in die Aussparung c ein, und sobald die Teile die
richtige Schließstellung haben, d. h. also die Rippe i hinter die Rippe d faßt,
kommt die Feder o zur Wirkung und dreht den Bolzen f in die Schließlage. Der Setzer
braucht demnach lediglich den Schraubstock .heranzuklappen, und es erfolgt das Schließen
dann ohne weiteres.
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Soll von einem selbsttätigen Schließen abgesehen werden und lediglich
ein Sichern gegen ein- Anschlagen der beiden Rippen i und d gegeneinander
beim Schließen erfolgen, so kann natürlich die Feder o fortgelassen werden.
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Baulich kann natürlich die Einrichtung auch anders ausgeführt werden,
so ist es nicht notwendig, daß der Sperrbolzen h sich gegen die Rippe i legt, vielmehr
kann dafür auch ein anderer Anschlag, eine Bohrung o. dgl. an irgendeiner anderen
Stelle des Bolzens f vorgesehen werden, sofern nur das Auslösen dieser Sperrung
durch Anschlag gegen das Maschinengestell oder einen sonstigen an dem Maschinengestell
angeordneten Teil erfolgt.